Previews: Bear With Me:

Bear With Me – Episode 2


Für die junge Amber und ihren trinkfesten Begleiter Ted E. Bear geht das Abenteuer weiter und nach Paper City, wo der rote Mann sein Unwesen treiben soll. Das Verschwinden ihres Bruders steht mit dieser bedrohlichen Gestalt in Zusammenhang. Wer nun mehr über die Story von 'Bear With Me' erfahren möchte, sollte zunächst unseren Test der ersten Episode lesen. Wir möchten nicht zu viel verraten und konzentrieren uns diesmal vorwiegend auf die Umsetzung der Geschichte.

 

-> Zur Voschau der ersten Episode


bear with me

 

'Bear with Me' knüpft unmittelbar ans Ende der ersten Episode an. Erwarten darf man sich von Folge zwei recht humorvoll verpackte Ermittlungen in einer Noir-Fantasiewelt, mit diversen Anspielungen auf alten Filme, Serien und die Popkultur. Diese sind bunt gemischt und reichen von Noir-Streifen, 'Salt and Pepper' bis bin zu alten 'Shaft'-Filmen. Selbstironie darf nicht fehlen und das eine oder andere typisch dramaturgische Element vieler Filme wird durch den Kakao gezogen. Mal gelingt das besser, mal schlechter. Positiv ist anzumerken, dass die bisherigen Ereignisse zu Beginn rekapituliert werden.

 

Die zweite Episode des Comic-Adventures kann eher für sich stehen. Rundum zufriedenstellend ist das Ende aber nicht, da die Geschichte keinen sonderlich großen Sprung macht und vieles bloß andeutet. Es bleibt abzuwarten, welche Auflösung die dritte und letzte Episode bieten wird.


Schwerfällige Umsetzung

Bear With Me

Lange Ladezeiten und das eher langsame Tempo der Spielfiguren behindern den Humor.

Das Engagement von Exordium Games ist spürbar. Leider auch, dass wir es mit einem Indie-Adventure mit eher bescheidenem Budget zu tun haben. Während sich die Entwickler bei den Dialogen steigern können (die aber immer noch etwas ausschweifend sind) und die englischen Sprecher erfreulich viel Leben in die sympathischen Charaktere zaubern, kostet die träge Umsetzung viel Spielspaß: Bis zu 25 Sekunden kann es vereinzelt dauern, um das andere Ende eines Schauplatzes zu gelangen. Wenigstens darf man Schauplätze per Doppelklick direkt verlassen, doch selbst das kann mit längeren Ladezeiten einhergehen.

Die Story von 'Bear with Me' kommt mit vielen Einfällen. Phasenweise wird jedoch zu viel in einen Topf geworfen. Die letzte halbe Stunde wirkt auf diese Weise etwas chaotisch und kommt nicht so recht auf den Punkt. Und ja, der Grafikstil ist nach wie vor hübsch gelungen, doch selbst in diesem Bereich ist zu bemängeln, dass die meisten Orte diesmal leer erscheinen. Die wenigen Charaktere, mit denen man plaudert, lernt man auch nur oberflächlich kennen. Selbst Hotspots würde man sich als Point&Click-Fan mehr wünschen. Obendrein zeigt sich die musikalische Untermalung meist zu zurückhaltend, wenn es sie denn gibt. Deutsche Untertiteln sind verfügbar.


Einfache Rätsel

Bear With Me

Hier einer der wenigen Schauplätze, in denen mehrere Personen zu sehen sind.

Die Rätsel sind durchwegs einfach gestrickt. Ab und zu leiden sie - wie schon zuletzt - darunter, dass man Objekte im Inventar nicht näher betrachten kann, um mehr über sie zu erfahren: Wer einen Gegenstand bekommt und nicht aufgepasst hat, was dieser enthält, hat später Pech gehabt. Dadurch kann die Knobelei zum Ratespiel verkommen. Etwas störend fällt zudem auf, dass manche Rätsel lösbar sind, ohne wichtige Zwischenschritte zu berücksichtigen. Wenn Amber eine Zahl notiert, über die sie eigentlich noch gar nicht Bescheid weiß, ist das für die Immersion störend.

Aktuelle Ziele werden selten rekapituliert. Nützlich verpackte Hinweise sind eine Rarität. Nur einmal erweist sich eine Nebenfigur unerwartet als informativ bei einer Lösung, was für einen der amüsantesten Momente bislang sorgt. Es hätte ich angeboten, dass Amber und Ted häufiger über den Stand der Ermittlungen plaudern. Das passiert kaum und das Duo hat zwischendurch wenig Gesprächsstoff.

Ärgerlich ist auch die undurchdachte In-Game-Karte von Paper City, die den Zweck hat, mehrere Schauplätze erreichbar zu machen. Leider sind diese Orte nicht eindeutig hervorgehoben und man muss die gesamte Karte mühsam danach absuchen. Auch das hätte intuitiver sein können, ja müssen. Die Spielzeit ist übrigens ähnlich wie beim ersten Teil des Noir-Abenteuers. An einem Abend ist die Noir-Episode gemütlich durchspielbar.


Galerien

Fazit:

'Bear with Me' lebt großteils von den Dialogen, die mitunter gute Pointen bringen. Die Point&Click-Umsetzung tut sich derzeit jedoch schwer damit, den Humor grafisch und akustisch zu unterstützen. Auch das simple Rätseldesign ist nur Mittelmaß. Abzuwarten bleibt, ob die dritte Episode für einen zufriedenstellenden Abschluss dieses durchaus fantasievollen Comic-Abenteuers sorgen wird. Die zweite Episode wurde leider etwas zu früh aus dem Ofen geholt und ist ein Rückschritt.

geschrieben am 18.02.17, Matthias Glanznig

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