Reviews: Sherlock Holmes: The Devil's Daughter:

Sherlock Holmes - The Devil's Daughter


Sherlock Holmes ist zurück! Nach dem überzeugenden Vorgänger 'Crimes & Punishments' (immerhin unser Spiel des Jahres 2014) haben die Entwickler von Frogwares dem Detektiv und seinem Begleiter Dr. Watson eine Frischzellenkur verpasst. Beide sehen deutlich jünger aus und verhalten sich auch nicht mehr so abgeklärt wie in den Vorgängern. Ebenfalls reagiert wurde auf die von vielen Spielern geäußerte Kritik an der fehlenden deutschen Sprachausgabe, die ist nun nämlich mit an Bord. Und dann sind da noch einige Änderungen am Gamedesign, die mehr Action ins Spiel bringen sollen. Ob das der richtige Weg ist, verraten wir im Test.

 

Sherlock Holmes The Devils Daughter

 

 

Eine Tochter

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

Holmes bekommt eine neue Nachbarin

Ja, Sherlock Holmes hat eine Tochter. Die kleine Kate zieht in der Baker Street 221B ein und bringt das Leben der beiden Ermittlerfreunde gehörig durcheinander. Wer sich nun fragt, wie Sherlock Holmes, der sich bekanntermaßen nicht viel aus romantischen Beziehungen macht, an eine Tochter kommt, darf beruhigt sein. Schnell folgt eine Erklärung, die recht gut ins Bild passt. Und die kleine Kate nimmt zunächst auch keine Hauptrolle ein, für den berühmten Detektiv stehen weiterhin seine Fälle an erster Stelle. Fünf davon stehen zur Aufklärung an und führen Holmes von einer heruntergekommenen Hafenkneipe durch Elendsviertel des historischen Londons bis in einen exklusiven Privatclub - Verbrechen geschehen in jeder Gesellschaftsschicht. So unterschiedlich wie die handelnden Personen sind auch die Fälle selbst. Wir erforschen das rätselhafte Verschwinden bestimmter Personen, ermitteln den Hergang einer Massenkarambolage mit Droschken oder kümmern uns um mordende Statuen. Wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört, ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Während es im Vorgänger 'Crimes and Punishments' jedoch keine große Rahmenhandlung gab, haben die Entwickler uns nun die namensgebende Tochter des Teufels an die Hand gegeben. Ob es sich dabei um Holmes' kleine Kate handelt, die eben erst eingezogene und durchaus hübsche Nachbarin oder jemand ganz anders diesen Namen verdient, verraten wir freilich nicht.


Elementar, Watson. Watson?

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

Watson, hier einmal im Vordergrund, hält sich meist sehr zurück

Die Fälle gestalten sich spannend und sehr abwechslungsreich. Es macht Spaß, den - für uns - richtigen Täter zu überführen, denn in jedem Fall kommen mehrere Tatverdächtige zusammen. Wer letztenendes verhaftet wird oder wem wir Gnade zukommen lassen, entscheidet der Spieler selbst. Wer nun allerdings hofft, dass auch Holmes' Gefährte Watson eine größere Rolle einnimmt, dürfte enttäuscht sein. Nur selten werden wir von Holmes' Freund begleitet und nur in Ausnahmefällen dürfen wir den Arzt auch steuern. In etwa gleiche Spielanteile bekommen auch Holmes' Hund Toby und Wiggins, der Straßenjunge. Und ähnlich wie diese beiden ist auch Watson für den Rest des Spieles nicht mehr als ein bloßer Statist. Holmes selbst gibt sich in seinen neuen Fällen nicht mehr so abgeklärt, fährt schneller einmal aus der Haut und lässt sich zeitweise sogar hinters Licht führen. Das ist ungewohnt für einen ansonsten so brillianten Detektiv mit dem kühlen Kopf.


Ermittlungen im historischen London

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

Die Detektivsicht hilft, verborgene Gegenstände zu finden

Die Ermittlungen spielen sich ähnlich wie im Vorgänger. Wir sehen die Welt wahlweise über die Schulter des Detektivs oder aus der Ego-Perspektive. Wichtige Objekte und Charaktere werden uns direkt angezeigt, wenn wir in die Nähe kommen. Dennoch sind einige Objekte so gut versteckt, dass wir sie leicht übersehen können. Ob wir alles gefunden haben, verrät uns meistens unser Tagebuch, in dem wir die nächsten Ziele angezeigt bekommen. Haben wir einen Ort komplett durchsucht und alles gefunden, wird das Zwischenziel abgehakt. Bei Dialogen mit anderen Charakteren steht immer auch eine Charakterstudie an, an der die Entwickler nichts weiter geändert haben - sie funktionierte allerdings auch schon vorher gut: Mit dem Cursor scannen wir unser Gegenüber ab und finden so kleine Hinweise, die wir zum Teil auch richtig deuten müssen. Sind wir uns sicher, schließen wir die Analyse ab. Ob wir wirklich richtig lagen, verrät uns das Spiel direkt im Anschluss. Einmal getroffene Analysen lassen sich übrigens nicht mehr ändern. Abhängig davon werden weitere Gesprächspunkte freigeschaltet.

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

In Gesprächen müssen wir manchmal schnell sein, um Lügen zu entlarven

Ähnlich läuft auch die Untersuchung von Gegenständen ab. Hier und da können wir ein Objekt drehen, öffnen oder manipulieren. Gesammelte Beweise führen dann zu Schlussfolgerungen und schließlich zum Täter. Wir führen dazu wieder Synapsen zusammen und wählen aus, wer für uns der Bösewicht ist. Einige der Fälle können wir so auch abkürzen, indem wir den Erstbesten verhaften lassen - dadurch entgeht uns aber möglicherweise der richtige Täter und auf jeden Fall einige Stunden Spielspaß.

Wichtig bei der Mördersuche sind auch Holmes' Fähigkeiten: In der Detektivsicht finden wir verborgene Spuren oder versteckte Wege, im Gedankenpalast können wir fremde Orte oder vergangene Zeiten besuchen und so neue Erkenntnisse gewinnen. Fehlen darf auch nicht Holmes' Archiv oder der Labortisch - der jedoch zur Mitte des Spiels einem von Holmes' Gästen zum Opfer fällt. Wer bis zu diesem Moment keine Freude an den chemischen Experimenten hatte, dürfte dem Gast dankbar sein. Alle anderen hoffen auf eine Reparatur - die aber nicht stattfindet.


Assassins Holmes Raider

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

Schleichen wird wichtig

Als neues Spielelement setzt Frogwares auch auf Schleicheinlagen. Mal muss Wiggins unauffällig einem Verdächtigen folgen, dann muss Holmes ungesehen über einen Friedhof schleichen oder Kugeln ausweichen, die ihm um die Ohren fliegen. Immer gilt es, möglichst nicht gesehen zu werden und die Strecke zum Teil in einer bestimmten Zeit zurück zu legen. Dann wieder besuchen wir im Gedankenpalast von Holmes einen alten Tempel der Maya und fühlen uns ein wenig wie Lara Croft oder Indiana Jones. Holmes muss in diesem Tempel tödlichen Fallen ausweichen, wird beispielsweise von einem riesigen rollenden Felsen verfolgt, darf nur auf bestimmte Platten treten oder muss eine brüchige Seilbrücke überqueren. Dummerweise ändert sich beim Betreten eben dieser Brücke die Steuerung ein wenig. Das führt dazu, dass Holmes, der sich zuvor sehr präzise lenken ließ, nun schnell etwas zu weit läuft und dadurch schneller in einen Abgrund fällt als notwendig. Gerade in diesem Spielabschnitt stirbt der Detektiv am laufenden Band. Ja, tödliche Fallen gehören in Spielen zu einem Maya-Tempel dazu. Aber wenn der Detektiv diesen Tempel nur in seinem Kopf auferstehen lässt - warum teleportiert er sich dann nicht einfach direkt in den Raum, in den er am Ende gelangen will?


