Previews: Deponia:

Deponia


Mit 'Deponia' steht das nächste Adventure aus dem Hause Daedalic kurz vor der Fertigstellung. In knapp zwei Monaten soll die Reise auf den Müllplaneten Deponia losgehen. Dort erwartet uns der Tüftler Rufus, der von einem besseren Leben in der sauberen Wolkenstadt Elysium träumt und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich von den Müllbergen der Oberfläche zu verschwinden. Wir hatten erneut die Gelegenheit, einen Blick auf das Comic-Adventure zu werfen und verraten in unserer Vorschau, ob die spaßige Verwechslungskomödie wieder ein Hit werden könnte.


Müll. Noch mehr Müll. Wieder Müll.

Im Leben von Rufus läuft nicht immer alles nach Plan.

Nein, schön ist die Aussicht aus dem Fenster von Rufus bescheidenem Heim wirklich nicht. Aber wen wundert das, schließlich wohnt Rufus auf der Oberfläche des Planeten Deponia und somit auf einer Müllhalde. Natürlich hat Rufus sich das nicht ausgesucht, aber für die Unterschicht gibt es eigentlich keine Möglichkeiten, an diesem Umstand etwas zu ändern. Schließlich führt der Weg zur Oberschicht, die in der Wolkenstadt Elysium fern vom stinkenden Müll residiert, über die Mittelschicht, in der graue Beamte den Planeten und seine Bewohner verwalten und nebenbei den Müll auf der Oberfläche und über der Unterschicht „entsorgen“.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat Rufus seinen großen Traum nie aufgegeben - er möchte irgendwann einmal in Elysium wohnen. Oft hat er es schon versucht, stets erfolglos. Da verwundert es nicht, dass auch dieses Mal niemand an einen erfolgreichen Plan glaubt. Doch Rufus ist sich sicher. Wieder einmal hat er an alles gedacht und sich sogar eine Checkliste mit noch benötigten Gegenständen geschrieben. Darauf stehen beispielsweise so lebenswichtige Dinge wie ein Paar Socken, ein Seitenschneider oder eine Zahnbürste. Letztere ist wohl nicht mehr so sehr hygienisch, denn die auf dem Putzwerkzeug lebenden Bakterien beschließen kurzerhand ihre eigene Flucht. Doch Rufus ist nicht umsonst Erfinder und bastelt sich kurzerhand eine Zahnbürstenfalle. Auch die übrigen Gegenstände sind schnell gefunden und so steht dem Fluchtversuch nichts mehr im Wege. Deswegen sitzt er wenig später mit seinem Koffer in der eigens von ihm konstruierten Kapsel, die er per Raketenantrieb abschießen will. Natürlich geht auch dieser Fluchtversuch gehörig daneben, was genau passiert, wollen wir hier nicht verraten. Nur so viel: Die folgende Zwischensequenz erinnert vom Humor stark an die Comicserien von Matt Groening ('Simpsons' oder 'Futurama'). So geht es dann auch weiter: Rufus hat es zumindest zum Teil geschafft und findet sich auf einem Transportzug der Mittelschicht wieder. Dort trifft er auf die junge und wunderhübsche Goal aus Elysium, die ihrerseits in der Klemme zu stecken scheint. Was genau die Beamten von ihr wollen, weiß Rufus zwar nicht, er versucht aber dennoch, sie vor der Staatsmacht zu beschützen. Natürlich geht auch hier wieder alles schief und die beiden finden sich auf der Planetenoberfläche wieder, mitten im Müll und dem Dorf, dem Rufus eigentlich entfliehen wollte…

Homer lässt grüßen

Auch, wenn wir hier nichts Spoilern wollen und man es daher nicht auf dem Screenshot sehen kann: Die Dialoge sind urkomisch und hervorragend vertont.

