Neuigkeiten: Thimbleweed Park:

Ron Gilberts neues Adventure ist erschienen und bei uns im Test

Endlich ist es soweit: 'Thimbleweed Park' ist ab sofort verfügbar. Wir haben den Test für Euch.


Thimbleweed ParkPünktlich um 18:00 Uhr haben die Entwickler um Ron Gilbert den Knopf gedrückt und lassen ihr Retro-Adventure 'Thimbleweed Park' auf uns Spieler los. Ähnlich pünktlich liefern wir Euch den Test zu dem via Kickstarter finanzierten Spiel, das sich so anfühlen soll, wie man die Adventure-Klassiker von Lucasfilm Games in Erinnerung hat. Ob das geklappt hat, erfahrt Ihr, wenn Ihr dem Link unten folgt.

geschrieben am 30.03.17 um 18:00 von Tobias Maack


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Kommentare 14
Amberl
31.03.2017, 11:56

Mich würde echt interessieren ob "Thimbleweed Park" hier und beim Treff auch so begehrt wäre ohne den Lucas Arts (Ron Gilbert+Garry Winnick) Bonus? Weil im Prinzip ist es ja eigentlich nichts anderes wie ein "Maniac Mansion HD Remake" mit veralteter Steuerung. Aber Gut, bei Resident Evil (mit dem ich aufgewachsen bin) würde es mir genau so gehen ;)

advfreak
31.03.2017, 12:49

Naja als Maniac Mansion Remake würde ich das jetzt nicht sehen. Überhaupt sind mir die Wertungen international gesehen zu niedrig wenn man das jetzt im Vergleich mit dem langweiligen Katy Rain sieht. Das hatte ja problemlos Wertungen im 80er Bereich bekommen. Von einem Bonus kann also auch nicht gesprochen werden, wenn man z. B. vergleicht was da zur Zeit wieder mal mit Zelda abgeht. Für mich bei weitem nicht das beste Spiel ever ever ever.

sinnFeiN
31.03.2017, 14:28

Ich glaube fast schon, auch wenn die Frage durchaus berechtigt ist (Polygon fragt sich die selbe Frage: http://www.polygon.com/2017/3/30/149515 ... y-anywhere)

Ich hab Maniac Mansion nie gemocht und habs nur einmal pflichtbewusst mit Komplettlösung Jahre später gespielt. Es ist ein sehr gutes Adventure, hat aber ein paar Macken (Logik, Grafik, nostalgische Steuerung), die dann einfach die 90er Wertung verbauen :). Wirklich überrascht hat mich, dass es nicht nur als humoristisches Adventure funktioniert, sondern auch sehr wohl eine interessante und ernst Hintergrundgeschichte hat. Somit funktioniert das Spiel auch ohne Humor. Das kann man von aktuellen Adventures mit entsprechendem Humor kaum sagen.

advfreak
31.03.2017, 15:53

Ich habe MM damals mit ca. 10 Jahren gespielt und es war natürlich das allerbeste C64er Game ever. Es war superspannend, hat mir sogar zeitenweise Angst gemacht und ich habe mich monatelang im Haus verloren. In erster Linie ist natürlich TP für diese Zielgruppe gedacht, deswegen kann ich als betroffener auch gerne mal einen 90er als Wertung zücken. Und ich will jetzt schon - obwohl ich erst eine halbe Stunde gespielt habe - mehr davon. Mit Fan-Adventures hat das nämlich definitiv nichts zu tun. :)

reakchrisatcorner
31.03.2017, 17:15

Ich kann nur jedem raten, dass Spiel nicht sofort durchzuspielen und sich etwas aufzusparen. Sowas kommt vielleicht nie wieder.

Das Spiel löst aus dem Stand dieselben Gefühle aus, die ich in den 80ern und 90ern bei jedem neuen LA Adventure hatte. Ich habe in den frühen 80ern mit den ersten Textadventures angefangen, Sierraspiele gespielt, aber LA konnte etwas, was andere Spieleschmieden in dem Genre nicht schafften. Das hat nichts mit Nostalh´gie zu tun. Sonst müsste ich die Sierraadventures mit ihren technischen Macken und Story- und Gameplayschwächen heute lieben. Die habe ich lange vor La schon gespielt.