Quicktime und Minispiele

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

Auch das gehört zum neuen Sherlock Holmes: Wir besuchen einen Maya-Tempel mit tödlichen Fallen

Neu sind diverse Minispiele, die dem Spiel nach Entwickleraussagen mehr Dynamik verleihen sollen. Für uns Spieler heißt das: Quicktime-Events. In einer Schmiede müssen wir im richtigen Takt die linke oder rechte Maustaste drücken und halten. Beim Balancieren oder Belauschen müssen wir Tastaur und Maus in kleinen Kreisen halten. Mit etwas Übung geht das zwar recht gut von der Hand, uns werden diese Spielelemente aber deutlich zu oft eingesetzt. Im Schwereren der zwei möglichen Schwierigkeitsgrade kommt dann eine knappere Zeitbemessung hinzu. Und dann gibt es noch die Momente, in denen wir schnell ein Ziel mit der Maus treffen müssen. Während einer Kneipenschlägerei prügeln wir uns so lange durch den Mob, bis wir durch Zufall die richtige Lösung finden - ein Objekt muss bereits einige Aktionen früher vorbereitet werden, damit Holmes hier nicht erschossen wird. Hinweise gibt das Spiel darauf nicht. Wer solche Spielelemente nicht mag, kann diese auch auf Tastendruck überspringen, verzichtet dann aber möglicherweise auch auf ein paar Informationen.


Tolle Präsentation

Sherlock Holmes - The Devils Daughter

In der Baker Street ist ordentlich was los

Ob einem das neue Aussehen von Holmes und Watson gefällt oder nicht, die Spielwelt und ihre Charaktere sehen wirklich beeindruckend aus. Schon der Vorgänger wusste in diesem Bereich zu überzeugen, 'The Devils Daughter' packt noch eine Schippe drauf. Schon wenn wir zum ersten Mal die Baker Street betreten, fällt auf, wie belebt die Straße ist. Überall laufen Menschen herum und gehen ihren Geschäften nach. Auch die Umgebungsgrafik sieht sehr hübsch aus. 'The Devils Daughter' muss sich so nicht hinter anderen aktuellen 3D-Titeln verstecken. Ein paar mehr Gesten hätten unserem Detektiv allerdings schon gut getan, hier sehen wir zu häufige Wiederholungen.

Im Bereich der Sprachausgabe freuen wir uns zunächst über eine komplett deutsche Lokalisation - oder zumindest fast, denn Wortfetzen, die durch die geöffneten Fenster in die Wohnung des Dektektivs hereinwehen oder Beschimpfungen von Verfolgern sind auf Englisch geblieben. Auch sind die Charaktere nicht immer überzeugend, besonders Holmes' Tochter wirkt irgendwie unpassend in ihrem Verhalten und ihrer Sprache. Dennoch ist die Übersetzung gelungen und auch die Sprecher passen oftmals gut zu ihren Rollen, wenn auch die englische Sprachausgabe im direkten Vergleich etwas besser abschneidet. Die Musik fügt sich gut in die Stimmung ein und erinnert ein wenig an das Vorbild der beliebten BBC-Serie.


Galerien

Fazit:

Wertung: 77%

Nach dem Ende von 'Crimes and Punishments' konnten wir es kaum erwarten, einen neuen Fall mit Sherlock Holmes anzugehen. So begeistert waren wir von dem gelungenen Spiel. Lediglich etwas anspruchsvollere Rätsel hätten wir uns gewünscht. Die bekommen wir auch im Nachfolger eher selten, dafür jedoch wieder fünf spannende Kriminalgeschichten, die zum Teil mit überraschenden Wendungen punkten können. Bezahlen müssen wir das mit neuen Spielelementen, die sich deutlich bei anderen populären Titeln wie 'Assassins Creed' oder 'Tomb Raider' bedienen. Aber muss das sein? Ist das die Richtung, in die ein sehr gutes Adventure gehen sollte? Ich denke nicht. Zumal die Quicktime-Events und Actioneinlagen etwas zu viel Platz einnehmen, zu oft wiederholt werden und dadurch irgendwann einfach nur noch nerven. Man bekommt den Eindruck, dass die Entwickler hier deutlich in die falsche Richtung abgebogen sind. Statt auf den Stärken der Vorgänger aufzubauen, versucht man sich an neuen Elementen, die nicht so recht zu dem Spiel passen wollen. Unter dem Strich bleibt somit ein solides Krimi-Spiel, das uns etwa zwölf Stunden gut unterhalten kann, dabei aber auch so manches graues Haar beschert. An die Qualität der Vorgänger kommt es daher trotz sehr guter Grafik und der von Spielern gewünschten deutschen Sprachausgabe aus Adventure-Sicht nicht heran.

geschrieben am 20.06.16, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Mindestvoraussetzungen (Windows PC): Windows 7 (64 Bit) oder Windows 8.1 (64 Bit) oder Windows 10 (64 Bit) // Prozessor: INTEL Core i3 3.6GHz / AMD FX Series 4.2GHz Quad-Core // Arbeitsspeicher: 6 GB RAM // Grafik: 1024 MB 100% DirectX 11 compatible AMD Radeon HD 7790 / NVIDIA GeForce 460 GTX // DirectX: Version 11 // Speicherplatz: 20 GB verfügbarer Speicherplatz Offizielle Webseite


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Kommentare 78
Digitalis.purpurea
20.06.2016, 17:03

Ich kann mich an den Maya-Tempel gar nicht mehr erinnern Oo.

Indiana
20.06.2016, 17:29

Den musst Du auch nicht unbedingt zu sehen bekommen. Du kannst schon vorher den

Spoiler:
Clubbesitzer als Täter verhaften lassen.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!
Ob das dann aber die richtige Lösung ist und nicht vielleicht wer falsch hinter Gittern landet?

sinnFeiN
20.06.2016, 18:00

Im leichteren Modus erfährst du das, soweit ich weiß per farblicher Markierung. Im Meisterdetektiv-Modus nicht :). Jedenfalls haben meine Ermittlungen jemand anderen ergeben ;D. Wodurch man den NERVIGEN Tempel dann zu Gesicht bekommt. Der ist nämlich eine Glanzleistung des Trial & Error... Stirb so oft bis du geschnallt hast, wie es denn funktioniert :)

Semi-Spoiler:

Spoiler:
allgemein ist bei dem Spiel nicht sehr ratsam den ersten Verdächtigen zu verhaften...
gibt eigentlich immer 3, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, und es ist sehr oft eher einer der letzten Verdächtigen ;D


Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Digitalis.purpurea
20.06.2016, 18:02

Indiana hat geschrieben:
Den musst Du auch nicht unbedingt zu sehen bekommen. Du kannst schon vorher den
Spoiler:
Clubbesitzer als Täter verhaften lassen.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!
Ob das dann aber die richtige Lösung ist und nicht vielleicht wer falsch hinter Gittern landet?


Spoiler:
Ich habe den Chef der Schmiede als als Täter identifiziert. Die einzige Pyramide, in welcher ich war, war die im Büro.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!


Noch Tipp: Macht nicht den selben Fehler wie ich und spielt erst Crimes & Punishment, bevor ihr The Devil`s Daughter anfangt. Das hilft beim Verständnis der Endszene vermutlich enorm, ich habe ein paar Sätze von Holmes nicht verstanden.

Zur Endszene: MinispoilerFand es noch jemand so unlogisch, was die Nachbarin alles wusste? Wen man laufen ließ und wen nicht? Wobei ich mir kaum etwas vorwerfen lassen musste: Bei der Erschießung des Lords war konnte ich den Vater letztendlich nicht überreden und der Vater des kleinen Mädchens habe ich bewusst laufen lassen. Insofern habe ich mir nichts vorzuwerfen.

sinnFeiN
20.06.2016, 20:12

Spoiler:
Das war die Maya-Pyramide mit den zig Fallen ;). Siehe das x-te Maya-Zahlenrätsel am Ende - das ja schon langsam zum Running Gag in Spielen wird.

War dieses Mal ein gesetzestreuer Holmes und hab alle verurteilen lassen - einzig den Lord, den hab ich erschießen lassen - trotz dessen ich eigentlich ein Gegner von Gefängnissen und Todesstrafen und ein Freund der Resozialisierung bin. Zu der Zeit aber undenkbar...

wo war da am Ende eine Anspielung auf C&P?


Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Digitalis.purpurea
20.06.2016, 20:29

sinnFeiN hat geschrieben:
Spoiler:
Das war die Maya-Pyramide mit den zig Fallen ;). Siehe das x-te Maya-Zahlenrätsel am Ende - das ja schon langsam zum Running Gag in Spielen wird.

War dieses Mal ein gesetzestreuer Holmes und hab alle verurteilen lassen - einzig den Lord, den hab ich erschießen lassen - trotz dessen ich eigentlich ein Gegner von Gefängnissen und Todesstrafen und ein Freund der Resozialisierung bin. Zu der Zeit aber undenkbar...

wo war da am Ende eine Anspielung auf C&P?


Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!


Spoiler:
Ja, stimmt schon, dass meine Entscheidungen nicht in die Zeit passten. Beim Lord habe ich versucht, ihn vorm Erschießen zu retten, bin aber gescheitert. Und den Vater des kleinen Mädchens musste ich einfach laufen lassen. Alleine, weil Holmes ja nun selbst eine Tochter hat und deswegen so eine harte Entscheidung nicht hätte fällen können. Jedenfalls nicht mein Holmes.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Albaster
20.06.2016, 20:39

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Noch Tipp: Macht nicht den selben Fehler wie ich und spielt erst Crimes & Punishment, bevor ihr The Devil`s Daughter anfangt. Das hilft beim Verständnis der Endszene vermutlich enorm, ich habe ein paar Sätze von Holmes nicht verstanden.

Ich habe vor, Crimes & Punishment zum Summer Sale zu holen und danach Devils Daughter. Digitalis, ich habe dein Review auf dem Blog gelesen, im Video wird die Stimmung des Spiels und das viktorianische London gut eingefangen. Wie bist du denn allgemein mit der Steuerung (First Person) denn noch zurechtgekommen, da hattest du ja erst bedenken?

Mikej
20.06.2016, 20:56

Crimes & Punishments (und The Devil's Daughter) muss man nicht First Person spielen. Das ist nur optional.

Digitalis.purpurea
20.06.2016, 21:05

Albaster hat geschrieben:
Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Noch Tipp: Macht nicht den selben Fehler wie ich und spielt erst Crimes & Punishment, bevor ihr The Devil`s Daughter anfangt. Das hilft beim Verständnis der Endszene vermutlich enorm, ich habe ein paar Sätze von Holmes nicht verstanden.

Ich habe vor, Crimes & Punishment zum Summer Sale zu holen und danach Devils Daughter. Digitalis, ich habe dein Review auf dem Blog gelesen, im Video wird die Stimmung des Spiels und das viktorianische London gut eingefangen. Wie bist du denn allgemein mit der Steuerung (First Person) denn noch zurechtgekommen, da hattest du ja erst bedenken?


Im Allgemeinen bin ich mit der Steuerung sehr gut klar gekommen. Kein Rumeiere, kein gar Nichts. Einfach W drücken und mit der Maus führen reicht aus, um geradeaus zu laufen. Das erste Kapitel führt sehr gut in die Action-Szenen und deren Steuerung ein. Was ich nicht verstanden habe war, wie man Gespräche belauscht, dies habe ich übersprungen und auch das Balancieren musste ich wegen Unfähigkeit überspringen. Den Gesprächen kann man so zuhören, beim Balancieren steht man eben am anderen Ende, man verpasst also nichts.

Ich würde schätzen, dass die Szenen 1/4 oder sogar deutlich weniger des gesamten Spiels ausmachen, es wird insgesamt also nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Eine sieht man im Teaser-Video, wenn Wiggins sich immer wieder verstecken muss. Die zweite ist im Prinzip genau dasselbe, nur dass man Sherlock steuert, auch im ersten Fall. Im der dritten großen Szene wird man beschossen und muss schnell genug vorgegebene Tasten drücken. Das war nervig. Wenn ich die Kneipenschlägerei mitzähle, sind es vier große Actionszenen + eine, welche ich ganz offensichtlich vergessen habe (und die auch nicht jeder, je nach Entscheidung) bekommt.. Es gibt auch Fälle ganz ohne Action. Insgesamt haben mich die Szenen fluchen lassen wie einen Bierkutscher, andererseits gibt ihre Existenz durchaus Sinn und hat mich in Spielgeschehen mehr reingezogen. Es wird davor auch immer automatisch gespeichert, sodass man direkt wieder starten kann.

Der Adventureanteil überwiegt auf jeden Fall deutlich, ist fordernd und macht richtig Spaß. Ich habe übrings 3rd - Person gespielt, alleine, um Holmes anschmachten zu können.

Digitalis.purpurea
20.06.2016, 21:14

sinnFeiN hat geschrieben:
Spoiler:
wo war da am Ende eine Anspielung auf C&P?

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

MinispoilerHolmes sagte, es wäre ein Kampf zwischen ihm und Moriaty auf Leben und Tod gewesen. Ich habe interpretiert, dass er Moriaty am Ende von C&P tötet.

Albaster
20.06.2016, 21:31

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Im Allgemeinen bin ich mit der Steuerung sehr gut klar gekommen. Kein Rumeiere, kein gar Nichts. Einfach W drücken und mit der Maus führen reicht aus, um geradeaus zu laufen.
...
Der Adventureanteil überwiegt auf jeden Fall deutlich, ist fordernd und macht richtig Spaß. Ich habe übrings 3rd - Person gespielt, alleine, um Holmes anschmachten zu können.

Typische, bewährte MMO-Steuerung also. ist die Handhabung/ Steuerung beider Spiele - Crimes & Punishments und Devils Daughter - identisch?

Unabhängig davon könnte ich mir gut vorstellen, dass es sich in diesen Adventures lohnen würde, neue Fälle per DLC anzubieten.

Digitalis.purpurea
20.06.2016, 21:34

Albaster hat geschrieben:
Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Im Allgemeinen bin ich mit der Steuerung sehr gut klar gekommen. Kein Rumeiere, kein gar Nichts. Einfach W drücken und mit der Maus führen reicht aus, um geradeaus zu laufen.
...
Der Adventureanteil überwiegt auf jeden Fall deutlich, ist fordernd und macht richtig Spaß. Ich habe übrings 3rd - Person gespielt, alleine, um Holmes anschmachten zu können.

Typische, bewährte MMO-Steuerung also. ist die Handhabung/ Steuerung beider Spiele - Crimes & Punishments und Devils Daughter - identisch?

Unabhängig davon könnte ich mir gut vorstellen, dass es sich in diesen Adventures lohnen würde, neue Fälle per DLC anzubieten.


C & P kommt bei mir erst dran, wenn ich den Vorgänger gespielt habe. Neue Fälle per DLC wären für die Spieler wohl eine interessante Möglichkeit, vor allem, da ich auf die Fortsetzung der Rahmenhandlung gespannt bin, wenn es eine geben sollte. Ich bezweifle aber, dass sich ein DLC für Frogwares lohnt :hmm: .

Insofern heißt es jetzt 2-3 Jahre warten. X(

Edit:
Der Reveal-Trailer bei Frogwares (http://frogwares.com/) hat ja so gar nichts mit dem Spiel zu tun. Also wirklich keine einzige Szene. Oder habe ich wegen falscher Entscheidungen etwas verpasst?

Albaster
20.06.2016, 23:02

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
C & P kommt bei mir erst dran, wenn ich den Vorgänger gespielt habe.

Das wäre dann "Das Testament des Sherlock Holmes"? Klingt nach einem guten Plan... :wink:

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Neue Fälle per DLC wären für die Spieler wohl eine interessante Möglichkeit, vor allem, da ich auf die Fortsetzung der Rahmenhandlung gespannt bin, wenn es eine geben sollte. Ich bezweifle aber, dass sich ein DLC für Frogwares lohnt

Mhh, sie werden ihre Marktforschung und Analysen machen - es lohnt sich wohl eher nicht, sonst würde es folgerichtig DLCs geben. Sind sie zu teuer, würden die Kunden negativ reagieren, sind sie zu billig würde es die Entwicklungskosten (bei diesem Nischengenre) nicht wieder einspielen. Wobei ich mich eh über den relativ hohen (Normal)Preis von >40 Euro wundere. Nicht das Devils Daughter es nicht wert wäre, aber für das Genre? Ich hoffe es lohnt sich für Frogware.

Edit: Wie spielt sich denn eigentlich LA Noire im Vergleich zu den beiden letzten Sherlocks? Habe ich nämlich noch hier daheim ungespielt liegen.

Digitalis.purpurea
20.06.2016, 23:19

Albaster hat geschrieben:

Edit: Wie spielt sich denn eigentlich LA Noire im Vergleich zu den beiden letzten Sherlocks? Habe ich nämlich noch hier daheim ungespielt liegen.


Ich werde es mal anspielen und dann berichten.

sinnFeiN
21.06.2016, 02:30

zum Ende im Vergleich zu C&P:

Spoiler:
Kann mich jetzt nur mehr grau erinnern, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass das in C&P vorkommt. Deswegen auch mein Tipp, dass Sherlockians durchaus wissen, wer der Vater der Tochter ist.

