Previews: Book of Unwritten Tales: Die Vieh Chroniken:

Die Vieh Chroniken


Das Bremer Entwicklerstudio 'KING Art' lieferte Anfang 2009 mit 'The Book of Unwritten Tales' eines der erfolgreichsten Adventures der vergangenen Jahre ab, das Spieler und Kritiker gleichermaßen überzeugen konnte. Die Ankündigung eines weiteren Titels aus dem 'BoUT'-Universum ließ daher auch nicht lange auf sich warten. Das Vieh, heimlicher Star des Spiels, sollte ein eigenes Abenteuer bekommen, ein Prequel mit dem Namen 'Die Vieh Chroniken', schon Anfang 2010 sollte es ein Wiedersehen mit dem Abenteurer Nate und seinem pelzigen Begleiter geben. Doch daraus wurde nichts, denn der Publisher HMH musste Insolvenz anmelden. Jetzt hat sich mit Crimson Cow ein Nachfolger gefunden und 'Die Vieh Chroniken' stehen kurz vor der Veröffentlichung. Anhand von zwei der fünf Kapitel konnten wir uns bereits einen ersten Eindruck von dem Adventure machen. Ob die 'Vieh Chroniken' auf einem guten Weg sind, verraten wir in unserer Vorschau.


Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Nate hatte sich die Reise mit seinem neuen Luftschiff ganz anders vorgestellt.

Nathaniel „Nate“ Bonnet, Abenteurer und frischgebackener Luftschiffkapitän möchte endlich einmal seine Freiheit genießen. Seinen fliegenden Untersatz, die Mary, hat er einem Piraten im Poker abgenommen und so steht er den Problemen eines Kapitäns in Ausbildung gegenüber, denn er hat keine Ahnung, wie man ein solches Schiff überhaupt steuert. Diese Probleme sind aber schnell vergessen, als die Kopfgeldjägerin Ma´Zaz mit Ihrem Jäger auftaucht und Nate zum Umkehren „überreden“ will: Der Pirat hat ein Kopfgeld auf Nate ausgesetzt und das will sie sich nicht entgehen lassen. Folglich muss die grüne Ork-Dame vom Himmel geholt werden, was für Nate einige Arbeit bedeutet, denn sein Luftschiff hat zwar eine Kanone, allerdings fehlen Schießpulver und vor allem Kugeln. Nate streicht trotzdem nicht die Segel und begibt sich in einen Luftkampf, der schlussendlich in der Eiswüste der Nordlande endet. Hier trifft er nicht nur auf einige Pinguine, sondern erstmals auch auf eine Herde Viecher.

Yeti oder Eismonster aus Star Wars? Und ist das da unten nicht ein Laserschwert?

Im weiteren Verlauf bekommen es Nate und das Vieh noch mit einigen anderen Bekannten zu tun, darunter natürlich auch Oberbösewicht Munkus, Heerführer der Schattenarmee. Wie es sich für einen echten Schurken gehört, führt Munkus auch dieses Mal nichts Gutes im Schilde. Er ist hinter einem Geheimnis her, dass die Viecher seit Jahren behüten. Was mit den plüschigen Lebewesen geschieht, ist ihm hingegen völlig egal. Klar, dass Nate helfen muss. Sein erstes gemeinsames Abenteuer mit dem Vieh führt Nate dann auch in andere Regionen der 'BoUT'-Welt, unter anderem gibt es ein Wiedersehen mit Seefels, der Stadt der Magier, in dem das ungleiche Heldengespann den physikalisch unmöglichen Magierturm erkunden. Auf ihrer Reise treffen sie auch auf jede Menge neuer Charaktere, darunter die Tierschutzaktivistin Petra (über deren Protestaktionen Ihr exklusiv bei uns abstimmen könnt), den verwirrten Jeti-Forscher Montgomery Happerplapp und jede Menge Viecher, der Clan reicht von Viehs Angebeteter Layla bis zum Baby-Vieh.

Bewährte Technik

Der Turm der Magier zählt wohl zu den ungewöhnlichsten Adventure-Szenarien überhaupt.

Im Vergleich mit 'The Book of Unwritten Tales' hat sich auf der technischen Seite nicht viel getan. Nach wie vor setzt KING Art auf vorgerenderte und höchst detaillierte Hintergründe, die wieder hervorragend beleuchtet werden und wunderschön aussehen. Durch kleine Animationen werden die ansonsten statischen Bilder belebt.

Auch wenn die Charaktere inzwischen etwas betagt aussehen, laufen die Animationen absolut flüssig ab und passen wie beim Vorgänger auch zu den Aktionen - Hier hat man sich Mühe gegeben, das hohe Niveau zu halten. Ein Grund, warum die 'Vieh Chroniken' auch weiterhin mit zum Besten gehören, was 3D-Adventures aktuell zu bieten haben. Bis zur Veröffentlichung soll noch weiter an der Grafik geschraubt werden, um auch die letzten kleinen Unschönheiten zu beheben.