Was Ron damals mit Maniac Mansion ausgelöst hat, dann mit Zak, Indy 3, Monkey 1+2 war etwas ganz besonderes. Die Spiele seinerzeit mussten sich schon damals mit LA messen und versagten regelmäßig dabei.Das ist kein spätes nostalgisches Phänomen. Das stand schon so in den Spielezeitschriften damals und wurde so empfunden.

Und die Gefühle, Emotionen, die LA Spiele bei Neuerscheinen auslösten waren wie die Ankündigung eines neuen Star Wars Films.

Welche Zutaten nun genau diese Spiele zu dem Besonderen gemacht haben und zurecht heute in den Klassikerstatus erheben, wissen wir nicht, Aber Ron weiß es offensichtlich, denn er konnte das mit diesem Spiel reproduzieren. Habe erst zwei Stunden gespielt und es fühlt sich an wie Weihnachten in den 90ern.

Natürlich ist MM mit heutigen Spielen nicht zu vergleichen. Historisch ist es ein Meilenstein und es hat alle Merkmale eines richtigen Adventures.

realchrisatcorner
31.03.2017, 17:32

Und es ist defintiv kein neues Maniac Mansion. Das einzige, was es von Maniac Mansion hat, ist die Grundgrafik der V2 Version. Also der Amigaversion. Nur eben mit mehr Farben, Animationen und mehr Details.


Ansonsten ist das Spiel hochmodern. Nutzt Erzähltechniken und Schnitte von modernen Dramaserien. Ist wesentlich besser erzählt als jedes bemühte deutsche z.B. DD Adventure. Es spielt sich wie ein humoristischeres Fargo.

Dramaturgisch, von der Erzählweise her alles andere als Retro, sondern zeitgemäß.

Retro ist nur die Steuerung und die Grafik.

Und in MM hattest Du keine Tiefendimension bei den Charakteren. Wir haben hier Dialoge, Hintergrundgeschichten. Rückblenden. Sowas gab es in MM noch nicht. Bei La kam das auch erst mit Monkey 1+2.

advfreak
31.03.2017, 18:23

Da kann ich dir nur zustimmen @ralchris! Und jetzt mal ganz ehrlich, ich finde das die Adventures nach dem Weggang von Ron bei LA bei weitem nicht mehr so toll waren. DOTT, Sam & Max und Co. sind heute leider echt nicht gut gealtert, selbe gilt für die HD-Remakes. Einzige löbliche Ausnahme ist da noch Indy4. :)

realchrisatcorner
31.03.2017, 19:15

Indy 4 und Dott waren meines Erachtens benso fantastische Spiele. Bei Sam und Max gebe ich Dir Recht. Da hatte ich damals das erste Mal das Gefühl, dass die Qualität abnahm. Monkey 3 und Grim waren auch fantastische Adventures. Mit Full Throttle, was meines Erachtens das schlechteste La Spiel ist, bin ich nie warm geworden. The Dig war aber fantastisch. Monkey 4 kommt direkt hinter Full Throttle. Es ist aber richtig, dass mich die Ron Gilbert Spiele emotional stärker Anfassen. Das beste Adventure aller Zeiten ist aber für mich Grim Fandango. Die Geschichte ist einfach episch. Das Casa Blanca der Adventures.

advfreak
31.03.2017, 20:51

Meine ganz persönliche Hitliste auf 30 Jahre verteilt sind:

1. Indy4
2. Blade Runner
3. Until Dawn
4. Tales from the Borderlands
5. Black Mirror 2
6. Geheimakte 1
7. Monkey Island 1
8. The Walking Dead
9. Baphomets Fluch
10. Lost Horizon

Also ziemlich bunt durchgemischt, wobei die ersten drei eigentlich alle auf Platz 1 sind.

Die schlimmsten Enttäuschungen waren meiner Ansicht nach:

Lost Horizon 2
Geheimakte 3
Baphomets Fluch 5
Yesterday Origins
Kathy Rain
Minecraft Story Mode

... und zwar deswegen so schlimm weil sie meinen Erwartungen und Ansprüchen nicht im geringsten Entsprochen haben.