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zum Reveal-Trailer:
Spoiler:
Ist der traumartigen Sequenz am Ende nachempfunden, wo er instant in die Gruft geht usw.

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zu LA Noire:
Action-Elemente sind deutlich ausgereifter, aber ebenso nur optional und Nebensache. Vor allem das Verhör und die Ermittlung ist imho aber eher Vorbild als Nachahmung, d.h. die sind sogar ein Stück besser. Vor allem die Verhöre wissen zu überzeugen und hier kann man sich wirklich falsch entscheiden und trägt auch die entsprechenden Konsequenzen.
Ein Meisterwerk eines narrativen Spiels, wo das Gameplay nur an zweitem Rang steht. Durch die immensen Kosten aber dem Untergang geweiht - leider... Team Bondi hätt ich gern nochmal gesehen!

bezüglich QT-Elemente
Genau das stört mich daran... sie machen "nur" 20-25% aus und sind vollkommen umsonst. Sie fördern weder die Immersion (Balancieren mit den zwei Daumensticks ist noch weniger immersiv wie mit dem Sixaxis-Controller zu bowlen oder Drachen zu fliegen), noch lässt es einen stärker in die Spielwelt tauchen. Nope... Nette Idee, andere Spiele machens um Welten besser. Nachsitzen und nochmal ordentlich machen oder gar ein Open World Holmes draus machen. Aber Halbe-Halbe ist dann doch ein bisschen zu wenig. Da merkt man leider die fehlende Zeit und die fehlende Erfahrung bzw. die Leute. Die Action-Sequenzen in gut und nicht ganz so repetitiv und juhee... das passt...
Dann ists sicherlich kein klassisches Adventure mehr, aber das war Holmes jetzt schon eine Weile nicht mehr :)

Indiana
21.06.2016, 07:27

Sehe ich genauso wie Du. Die Action-Einlagen waren zu großen Teilen irgendwie aufgesetzt. Holmes muss nicht zwingend balancieren, um das Beispiel mal zu bringen. Auch die Schleichpassagen kann man einbauen. Aber beim Friedhof wurde es mir dann auch zu viel. Oder das Minispiel in der Schmiede, was dann später beim Unfall wiederholt wird. Auch da hätte ich lieber eine andere Lösung gehabt.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 10:51

Für mich waren die Actionszenen einfach mal etwas komplett anderes und deswegen ganz erfrischend. Ich spiele ja sonst überhaupt nichts in der Richtung.

Mein Glaubwürdigkeitsproblem bestand nur fortwährend darin, ob ein Vater sich solchen Gefahren aussetzen würde.

sinnFeiN
21.06.2016, 11:05

zum Thema Vater und Gefahren:

Spoiler:
Er ist ja kein Vater :).

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Es ist auch Holmes, der lebt für Fälle. Holmes wurde aber eh hier bewusst menschlich dargestellt, was das Ganze allgemein in Frage stellt. Er macht Fehler, er fällt in Rage... Nicht meine Vorstellung eines Holmes :)

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 11:10

sinnFeiN hat geschrieben:
zum Thema Vater und Gefahren:
Spoiler:
Er ist ja kein Vater :).

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Es ist auch Holmes, der lebt für Fälle. Holmes wurde aber eh hier bewusst menschlich dargestellt, was das Ganze allgemein in Frage stellt. Er macht Fehler, er fällt in Rage... Nicht meine Vorstellung eines Holmes :)

Spoiler:
Er hat aber immerhin die Verantwortung für das Kind übernommen. Und da es sonst keinen hat, ist er auf gewisse Weise ihr Vater. Er wälzt nicht umsonst bei den Kutschfahrten Elternratgeber und man merkt ja auch sonst, dass sie im nicht egal ist. Nur ist er eben sehr unbeholfen.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!


Edit: Ich finde es ganz gut, dass er menschlicher geworden ist. Wegen diesem roboterhaften Verhalten habe ich an den Erzählungen nie gemocht und auch die vorigen Spiele sind dadurch nicht so prickeld im Vergleich.

Mikej
21.06.2016, 11:36

Die Figur Sherlock Holmes lebt aber ganz einfach nicht davon sympathisch und emotional zu sein. Wenn man diese Grundlage zu sehr umkrempelt, kann man auch gleich ne eigene IP mit eigenen Charakteren machen - was für Devil's Daughter viellleicht allgemein klüger gewesen wäre, denn dann würde man sich nicht fragen, warum man mit dem Jungen den Kamin und Schuhe reinigen soll, wenn man doch eigentlich nur Holmes und Watson spielen möchte.

sinnFeiN
21.06.2016, 11:37

Roboter muss er aber auch gar nicht sein - das sieht man durchaus in den Büchern, aber auch in den Filmen mit Tony Stark - äh, ich meinte Robert Downey Jr. - und in der Serie mit Benedict Cumberbatch. Er ist einfach anders :)

ansonsten: GENAU das was mikej sagt. Sherlock ist Sherlock, kein Tim & Struppi mit Sidekicks. Sherlock sollte eigentlich der geniale Detektiv sein und Watson der Mann fürs Grobe und natürlich der Gehilfe. Das ist hier irgendwie nicht mehr ganz so im Vordergrund

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 12:48

sinnFeiN hat geschrieben:

ansonsten: GENAU das was mikej sagt. Sherlock ist Sherlock, kein Tim & Struppi mit Sidekicks. Sherlock sollte eigentlich der geniale Detektiv sein und Watson der Mann fürs Grobe und natürlich der Gehilfe. Das ist hier irgendwie nicht mehr ganz so im Vordergrund


Ein Arzt als der Mann fürs Grobe...naja. Und gerade in den vorigen Spielen und auch in den Rathbone-Filme kann ich Watson so gar nicht leiden, wie er sich von Holmes ausnutzen lässt. Gerade in *Das Testament des Sherlock Holmes* würde ich ihm am liebsten regelmäßig eins reinhauen. Oder, wenn ich er wäre, würde ich Holmes eins reinhauen und ihn für den Rest meines Lebens nicht mehr kennen. Er könnte ein Buch schreiben mit dem Titel *Mein Leben als Fußabtreter*.

Von allen Holmes-Spielen hat mir das jetzige am besten gefallen, vielleicht mit der Ausnahme von *Sherlock Holmes vs. Jack the Ripper*, weil das Thema sehr exakt und spannend aufbereitet worden ist.

Zu den Büchern: Ich kann mich an keine Erzählung erinnern, bei der es Spaß gemacht hat, sie zu lesen und die Bücher waren eine Qual. Holmes wirkt da auf mich, wie ein Computer, dem man die Probleme beschreibt und der dann die Lösung ausspuckt.

Mikej hat geschrieben:
denn dann würde man sich nicht fragen, warum man mit dem Jungen den Kamin und Schuhe reinigen soll, wenn man doch eigentlich nur Holmes und Watson spielen möchte.


Die Fragen werden beide aus dem Spiel heraus beantwortet, wobei ich den Kamin auch zu übertrieben fand.

Mikej
21.06.2016, 13:06

Das waren eigentlich nur rhetorische Fragen. Ich weiß schon, dass das Spiel einen Grund vorschiebt. Im Endeffekt geht es aber vorwiegend drum, diverse Spielmechaniken unterzubringen, um es modern wirken zu lassen. Und wie gesagt, bei einem Holmes-Spiel halte ich persönlich wenig von diesem interaktiven Rollenwechsel.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 13:11

Mikej hat geschrieben:
Das waren eigentlich nur rhetorische Fragen. Ich weiß schon, dass das Spiel einen Grund vorschiebt. Im Endeffekt geht es aber vorwiegend drum, diverse Spielmechaniken unterzubringen, um es modern wirken zu lassen. Und wie gesagt, bei einem Holmes-Spiel halte ich persönlich wenig von diesem interaktiven Rollenwechsel.


Mir hat es gut gefallen. Auch, weil ich sonst sowas nicht spiele, war es einfach mal frischer Wind für mich und fürs Genre überhaupt.

Die Rollenwechsel hat man auch schon in anderen Holmesspielen, so spielt man mal Toby und mal Watson.

Mikej
21.06.2016, 13:33

Wie zuvor geschrieben: Watson spielen zu können passt ja auch sehr sehr gut zu Sherlock Holmes. Es wird von Spielern ja sogar oft gewünscht, dass das öfter passiert.