Rufus könnte das fehlende Bindeglied zwischen Familienvater Homer von den 'Simpsons' und Philip J. Fry aus 'Futurama' sein. Er ist nicht nur ähnlich erfolgreich bei seinen Versuchen und muss so manche gemeine Slapstick-Einlage über sich ergehen lassen, er ist auch genauso sympathisch. Das liegt nicht zuletzt auch an Synchronsprecher Monty Arnold (Adventure-Spielern bekannt als Tony Tough), der die Dialoge aus der Feder von Creative-Director Jan „Poki“ Müller-Michaelis hervorragend vertont. Wie immer sprühen die Gespräche nur so vor Wortwitz und so manches Missverständnis führt zu ganz neuen spaßigen Situationen. Apropos Stimmen: Wer nach den gesungenen Soundtracks zu 'Edna bricht aus' und 'Harveys Neue Augen' auf eine neue Gesangseinlage von Poki wartet, wird nicht enttäuscht. Auch zu 'Deponia' steuert der kreative Kopf einen Song bei. Für den restlichen Soundtrack wurden wieder die Künstler der Periscope Studios verpflichtet, die passend zum „Müll-Adventure“ einen „Müll-Soundtrack“ aufgenommen haben: Für die Musikstücke und Sounds wurde Müll ins Studio verfrachtet und die Songs zum Teil darauf eingespielt.

Die Entdeckung des Mausrades

Die Welt von Deponia steckt voller spannender Erfindungen. Hier entsteht beispielsweise Kaffee.

In den bisherigen Spielen aus dem Hause Daedalic fristete das Mausrad ein tristes Dasein: Es hatte schlichtweg keine Funktion. Mit 'Deponia' ändert sich das jetzt, denn über das Rad wird das Inventar auf- bzw. zugedreht. Das geht nicht nur leicht von der Hand, auch weitere Mauswege zum oberen Bildschirmrand, an dem das Inventar per Klick geöffnet werden kann, lassen sich so vermeiden. Die restliche Steuerung entspricht dem Genrestandard. Per Linksklick bewegt sich Rufus durch die Screens, ein Doppelklick auf einen Ausgang bringt ihn direkt zum nächsten Screen. Zusätzliche Funktionen lassen sich per Rechtsklick aufrufen.

Wie bei Daedalic-Titeln üblich, setzen die Hamburger auch in diesem Fall wieder auf handgezeichnete Hintergründe und Figuren, die sich noch geschmeidiger bewegen als im Vorgänger 'Harveys Neue Augen'. Erstmals setzt der Entwickler in 'Deponia' eine Funktion ein, die eine zum gesprochenen Wort passende Animation auswählt und diese während der Gespräche abspielt. Somit machen Rufus und seine Mitbewohner nicht mehr einfach nur den Mund auf und zu, sondern bewegen die Lippen realistisch, soweit das in einem Comic-Adventure möglich ist. Darüber hinaus bietet Deponia geschmeidig animierte Cutscenes, die bei uns für einige Lacher sorgten.

Kombiniere Müll mit Schrott

Auch das eine oder andere Logikrätsel wartet auf dem Weg nach Elysium.

Typisch Daedalic, löst der Spieler vor allem klassische Rätsel, wie sie auch bereits in den anderen Eigenproduktionen des deutschen Entwicklers vorkamen. Rufus packt alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist und kombiniert sich seinen Weg mit vielen Inventarrästeln bis nach Elysium. Aufgelockert werden die klassischen Rätsel durch etwa 10 Minispiele und Logikrätsel. Diese lassen sich jedoch, ähnlich wie in 'Harveys Neue Augen', jederzeit überspringen. Nichtsdestotrotz soll das Abenteuer den Durchschnittsspieler mit ca. 15 Stunden beschäftigen.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

'Deponia' hat nach dem bisher Gesehenen alles, was ein Spitzenadventure braucht: Sympathische Charaktere, eine interessante Geschichte, logische Rätsel und jede Menge Humor. Das alles garniert mit tollen Sprechern und schicker Comic-Grafik: Was soll da noch schief gehen? Unserer Meinung nach nicht mehr viel: 'Deponia' wird das erste Topspiel des Jahres 2012 werden. Adventure-Freunde sollten sich den 17. Januar schon einmal im Terminkalender eintragen, dann nämlich startet der Ausflug auf den Müllplaneten.

geschrieben am 06.12.11, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links

2,5 GHz Single-Core-Prozessor od. 2 GHz Dual-Core-Prozessor
2 GB Arbeitsspeicher (2,5 GB für Windows Vista/7)
OpenGL2.0-kompatible Grafikkarte mit 512 MB RAM (Shared-Memory wird nicht empfohlen)
DirectX9.0c-kompatible Soundkarte
5 GB freier Festplattenspeicher
DVD-Laufwerk
Maus
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