Indiana
01.04.2017, 15:02

reakchrisatcorner hat geschrieben:
(...)es fühlt sich an wie Weihnachten in den 90ern.
Dieser Satz trifft es ziemlich gut. Und zwar im wahrsten Sinn: Ich erinnere mich immer wieder gern an das Weihnachten, als Indy 4 unterm Tannenbaum lag und ich um 10 Uhr abends noch "kurz in den Keller gegangen bin, um das Spiel zu installieren". Gegen 2 Uhr Nachts hat mich meine Mutter dann ins Bett geschickt... Bei Thimbleweed Park ist es nicht ganz so extrem gewesen, aber es ist ja auch nicht Weihnachten ;)

Es ist aber wirklich schwer zu sagen, ob uns allen Thimbleweed Park genauso gut gefallen hätte, wenn wir die LucasArts-Spiele früher nicht gespielt hätten. Am Ende ist das aber ziemlich egal, denn alle anderen Adventures werden ja auch mit diesem Hintergrund bewertet. Wenn jemand noch nie ein Adventure gespielt hat und Shooter-Fan ist, wird er Thimbleweed Park vermutlich nicht mögen. Er wird dann aber auch nicht Deponia, Bout oder Syberia mögen.

realchrisatcorner
01.04.2017, 15:38

Das Genre hat bis vor ein paar Jahren zu 85 % von denen gelebt, die schon damals dabei waren. Und die allermeisten davon denken bei Adventures in erster Linie an entweder Lucasarts oder an Sierra, wobei ich denke, dass in Europa durch die Popularität des C64er die meisten an Lucasarts denken. Dann gab es noch eine Minderheit der ASM Leser, die sich zur Hälfte etwa in Sierra reinträumen. Habe sowohl Infocom, Sierra und Lucasarts gespielt. Aber wirklich gefixt als jemand, der Adventures sein Genre nennt, war ich erst mit Maniac Mansion und Tak Mckracken. Monkey Island war dann der Spieleorgasmnus meines Lebens. Das Teil führte über ein Jahr lang die Amigacharts an. Als Teil zweri rauskam, führten beide zusammen ein Jahr lang die Amigacharts an. Nur Lemmings konnte da mithalten. Nach Monkey Island wurde damals schon jedes Spiel an den Soielen von Ron Gilbert gemessen. Nur Simon wurde zugesprochen zwar abgekupfert zu haben, jedoch damit sehr nah an Monkey Island ran zu kommen. Aber auch dieses Spiel stand unter seinem Schatten.

Monkey Island ist kein rein nostalgisches Phänomen. Es ist damals sofort ein Klassiker gewesen, an dem sich alles messen musste und auch gemessen wurde. Es war schwer für andere Entwickler da gegen anzukommen. Jedes LA-Adventure wurde gefeiert und zwar nicht 20 Jahre später von Nostalgikern, sondern bei und vor Erscheinen.

Die hier als altmodisch verschriene Verbenleiste wurde bei Sam und Max schmerzlich vermisst. Und Sam und Max war auch der erste LA-Titel, der mit Lückenfüller-Spielchen und Zeitstreckern arbeitete. Für mich war das das erste LA-Spiel, das nachließ. Full Throttle wurde damals schon wegen dser Actioneinlagen und den leichten Rätseln nicht so gemocht , auch wenn jüngere Spieler, die vieleicht erst da in das Genre eingestiegen waren, das Spiel mochten. Die kannten aber nicht die EN
Entwicklungskurve und den spürbaren Abfall des Niveaus.

The Dig, Monkey 3 und Grim haben ihre Sache aber wieder ganz gut gemacht.