Das mit Toby fand ich generell aber auch immer unnötig.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 13:34

Ich erkenne in dieser Diskussion (und auch in anderen Rezis) auch den Grund für den Niedergang des Adventure-Genres: Viele Spieler sind so konservativ, wie ein fundermentaler Christ im Bible-Belt. Kaum wird etwas Neues versucht, wird geplärrt, dass das nun nicht genrekonform ist. Stattdessen wird das xte Pixeladventure, welches an Annodazumal erinnert, in den Himmel gehoben, weil es so schon retro ist und an selige Jugendzeiten erinnert.

Stillstand ist der Tod, auch bei Computerspielen.


Edit

Und wenn ich mir *Das Testament des Sherlock Homles* ansehen, dann möchte ich sowas Altbackenes nicht mehr spielen. Aus verschiedenen Gründen.

Mikej hat geschrieben:


Das mit Toby fand ich generell aber auch immer unnötig.


Toby gehört aber auch durch die Erzählungen zu Sherlock Holmes. *Das Zeichen der Vier* wenn ich mich recht erinnere.

Mikej
21.06.2016, 13:43

Was den Stillstandvorwurf angeht: Das mag auf manche Spieler zutreffen, aber hat rein gar nichts mit der Diskussion hier zu tun.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 13:46

Mikej hat geschrieben:
Was den Stillstandvorwurf angeht: Das mag auf manche Spieler zutreffen, aber hat rein gar nichts mit der Diskussion hier zu tun.


Doch, hat es. Lies dir die Diskussion noch mal durch.

Edit

Wer wissen will, warum sich das Adventuregenre seit Jahren im Niedergang befindet, braucht nur diesen Thread lesen. Dann kennt er die Antwort.

Mikej
21.06.2016, 13:55

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Mikej hat geschrieben:
Was den Stillstandvorwurf angeht: Das mag auf manche Spieler zutreffen, aber hat rein gar nichts mit der Diskussion hier zu tun.


Doch, hat es. Lies dir die Diskussion noch mal durch.


Überhaupt nicht. Uns geht es primär darum, dass einige Action-Elemente aufgesetzt wirken, nicht immer überzeugend umgesetzt wurden. Und über den veränderten Holmes kann man ganz einfach streiten.

Wären wir konservativ, hätten wir nicht Spiele wie Until Dawn oder Beyond hier im Programm und dann wäre Crimes & Punishments nicht unser Spiel des Jahres gewesen ;)

Indiana
21.06.2016, 13:56

Ich gebe zu, dass mir persönlich klassische Adventures gut gefallen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht auch gern mal neue Elemente in einem Spiel möchte. In diesem speziellen Fall fand ich die neuen Elemente aber einfach nicht gut eingebaut. Im Besonderen das Balancieren, Belauschen und Schleichen. Sicher gehört schleichen zu einem Detektiv dazu, auch zu Sherlock Holmes. Aber die Umsetzung (auf dem Friedhof) war wirklich nichts für mich. Mit dem Belauschen und Balancieren bin ich zwar gut klargekommen. Wirklich Spaß gemacht haben die Abschnitte jedoch nicht. Und ich spiele auch sonst gern mal was anderes.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 13:59

Mikej hat geschrieben:
Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Mikej hat geschrieben:
Was den Stillstandvorwurf angeht: Das mag auf manche Spieler zutreffen, aber hat rein gar nichts mit der Diskussion hier zu tun.


Doch, hat es. Lies dir die Diskussion noch mal durch.


Überhaupt nicht. Uns geht es primär darum, dass einige Action-Elemente aufgesetzt wirken, nicht immer überzeugend umgesetzt wurden. Und über den veränderten Holmes kann man ganz einfach streiten.



Was ist denn daran aufgesetzt, wenn ein Straßenjungen zur Tarnung Schuhe putzt? Was ja hier bemängelt worden ist.

Das einzige, was wirklich aufgesetzt war, war der Kamin. Ansonsten war alles gut in die Geschichten eingearbeitet und die Möglichkeit, in Gespräche einzuhaken, fand ich auch recht gut für einen Detektiv.

Was nicht bedeuten soll, dass mir das Balancieren Spaß gemacht hätte und die Pyramide habe ich ja gleich übersprungen. Das ändert aber nichts daran, dass es für mich zum Spiel passte.

Edit

Mikej hat geschrieben:

Wären wir konservativ, hätten wir nicht Spiele wie Until Dawn oder Beyond hier im Programm und dann wäre Crimes & Punishments nicht unser Spiel des Jahres gewesen ;)


Ich meine aber die Weiterentwicklung und Rezeption der Adventures und nicht der Storyteller an sich.

advfreak
21.06.2016, 14:02

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Ich erkenne in dieser Diskussion (und auch in anderen Rezis) auch den Grund für den Niedergang des Adventure-Genres: Viele Spieler sind so konservativ, wie ein fundermentaler Christ im Bible-Belt. Kaum wird etwas Neues versucht, wird geplärrt, dass das nun nicht genrekonform ist. Stattdessen wird das xte Pixeladventure, welches an Annodazumal erinnert, in den Himmel gehoben, weil es so schon retro ist und an selige Jugendzeiten erinnert.

Stillstand ist der Tod, auch bei Computerspielen.


Das predige ich doch auch schon seit Jahren und empfinde das ähnlich wie du. Diesen Retro-Pixellook kann man machen und meinetwegen dann für 4,90 in den Android-Shop stellen.

Wenn dann aber so Games wie ein Moebius oder Lost Horizon 2 daher kommen und am Ende noch geheult wird das es sich nicht mehr verkauft - ja dann hab ich echt das Gefühl die Entwickler haben sich ihre eigene Welt aufgebaut und Leben noch mitten in den 90igern mit ihrem Pentium60 in der Ecke.

Seit Jahren!!!! wird nicht in die Technik investiert sondern lieber nochmal ein Aufguss in der bewährten Form geliefert. Das ein damaliges geniales Geheimakte im dritten Teil nur mehr eine leere Hülle seiner selbst ist braucht wirklich nicht zu verwundern. Wobei man sagen muss das es auch zurecht sehr in der Presse abgestraft wurde.

Standard im 2D Look sollte wenigstens das Baphoment 5 sein, das an sich technisch wirklich gut gelungen ist, nur leider an der lahmen Story und spielerischer Trägheit krankt. Zu keiner Zeit kommt irgendwo Spannung auf.

Ich zocke gerade auf der PS4 Until Dawn, da fällt einem grafisch die Kinnlade runter und man hat genau das Adventure-Feeling als würde man mitten drin stecken.

Auch - weil ich es aktuell grad spiele - TWD Michonne unterhält einen 2 Stunden lang pro Episode spannend und fängt den Spieler gut in die Welt ein obwohl keine klassischen Rätsel mehr vorhanden sind.

Jetzt fragt man sich auch WARUM keine Rätsel mehr drinnen sind:

Hat heutzutage denn überhaupt irgendwer noch Lust dämliche und aufgesetzte Rätsel zu lösen die nur den Sinn haben die Handlung künstlich zu strecken und aufzuhalten.
Was habe ich mich gerade bei LH2 und Baphomet geärgert über die ganzen unlogischen und vor allem unnötigen Gegenstände und die Kombination derer...

Es fängt doch schon damit an das erstens keine vernünftige Storys mehr einfallen und dazu noch nervige Rätsel hinein gestampft werden in einer Engine die vor 10 Jahren vielleicht up-to-date war.

Die Genialität der damaligen Lucas Arts Adventures findet man kaum mehr, wurden im Ansatz diese noch von Adventures wie Runaway oder Deponia erreicht, so muss man heute froh sein wenn ein Game noch gerade so Monkey Island 3 Niveau erreicht.

Auch finde ich den neuen Sherlock nochmal eine Spur besser, die Atmosphäre, die Storys - hier stimmt eben alles. Oder auch bei Telltales "Tales from the Borderlands" das ist ein Geniestreich - ein Meisterwerk.

Und während die Nostalgiker wahrscheinlich gerade eine Kathy Rain 2 in den Himmel heben werden, da werde ich auf der PS4 Detroit zocken und über die Leute einfach nur mehr mitleidig lachen die herum motzen werden weil das ja kein Adventure mehr ist. :rofl:

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 14:10

Ich habe dazu eine neue Grundsatzdiskussion aufgemacht, weil es von Homles zu sehr weggeht: viewtopic.php?f=10&t=20519&p=140430#p140430

Mikej
21.06.2016, 14:33

Dass SH dir gefällt, dagegen sagt ja niemand was.

