Der Adventure Corner Award

Für Adventurespiele von besonders hoher Qualität, verleiht die Adventure Corner Redaktion zwei verschiedene Auszeichnungen.

Der Adventure Corner Award

Der Adventure Corner Award ist unsere höchste Auszeichnung, die nur für besonders hochwertige Spiele vergeben wird. Diese haben in der Regel eine Adventure Corner Wertung von mindestens 85% bekommen und zählen zu den Meilensteinen des Adventuregenres. Der Adventure Corner Award ist ein klarer Kauftipp der gesamten Redaktion.



Sonderauszeichnungen



Manchmal kommt es vor, dass ein Spiel zwar nicht in allen Belangen überzeugen kann, dafür aber in bestimmten Teilbereichen, wie etwa Atmosphäre oder Spielwitz, zu den Vorreitern des Genres zählt. Um diese Bestrebungen zu würdigen und zu verdeutlichen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist, dienen unsere Sonderauszeichnungen.








Ausgezeichnete Spiele

Bisher wurden die folgenden Spiele mit dem Adventure Corner Award ausgezeichnet:


A New Beginning (10/2010)

Daedalic beweist mit 'A new Beginning' einmal mehr, dass sie eine hervorragende Adventure-Schmiede sind. Die spannende Geschichte vor dem Hintergrund eines Klimakollaps verbindet Science-Fiction geschickt mit einem Öko-Thriller, ohne aber jemals die Moral-Keule zu schwingen. Stattdessen erwarten den Spieler anspruchsvolle Aufgaben, tolle Grafiken, gleichermaßen glaubwürdige und sympathische Charaktere und ein überraschendes Ende. Zwar ist der Begriff „Thriller“ etwas hoch gegriffen, dennoch bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend. Für Punktabzug sorgen lediglich kleinere Kritikpunkte wie die statische Auflösung, kleinere Schwächen bei der Charakteranimation oder die recht lineare Handlung. Darüber sieht man aber aufgrund der toll geschriebenen Dialoge und dem unverbrauchten Setting gern hinweg. Extra-Pluspunkte verdient sich Daedalic für das Verbensystem, soetwas würden wir gern in mehr Spielen sehen. Wir sind uns sicher: 'A new Beginning' ist zwar nicht die neue Genre-Referenz, aber bisher das beste Adventure des Jahres. (90%) - Zum Test





A Vampyre Story (11/2008)

Die Geschichte um die vampirische Opernsängerin Mona und ihren Begleiter Froderick weckt mehr als einmal Erinnerungen an die große Zeit der LucasArts Adventures. [...] Hier stimmt fast alles: Die Synchronisation, bei der Crimson Cow es verstanden hat, den Sprachwitz ins Deutsche zu retten, gepaart mit bis auf wenige Ausnahmen hervorragend passenden Sprechern, ein klassischer und stimmungsvoller Soundtrack, knackige Rätsel und eine interessante Geschichte. Zusammen mit der stimmigen Comicgrafik und den abgedrehten und liebenswerten Figuren ergibt sich ein Adventure, das zwar nicht ganz an die alten Meisterwerke heranreicht, aber das Zeug dafür hat, ein Klassiker zu werden. Adventure Spieler sollten sich dieses Spiel nicht entgehen lassen, für Fans der Adventures von LucasArts ist es ohnehin ein Pflichtkauf. [...] (89%) - Zum Test





Amnesia - The Dark Descent (09/2010)

Wahnsinn! Gerade bei völliger Dunkelheit ist 'Amnesia' das mit Abstand intensivste, düstere Spielerlebnis, das in letzter Zeit die Computerspielwelt erblicken durfte. Von der ersten Sekunde an greift die Atmosphäre nach dem Spieler und lässt ihn dabei bis zum Ende auch nicht wieder los. Stück für Stück herauszufinden, was mit Daniel passiert ist, was im Schloss vor sich geht, sich dabei der Dunkelheit und den dort lauernden Gefahren sowie der eigenen Psyche zu erwehren, verhilft Frictional Games dazu, eines der großartigsten und spannungsgeladensten Horror-Adventures seit Jahren geschaffen zu haben. (...) 'Amnesia' ist mehr als nur ein Geheimtipp, 'Amnesia' ist für mich die Adventure-Überraschung des Jahres! Und wer ohnehin schon Angst im Dunkeln hat, sollte sich tunlichst Baldriantropfen neben der Tastatur bereitstellen. Gerne mehr davon! (85%) - Zum Test





Baphomets Fluch 2 - Die Spiegel der Finsternis Remastered (01/2011)

Auch nach über zehn Jahren macht es noch immer Spaß, sich mit George und Nico ins Abenteuer zu stürzen. Die Neuerungen überzeugen durch die Bank weg und auch die Steuerung hätte man – trotz der Kritikpunkte – nicht besser umsetzen können. Auch wer das Spiel bereits vom PC kennt, dürfte mit 'Baphomets Fluch 2: Die Spiegel der Finsternis Remastered' seinen Spaß haben. Wer die Wahl hat, sollte jedoch zur iPad-Variante greifen, da das Spiel auf dem großen Display sicher mehr her macht. Für welche Version Ihr Euch auch immer entscheidet: Die 5,49 Euro sind gut angelegt. (86%) - Zum Test





Baphomets Fluch 5 - Der Sündenfall (04/2014)

Ja, 'Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall' fühlt sich an, wie in der guten, alten Zeit. Revolution haben also Wort gehalten und ein Adventure geschaffen, dass sich zurückbesinnt auf die Anfänge der Serie. In der zweiten Hälfte des Spiels zieht der Schwierigkeitsgrad deutlich an und bietet recht viel Abwechslung in den Aufgaben. Auch die Geschichte zieht an, bietet überraschende Wendungen und lässt unsere Helden von einer spannenden Situation in die nächste stolpern. Damit schließt 'Der Sündenfall' tatsächlich an die hervorragenden ersten Teile der Serie an und weiß zu überzeugen. Fans von klassischen Comic-Adventures dürfen bedenkenlos zugreifen. Wer George und Nico auch nur ein wenig mag, kommt um das Spiel nicht herum. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

 

Batman - The Telltale Series (12/2016)

Mit 'Batman' hat Telltale eines der besten interaktiven Spiele vorgelegt, die mir bis dato untergekommen sind. Hier stimmt fast alles: Die Grafik weiß zu überzeugen, technische Probleme wurden sehr flott ausgeräumt, die Geschichte zieht einen in ihren Bann, die Vertonung ist hervorragend, und am Ende fragt man sich unweigerlich: „War das schon alles? Ich will mehr!“ Das Gameplay wurde – für Telltale-Verhältnisse – verfeinert und etwas komplexer gestaltet, indem man etwa die QTEs etwas schwieriger gestaltet hat als das bisher der Fall war. Klar: Gestandene Adventure-Spieler werden 'Batman' als keine großartige Herausforderung empfinden. Der Fokus liegt allerdings auch auf der Geschichte und weniger auf den sehr einfachen Rätseln oder den QTEs. In Sachen Story weiß das Spiel voll und ganz zu überzeugen, es macht von der ersten bis zur letzten Sekunde Spaß. Mit etwa 10-12 Stunden Spielzeit passt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. (88%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Black Mirror 2 (10/2009)

'Black Mirror 2' überzeugt durch eine dichte Atmosphäre, eine interessante Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, toll gesprochenen Dialogen und Grafiken mit viel Liebe zum Detail. Die Rätsel haben einen angenehm ansteigenden Schwierigkeitsgrad, Anfänger dürften dank der Hilfefunktion keine Schwierigkeiten haben, auch die etwas schwereren Aufgaben oder Spezialrätsel zu lösen. Die wenigen Kritikpunkte sind kaum der Rede wert. Kurz: 'Black Mirror 2' ist die Fortsetzung, die man sich wünscht und sollte in keiner Adventuresammlung fehlen! (90%) - Zum Test






Black Mirror 3 (02/2011)

