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Story
Während Luton versucht, das Puzzle zusammenzusetzen, steuert der Spieler ihn in klassischer Point-&-Click-Manier durch die Stadt. Der Cursor besteht aus einem kleinen Lichtkegel. Fährt man damit über Gegenstände, so erscheint ein Schriftzug, wenn man mit dem Objekt interagieren kann. Zum Beispiel erscheint das Wort „Schreibtisch“ auf dem Bildschirm, wenn man den Cursor über Lutons Schreibtisch bewegt. Ein Rechtsklick auf einen Gegenstand führt dazu, dass Luton ihn näher in Augenschein nimmt; ein doppelter Linksklick lässt ihn eine Aktion ausführen. Das Inventar entpuppt sich als kleines Raumwunder. Vielleicht hat Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper es irgendwann aus der Unsichtbaren Universität entwendet und dann an Luton verkauft. Magie wäre jedenfalls eine Erklärung dafür, warum selbst sperrige Gegenstände wie Brecheisen und Enterhaken hier bequem Platz finden, ohne den Helden zu behindern. Als Spieler kann man darüber allerdings nur schmunzeln.
Außerdem lässt sich das Notizbuch auch in Gesprächen verwenden. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass es etwas umständlich ist, in einem Dialog erst das Buch aufzuklappen und dann durch die Seiten zu blättern, bis man zum gewünschten Thema gelangt. Ansonsten sind Steuerung und Benutzeroberfläche aber unkompliziert und einfach in der Handhabung. Inventar und Notizbuch werden durch einen Linksklick auf Luton geöffnet oder durch die Tasten F2 bzw. F3. Rätsel Grafik
Optisch orientiert sich 'Discworld Noir' am klassischen Noir-Film. Räume, verregnete Straßen oder heruntergekommene Bars werden ganz gezielt nur wenig beleuchtet. Manchmal entsteht auch ein Hell-Dunkel-Kontrast, z. B. wenn der Blitz von draußen Lutons Büro für einen Moment teilweise in fast weißes Licht taucht. An einigen Stellen wird es allerdings so dunkel, dass man fast nichts mehr erkennen kann. Hier ist es ratsam, zumindest vorübergehend, im Optionsmenü den Gamma-Wert zu verändern. Luton selbst ist natürlich so entworfen, dass er als Inbegriff eines Detektivs immer Hut und Trenchcoat trägt. Sound und Dialoge Auch die Musik ist stimmig und untermalt die Szenerie sehr passend. Leise Jazztöne, Blasinstrumente oder Klaviermusik verstärken die Atmosphäre noch, wobei die meisten Locations ihr eigenes, musikalisches Thema haben. Die Synchronisation ist hitverdächtig. Die Sprecher wissen, wie sie ihre Figuren lebendig erscheinen lassen. Vom zynischen Privatdetektiv über seine alte Flamme, vom dummen Troll bis hin zum verschrobenen Zauberer ist alles in dem Spiel vertreten und nie hat man den Eindruck, dass ein grober Schnitzer bei der Umsetzung unterlaufen ist. Die Sache ist so rund wie die Scheibenwelt selbst, auch, was den Inhalt der Dialoge angeht. Denn ein echter Detektiv muss natürlich eins sein: schlagfertig. So kontert Luton z. B. Carlottas Bemerkung „Ich beiße nicht“ geschickt mit „Schade. Ich bin schon lange nicht mehr gebissen worden.“ Das Localisation-Team hat jedenfalls ganze Arbeit geleistet. Einzig und allein bleibt die Tatsache zu mokieren, dass manchmal die Musik zu laut ist, sodass die Dialoge kaum noch zu hören sind. Verfügbarkeit und Kompatibilität Das Spiel erschien ursprünglich für Win 95 / 98 und für die PlayStation. Die PC-Variante lässt sich auf modernen Rechnern leider nicht ohne größere Probleme installieren, die aber lösbar sind. Eine hilfreiche Anleitung gibt es hier auf Adventure Corner: Zur Anleitung. Wer sich also zutraut, diese Modifizierungen durchzuführen und wen das Spiel interessiert, der sollte sich von solchen Startschwierigkeiten nicht ins Bockshorn jagen lassen. 'Discworld Noir' kann man noch ohne Probleme als gebrauchtes Spiel über Amazon oder Ebay beziehen. |
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Galerie:
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Fazit:
Die Idee, ein Computerspiel im Stil eines Film Noir-Films zu machen, das dann auch noch in der Scheibenwelt spielt, war innovativ. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Häufige Anspielungen auf Filme, bissige Dialoge und eine spannende Story mit überraschenden Wendungen sorgen für ein fast erstklassiges Adventure-Erlebnis. Passende, jazzige Klänge und schummrige Beleuchtung geben dem Ganzen den letzten Schliff. Abzüge gibt es dafür, dass die Dialoge insgesamt weniger witzig sind, als man bei einem Scheibenwelt-Spiel wohl erwartet hätte. Das mag daran liegen, dass der berühmte Humor in den Büchern immer noch besser wirkt, als in einem Spiel oder auch daran, dass es aufgrund der Nähe zum Film Noir nun einmal nur bedingt lustig zugehen kann, aber hier wäre vielleicht noch etwas mehr möglich gewesen. Außerdem ist das Spiel insgesamt etwas zu dialoglastig geraten und das viele Herumblättern im Notizbuch, fängt nach einer Weile an zu nerven. Dennoch bleibt zu hoffen, dass sich eines Tages ein Publisher erbarmt und das Spiel neu auflegt, sodass es sich auch auf modernen Betriebssystemen problemlos installieren lässt. Vielleicht erbarmt sich ja eines Tages auch ein Publisher und bringt ein neues Scheibenwelt-Spiel auf den Markt. Wer weiß, wenn genug Spieler daran glauben, wird es vielleicht wahr.
geschrieben am 12.03.2010, Maren Keitel
| Systemanforderungen: CPU mit 166 MHz 32 MB Ram 8x CD-Rom |
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Hype-o-Meter: 4 von 10 (3 Stimmen) |
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