Dass ein Straßenjunge das zur Tarnung macht ist nicht mein Problem, sondern dass man den Straßenjungen spielen muss, was allzu offensichtlich nur als Ventil für ein Mischmasch an Spielmechaniken dient, die ich persönlich nicht besonders spannend umgesetzt finde. Kann sicherlich für einige Spieler lustig sein, mich haut es eben nicht vom Hocker. Dafür habe ich vielleicht schon zuviele Spiele gespielt.

Das neue Sherlock Holmes ist sicherlich trotzdem ein sehr nettes Spiel (und besser als Kathy Rain), auch wenn es mich bislang nicht begeistern kann. Sonst hätte es keine Wertung bekommen, die deutlich über dem Metacritic-Schnitt liegt. Ich denke auch, dass es für die Weiterentwicklung des Studios dirchaus produktiv sein kann, hier experimentiert und teilweise wahrscheinlich auch Lehrgeld gezahlt zu haben.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 14:40

Mikej hat geschrieben:

Dass ein Straßenjunge das zur Tarnung macht ist nicht mein Problem, sondern dass man den Straßenjungen spielen muss, was allzu offensichtlich nur als Ventil für ein Mischmasch an Spielmechaniken dient, die ich persönlich nicht besonders spannend umgesetzt finde. Kann sicherlich für einige Spieler lustig sein, mich haut es eben nicht vom Hocker. Dafür habe ich vielleicht schon zuviele Spiele gespielt.



Man bewegt sich mit dem Jungen aber innerhalb des klassischen Holmes-Universums. Holmes nutzt immer wieder die Dienste der Straßenjungen mit Wiggins als Anführer. Diesmal erlebt man eben, wie einer von ihnen die Aufgaben erledigt.

Und wie gesagt: Auch Toby ist Teil der Sherlock Holmes - Welt. Daher ist es auch legitim, ihn zeitweise zu spielen.

Quote:
Toby spielt eine entscheidende Rolle in dem Fall Das Zeichen der Vier.

Toby ist ein häßliches, langhaariges, weiß und braun geflecktes Geschöpf, halb Spaniel und halb Lurcher, mit Hängeohren und einem sehr schwerfälligen, watschelnden Gang.

Der Hund gehört dem Tierpräparator Mr. Sherman und wird des Öfteren von Sherlock Holmes geliehen, um wichtige Spuren zu verfolgen. So auch, um den Tatort Pondicherry Lodge zu untersuchen.

http://de.sherlockholmes.wikia.com/wiki/Toby

Mikej
21.06.2016, 14:51

Der Junge kann von mir aus gern eine entscheidende Rolle spielen, aber deshalb muss ich mich nicht in seine Rolle hineinversetzen wollen. Wenn mir die spielerischen Elemente Freude machen, sag ich nix dagegen und lass es über mich ergehen (bei Toby habe ich damals auch nie aufgejault, auch wenn ich das nicht gebraucht habe). Aber das bin eben ich und deine Meinung ist deine.

sinnFeiN
21.06.2016, 15:12

Dass es möglich ist, heißt noch lange nicht, dass es die brilliante Idee ist :). R2-D2: The Game ist sicherlich auch ein eher schräger Einfall. Ebenso wäre Alfred: Batman's Secret Help dann absolut legitim.
Es würde auch reichen, wenn man Tobi auf die Fährte ansetzt und ihm dann folgt. Ebenso ists in Ordnung Wiggins auch hinterherzuschicken. Es wäre auch absolut gut gewesen, wenn die Stealth-Szenen sich an andere Genres orientiert hätte und nicht ein stupides "Hinter-Hausmauern-Versteck" wäre :)

wo Tobias im Test richtig schreib - man hat zwanghaft versucht Tomb Raider und Assassin's Creed reinzubringen. Mag eine gute Idee sein... dann aber auch richtig und nicht halbgar nach dem Motto: "Lieber keine alten Fans vergraulen und es trotzdem klassisch belassen"

Indiana
21.06.2016, 15:13

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Was nicht bedeuten soll, dass mir das Balancieren Spaß gemacht hätte und die Pyramide habe ich ja gleich übersprungen. Das ändert aber nichts daran, dass es für mich zum Spiel passte.
Ganz genau das trifft es. Es geht mir nicht daraum, dass es neue Spielmechaniken sind. Ob die nun zu Sherlock passen oder eher nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber wenn man solche Elemente einbaut, dann sollten sie auch Spaß machen. Beim ersten oder zweiten Mal WASD war das auch noch in Ordnung. Aber es wurde dann zu oft eingesetzt. Zwischenzeitlich hat es mich nur noch genervt. Und das schlägt sich eben auch in der Wertung nieder. Solche Sachen wie das "Q" bei den Verhören gab es ja auch schon beim Vorgänger. Das ist passend eingesetzt, weil es bei einem Detektiv ja auch ums schnelle Denken geht. Obwohl es Quicktime ist und vermutlich sogar noch öfter vorkommt als die WASD-Spiele, störte mich das nicht ein einziges Mal. Es gibt den Dialogen, die ansonsten auch alleine ablaufen könnten, ein neues Element. Wie schon gesagt, gibt es das auch schon beim Vorgänger - der war unser Spiel des Jahres damals.

Damit, dass man Toby oder Wiggins steuern darf, habe ich auch kein Problem, das sehe ich wie Digitalis. Für mich passt es dazu, weil es auch nur kurze Abschnitte sind. Spaß hat mir der Kamin insbesondere auch nicht gebracht. Der Rest ging noch.

Das Schuheputzen erinnert mich im Nachhiein ein wenig an die direkte Steuerung von Lost Horizon 2. Die wurde eingebaut, weil man den Spieler direkter ins Geschehen bringen wollte, hatte aber keinen spielerischen Mehrwert.

sinnFeiN
21.06.2016, 15:15

Indiana hat geschrieben:
Das Schuheputzen erinnert mich im Nachhiein ein wenig an die direkte Steuerung von Lost Horizon 2. Die wurde eingebaut, weil man den Spieler direkter ins Geschehen bringen wollte, hatte aber keinen spielerischen Mehrwert.

Absolut! Ein zwanghafter Versuch "hip" zu wirken. Das Game ist nunmal kein iOS-Game, wo ich alles mit Wischen erledige... Das Problem, das auch einige Games beim Motion-Controller-Wahn hatten. Nette Mechanik, lass es uns zwanghaft überall reinbringen. Wo hats Spaß gemacht? Bei manchen Wii-Spielen, sonst eher weniger :/

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 15:18

sinnFeiN hat geschrieben:
Indiana hat geschrieben:
Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Das Schuheputzen erinnert mich im Nachhiein ein wenig an die direkte Steuerung von Lost Horizon 2. Die wurde eingebaut, weil man den Spieler direkter ins Geschehen bringen wollte, hatte aber keinen spielerischen Mehrwert.

Absolut! Ein zwanghafter Versuch "hip" zu wirken. Das Game ist nunmal kein iOS-Game, wo ich alles mit Wischen erledige... Das Problem, das auch einige Games beim Motion-Controller-Wahn hatten. Nette Mechanik, lass es uns zwanghaft überall reinbringen. Wo hats Spaß gemacht? Bei manchen Wii-Spielen, sonst eher weniger :/


Ich hatte da persönlich gar kein Problem mit. Für mich hat es sich logisch in die Geschichte eingefügt, ich fand die Tarnung von dem Kleinen sogar sehr schlau.

Indiana
21.06.2016, 15:44

Es geht nicht darum, dass er sich als Schuhputzer verkleidet hat. Das passte wirklich gut. Es geht mir darum, dass man das Minispiel hätte anders gestalten können.

sinnFeiN
21.06.2016, 16:37

exakt! Das Minispiel war einfach wirklich nur unnötig. Habs deswegen auch vergeigt, weil ich durchs Kopfschütteln ein bisschen viel Zeit verloren hab :D. Hatte aber eh keine Konsequenzen.
hab mich übrigens bei den Quotes vertan - jetzt passen sie :D

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 16:55

sinnFeiN hat geschrieben:
exakt! Das Minispiel war einfach wirklich nur unnötig. Habs deswegen auch vergeigt, weil ich durchs Kopfschütteln ein bisschen viel Zeit verloren hab :D. Hatte aber eh keine Konsequenzen.
hab mich übrigens bei den Quotes vertan - jetzt passen sie :D


Es war insofern nicht unnötig, als dass der erste Teil des ersten Falls ins Gameplay einführen sollte.