Logisch geht es leider nicht immer zu bei 'Black Mirror 3'. Einige Rätselketten wirken arg konstruiert. (...) Storytechnisch ist leider nicht alles zur Zufriedenheit inszeniert oder gelöst worden. So wird ganz schön dick aufgetragen, wenn sich nun zu einem alten Fluch und dem Geist einer weißen Frau auch noch Höllenhunde gesellen. Da helfen auch die schöne Musik und die wirklich gut gelungene Vertonung nicht viel. Dennoch bietet das Spiel mit an die 15 Stunden Spielzeit eine ordentliche Länge und vermittelt eine schöne, schaurige Atmosphäre. Auch erhält die Geschichte um die Gordons ein zufriedenstellendes und würdiges Ende. Für Fans der Reihe führt deshalb kein Weg um 'Black Mirror 3' herum, aber auch Freunde von düsteren Geschichten werden wohl auf ihre Kosten kommen. (85%) - Zum Test






Blackwell Epiphany (04/2014)

'Blackwell Epiphany' bietet eigentlich alles, was man sich als Fan der Mystery-Reihe wünschen kann und mehr. Es ist nicht nur smart erzählt, sondern es verleiht der gesamten Reihe eine Tiefe, die vorher nur im Ansatz greifbar war. Zugleich kann dieser fünfte und letzte Teil selbst für jene unterhaltsam sein, die Joey und Rosa noch gar nicht kennen. Wesentliche Informationen können zum Beispiel im Gespräch oder anhand diverser Erinnerungsstücke in Rosas Wohnung, rekapituliert werden. Doch auch spielerisch gibt es wenig Grund zur Enttäuschung, obwohl das Adventure in der zweiten Spielhälfte einen Tick variantenreicher hätte sein können. Kurz und gut: Wer für Retro-Kost ein halbwegs offenes Auge hat und eine sehr durchdachte Mystery-Krimi-Geschichte mit emotionalem Finale zu schätzen weiß, der sollte zuschlagen. Sehr gut! (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

Book of Unwritten Tales (04/2009)

King Art und HMH haben mit 'The Book of Unwritten Tales' ein Adventure geschaffen, dass seinesgleichen sucht und einer der Favoriten für das Spiel des Jahres ist. Die durchdachte und spannende Story, liebenswerte Charaktere, witzige Dialoge und eine wunderschöne Fantasywelt sind die Zutaten, die dieses Spiel einfach besser machen als die meisten aktuell erhältlichen Genrevertreter. Man merkt dem Spiel an, dass hier wahre Freunde von Adventurespielen am Werke waren. Jeder, der auch nur ein wenig Spaß an humorvollen, aber nicht albernen Adventures hat, darf bei 'The Book of Unwritten Tales' bedenkenlos zugreifen. Die wenigen Schwächen fallen bei dem Spiel wirklich nicht ins Gewicht, wohl selten hat ein Erstlingswerk so überzeugen können. Bei uns gibt es dafür einen absoluten Spitzenplatz. Wir hoffen auf viele weiterer Adventures aus der Bremer Entwicklerschmiede. (91%) - Zum Test





Book of Unwritten Tales 2 (02/2015)

Von ersten inoffiziellen Worten, über die Kickstarter-Kampagne bis zum Release am 20. Februar – was haben wir uns gefreut. Das erste Kapitel war ein Leckerbissen und viel zu schnell verschlungen. Die folgenden Episoden stellten dann schnell klar, dass es sich hier nicht um ein typisches Kurz-Adventure handelt, sondern wir hier einen lange spielbaren Klassiker vor uns haben. Der Humor ist gewohnt erstklassig, es sieht gut aus, aber ein paar Animationen passen nicht zu 100 Prozent. Einige Bugs kommen dann zusätzlich noch hinzu (eine Gedenkminute an jene mit Intel HD Chips, wie mein kleines portables Gerät) und dann steht man plötzlich vorm Ende. Mit plötzlich ist hier wirklich abrupt gemeint, denn gerne hätte ich noch ein paar Stunden mehr in Aventásien verbracht. Klar, ein dritter Teil wird kommen, aber trotzdem wäre ein runderer Abschluss besser gewesen. Ohne zu viel zu verraten, ganz befriedigen konnte mich das Ende nicht und eigentlich hoffe ich auf eine schnelle Fortsetzung, denn mir brennen da einige Fragen unter den Fingernägel. Schlussendlich bleibt ein es Adventure der Oberklasse, das eigentlich nichts falsch macht. Nur hat es eben ein paar Bugs zu viel und wirkt nicht ganz so rund, um wirklich den Thron der Adventures zu erklimmen. Nichts desto trotz halten King Art, was sie versprechen und liefern auch hier Adventure-Kost vom Feinsten. Und dieses Mal vermutlich nicht nur für reine Adventure-Fans, sondern für sämtliche Fantasy Fans. (89%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Book of Unwritten Tales: Die Vieh Chroniken (10/2011)

'Die Vieh Chroniken' ist mehr als nur ein würdiger Nachfolger für eines der besten Adventures der letzten Jahre, mit dem KING Art seinen Platz unter den besten Entwicklern bestätigt hat. Wie schon im Vorgänger, wissen auch der Humor und die unzähligen Anspielungen auf Filme oder andere Spiele zu zünden. Für Punktabzug sorgen lediglich die angesprochenen Probleme bei den Rätseln, die zum Teil einfach zu früh gelöst werden können und die sehr starre Linearität. Auch ist die Anzahl der Nebencharaktere und Orte etwas zu gering ausgefallen und bietet somit nicht ganz so viel Abwechslung wie der Vorgänger. Dafür, dass es dennoch nicht langweilig wird, sorgen die abwechslungsreichen Aufgaben und die zwei Schwierigkeitsgrade, die erstmals seit langem wirklichen Wiederspielwert bieten. Wer den Vorgänger gern gespielt hat, kommt um 'Die Vieh Chroniken' nicht herum. Und wer 'The Book of Unwritten Tales' noch nicht kennt, sollte über den Kauf der Collection nachdenken, die beide Spiele enthält, denn beide Titel gehören in jede Adventure-Sammlung. (87%) - Zum Test





Dead Synchronicity: Tomorrow comes Today (04/2015)

Chapeau! Mit 'Dead Synchronicity' haben die Newcomer von Fictiorama gezeigt, dass es keine großen Namen braucht, um nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne ein gutes Spiel abzuliefern. Im Gegenteil, nach einigen Enttäuschungen im Bereich des Crowdfundings ist dieses Spiel der Beweis, dass sich hinter Schwarmfinanzierungsprojekten auch echte Perlen verstecken können. 'Dead Synchronicity' fesselt vor allem durch seine düstere Stimmung, die Handlung und die überwiegend nachvollziehbaren Entscheidungen der Charaktere. Nicht zuletzt sorgt auch die hervorragende Vertonung und Übersetzung für die packende Atmosphäre, für die man auch gern über die nicht so aufwendigen Animationen hinwegsehen mag. Trotz des offenen Endes eine ganz klare Kaufempfehlung. (86%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Deponia (01/2012)

Müll, mehr Müll, noch mehr Müll… Wohl noch nie zuvor machte es einen solchen Spaß, im Müll zu wühlen, wie in 'Deponia'. Daedalic präsentiert dem Spieler eine abgefahrene wie tiefgründige Geschichte in einem unverbrauchten Setting. Garniert mit jeder Menge feinstem Humor, wunderschönen HD-Grafiken und überwiegend anspruchsvollen Rätseln macht schon das allein 'Deponia' zu einem sehr guten Adventure. Ein herausragendes Adventure wird es aber durch die gelungenen Dialoge und die hervorragenden Sprecher, die den Charakteren Glaubwürdigkeit und Tiefe verleihen. Lediglich zum Ende hin könnten dem Spiel einige weitere Rätsel nicht schaden, das ist allerdings Meckern auf einem hohen Niveau. Ebenfalls stören etwas die noch offenbleibenden Fragen – auf der anderen Seite bedeutet das aber auch ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit Rufus in 'Deponia 2' - Wir können es kaum erwarten. 'Deponia' ist in jedem Fall ein überaus gelungener Start in das Jahr 2012 und darf in keiner Spielesammlung fehlen. Abschließend bleibt nur noch eines zu sagen: Unbedingt kaufen! (92%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Deponia 2 - Chaos auf Deponia (10/2012)