Die Akustik von 'Die Vieh Chroniken' lässt aktuell auch keine Wünsche offen. Der klassische Soundtrack passt hervorragend zu den Szenen und ist wieder sehr stimmungsvoll. Auch hier stand der Vorgänger ganz eindeutig Pate. Die Sprachausgabe fehlte hingegen noch bei unserer Preview-Version. Auch bei der Steuerung finden sich keinerlei Änderungen im Vergleich zu 'Book of Unwritten Tales'. Nach wie vor wird nur die Maus benötigt, um Nate und das Vieh durch die Szenen zu steuern.

Zwei Schwierigkeitsgrade

Auch kleine Geschicklichkeitseinlagen gehören zu den Rätseln. Auch hier gibt es zwei Schwierigkeitsgrade.

Einer der wenigen Kritikpunkte an 'The Book of Unwritten Tales' war der zu niedrige Schwierigkeitsgrad. Daran hat KING Art gearbeitet und bietet in 'Die Vieh Chroniken' zwei Schwierigkeitsgrade an. Unterschiede finden sich überwiegend im Bereich der Rätselketten: Im bereits angesprochenen Luftkampf des ersten Kapitels braucht Nate beispielsweise Schwarzpulver, um eine Kanone zu laden. Während dieses im leichten Modus direkt verfügbar ist, muss man im schweren Schwierigkeitsgrad selbiges erst mischen. Dazu muss Nate ein Stück Kohle mittels eines Skelettarmes aus einem Ofen fischen und das Stück Kohle anschließend zerkleinern. Auch beim leichten Spiel kann das Stück Kohle auf diese Art aus dem Ofen genommen werden - Danach hat Nate allerdings keine Verwendung mehr dafür - etwas ungewohnt für ein Adventure. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, gleich die Aktion des Kohlenangelns zu unterbinden. Weitere Unterschiede der Spielmodi sind die im schweren Modus abgeschaltete Hotspot-Anzeige (die man aber auch dort wieder zuschalten kann) sowie etwas schwerere Logik-Rätsel, wie sie beispielsweise zum Öffnen eines Schlosses eingebaut wurden. Übermäßig schwer sind die Aufgaben im schweren Spiel aber auch nicht, so dass erfahrene Abenteurer hier keine Probleme erwarten dürften. Im Laufe des Spiels zieht der Schwierigkeitsgrad an, wie wir anhand des vierten Kapitels erfahren konnten. Hier steht mit dem Vieh auch ein zweiter spielbarer Charakter zur Verfügung, der ganz andere Fähigkeiten hat als Nate. Folglich können bestimmte Rätsel nur mit einem der beiden gelöst werden - bestimmte Aufgaben sind sogar nur im Team zu bewältigen.

Etwas Kritik gibt es aber auch bei den Rätseln, die mitunter konstruiert wirken. Im ersten Kapitel will Nate sich beispielsweise eine Zigarre anzünden. Der Ofen mit glühenden Kohlen bietet sich dafür an, nur passt er mit seinem Kopf nicht durch die Luke und kann daher nicht gleichzeitig an der Zigarre ziehen und sie an die Glut halten. Die Lösung bringt ein Schlauch, mit dessen Hilfe sich die Zigarre in den Ofen legen lässt und an dem Nate dann ziehen kann. Glücklicherweise stellt sich Nate nicht oft so umständlich an.

Humoriges Vieh

Die Vieh Chroniken nimmt sich auch selbst gern mal auf die Schippe.

Wer die Befürchtung hatte, dass 'Die Vieh Chroniken' nicht so spaßig wird, wie 'The Book of Unwritten Tales' darf jetzt beruhigt aufatmen. Das Prequel steht dem Vorgängerspiel in Humorfragen in Nichts nach. Wieder bekommen jede Menge Filme und Spiele ihr Fett weg und natürlich nehmen die Entwickler auch ihr eigenes Spiel und den schwierigen Entstehungsprozess auf die Schippe.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

Nachdem lange Zeit ungewiss war, wann 'Die Vieh Chroniken' erscheinen können, freuen wir uns umso mehr, dass es nun endlich soweit ist und wir zwei Kapitel antesten konnten. Das Gesehene gibt auch allen Grund zur Freude, denn es macht Spaß, wieder mit Nate und dem Vieh in ein Abenteuer zu ziehen. Die Grafik überzeugt schon jetzt und auch der Humor zündet. Wenn Publisher Crimson Cow bei den Sprachaufnahmen die gleiche Sorgfalt walten lässt, wie bei den bisherigen Veröffentlichungen, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Helluratach! Wir freuen uns auf das Vieh.

geschrieben am 09.08.11, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Windows XP SP 3 / Vista / 7
Pentium IV mit 2 GHz oder besser
1 GB Ram (2 GB ab Vista)
6 GB Festplattenplatz
DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte mit 128 MB und Pixel Shader 2.0
Offizielle Homepage
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