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15 Days

Schon morgen ist es soweit und das neue Spiel von dtp und House of Tales steht in den Händlerregalen. Die Geschichte um die Kunsträuber Cathryn, Mike und Bernard erinnert auf den ersten Blick so gar nicht an die eher düsteren Vorgänger wie 'Overclocked' oder 'Moment of Silence'. Im Gegenteil: Der Trailer erinnert mehr an erfolgreiches und buntes Popcornkino a la 'Ocean’s 11'. Anhand einer noch recht frühen Version konnten wir uns schon ein Bild von dem Spiel machen.


London, im Sommer…

Wir treffen Cathryn, Mike und Bernard in ihrem Loft, den sie sich in einer alten Fabrikhalle direkt am Themse-Ufer eingerichtet haben. Die ehemaligen Kunststudenten gehen eigentlich keiner geregelten Arbeit nach, jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Die drei haben während ihres Kunststudiums festgestellt, dass mit Kunstwerken im Regelfall erst nach Ableben des Künstlers Geld verdient werden kann. Warum so lange warten, wenn es doch einen rentablen Markt für bekannte Kunstgegenstände gibt? So entschließen sich die drei, ihre Talente einzusetzen und räumen auf Bestellung die größten Museen aus. Dabei werden gestohlene Gemälde mithilfe ihres ehemaligen Professors durch Fälschungen ersetzt. Bisher gingen diese Raubzüge glatt, die Polizei tappt im Dunkeln. Unsere Räuberbande hat aber nicht nur ihr eigenes Wohl im Sinn, von dem Geld der Auftraggeber behalten sie nur soviel, wie sie für ihr – zugegebenermaßen nobles – Leben benötigen. Den weit größeren Teil spenden Sie Hilfsorganisationen in Afrika.
Unter solch illustren Freunden kann man sich zu einem Geburtstag natürlich nichts gewöhnliches Schenken. Erst recht nicht zum 30. Also überlegen sich Mike und Bernard etwas ganz besonderes zu Cathryns Ehrentag: Sie stehlen die Ziffernblätter von Londons Wahrzeichen Big Ben. Das ist den Zeitungen der britischen Hauptstadt natürlich eine große Schlagzeile wert, doch mindestens genau so groß ist das Interesse am plötzlichen und unerklärlichen Tod des britischen Außenministers. Das Interesse ist gar so groß, dass der US-Sonderermittler Jack Stern auf den Fall angesetzt wird. Schon bald findet sich eine erste Spur, die den Tod des Außenministers mit einer Kunstausstellung in Südafrika in Verbindung bringt. So kommt der Ermittler schließlich auf die Spur einer uns recht bekannten Kunsträuber-Clique…

Verantwortung übernehmen…

In den bisherigen Titeln von House of Tales ging es oft eher düster zu, speziell in 'Overclocked', in dem es pausenlos regnete. Umso verwunderlicher ist es, dass es in London mal nicht regnet. Im Gegenteil: Die Sonne scheint. Auch sonst wirkt die WG der Clique für ein House of Tales-Spiel überraschend freundlich, munter und bunt. Zumindest in den ersten Minuten des Spiels überkommt den Spieler das Gefühl einer heilen, einfachen Welt. Die drei Ex-Studenten haben keinerlei Sorgen. Ihr Geschäft ist gewinnträchtig und noch dazu helfen sie den Armen, in dem sie es den Reichen nehmen. Doch ihre heile Robin Hood-Welt bekommt bald erste Risse, als den dreien vor Augen geführt wird, dass sie durch ihr Handeln auch vielen Menschen Leid zufügen.

Mehr Film, weniger Rätsel

House of Tales setzt in '15 Days' absichtlich mehr auf die Geschichte, als auf Rätsel, denn diese werden den Spieler nicht lange aufhalten, sie dienen mehr dazu, die Geschichte voranzubringen. So bleibt Anfangs nicht viel mehr zu tun, als sich die Szenen anzuschauen, Gespräche zu führen oder einige Gegenstände zusammen zu suchen. Später, wenn die Geschichte zwischen dem Ermittler und den Kunstdieben wechselt, werden die Rätsel zwar anspruchsvoller, wirklich lange aufhalten wird man sich damit aber nicht müssen. Wie zuletzt üblich, kommt man auch bei '15 Days' nicht um Minispiele herum. So muss beispielsweise eine Funkfrequenz eingestellt werden, um das Riesenrad London-Eye zum Stehen zu bringen. Wer diese Art von Rätsel nicht mag, kann einfach einige Zeit abwarten, um dann per Panikbutton der Rätsellösung etwas näher zu kommen. Andere Rätsel werden mithilfe des spieleigenen Internets gelöst, in der man per Suchmaschine jede Menge Informationen finden kann.

HoT bleibt sich treu

'15 Days' bringt alle Stärken und Schwächen der bisherigen House of Tales-Titel mit. Wie immer stehen die Geschichte und die Charaktere im Vordergrund - letztere wurden übrigens hervorragend vertont. Stattdessen legen die Entwickler scheinbar noch immer nicht so viel Wert auf die Grafik. Zwar sehen die Hintergründe wieder sehr schick aus, wirken trotz der vielen Hintergrundanimationen aber immer noch recht steril und unbewohnt. Die Charaktere offenbaren hingegen einige größere Schwächen. Nach Angaben der Entwickler sind die Animationen aber noch nicht final. Wir hoffen, dass hier noch nachgebessert wurde.

Galerie:

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Fazit:

0 von 100Wer 'Overclocked' und 'Moment of Silence' gern gespielt hat, wird sicher auch mit '15 Days' seine Freude haben, denn House of Tales spielt seine Stärken auch hier wieder aus. Die Bremer Entwickler sind Spezialisten der guten Ideen und interessanten Settings. Ob es ihnen diesesmal gelingt, gelöst von der guten Grundidee, eine konsequent erzählte Geschichte zu präsentieren, wird die Verkaufsversion zeigen, da wir leider aufgrund technischer Probleme - die aber nicht dem Spiel anzulasten sind - unsere Version nicht bis zum Ende spielen konnten. Ebenfalls wird sich morgen zeigen, wieviel sich noch an der Grafik getan hat. Daher verzichten wir an dieser Stelle ausnahmsweise auf eine Wertung.

geschrieben am 19.11.2009, Tobias Maack

Systemanforderungen:
Windows XP / Vista
DirectX Version: 9.0c
Grafikkarte: DirectX kompatibel, 128MB, mit Pixel-Shader Support 2.0, mit Vertex-Shader Support 2.0
Arbeitsspeicher: 512 MB
Prozessor: P4 1.6 GHz, oder vergleichbar
Festplattenspeicher: 4.0 GB
Soundkarte: DirectX 9 kompatibel
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6.1 von 10 (9 Stimmen)

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Dieses Preview gehört zu 15 Days.

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