Nachdem bereits vorige Spiele von Daedalic in der Fachpresse Traumwertungen bekommen haben, geht es hier um den nächsten Streich und wenn man nur kurz anspielt, merkt man auch sofort, dass das voll und ganz gelingt. Atmosphäre, Grafik, Dialoge und Humor stimmen alles, nie wird einem langweilig, nie will man aufhören. Mini-Spiele nerven nicht, notfalls überspringt man sie, denn man will unbedingt sehen, wie es mit Rufus und Goal weitergeht. So ging es mir zumindest, denn irgendwann saß ich spät nachts vor dem Adventure und wollte weiterspielen, wenn nicht der Wecker am nächsten Tag geklingelt hätte. Auch ist es eines der wenigen Adventures, bei dem man mit anderen Leuten spricht und nicht einmal ein Wort über irgendwas Negatives fällt, sondern man nur so manches Zitat erwähnt und schon lachen alle Beteiligten. Im Großen und Ganzen ist es gleichauf mit der Qualität von Deponia, nur setzt die Crew um Jan Müller-Michaelis überall noch ein Stückchen drauf, ohne dass die ganze Torte umzufallen scheint (auch wenn Rufus das gerne sehen würde). Zum Schluss nur ganz kurz: Hussa, produziert weiter solche Adventures und liebe Spieler: Kauft! (93%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Deponia 3 - Goodbye Deponia (10/2013)

‘Goodbye Deponia’ ist ein technisch und spielerisch eindrucksvolles Adventure, mit tollen Rätseln, einer eindrucksvollen audiovisuellen Präsentation und viel Humor. Es ist außerdem ein würdiger Abschluss der Trilogie um den Müllplaneten, fährt eine originelle Story auf und macht insgesamt einfach eine Menge Spaß. Hier und da trübt das zu asoziale Verhalten des Antihelden Rufus die Spielfreude ein wenig. Technisch ist das Produkt nicht ohne Fehler, die den Spielspaß allerdings kaum beeinträchtigen. Trotz solcher Punktabzüge in der B-Note, kann man ‘Goodbye Deponia’ bedenkenlos jeder Spielerin und jedem Spieler empfehlen, der auch nur ein bisschen Liebe für Adventures übrig hat. Fans des ersten und zweiten Teils müssen spielen. (90%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Deponia 4 - Doomsday (03/2016)

Donnerwetter, die Überraschung ist Daedalic geglückt. Zwar konnte man damit rechnen, dass es irgenwann ein Wiedersehen mit der Schrottwelt Deponia geben wird. Aber nicht, dass es so schnell sein wird. Als wir dann noch erfuhren, dass das Team gerade einmal acht Monate Zeit hatte, um 'Deponia Doomsday' zu entwickeln, kamen doch kurz Zweifel auf: Kann das reichen? Es kann! 'Deponia Doomsday' überzeugt genau wie die Vorgänger in allen Belangen. Selbst die neuen Quicktime-Elemente fügen sich gut ins Spiel ein, sind glücklicherweise sehr fair getimt und kommen auch nicht zu oft vor. Auch die Grafik und die Sprachausgabe wissen wieder zu gefallen. Dank der Zeitreisen dürfen wir wieder sehr viel Chaos stiften und treffen dabei auf viele alte und neue Bekannte. Und tatsächlich dürften selbst erfahrene Adventure-Spieler rund 15 Stunden mit 'Deponia Doomsday' beschäftigt sein. Wer die Vorgänger mochte, muss zugreifen. Wer klassische, humorvolle Adventures mag, kommt auch nicht an diesem Spiel vorbei, denn 'Deponia Doomsday' dürfte schon jetzt ein sicherer Kandidat für das Adventure des Jahres sein. (91%) - Zum Test

 

 

 

 

Dracula 3 - Der Pfad des Drachens (08/2008)

[...]'Dracula 3' ist eines der inhaltlich besten und atmosphärischten Adventures der letzten Jahre! Vor der Autorenleistung, die eindrucksvoll Realität und Fiktion verknüpft, ohne dabei den Faden zu verlieren, kann ich nur meinen Hut ziehen. [...] Wer sich gerne so tief wie möglich in eine Story hineinziehen lässt, Wert auf eine sorgfältig inszenierte Hintergrundgeschichte legt, Atmosphäre als essenziell ansieht und gerne rätselt bis die grauen Zellen qualmen, kann mit diesem Titel nichts falsch machen. So ist 'Dracula 3' nicht nur der virtuelle König der Vampire, sondern ein Fest für anspruchsvolle Spieler, die sich nicht von der ein oder anderen Gameplaymacke stören lassen. (85%) - Zum Test





Dreamfall - The Longest Journey (07/2006)

'Dreamfall' macht einfach Spaß. Man erlebt in den Stunden vorm Monitor eine fantastische Geschichte, die fast perfekt inszeniert wird. [...] Aufgrund der [...] gelungenen Präsentation und der dichten Atmosphäre zählt 'Dreamfall' zu den besten Adventures der letzten Jahre und ist ein in allen Belangen würdiger Nachfolger für 'The Longest Journey'. (89%) - Zum Test









Edna bricht aus (06/2008)

Edna ist der Überraschungshit 2008! [...] Bei den hoch sympathischen Charakteren erhalten Daedalic ohnehin die volle Punktzahl. Ohne Ausnahme wissen die durchgeknallten Protagnonisten zu begeistern und zu berühren. Das Gameplay ist fordernd, aber fast immer fair (Ausnahmen bestätigen die Regel) und macht ganz einfach einen Mordsmäßigen Spaß. Auch der immense Aufwand bei Text und Sound ist ein Treffer ins Schwarze, gleiches gilt für den Humor. Und dennoch ist Edna nicht einfach nur lustig. Auch ein sehr tragisch-melancholischer Unterton findet seinen Platz im Daedalic Werk, was für eine inhaltliche Tiefe sorgt, die ich von diesem Spiel im Leben nicht erwartet hätte.
'Edna bricht aus'? Ich bin dabei! Lasst uns etwas anzünden gehen!!! (87%) - Zum Test





Emerald City Confidential (03/2009)

Dave Gilberts Kombination von Baums phantastischer Welt und einer düsteren, zynischen Detektivstory ist ein voller Erfolg. Sowohl die audiovisuelle Komponente, als auch Story, Charaktere und Dialoge sind auf hohem Niveau angesiedelt und greifen perfekt ineinander. [...] Für Adventure-Neulinge ist es ein Muss und für Hardcore-Zocker, tja, für die Irgendwie auch. Denn sich ein Spiel mit derart guter Story durch die Finger gleiten zu lassen ist schon verdammt fahrlässig! (85%) - Zum Test









Everlight - Elfen an die Macht! (10/2007)

Auch wenn die Geschichte einige Schwachstellen aufweist, ist Silver Style Entertainment mit 'Everlight: Elfen an die Macht' ein tolles Adventure gelungen. Über die kleinen Schwächen in Grafik und Sound sieht man gern hinweg, schon allein, weil es endlich mal wieder ein Spiel schafft, wirklich überzeugende und sympathische, nicht austauschbare Charaktere zu erschaffen. Das innovative Rätseldesign mit dem Tag-Nacht Wechsel und dem gelungenen Hilfesystem suchen bisher ihresgleichen. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

 

Der Fall John Yesterday (04/2012)

Mit 'Der Fall John Yesterday' liefen die Pendulo Studios erstmals ein Adventure mit einem ernsten Thema ab und treten damit den Beweis an, dass sie auch solche Themen beherrschen. Die Geschichte um den unter Amnesie leidenden John Yesterday fesselt bereits nach wenigen Schritten in der schaurigen U-Bahn Station und überrascht gleich im Anschluss mit unvorhersehbaren Wendungen - nicht zum letzten Mal. Eine hervorragende Vertonung nebst tollem Erzähler, gepaart mit der schicken, wenn auch etwas detailarmen, Comicgrafik sorgen für die passende Atmosphäre und die Zeit vergeht wie im Fluge. Für Punktabzug sorgen jedoch die etwas zu leichten Rätsel und die doch etwas kurze Spielzeit. Dennoch bleibt 'Der Fall John Yesterday' für Adventure-Freunde ein absoluter Pflichtkauf. (88%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Firewatch (02/2016)