Außerdem: Beim Schuheputzen nimmt man nun einmal einen Schwamm in die Hand und wischt. Das macht man ja später,Minispoileran dem Schild des Wagens noch einmal (Chain Reaction).

sinnFeiN
21.06.2016, 19:32

naja... wenn man für Wischen eine Einführung braucht... ich weiß nicht
Da wars btw. ein Lappen mit Farblöser, wenn ichs richtig in Erinnerung hab.

Digitalis.purpurea
21.06.2016, 19:45

sinnFeiN hat geschrieben:
naja... wenn man für Wischen eine Einführung braucht... ich weiß nicht
Da wars btw. ein Lappen mit Farblöser, wenn ichs richtig in Erinnerung hab.


Ich musste mir das erst einmal ansehen, was das Spiel von mir wollte und wie ich das machen muss. Wenn man ausschließlich Click & Point spielt, so wie ich, ist das gar nicht so schlecht.

sinnFeiN
22.06.2016, 02:11

Problem: wenns eine Einführung sein soll, ists aber ein kläglicher Fail... DAF ist das einzige Rätsel im Gange, das ich nicht geschafft habe :rofl2: auch nach mehreren Versuchen

Digitalis.purpurea
02.07.2016, 10:19

sinnFeiN hat geschrieben:
zum Thema Vater und Gefahren:
Spoiler:
Er ist ja kein Vater :).

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Es ist auch Holmes, der lebt für Fälle. Holmes wurde aber eh hier bewusst menschlich dargestellt, was das Ganze allgemein in Frage stellt. Er macht Fehler, er fällt in Rage... Nicht meine Vorstellung eines Holmes :)


sinnFeiN hat geschrieben:
Wäre das Game nur 'The Devil's Daughter', ganz ohne Holmes, wär es wahrscheinlich etwas besser angekommen. So ists ein Holmes-Titel, wo selbst der Hauptcharakter anders als gewohnt ist.
viewtopic.php?f=18&t=20518&hilit=daughter

Ich habe mir gestern in einem Frustanfall die letzten 30 Minuten von *Das Testament des Sherlock Holmes* bei Youtube angesehen (https://www.youtube.com/watch?v=Jpn52BeRFDE ab 18:30 kommt das Entscheidene)

Das wird Holmes menschliche Wandlung sehr plausibel dargestellt. Ich bin froh, dass ich teilweise in dem Sinne auch in TDD für ihn entschieden habe. Das passt durchaus und soviel Rücksicht nimmt er ja auch nicht gerade, wenn ich bedenke, welchen Gefahren er sich aussetzt.

Digitalis.purpurea
02.07.2016, 19:45

Mikej hat geschrieben:
Die Figur Sherlock Holmes lebt aber ganz einfach nicht davon sympathisch und emotional zu sein. Wenn man diese Grundlage zu sehr umkrempelt, kann man auch gleich ne eigene IP mit eigenen Charakteren machen - was für Devil's Daughter viellleicht allgemein klüger gewesen wäre,


sinnFeiN hat geschrieben:
zum Thema Vater und Gefahren:
Spoiler:
Er ist ja kein Vater :).

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Es ist auch Holmes, der lebt für Fälle. Holmes wurde aber eh hier bewusst menschlich dargestellt, was das Ganze allgemein in Frage stellt. Er macht Fehler, er fällt in Rage... Nicht meine Vorstellung eines Holmes :)



Sodele, ich bin ja jetzt durch: Das ergibt sich einfach aus dem Ende von Das Testment des Sherlock Holmes. Dort wird sogar ganz klar gesagt, dass er sich ändert: https://www.youtube.com/watch?v=Jpn52BeRFDE (die letzten 2-3 Minuten).

sinnFeiN hat geschrieben:

bezüglich QT-Elemente
Genau das stört mich daran... sie machen "nur" 20-25% aus und sind vollkommen umsonst. ...
Dann ists sicherlich kein klassisches Adventure mehr, aber das war Holmes jetzt schon eine Weile nicht mehr :)



Ich habe nun 60 Minuten C & P hinter mir und juhu, ein kleines Mini-Geschicklichkeitsspiel. So wie sich mir die Sache darstellt, sind C&P und TDD extrem eng miteinander verwoben. Selbe Steuerung, selbe Features (T-Taste, TAB ect.), selbe Zwischensequenzen, die Gebäude sind bis inklusive der Stühle sind gleich, wobei man in beiden Spielen wohl nur Scotland Yard und die Baker Street aufsucht.. Mini-Qicktime-Events bei Interviews sind ebenfalls vorhanden. Auch die Deduktionsweise ist exakt dieselbe. Das ist auf seine ganz eigene Art gruselig.

Mich bestärkt die Beobachtung, dass man TDD oft einfach schlecht finden möchte, obwohl C&P dasselbe ohne Actionsequenzen, also in lahm, ist. Ich finde TDD bis jetzt deutlich rasanter und spaßiger.

Balanciert hat Holmes auch schon im Testament, nur eben selbstständig. So rückblickend wird die Entwicklung klar, inklusive wieso und weshalb.

sinnFeiN hat geschrieben:
Dann ists sicherlich kein klassisches Adventure mehr, aber das war Holmes jetzt schon eine Weile nicht mehr :)


Naja, lange...das Testament ist der Vor-Vorgänger und so altbacken, wie es nur ein Adventure sein kein.

sinnFeiN
03.07.2016, 01:32

das ist genau der Punkt, den C&P unaufgesetzter wirken lässt und nicht zwanghaft auf Assassin's Creed / Tomb Raider machen will. Auch der Teil hat durchaus seine Macken, ist aber richtig gut - imho.
Genau dieses "Mehr" ist da zu viel
bzw. zu schlecht, um wirklich dann gut zu sein.

z.B.: Tiramisu ist toll... Tiramisu mit schimmliger Schlagsahne scheiße... Obwohl das Tiramisu alleine richtig gut war...

Digitalis.purpurea
03.07.2016, 14:09

sinnFeiN hat geschrieben:
das ist genau der Punkt, den C&P unaufgesetzter wirken lässt und nicht zwanghaft auf Assassin's Creed / Tomb Raider machen will. Auch der Teil hat durchaus seine Macken, ist aber richtig gut - imho.
Genau dieses "Mehr" ist da zu viel
bzw. zu schlecht, um wirklich dann gut zu sein.

z.B.: Tiramisu ist toll... Tiramisu mit schimmliger Schlagsahne scheiße... Obwohl das Tiramisu alleine richtig gut war...


Ich habe erst 60 Minuten gespielt, aber es spielt sich wie die laffe Version von TDD. Aber bei einigen Dingen hat Frogwares ja gar nichts gemacht...Scotland Yard wurde genauso wenig überarbeitet wie Holmes Wohnung. Selbst die Zwischensewuenzen sind die gleichen, wenn man davon absieht, dass Holmes in der Droschke in anderes Buch liest und ein wneig anders aussieht.

Wie gesagt, viele wollen TDD wohl krampfhaft schlecht finden. Anders kann ich mir einige Aussagen und Bewertungen nicht erklären. Mich irritiert sowas.

Nachtrag

Ich finde es witzig, dass die Dicke aus Sherlock Holmes vs. Jack the Ripper und dem Testament in C& P MinispoilerHolmes`Nachbarin ist. Das nennen ich mal einen sozialen Aufstieg.

sinnFeiN
03.07.2016, 16:57

in Devil's Daughter ist sie genauso Nachbarin. Ist quasi ein Running Gag

btw.
das Problem dabei ist hauptsächlich, dass du die Action-Moves großteils übersprungen hast - zumindest wenn man deine Aussagen liest. Deswegen findest du sie natürlich nicht als störend. Genau das zeigt aber ganz klar, dass sie unnötig sind und nur hinderlich zum Spielfluss

Digitalis.purpurea
03.07.2016, 17:07

sinnFeiN hat geschrieben:
in Devil's Daughter ist sie genauso Nachbarin. Ist quasi ein Running Gag

btw.
das Problem dabei ist hauptsächlich, dass du die Action-Moves großteils übersprungen hast - zumindest wenn man deine Aussagen liest. Deswegen findest du sie natürlich nicht als störend. Genau das zeigt aber ganz klar, dass sie unnötig sind und nur hinderlich zum Spielfluss


Einige konnte man nicht überspringen und versucht habe ich sie alle. Das Balancieren, die gespräche und die Pyramide habe ich übersprungen. Das wars eigentlich. Aber die Bombe entschärfen, den Verletzten helfen, die Schießerei, die Kneipenschlägerei waren schon nett. C & P hat ja gerade mal Armdrücken als Highlight :sleep: .

