Specials: gamescom 2017:

gc2017: Season of the Warlock, Almost Gone und Jennifer Wilde

 

Im folgenden gamescom-Überblick gibt es Neuigkeiten zu 'The Season of the Warlock', 'The Almost Gone', 'Jennifer Wilde' und 'Wailing Heights'.

 

The Season of the Warlock

 

Season of the Warlock

 

'The Season of the Warlock' von enComplot haben wir nun seit 2014 verfolgt und durften es in recht unterschiedlichen Entwicklungsphasen erleben. Schon damals hatte das Point&Click-Horror-Adventure einen sehr individuellen Look mit schönen 2D-Hintergründen. Seither hat sich einiges getan. Inspiriert wurde das Projekt von klassischen Horror-Streifen, insbesondere den Hammer-Filmen.

Wir schreiben das Jahr 1841. Der viktorianische Aristokrat Alistair Ainsworth hält einen Vortrag über die Rolle der Magie im Verlauf der Geschichte und beruft sich dabei auf einen Zauberer namens Waldemar Grobec. Dieser habe im Mittelalter Magier, Alchemisten und Nekromanten beschützt und sei deshalb verraten worden und auf dem Scheiterhaufen gelandet. Für seine Ausführungen erntet Alistair lediglich Hohn und Spott bei seinen Kollegen. Statt sich aber geschlagen zu geben, beschließt er Feldforschung zu betreiben und nimmt das alte Schloss des Zauberers unter die Lupe. Als dort ein Porträt von Grobec mit ihm plötzlich zu sprechen beginnt, sieht sich Alistair gezwungen eine schwierige Entscheidung zu treffen: möchte er ihm helfen, oder ihn lieber von der Erdkugel verbannen. Je nachdem, welchen der beiden Pfade der Spieler hier einschlägt, warten komplett unterschiedliche Rätsel auf ihn.

Bis vor einem Jahr wurde ein Release im Jahr 2017 angepeilt. Adventure-Fans werden sich nun allerdings etwas länger gedulden müssen. Laut Javier Cadenas von enComplot ist 2018 derzeit realistischer. Einen konkreteren Termin gibt es noch nicht. Ein Grund für die Verschiebung sind die Charakter-Modelle und -Animationen, die in den vergangenen Monaten drastisch überarbeitetet wurden. Tatsächlich machte das in Köln gezeigte einen vergleichsweise stimmigeren Eindruck. Die 2D-Animationen sind nicht nur flüssiger und abwechslungsreicher, sie harmonierten auch besser mit den atmosphärischen Comic-Hintergründen. Wir waren positiv überrascht von den zahlreichen unterschiedlichen Animationen, die während einzelner Gespräche zu sehen waren, was wiederum zu einem lebendigeren Spielgefühl beigetragen hat.

Berücksichtigt man das kleine Team und den gescheiterten Kickstarter-Versuch vor einer Weile, ist es nicht verwunderlich, dass dieses ambitionierte Indie-Adventure aus Spanien immer noch in Entwicklung ist. Wir haben nur Ausschnitte davon gesehen, aber die machten schon sehr deutlich, dass Javier ein Fan klassischer Adventure-Spiele ist und dem Genre gerecht werden möchte. Abgesehen von der englischen Sprachausgabe wird es u.a. deutsche Untertitel geben. Es ist noch etwas früh, viel über das Storytelling, oder die Rätsel zusagen, doch in Summe hatten wir den Eindruck, dass 'The Season of the Warlock' sich auf einem guten Weg befindet.

 

 

The Almost Gone

 

The Almost Gone

 

'The Almost Gone' stammt von Happy Volcano aus Belgien und basiert auf einer Geschichte von Joost Vandecasteele. Das isometrische Point&Click-Adventure handelt von einem Mädchen, das stirbt und in einer traumartigen Welt zwischen Leben und Tod erwacht. Von nun an sieht sie sich gezwungen, die Todesmomente von anderen Leuten zu reparieren, die im selben Moment wie sie verstorben sind. Das kleine Indie-Studio verspricht eine düstere Handlung, bei der es auch um Themen wie Kindesmissbrauch und Selbstmord geht.