Bei 'Firewatch' ist der Funke schnell übergesprungen. Insbesondere die intime, geradezu kammerspielartige Herangehensweise an die Charaktere ist einfach klasse, genauso wie die Idee, die Orientierung in der amerikanischen Wildnis zum tragenden Gameplay-Element zu erheben. Letzteres wird nicht jedem zusagen, doch in diesem narrativen Kontext funktioniert es prima. Die Spielzeit ist mit vier, fünf Stunden nicht lang geraten, aber sie entspricht den Anforderungen dieser sehr erwachsen erzählten Mystery-Geschichte. Schade ist nur, dass man abseits der Aufgabenstellungen kaum Gelegenheit zur freien Erkundung hat. Ansonsten ist 'Firewatch' aber großartig gelungen und feurigstens zu empfehlen. (88%) - Zum Test

 

 

 

 

 

Geheimakte Tunguska (09/2006)

'Geheimakte Tunguska' leistet sich keine größeren Schwächen und erreicht deshalb die Königsklasse der aktuellen Adventures: Den Bereich jenseits der 80%. Vor allem hervorzuheben sind dabei die hervorragende Steuerung, die guten Synchronsprecher und die detailverliebte Grafik. Eine Kaufempfehlung kann ich reinen Gewissens nicht nur erprobten Adventure-Spielern geben, sondern auch den Leuten, die bisher nicht großartig mit dem Genre in Kontakt getreten sind, aber spannende Storys und packende Hintergrundgeschichten mögen. (87%) - Zum Test









Gray Matter (11/2010)

Ein wahrlich gelungenes Comeback von Autorin Jane Jensen. Auch 'Gray Matter' überzeugt mit einer tollen Handlung, die bis zum Ende spannend bleibt und eigentlich nie langweilig wird. Zudem sorgen gründlich ausgearbeitete Charaktere und gut integrierte Rätsel für ein sehr stimmiges Gesamtbild. Das Comeback wird leider von kleineren, spielerischen Mängeln ein wenig getrübt, die aus heutiger Sicht einfach besser gelöst werden können. Doch nichts desto trotz hat 'Gray Matter' vieles von dem eingehalten, was es zu versprechen vermochte, vielleicht sogar noch ein wenig mehr. Ich bin mit relativ wenigen Erwartungen an das Spiel herangegangen und wurde überaus positiv überrascht, stellenweise gar begeistert. Jeder Freund von Adventures und guter Handlung sollte sich wirklich zwei mal überlegen, ob er sich 'Gray Matter' entgehen lassen möchte. Hoffen wir, dass das nächste, richtige Jensen-Adventure nicht wieder 10 Jahre auf sich warten lässt. (86%) - Zum Test





Harveys Neue Augen (08/2011)

'Harveys neue Augen' ist ein sehr gutes Adventure, in dem man an unzähligen Stellen die Sorgfalt erkennen kann, die in die Produktion des Titels geflossen ist. Leider verläuft die Geschichte im dritten Akt komplett im Sande. Es werden noch kurz vor Schluss Charaktere eingeführt, die mit der Geschichte bis dahin überhaupt nichts zu tun hatten, und offene Plotpoints werden mal mäßig mal geradezu plump gekittet. Dafür überzeugt Harvey handwerklich auf der ganzen Linie und wartet mit einer Fülle von tollen, motivierenden Rätseln auf, welche die Motivation bis zum Schluss hoch halten. Nur das mit der Brechstange herbeigeführte Ende hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack. Hier fehlten offensichtlich die Ideen. Das sollte aber den Spaß, den der Spieler über die meiste Zeit in Lillys’s Welt verbringt nicht schmälern. Und die gelungene Grafik und die interessante Mechanik der Verbote machen dieses Manko auch wieder wett. Letztendlich ist Harveys neue Augen eine bedenkenlose Investition für jeden Adventureliebhaber, der Lust auf Rätsel mit Köpchen hat. Auch Fans des ersten Teils können mit gutem Gewissen zugreifen. (85%) - Zum Test





Heavy Rain (03/2010)

'Heavy Rain' ist nach Aussage von Sony der wichtigste Titel des Jahres für die Playstation 3. Zu Recht, wie wir meinen. Das Spiel bietet nahezu perfekte Unterhaltung, starke Emotionen, tiefgründige und interessante Charaktere, tolle Charakter-Grafiken und eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen. Punktabzüge gibt es für die im Vergleich nicht ganz so schicken Hintergrundgrafiken, eine deutsche Sprachausgabe mit kleineren Schwächen und wenige lose Enden in der Geschichte. Als weiteren Kritikpunkt könnte man den Fakt anführen, dass 'Heavy Rain' sich in keine der üblichen Spieleschubladen einsortieren lässt. Quantic Dream hat allerdings auch nie den Anspruch erhoben, ein Spiel zu entwickeln. Stattdessen hat man schon immer darauf hingewiesen, dass 'Heavy Rain' ein Unterhaltungsprodukt für Erwachsene werden soll - Das ist dem französischen Entwickler mit Bravour gelungen und daher lassen wir diesen Punkt auch nicht gelten. (85%) - Zum Test



Jack Keane (01/2008)

[...]Bei keinem und zwar ausnahmslos keinem Entwickler konnte man bisher derartige Verbesserungen von einem zum nächsten Spiel so deutlich und klar feststellen wie bei den Jungs von Deck13. Die Nähe zu den Wünschen der Community, die Liebe zum Detail und zum geschmacklich fein nuancierten Humor, sind wirklich bisher unübertroffen. Wir erhoffen uns also für die Zukunft, dass sich die Jungs in diesem Punkt treu bleiben und sich andere Entwickler eine ähnliche Philosophie zulegen. Wir würden uns auf jeden Fall freuen. Für 'Jack Keane' also abschließend: Fünf Daumen nach oben und vielen Dank für rund 20 Studen erstklassige Unterhaltung. (88%) - Zum Test





J.U.L.I.A.: Among the Stars (09/2014)

Vor zwei Jahren schrieb ich an dieser Stelle, dass mich 'J.U.L.I.A.' überrascht hat. Das kann ich auch über 'J.U.L.I.A. Among the Stars' so schreiben. Die Story um die Astrobiologin Rachel Manners, die von ihrer Crew verlassen alleine durch ein fremdes Sonnensystem fliegt, fesselt nach wie vor. Wer das Spiel schon kennt, freut sich über zusätzliche Inhalte und geänderte Rätsel. Dazu haben auch einige der Indiegogo-Unterstützer ihren Weg in das Spiel gefunden, auch ein gewisser Agustin Cordes ('Scratches', 'Asylum') hat einen Cameo-Auftritt. Die Runderneuerung hat dem Spiel sehr gut getan, nicht zuletzt, weil sich das Entwicklerduo Jan Kavan und Lukas Medek die Kritik zu Herzen genommen hat. In 'J.U.L.I.A. Among the Stars' sind dadurch nahezu alle Kritikpunkte ausgebessert worden, lediglich hier und da könnte man die Steuerung noch etwas optimieren. Unter dem Strich bleibt ein spannendes SciFi-Adventure mit schicker Grafik, guten Rätseln und toller Sprachausgabe, das sich Fans nicht entgehen lassen sollten. An diesem Projekt dürfen sich manch große Entwickler, die ebenfalls auf Crowdfunding gesetzt haben, ein Beispiel nehmen. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

The Lost Chronicles of Zerzura (02/2012)