Da, wo ich nostalgisch werde, isr der Geruch der Spielekarton Pappe. Die Lucasartskartons rochen irgendwie gut. Sollte man mal als Raumduft rausgeben.

realchrisatcorner
01.04.2017, 15:44

Das Genre hat bis vor ein paar Jahren zu 85 % von denen gelebt, die schon damals dabei waren. Und die allermeisten davon denken bei Adventures in erster Linie an entweder Lucasarts oder an Sierra, wobei ich denke, dass in Europa durch die Popularität des C64er die meisten an Lucasarts denken. Dann gab es noch eine Minderheit der ASM Leser, die sich zur Hälfte etwa in Sierra reinträumen. Habe sowohl Infocom, Sierra und Lucasarts gespielt. Aber wirklich gefixt als jemand, der Adventures sein Genre nennt, war ich erst mit Maniac Mansion und Tak Mckracken. Monkey Island war dann der Spieleorgasmnus meines Lebens. Das Teil führte über ein Jahr lang die Amigacharts an. Als Teil zweri rauskam, führten beide zusammen ein Jahr lang die Amigacharts an. Nur Lemmings konnte da mithalten. Nach Monkey Island wurde damals schon jedes Spiel an den Soielen von Ron Gilbert gemessen. Nur Simon wurde zugesprochen zwar abgekupfert zu haben, jedoch damit sehr nah an Monkey Island ran zu kommen. Aber auch dieses Spiel stand unter seinem Schatten.

Monkey Island ist kein rein nostalgisches Phänomen. Es ist damals sofort ein Klassiker gewesen, an dem sich alles messen musste und auch gemessen wurde. Es war schwer für andere Entwickler da gegen anzukommen. Jedes LA-Adventure wurde gefeiert und zwar nicht 20 Jahre später von Nostalgikern, sondern bei und vor Erscheinen.

Die hier als altmodisch verschriene Verbenleiste wurde bei Sam und Max schmerzlich vermisst. Und Sam und Max war auch der erste LA-Titel, der mit Lückenfüller-Spielchen und Zeitstreckern arbeitete. Für mich war das das erste LA-Spiel, das nachließ. Full Throttle wurde damals schon wegen dser Actioneinlagen und den leichten Rätseln nicht so gemocht , auch wenn jüngere Spieler, die vieleicht erst da in das Genre eingestiegen waren, das Spiel mochten. Die kannten aber nicht die EN
Entwicklungskurve und den spürbaren Abfall des Niveaus.

The Dig, Monkey 3 und Grim haben ihre Sache aber wieder ganz gut gemacht.

Da, wo ich nostalgisch werde, isr der Geruch der Spielekarton Pappe. Die Lucasartskartons rochen irgendwie gut. Sollte man mal als Raumduft rausgeben.

realchrisatcorner
01.04.2017, 15:50

Sierra vs. Lucasarts war dasselbe wie Atari vs.Amiga.

Obwohl die Spiele von Sierra objektiv, sowohl vom Spielprinzip, der Story und was Bugs anging, objektiv schlechter waren, kamen die dann mit Begriffen wie Seele, nicht so kommerziell etc.

Das waren wirklich die Geeks unter den Computerspielern, die unter sich bleiben wollten. Die Applestorecamper der damaligen Zukunft.

Und die ASM war eben eine Zeitung für die.

Die wolten einfacgh nur was besonderes sein und namen sich dann Textadventures und Sierra als ihr Label. Und das obwohl Sierra einfach nur Frust zum Spielprinzip gemacht hat. Thorins Passage ist einfach nur eine Katastrophe, die vollkommen verbugt ist. Und trotzdem wird sicher einer finden, der auch hier Sierra verteidigt.

Ob Samsung eine Zillionen mal besser ist, ist dem Applejünger egal.

advfreak
03.04.2017, 09:38

Ich wurde mit den Sierra Sachen auch nie warm, habe aber mal einen interessanten Podcast drüber gehört das ja die Frau vom Programmierer immer die Storys geschrieben hat und der Gatte das Spiel dann selbst. Von dem her kann man zumindest sagen das für so eine - anfangs kleine -
Firma ihr schon Respekt gezollt gehört. Allerdings fand ich damals schon die Preise für deren Machwerke echt heftig, für ein Space Quest hat man damals schon so um die 800,- Schilling bzw. 120,- DM auf den Tisch legen müssen.

Wobei die Power Play für mich immer die LucasArts-Fans waren und die ASM die Sierra-Lieber.

Im Vergleich merkt man aber sehr schnell das die Sierra Sachen alle total schlecht gealtert sind, die LA man heute aber immer noch gut spielen kann - selbst Zak oder Maniac Mansion.


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