Previews: Batman - The Telltale Series:

Batman: The Telltale Series - Episode 2: Kinder von Arkham


Es ist gerade mal knapp eineinhalb Monate her, seit Telltale die erste Episode seines neuesten Spiels 'Batman' veröffentlicht hat. Jetzt legt das Studio mit Episode 2 nach. Dieses Mal erfreulicherweise ohne große technische Probleme, die ja den Startschuss zu 'Batman' begleiteten. Natürlich haben wir uns auch Episode 2, 'Kinder von Arkham', angesehen. Wie uns das zweite Kapitel gefallen hat, erfahrt Ihr wie immer in unserem Test.


-> Zum Test der ersten Episode


 

Pow! Bamm! Kawumm!

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Wir werden wieder vor Entscheidungen gestellt.

Episode 2 setzt nach einer Rückblende unmittelbar nach dem Ende der ersten Episode ein. Bruce Wayne sieht sich grausigen Gerüchten über seine Eltern ausgesetzt und versucht am Tatort des 20 Jahre zurückliegenden Verbrechens Spuren zu finden. Auch eine Unterredung mit Mafia-Boss Falcone steht auf dem Plan, er soll Licht ins Dunkel bringen. Allerdings läuft nicht alles so, wie geplant, und schon bald sieht sich Bruce neuen Feinden gegenüber. Und er lernt, dass er in Gotham niemandem vertrauen sollte, nicht mal vermeintlichen Freunden.

Die Story der zweiten Episode kommt sehr schnell auf den Punkt: Wir ermitteln in der Haut von Bruce alias Batman den Standort des Antagonisten, dürfen eine Kneipenschlägerei bestreiten, finden unerwartete Verbündete und sehen uns am Ende mit einem noch schlimmeren Feind konfrontiert als ursprünglich angenommen. Das Tempo ist dabei sehr flott, nicht zuletzt dank der Actionszenen, die im Unterschied zur ersten Episode deutlich sparsamer eingesetzt werden. Wenn eine Actionszene samt QTE ansteht, gibt’s aber ordentlich Prügel – an manchen Stellen habe ich halb erwartet, dass die aus der alten Serie bekannten „Pow!“-Sprechblasen eingeblendet wurden. Das würde natürlich nicht zum Stil des Spiels passen, die Assoziation hat sich aber dennoch aufgrund des hohen Tempos aufgedrängt.

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Ist man bei diesem netten Herrn zu langsam, droht das Game Over.

Gut herausgearbeitet wurde der innere Konflikt von Bruce Wayne: Wem kann er noch trauen? Soll er Harvey Dent weiter unterstützen? Soll er den amtierenden Bürgermeister als Bruce Wayne oder als sein Alter Ego Batman zur Rede stellen, wenn es um die Vergangenheit geht? Was ist mit Alfred? Wie soll er mit Catwoman umgehen? Und was ist das Beste für Gotham? Die Episode endet mit einem mäßigen Cliffhanger, der auch gleichzeitig den Titel der Folge erklärt. Es sieht danach aus, als würden wir es im nächsten Abschnitt mit einem durchaus ernst zu nehmenden Gegner zu tun bekommen. Ich bin gespannt.

 

Alles wie gehabt

Gotham City ist nach wie vor ein düsterer Ort, der um einige neue Schauplätze erweitert wird. Die Grafik und die stimmungsvolle Musik, die mehr denn je an die Verfilmungen von Christopher Nolan erinnert, unterstützen die deprimierende Atmosphäre. Die Sprecherinnen und Sprecher sind wie schon zuvor hervorragend und machen ihre Sache wunderbar. Dass Bruce, wenn er im Fledermauskostüm unterwegs ist, die Stimme verändert, ist ein nettes Detail, das ebenfalls an Nolan erinnert. In Sachen Grafik wurde das zuvor störende Kantenflimmern behoben, sodass das Spiel nun auch optisch einen runden Eindruck macht. Als etwas störend empfand ich lediglich den Umstand, dass die Lippensynchronität nicht immer gegeben war und dass an manchen Stellen die Untertitel fehlten oder mehr untertitelt als gesprochen wurde. Wie gehabt ist die Episode komplett auf Englisch mit deutschen Untertiteln.

 

Drück mal diese Taste da...

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Mit der Drohne können wir Verdächtige orten.

Das Gameplay hat sich im Vergleich zur ersten Episode nicht verändert. Im Gegenteil: Die Quick Time Events wurden dieses Mal auf ein notwendiges Maß reduziert, wobei eines durchaus stressig sein kann und man sehr schnell sein muss, will man nicht ein Gameover erleben. Neu ist, dass man in der Bathöhle mittels Drohnen die Stadtkarte von Gotham City nach einem Verdächtigen absuchen und dessen Handy orten kann. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten: Wir dürfen in Dialogen Entscheidungen treffen, müssen hin und wieder kämpfen und auch wieder Verknüpfungen herstellen. Abgesehen davon gibt es wenig zu tun. Selten, aber doch, dürfen wir auch Hotspots untersuchen. Diese Gelegenheiten kann man aber an zwei Händen abzählen. Das Gameplay wurde insofern gegenüber der ersten Episode noch mal reduziert, was aber angesichts der temporeichen und gut geschriebenen Geschichte nicht weiter stört.


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Fazit:

Wertung: Gut

Die zweite Episode 'Kinder von Arkham' knüpft nahtlos an die erste an und macht definitiv Lust auf mehr. Kurz, knackig und auf den Punkt, dabei auch noch sehr spannend – was will man mehr? Der Ausblick auf Episode 3 lässt jedenfalls hoffen, dass die Reihe auf demselben hohen Niveau weitergeführt wird wie bisher. Die Spielzeit ist mit etwa 1,5 Stunden überschaubar, sodass sich 'Kinder von Arkham' auch wunderbar nach Feierabend einschieben lässt. Das lästige Kantenflimmern, das in Episode 1 noch den guten Eindruck getrübt hat, wurde entfernt. Lediglich die nicht immer funktionierende Lippensynchronität und die teilweise mangelhaften Untertitel oder fehlende/abgebrochene Sprachausgabe geben Anlass zu Jammern auf durchaus hohem Niveau.

geschrieben am 23.09.16, Susanne Lang-Vorhofer

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Dieses Preview gehört zu  Batman - The Telltale Series.




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