Mit 'The Lost Chronicles of Zerzura' beschert Cranberry uns im noch jungen Jahr einen echten Top-Titel, der ganz im Stil der Abenteuerstories wie 'Indiana Jones' oder 'Lost Horizon' daherkommt. Der Mix aus Piratengeschichte, Entdeckungsreise und Mystik garniert mit einer Prise dauernder Bedrohung erzählt einfach eine tolle Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren und guten Rätseln, die hin und wieder allerdings etwas schwerer hätten sein können. Dennoch dürften auch erfahrene Abenteurer lange Spaß an dem Titel haben, denn 'The Lost Chronicles of Zerzura' ist fast schon ungewöhnlich lang, sofern man sich auf das Spiel einlässt und zusammen mit Feodor die neue Welt entdeckt. Und zu entdecken gibt es viel. Abgerundet wird das alles durch eine wirklich schicke Grafik, die jedoch leichte Schwächen bei den Figuren aufweist. Die Geschichte um Feodor macht auf jeden Fall Lust auf mehr Geschichten aus der Welt von Zerzura. Die würde das Ende des Spiels auch zulassen. Ob es jedoch ein Wiedersehen mit den Gebrüdern Morales geben wird, darf aktuell bezweifelt werden, denn 'The Lost Chronicles of Zerzura' scheint das letzte Adventure von Cranberry Productions zu sein. (88%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Life is Strange (10/2015)

So sehr wie 'Life is Strange' hat mich in den letzten Jahren kein Spiel berühren und fesseln können. Ich litt mit den Charakteren oder freute mich mit ihnen, weil ich Max und mich auf dem richtigen Weg wähnte - Nur um dann wenig später festzustellen, dass doch nicht alles so perfekt ist, wie ich es zuvor erhofft hatte. Schon alleine dafür gebührt den Entwicklern ein großes Lob. Und dann kommt das Finale, das uns vor die wohl schwerste Entscheidung stellt. Je nachdem, wie wir zuvor gespielt haben und wie wir unsere Max sehen, finden wir "unser" Ende der Geschichte. Die letzte Folge sorgt je nach Spielweise auch für recht unterschiedliche Erfahrungen, man sollte das Spiel also durchaus mehrmals durchspielen. Andere Episoden-Spiele und "moderne Adventures" dürfen sich gern ein Beispiel an 'Life is Strange' nehmen. (89%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Lost Horizon (09/2010)

[...]'Lost Horizon' besticht durch eine hervorragende Grafik, tolle Musik und Vertonungen sowie ein Rätseldesign, das eher für Anfänger gedacht ist. Besonders schade ist es aber, dass dem Spiel der entscheidende Biss fehlt. Eine Prise mehr Humor hätte dem Adventure mit Sicherheit nicht geschadet. Wer sich aber den spannenden und gut in Szene gesetzten Endkampf, der ja zu jedem Abenteuer gehört, nicht entgehen lassen will, sollte auf alle Fälle zuschlagen. (85%) - Zum Test







Machinarium (11/2009)

'Machinarium' ist ein rundum gelungenes Spiel. Es verbindet Rätsel- und Adventureelemente, wobei der Fokus ganz klar auf den Rätselparts liegt. Sowohl Grafik als auch Sound sind wunderschön und lassen eigentlich kaum etwas zu wünschen übrig. Der Schwierigkeitsgrad ist anspruchsvoll, so wie es sich für ein Rätselspiel gehört und manche Puzzle sind äußerst kniffelig. Unfair ist das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt und mit Geduld und ein wenig um die Ecke denken kann man eigentlich jedes Problem bewältigen und falls mal wirklich Not am Mann ist, dann kann man immer noch auf das integrierte Lösungsbuch zurückgreifen. [...]
Was das Spiel allerdings an einer Spitzenwertung hindert, dass ist die kurze Spielzeit. Da die Adventure-Elemente in 'Machinarium' ganz klar nur eine Grundlage für die einzelnen Rätsel geben und die Story kein Kaufargument darstellt, tretn Rätsel und Design in den Vordergrund. [...] Nichtsdestotrotz ist 'Machinarium' ein hervorragender Titel und für jeden der gerne rätselt ein Pflichtkauf, zumal es neben dem Spiel für seine ca. 30 € Kaufpreis auch noch das Flash-Game 'Samorost 2' mit dazu gibt und noch den Soundtrack auf CD obendrauf. Zum Downloaden gibt’s den Titel zwar auch, aber ein derart schönes Spiel sollte man dann doch lieber in der Box besitzen. (89%) - Zum Test





Memento Mori - Die Spur des Todesengels (11/2008)

[...]Wo nicht wenige andere Spiele der letzten Jahre auf endlose Rätselketten und lieblos eingearbeitete Alibi-Storyelemente setzen, legt 'Memento Mori' den Schwerpunkt auf das Erzählen einer filmreif inszenierten Geschichte, was dem Spiel sehr gut zu Gesicht steht. [...] Der nicht vorhandene Anstieg des Schwierigkeitsgrades könnte allerdings dafür sorgen, dass Hardcore-Rätsler nicht sehr glücklich mit 'Memento Mori' werden. Auch mag nicht jeder gewillt sein, rund 35 Euro für ein recht kurzes und wenig forderndes Spiel auszugeben- Dem kann ich allerdings nur entgegen halten, dass das Spiel dafür von Anfang bis Ende zu fesseln vermag, ohne dass jeglicher Leerlauf entsteht, und das ist doch schon mal etwas, wovon ein seelenloser Puzzlemarathon wie 'Dracula Origin' nur träumen kann. (89%) - Zum Test




Memento Mori 2 - Wächter der Unsterblichkeit (06/2012)

Ein typisches Feel-Good-Spiel ist 'Memento Mori 2' mit Sicherheit nicht, auch wenn die Flitterwochen des frisch getrauten Ehepaars und die zu Beginn sonnigen Kulissen in Kapstadt zunächst Ähnliches vermuten lassen könnten. Schon recht bald ist diese anfänglich gezeichnete Idylle dahin und die Handlung driftet zu einem übersinnlichen und fesselnden Mystery-Thriller ab, bei dem die Spannung bis zum großen Finale förmlich greifbar ist. Die detailreichen 3D-Umgebungen sorgen dabei gemeinsam mit tollen Lichteffekten und hervorragenden Sprechern für eine stimmige Atmosphäre, so dass sich die Handlung und die Charaktere wie schon im Vorgänger glaubwürdig darin entfalten können. Einzig das Rätseldesign hinkt mit einigen öden Minispielen und dem mäßigen Schwierigkeitsgrad ein wenig hinterher, versucht dies jedoch mit sonst eher abwechslungsreichen Aufgaben wieder auszugleichen, in denen man sich gelegentlich sogar wie ein waschechter Ermittler fühlen darf. Wer mit kleineren Unzulänglichkeiten und den etwas längeren Ladezeiten leben kann, der darf sich getrost über ein grafisch opulentes, umfangreiches und filmreif inszeniertes Mystery-Abenteuer freuen. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Memoria (08/2013)

Mit 'Memoria' erzählt Daedalic Entertainment eine fast tragische Geschichte mit interessanten Twists, die das Prädikat episch absolut verdient hat. Geschickt werden die Schicksale von Geron und Sadja miteinander verwoben. Wie in einem guten Buch oder Film sorgen kleine Cliffhanger für stetige Spannung, die den Spieler nicht so schnell los lässt und selbst die stellenweise vorkommende Linearität trägt zur rundum gelungenen Atmosphäre bei, indem sie beispielsweise für beklemmende Situationen genutzt wird. Schicke Grafik und überaus gelungene Vertonung sowie herausfordernde und abwechslungsreiche Rätsel runden den sehr guten Gesamteindruck ab. Im Gegensatz zu Matthias war für mich übrigens auch der Zauberstab gut eingesprochen - Etwas anders als alle anderen Charaktere. Was sicherlich daran liegt, dass er keinen Mund hat, um sich so zu verständigen. Er spricht seine Sätze hölzern und emotionslos – passender geht es nicht für ein Stück Holz. Für kleine Punktabzüge sorgen lediglich die noch immer nicht ganz runden Animationen und einige Rätsel, deren Logik man nur schwerlich versteht. Dass einige der Szenen aus dem Vorgänger mit nur leichten Änderungen übernommen wurden, fällt hingegen nicht weiter ins Gewicht. (90%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Monkey Island Special Edition (08/2009)