Im Zuge der gamescom-Präsentation hatten wir die Möglichkeit, das erste Level auszuprobieren. In 'The Almost Gone' gibt es keine Charaktere und keine Sprachausgabe.  Will man die Story besser verstehen, sind zahlreiche innere Monologe zu lesen. Im Gameplay-Bereich wirken die Spielmechaniken eng mit dem isometrischen Design der Spielwelt verwoben, welches visuell an 'Monument Valley' erinnert. Zu Beginn sieht man einen Raum, er als Platte dargestellt wird. Lediglich ein oder zwei Wände sind in dieser Darstellung sichtbar. Diese Platte lässt sich rotieren, wodurch andere Seiten sichtbar werden, mit zusätzlichen Hotspots.

Die Protagonistin interagiert per Knopfdruck mit Objekten und öffnet Türen, um weitere Teile der surrealen Umgebung zu erkunden. Teilweise ist dazu ein versteckter Schlüssel erforderlich, oder ein anderes kleines Puzzle zu lösen. Ausgehend von den ersten paar Minuten wirkt es jedoch so, als läge der Fokus insbesondere im Bereich Exploration und Narration. Happy Volcano arbeitet zwar auch an kleinen Entscheidungsmomenten, doch ihr Abenteuer ist primär als lineare Erfahrung gedacht. Die Entwickler schätzen, dass die komplette Spielzeit bei etwa drei Stunden liegen wird.

Im Sommer 2018 soll 'The Almost Gone' für den PC erscheinen und deutsche Untertitel erhalten. Es gibt derzeit die Überlegung, passend zum Release eine kurze Demo zu veröffentlichen, um ein Gefühl für das Gameplay zu vermitteln. Im Zuge der Präsentation wurde zuletzt angemerkt, dass das Adventure kürzlich eine Förderung von der belgischen Regierung erhalten hat. Einen Publisher gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch das soll sich bis zum nächsten Jahr ändern.

 

 

Jennifer Wilde

 

Jennifer Wilde

 

Nächster Punkt im prallen Terminkalender war ein Treffen mit Stephen Downey von Outsider Games, der uns über seine für den 19. September geplante Kickstarter-Kampagne zu 'Jennifer Wilde' in Kenntnis setzte (Thunderclap-Kampagne).

Das 2D-Point&Click-Adventure spielt zu Beginn des Jazzzeitalters im Paris des Jahres 1921. Die junge französische Künstlerin Jennifer Chevalier untersucht den Tod ihres Vaters. Unterstützt wird sie dabei vom Geist des irischen Schriftstellers Oscar Wilde, der zu Lebzeiten eine Affäre mit ihrem Vater hatte. Jennifer ist in der Lage, mit Geistern zu sprechen und beide Charaktere werden spielbar sein.

'Jennifer Wilde' basiert auf der in schwarz-weiß gehaltenen Comic-Reihe, die zwischen 2011 und 2013 veröffentlicht wurde. Der markante Stil erinnert stark an 'Wailing Heights', wenn auch ohne Farben. Während sich das Gamplay an Point&Click-Adventures orientiert, wird beim Inventar ein eher ungewöhnlicher Ansatz verfolgt. Dieses sieht tatsächlich so aus, wie ein Comic-Buch. Findet die Protagonistin einen Hinweis, zeichnet sie Notizen in das Buch hinein. Diese lassen sich untersuchen, kombinieren und neu arrangieren, was dann zu einer comicartigen Geschichte führt, aus der sich für andere Gesprächspartner unter Umständen wertvolle Einsichten ableiten lassen.

Davon abgesehen kam 'Wailing Heights' kurz zur Sprache: Bereits vor einem Jahr wurde ein Update mit verbesserten Audiofiles angekündigt. Laut Downey seien diese Files längst startklar, allerdings ging das Spiel im Zuge des Updates offenbar kaputt, wodurch sich alles verzögert habe. Vor dem Kickstarter möchte er das allerdings noch schaffen.


geschrieben am 11.09.2017, Matthias Glanznig




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