[...] Man muss ganz ehrlich zugeben, dass die 'Special Edition' von 'The Secret of Monkey Island' eine würdige Neuauflage eines der besten Adventures überhaupt ist, der man auch die Ehrfurcht des Entwicklerteams vor dem Original anmerken kann. Die Verbesserungen bringen das Spiel auf einen fast aktuellen Stand, ohne dabei das Rätseldesign zu verändern, wie es bei Neuveröffentlichungen auch gern gemacht wird. Damit schafft es LucasArts, ein fast perfektes Spiel noch ein bisschen besser zu machen und verspricht am Ende gar „Guybrush Threepwood will return!“ – wir hoffen darauf. Eines muss man jedoch auch einmal anmerken: Geübte Spieler können das Spiel in weniger als drei Stunden beenden. [...] Trotzdem ist 'The Secret of Monkey Island Special Edition' ein absoluter Pflichtkauf für alle, die keine Probleme mit Steam haben oder stolze Besitzer einer 'Xbox 360' sind. (91%) - Zum Test




Monkey Island 2 Special Edition - LeChuck's Revenge (07/2010)

Die große Frage, die sich bei irgendwelchen Neuauflagen immer stellt: Lohnt sich der Kauf überhaupt? Die klare Antwort darauf? Ja, er lohnt sich. Auch die Special Edition stellt unter Beweis, dass 'Monkey Island' einfach ein zeitloser Klassiker ist, der selbst nach all den Jahren nichts von seinem erstklassigen Humor oder dem einzigartigen Charme verloren hat. Die neuen Grafiken hinterlassen einen fabelhaften Eindruck und könnten eine ganz neue Generation an Spielerschaft für eines der großartigsten Adventures aller Zeiten begeistern. Dazu kommt ein erstklassiger Soundtrack und eine Vertonung, die eigentlich kaum noch Wünsche offen lässt. Für den Preis von gerade nur einmal knapp 10 Euro bekommt man ein Adventure, an das viele andere seiner Art bis heute nicht mehr herankommen. Wer sich bisher an der veralteten Grafik oder sonstigen Dingen der ursprünglichen Version gestört hat, sollte nun unbedingt die Gelegenheit ergreifen, 'Monkey Island 2' auch einmal gespielt zu haben. (91%) - Zum Test




The Night of the Rabbit (05/2013)

Zugegeben, zu Beginn ist das Spiel etwas langatmig und wirkt nicht so interessant. Manchmal fallen auch ein paar Detailfehler auf, aber nach den ersten Stunden entfalten sich die Atmosphäre und die Story richtig. Dann ist ein Punkt erreicht, wo nur schwer auszuschalten ist. Manche Rätsel treiben einen manchmal in den Wahnsinn, weil es nicht klappen will, aber auch das wird überwunden und die Freude auf die nächsten Elemente ist umso größer. Humor und Tiefe kommen auch nicht zu kurz, denn das Zauberlehrlingsspiel, das zu Beginn sehr harmlos und kindlich wirkt, hat es faustdick hinter den Ohren und zeigt einige Missstände der Menschheit auf. Allein die letzten Kapitel im Spiel sind es Wert, das Spiel zu spielen. Es sei jedoch gesagt, dass mit etwas Feinschliff im Rätseldesign, Hinweise zu Rätseln, Dialogdesign und Verbesserungen von kleinen Glitches sowie abwechslungsreicheren Mäusen hier locker eine Adventure der absoluten Extraklasse drin gewesen wäre. Story und Atmosphäre hätten das Zeug dazu allemal gehabt. Somit bleibt 'nur' ein sehr gutes Adventure, das so einige spaßige und spannende Stunden bietet und jedem Adventure-Fan ans Herz gelegt werden kann. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Orwell (11/2016)

'Orwell' will die Spieler geradezu polarisieren. Das Spiel selbst sieht aus wie ein Browser und lässt sich gleich bedienen. Das Gameplay ist also wie das tägliche Internetsurfen und womöglich sogar Arbeiten. Es handelt dann auch noch über die totale Überwachung durch das Internet der Dinge. Welche Auswirkungen das hat, kann man noch gar nicht wirklich vorhersehen. Die Osmotic Studios zeichnen eine dystopische Geschichte im Stile von '1984' vor und zeigen dem Spieler die positiven und negativen Konsequenzen dieser Überwachung. Dazu betten sie das Spiel noch in aktuelle Themen ein: ein Terroranschlag in der hiesigen Stadt. Zusammen mit der spannenden, wendungsreichen Geschichte zeigt sich ein individuelles Spielerlebnis, das durch die Spielerentscheidungen sehr deutlich von anderen Spielern abweichen kann. Geleitet wird das ganze durch die Grundeinstellung der Spieler. Ist man gegen oder für Überwachung? Sieht man eher die Vorzüge oder die Nachteile der Überwachung? Lässt man Verbrecher lieber laufen, oder nutzt das System? 'Orwell' schaffte es mich ein wenig zum Nachdenken zu bringen, denn der relativ neutrale Zugang zum Thema ist sehr selten. Ein wunderbares Erlebnis, das nahezu uneingeschränkt zu empfehlen ist! (89%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Oxenfree (01/2016)

Nach rund vier Stunden Spielzeit war ich sehr angetan von 'Oxenfree' und fühlte mich hervorragend unterhalten. Mehr noch, ich verspürte sogar große Lust, mich gleich noch einmal auf die mysteriöse Insel zu begeben, um durch andere Entscheidungen mehr über die Akteure in Erfahrung zu bringen. Noch dazu wirft das Ende zusätzliche Fragen auf, die mich beschäftigen. Wenn ich etwas kritisieren möchte, dann die mitunter etwas längeren Laufwege und dass es allzu leicht passieren kann, dass man ein eigentlich interessantes Gespräch unabsichtlich unterbricht und dann nicht mehr den Rest zu hören bekommt. Davon abgesehen liefert Night School Studio ein sehr überzeugendes Mystery-Abenteuer. Bitte mehr davon! (85%) - Zum Test

 

 

 

 

Primordia (12/2012)

'Primordia' kann man getrost zu den Überraschungen des Jahres zählen. Klar, der Retro-Look wird zwangsläufig für Skepsis sorgen und das Tempo der Erzählung ist gerade im ersten Drittel nicht besonders hoch. Freundet man sich damit aber an, dann stehen die Chancen sehr gut, dass dieser Titel begeistern kann. Eine wunderbare und noch dazu dramaturgisch stimmige Cyberpunk-Story, interessante Charaktere, die dichte Atmosphäre und noch dazu interessante Ansätze im Rätseldesign... von einem Indie-Spiel kann man sich eigentlich nicht sehr viel mehr erwarten und auch Vollpreisspiele täten gut daran, sich hier ein Scheibchen abzuschneiden. Ein kleines Team hat hier verdammt viel richtig gemacht. Macht Lust auf mehr! (87%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Undercover - Operation Wintersonne (09/2006)

Mit 'Undercover: Operation Wintersonne' steht in diesem Monat gleich das zweite Top-Adventure in den Regalen. Dabei punktet 'Undercover' vor allem durch die Animationen der Charaktere und die gute Sounduntermalung. Man bekommt für sein Geld ein gutes Adventure mit einer spannenden und packenden Story, das auch für fortgeschrittene Spieler einigen Rätselspaß bietet, rund 15 Stunden dürfen eingeplant werden. Aber auch Anfänger können dank der eingebauten Hilfefunktion bedenkenlos zugreifen, zumal die Rätsel immer logisch und fair sind. (88%) - Zum Test








Until Dawn (08/2015)

Hohe Erwartungen lasteten auf den Schultern dieses Spiels. Eine qualitativ hochwertige Schauspieltruppe, hervorragende Grafik und das Versprechen verschiedenster Spielpfade. Dazu kommt dann noch das Budget von Sony. ‘Until Dawn‘ schafft es die Erwartungen zu erfüllen und zum Teil sogar zu übertrumpfen. Selten fesselt ein Horror-Spiel so sehr. Selten kann man sich mit mehreren Charakteren eines Spiels ganz gut anfreunden – aber gleich alle acht? Na gut, Emily ist schon sehr zickig, aber es ist nun mal ein Teenie Horror Spiel. Die tolle Atmosphäre schafft es immer wieder noch etwas draufzugeben und dank mehreren Bedrohungen ist sie auch von Beginn an nicht durchsichtig. Manches vermutet man vielleicht, aber bei weitem nicht alles. Noch gibt es nicht viele Pflichtspiele für Adventure-Fans auf der PS4, aber ‘Until Dawn‘ gehört definitiv dazu. Wer dem Horror-Genre nur ein bisschen abgewinnen kann, wird hier auf seine Kosten kommen. Für mich geht das Ganze sogar noch weiter und ‘Until Dawn‘ ist bis jetzt das beste Spiel auf PS4. Angst und Bangen garantiert. Herausragend! (89%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Runaway 2 - The Dream of the Turtle (12/2006)

Bei 'Runaway 2' handelt es sich um ein Adventure, wie man sich das schon lange gewünscht hat. Grafik und Sound sind stimmig, die Steuerung schnell, unkompliziert und angenehm, die Story spannend und überzeugend. Alles in allem ein passender Nachfolger des ersten Teils, sowie ein würdiger Vertreter seines Genres. (90%) - Zum Test










Runaway 3 - A Twist of Fate (01/2010)

Ein wahrhaft würdiger Abschluss: Eine spannende Story erzählt in aufwendiger und detaillierter Grafik und unterlegt mit tollem Sound. Was will man eigentlich mehr. 'Runaway: A Twist of Fate' ist endlich wieder ein reines Adventures und macht den schwachen zweiten Teil der Trilogie, den Schildkrötentraum, wieder wett. Das Spiel ist nicht nur für eingefleischte Fans und Kenner der Story. Auch Neueinsteiger ohne Vorwissen finden dank zahlreicher Rückblenden und Hinweise schnell einen Einstieg ins Spiel. Kleine Mankos sind die doch kurze Spieldauer, teilweise zu leichte Rätsel und die Grafikprobleme auf einigen Rechnern. Alles in Allem hat sich das lange Warten auf Brian und Gina gelohnt. (92%) - Zum Test






Sam & Max: Season 2 (Englische Ausgabe) (04/2008)

'Sam & Max: Season Two' gehört mit zum Witzigsten, was es derzeit an Adventures gibt. Dadurch, dass die Episoden im Finale geschickt zu einem großen Ganzen verbunden werden, braucht sich die Staffel auch nicht hinter anderen Titeln mit längerer Spielzeit verstecken, kommt man doch über alle Folgen auf eine Gesamtspielzeit von über 15 Stunden. (86%) - Zum Test








Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (06/2012)

Ein Adventure im Rollenspiel-Universum - Geht das überhaupt? Wir sagen: Ja! Daedalic beweist, dass man in einer Rollenspielwelt auch ohne Level Aufstiege, Talentbäume und dergleichen auskommt. Ja selbst auf Würfel sind wir nicht gestoßen. 'Satinavs Ketten' macht vieles richtig und bietet endlich mal wieder Dialogrätsel, die ihren Namen verdienen. Auch sonst ist es angenehm fordernd. Dennoch bleibt es etwas hinter der Qualität eines 'A New Beginning' oder 'Deponia' zurück. Nicht, weil sich die Geschichte vergleichsweise langsam entwickelt, vor allem an den Charakteren, die zwar sehr sympathisch sind, denen über die Spielzeit aber etwas die Tiefe fehlt. Auch die Animationen während der Dialoge sind ein weiterer Minuspunkt. Dennoch ist 'Das schwarze Auge: Satinavs Ketten' ein wirklich gutes Adventure, das sowohl Fans der Rollenspielwelt als auch Adventurefreunde erfreuen kann. (87%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Sherlock Holmes 7 - Crimes and Punishments (09/2014)

'Sherlock Holmes: Crimes & Punishments' macht fast alles richtig. Eine Top–Grafik, unterhaltsame, nicht zu leichte Rätsel, schöne Dialoge mit erstklassigen Sprechern, dazu eine Prise Hirnschmalz und Deduktion und fertig ist das hervorragende Adventure. Doch negativ fallen trotzdem der fehlende große Fall, die große umspannende Handlung auf, denn das kleine Zusatz–Fällchen am Ende kommt zwar allgegenwärtig vor, ist aber eher eine zusätzliche moralische Entscheidung als ein wirkliches großes Finale. Wenn Frogwares nächstes Mal wieder so eine Meta–Handlung sowie etwas mehr Interaktion mit Watson und schwierigere Entscheidungen bei Deduktionen, wo man doch einige Minuten davorsitzt, dann sitzen wir vor einem richtigen Kracher, der die Adventure–Welt erzittern lässt. Da dies fehlt, bleibt es "nur" ein sehr gutes Spiel, das mir die Abende versüßt hat und trotzdem für Sherlockians und Adventure–Fans, die nicht nur Point&Click spielen, sondern auch mit WASD und Maus, oder Controller spielen wollen, ein Muss. (88%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Silence (11/2016)

'Silence' hat mich toll unterhalten. Die Geschichte und Grafik würden einem Film von Disney gut zu Gesicht stehen und gerade bei der Grafik merkt man deutlich, warum die Entwicklung so lange gedauert hat. Das Spiel ist perfekt auf Hochglanz poliert. Aber wie steht es um die inneren Werte? Adventure-Kenner werden sich nicht lange mit den Rätseln aufhalten, von denen einige sogar überspringbar sind. In diesem Bereich richtet sich 'Silence' ganz klar an Spieler, die noch nicht viel Erfahrung mit klassischen Adventures gesammelt haben. Auch Freunde von umfangreichen Dialogbäumen sind bei 'Silence' falsch. Daedalic geht mit 'Silence' den Weg, den DontNod mit 'Life is Strange' oder auch Telltale eingeschlagen haben, verzichtet dabei aber nicht ganz auf Rätsel. Das ist für Adventures aus dem Hause Daedalic sicherlich ungewohnt, macht 'Silence' aber dennoch nicht zu einem schlechten Spiel. (87%) - Zum Test

 

 

 

 

Sinking Island (10/2007)

Mit 'Sinking Island: Mord im Paradies' haben uns Daedalic und Xider eines der besten Krimi-Adventures der letzten Zeit beschert. Mit den charismatischen Figuren, einer spannenden Geschichte und der ausgezeichneten Atmosphäre zieht es den Spieler in seinen Bann und lässt ihn so schnell nicht wieder los. Dank des nicht linearen Spielaufbaus und der Möglichkeit des "Gegen die Zeit"-Spiels als zusätzliche Option findet man auch für ein wiederholtes Spielen Motivation. (87%) - Zum Test







SOMA (09/2015)

Als notorischer Angsthase traue ich mich nur mit viel Zureden an Horror-Spiele und so war Frictional Games neues Werk lange ein rotes Tuch für mich. Schnell stellte sich für mich aber heraus, dass es sich hier de facto nicht so sehr um ein typisches Horror-Spiel handelt, sondern vielmehr um ein Vorzeige-Exemplar von narrativen Spielen. Die Atmosphäre stimmt von Beginn an und man glaub schnell zu wissen, was die Welt so drastisch verändert hat. Immer wieder kommen dann aber Twists unter und stellen vieles in Frage. Die wunderschöne Welt motivierte mich wie Alice immer tiefer in die wunderliche Unterwasserwelt hinein zu tauchen und bis zum Schluss blieben Spannung, gefühlvolle Momente und durchaus auch Gruseln ständige Begleiter. Dank der intuitiven Steuerung, einem guten Mix aus explorativem Gameplay, Dialogen und Rätseln, war bis zum Ende kein wirklicher Tiefpunkt spürbar. Einzig die Monster wirkten in den meisten Fällen eher störend als hilfreich für die Atmosphäre. Das lag aber womöglich an meiner vorsichtigen Spielweise, denn brachiales Vorbeilaufen und schnelles Vorgehen führt meist auch zum Ziel – wobei man dann den einen oder anderen Hinweis zur Story leicht übersieht. Die 9-13 Stunden Spielzeit sind fast schon zu schnell vergangen und in dieser Welt möchte man gerne noch mehr Zeit verbringen. So können Horror-Spiele für alle funktionieren, denn selbst hartgesottene Genre-Fans erleben hier eine Story mit Tiefgang und vielen Momenten zum Nachdenken. Ein hervorragendes, modern ausgelegtes Adventure. (86%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

The Stanley Parable (10/2013)

Abseits der veralteten Technik, kann ich 'The Stanley Parable' kaum etwas vorwerfen. Die unverbrauchte Story-Idee ist grandios und das Gameplay nutzt seine Limitationen gekonnt, um die philosophische Botschaft zu untermauern. Noch mehr Interaktivität wäre in diesem besonderen Fall sogar kontraproduktiv. Mir hat es jedenfalls verdammt viel Freude bereitet, die verschiedenen Wege auszuprobieren, die stets zu sehr unterschiedlichen Szenarien führen. Und selbst wenn man die Botschaft früh verstanden hat, so gibt es immer wieder eine Überraschung, einen packenden Moment. Ein besonders langes Vergnügen sollte man sich eher nicht erwarten, doch es lohnt sich! Am Ende des außergewöhnlichen Trips will man jedoch vermutlich nur noch eine Sache... den Computer abschalten und eine vernünftige Entscheidung im realen Leben treffen... (90%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

 

Tales from the Borderlands (10/2015)

Ist denn schon Weihnachten? Zumindest die Kaufhäuser zeigen, dass es gar nicht mehr weit entfernt ist. So fühlen sich wahrscheinlich auch die meisten Spieler, die auf Episoden-Spiele setzen, denn mit 'The Vault of the Traveler' wird eine weitere Staffel abgeschlossen. Und wie! Das fulminante Ende kann über die eher schwächere vorletzte Episode ohne Probleme hinwegtrösten – und sogar mehr! Erst diese letzte Episode zeigte mir, wie stark man eigentlich dieses Mal ins Spielgeschehen eingreifen kann und wie groß die Auswirkungen sind. Der hervorragend geskriptete Endkampf und die herrlich vielen Anspielungen lässt ein gewisses Dauergrinsen festwachsen. Daneben gibt es noch einige Momente, wo man lauthals loslacht. Dieses Spiel zeigt geradezu meisterlich, wie man heutzutage Episoden-Adventures angehen sollte und schafft es nebenbei auch andere Spieler anzusprechen. Ich möchte hier schon eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, denn besser geht es heutzutage in erzählenden Spielen kaum mehr – weder im Humor, noch in der Dichte der Geschichte. Dazu kommt die Fairness in den Actionsequenzen, die nicht wirklich schwierig ausgefallen sind. 'Tales from the Borderlands' hält das, was es zu Beginn versprach. Es ist das beste Episodenspiel von Telltale Games. Das soll etwas heißen. (88%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

The Vanishing of Ethan Carter (09/2014)

An der Präsentation von 'The Vanishing of Ethan Carter' gibt es wenig zu rütteln. Grafisch, akustisch und atmosphärisch ist das Spiel klasse gelungen und eine echte Referenz. Auch die explorativ orientierten Rätsel fand ich durchaus interessant und abwechslungsreich, obgleich diese nicht sonderlich komplex sind und ich anfangs gebraucht habe, um mich an die Spielmentalität zu gewöhnen. Ärgerlich war für mich jedoch primär das Speichersystem, da ich gerne mal hier, mal da herumprobiere, oder auch nur die Aussicht genieße. Leider sah mich dadurch oft genötigt, mich von Fall zu Fall vorzuarbeiten, um nicht immer wieder einen Abschnitt erneut durchleben zu müssen. Obwohl es also Grund zum Meckern gibt, hat The Astronauts mit 'The Vanishing of Ethan Carter' ein starkes Indie-Abenteuer in die Welt gesetzt, samt spannender Mystery-Geschichte und erstklassiger Präsentation. Ein narratives Spiel, welches trotz strenger explorativer Ausrichtung immer wieder mit interessanten, interaktiven Elementen aufzuwarten weiß und das ist keineswegs selbstverständlich. In Erinnerung bleibt es auch dank des überzeugenden Einsatzes von Symbolen und Metaphern. Ein empfehlenswertes Spielerlebnis. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

 

 

Virginia (09/2016)

Ein herbstlicher Fernsehabend mit 'Virginia' ist wahrscheinlich die perfekte Kombination. Ich denke, dass kaum ein Spiel den Titel eines interaktiven Films mit 3D-Grafik so verdient hat wie 'Virginia'. Die schnellen Schnitte, ein gutes Tempo der Geschichte und eine wirklich interessante Charakterentwicklung überzeugen vollends. Schlussendlich wird das Spiel aber nicht jedem Geschmack zusagen. Die filmtypischen Schnitte sind vor allem zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Ebenso sorgen die fehlenden Dialoge womöglich für Stirnrunzeln. Schnell wurde mir jedoch klar, dass genau diese Eigenheiten das Spielerlebnis intensiver machen. Also weg vom Telltale-Prinzip, hin zu Entscheidungen, die der Hauptcharakter trifft und bei denen wir nur bei der Ausführung unterstützen. Wem "Walking Simulatoren" mit dichter Geschichte und kaum Interaktivität zusagen, der wird ein wahres Spielefest erleben. ‘Virginia‘ ist zudem ein Titel, der nachträglich zum Nachdenken anstößt. Während des Abspanns hatte ich zumindest das Bedürfnis, die bisherigen Ereignisse zu ordnen, um sie klarer zu verstehen. 'Virginia' könnte man mit anspruchsvollen Kino für Cineasten vergleichen. Ein toller digitaler Stoff. (85%) - Zum Test

 

 

 

 

The Whispered World (08/2009)

'The Whispered World' ist ein hervorragender Titel. Es ist nicht nur das beste deutsche Grafikadventure aller Zeiten, sondern auch der beste Titel der vergangenen zwölf Jahre. Selten gab es einen so hochwertigen Mix aus einer spannenden, traurigen und witzigen Geschichte, einem wunderschönen Soundtrack, einer noch viel beeindruckenderen Grafik und einem spitzenmäßigen Gameplay. Die kleinen storytechnischen Mängel und die nicht ganz perfekten technischen Eigenschaften zu erwähnen bedeutet Mäkeln auf hohem Niveau, denn der Gesamteindruck wird von ihnen kaum beeinflusst. Einzig der harte Schwierigkeitsgrad ist ein Punkt der tatsächlich ein wenig Kopfschmerzen bereitet und einen entweder die Entschärfung einiger Rätsel oder besser einen abgespeckten Schwierigkeitsgrad herbeisehnen lassen. Alles in allem ist die Geflüsterte Welt ein absolutes „Must-Have“ für jeden der dem Adventuregenre auch nur ein Wenig abgewinnen kann und wird unter Garantie niemanden enttäuschen. (92%) - Zum Test





Die folgenden Spiele haben eine Sonderauszeichnung erhalten:


Ankh 2 - Herz des Osiris
für besonderen Spielwitz (11/2006)

Mit 'Ankh – Herz des Osiris' bringt uns Deck 13 einen würdigen Nachfolger für das deutsche Spiel des Jahres 2005, der in allen wichtigen Punkten voll überzeugt. Unter dem Strich, bekommt man mit 'Ankh – Herz des Osiris' also alles, das man sich wünscht: Assil und Thara kehren mit einer lustigen und interessanten Geschichte zurück, die Deck 13 mit tollen Ideen, wie zum Beispiel der Codescheibe, garniert. Fans des ersten Teils oder Liebhaber der alten Spiele von LucasArts sollten sich das Spiel unbedingt ansehen. (82%) - Zum Test


geschrieben am 05.01.2017, Team Adventure Corner



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Kommentare 2
forenbenutzer
01.06.2010, 17:30

Müsste man bei Gelegenheit wieder aktualisieren. ;)

Minniestrone
01.06.2010, 18:11

Machen wir, wenn unser neues Design da ist!


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