C & P ist mir zu langweilig, ich werde nun Life is Strange parallel spielen (stecke gerade im zweiten Fall mit dem Zug). Gerade, weil es TDD so extrem ähnlich ist, finde ich C & P einfach zum Gähnen langweilig. Mir fehlt da einfach etwas, ich habe das Gefühl, vor Langeweile zu sterben.

(So oft muss man mal das Wort Langeweile in einem Absatz unterbringen :a .)

Edit

Beim Spielen von C & P schwirren meine Gedanken darum, was ich essen möchte, ob ich ein Buch weiterlesen möchte oder mal aufräumen sollte. Das sagt wohl so ziemlich alles. Dass ist mir bei TDD nicht eine Sekunde passiert. Ich war auch traurig, als TDD zu Ende war, das wird mir bei C & P kaum passieren.

sinnFeiN
03.07.2016, 23:20

sagtest du nicht selbst, dass sie sich so sehr ähnlich sein? Trotzdem so viel schlechter?

Digitalis.purpurea
04.07.2016, 10:41

sinnFeiN hat geschrieben:
sagtest du nicht selbst, dass sie sich so sehr ähnlich sein? Trotzdem so viel schlechter?


Mir fehlt in C & P einfach der Pep, den TDD hat. Sie sind zu 75% gleich, aber die 15% machen eben den Unterschied. C & P ist ein normales Adventure mit erzwungener WASD-Steuerung.

Vielleicht liegt es ja auch an mir, mich langweilt gerade alles: Egal ob ich schwimme, spiele, reite, oder oder einen Film sehe, irgendwie ist mir alles zu laff und zu langweilig. Aber gerade deshalb fällt auf, dass C & P einfach etwas fehlt.

sinnFeiN
04.07.2016, 18:21

oder du hast einfach eine Phase und alles ist scheiße ;D
hebs dir für später auf :)

Digitalis.purpurea
04.07.2016, 18:40

sinnFeiN hat geschrieben:
oder du hast einfach eine Phase und alles ist scheiße ;D
hebs dir für später auf :)


Ich will etwas Spannendes machen. Achterbahn fahren, oder morgenes auf der Autobahn rumfahren. Genau das hat TDD bedient, es war im doppelten Sinne aufregend. Das Adrealin ist entweder vor Wut oder vor Spannung in die Höhe geschossen. Genau das brauche ich.

sinnFeiN
05.07.2016, 00:25

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
sinnFeiN hat geschrieben:
oder du hast einfach eine Phase und alles ist scheiße ;D
hebs dir für später auf :)


Ich will etwas Spannendes machen. Achterbahn fahren, oder morgenes auf der Autobahn rumfahren. Genau das hat TDD bedient, es war im doppelten Sinne aufregend. Das Adrealin ist entweder vor Wut oder vor Spannung in die Höhe geschossen. Genau das brauche ich.

versuch Dark Souls. Da ist man immer zwischen Euphorie und Wut. Meist zweiteres. Gut, das ist vielleicht etwas schwer. Dann blick mal in den Witcher rein. Auch da hats mehr Action und viel Spannung - ohne Frust in niedrigeren Schwierigkeitsstufen (fast ohne)

Digitalis.purpurea
05.07.2016, 12:22

sinnFeiN hat geschrieben:
Digitalis.purpurea hat geschrieben:
sinnFeiN hat geschrieben:
oder du hast einfach eine Phase und alles ist scheiße ;D
hebs dir für später auf :)


Ich will etwas Spannendes machen. Achterbahn fahren, oder morgenes auf der Autobahn rumfahren. Genau das hat TDD bedient, es war im doppelten Sinne aufregend. Das Adrealin ist entweder vor Wut oder vor Spannung in die Höhe geschossen. Genau das brauche ich.

versuch Dark Souls. Da ist man immer zwischen Euphorie und Wut. Meist zweiteres. Gut, das ist vielleicht etwas schwer. Dann blick mal in den Witcher rein. Auch da hats mehr Action und viel Spannung - ohne Frust in niedrigeren Schwierigkeitsstufen (fast ohne)


Danke, aber das Spiel ist mir zu schwer. Oder zumindest hat es den Ruf, zu schwer für mich zu sein. Wenn ich nicht mal TDD schaffe, dann brauche ich mich an DS gar nicht erst versuchen.

Edit: Ich bin auch in WoW nicht gerade durch Leistung aufgefallen. Ich kenne meine Grenzen und die sind bei Computerspielen schnell erreicht. Das ist für mich das angenehme an Adventures: Außer denken muss man nichts können.

sinnFeiN
05.07.2016, 15:07

das ist aber dann schwer im Einklang zu bringen, dass du durch Frust, Spannung und Errungenschaft in Games Spaß haben willst

Digitalis.purpurea
05.07.2016, 15:26

sinnFeiN hat geschrieben:
das ist aber dann schwer im Einklang zu bringen, dass du durch Frust, Spannung und Errungenschaft in Games Spaß haben willst


Das ist für mich ein Grund, warum ich das neue WoW-Addon wohl nicht mehr kaufen werde. Ich habe noch mal Spielzeit gekauft, um die Namen zu reservieren, aber im Grunde glaube ich nicht, dass ich noch mal spielen werde. Mir ist das zu zeitintensiv und ich bin da auch zu schlecht.

Und was Computerspiele als Hobby angeht: Ich bin dabei, mich abzuwenden. Adventures sind mir zu laff, zu austauschbar und zu schlecht erzählt. Von solchen Obergurken wie Baphomets Fluch 2 und KR ganz zu schweigen. Mit Spielen, die auf Schnelligkeit, Reaktionsvermögen oder Können beruhen, brauche ich gar nicht erst anfangen.

Deswegen finde ich es auch seltsam, wenn ein Spiel mit *schwer*, egal ob Rätsel oder Plattformer wie Candle, beworben wird. Es wird sicherlich noch andere Leute da draußen geben, die wie ich einfach nur ein wenig vor sich hindaddeln wollen.

TDD war seit The Lost Crown das erste Spiel, welches es geschafft hat, mich zu interessieren und in seinen Bann zu ziehen.

sinnFeiN
05.07.2016, 15:47

dafür hast du im steam-sale aber ganz schön zugeschlagen :). Da hat mich der pure Neid ergriffen...

aber wui, off-topic verleitet mich, die teufel's tochter wars dann mal für mich :)

Digitalis.purpurea
06.07.2016, 22:13

Anbei ein weiterer Review, falls es jemanden interessert.

Quote:
While dialogue is clunky and voice acting substandard, the individual cases weave smart little yarns.


- Alos ich fand die englische Vertonung gut.

sinnFeiN
06.07.2016, 23:18

Waren in Ordnung. Vorige warn da ein wenig besser. Mit Serien und Buch kann es Sherlock natürlich nicht aufnehmen.

Digitalis.purpurea
06.07.2016, 23:32

sinnFeiN hat geschrieben:
Waren in Ordnung. Vorige warn da ein wenig besser. Mit Serien und Buch kann es Sherlock natürlich nicht aufnehmen.


Ich gebe es auf. Was soll man mit Leuten reden, die krampfhaft alles schlecht finden wollen?

Mir fällt immer nur wieder Mics Ausspruch (AT) *Meinung trifft auf Meinung und zu diskutieren gibt es recht wenig* ein. Was Foren und die Teilnahme in ihnen für mich grundsätzlich in Frage stellt. Irgendwie wertlos und Zeitverschwendung, wenn nicht gerade Fragen auftauchen. Letztendlich ist die Meinung eines jeden anderen (Die schließt meine für andere mit ein.) komplett irrelevant.

sinnFeiN
07.07.2016, 01:38

geht ja um die Diskussion ;) - deswegen Diskussionsforen.

Wenn du die Gespräche rückverfolgst, weißt du, dass "alles schlecht reden" ganz weit weg ist :). Ich mag den neuen Sherlock, ich hätt nur gern professionell gelöste Action-Sequenzen und etwas mehr Budget. Dann wärs der (gewünschte) 95+ Kracher, den Sherlock verdient (ja... ich bin schwerer Sherlock Holmes Fan :))

Jehane
09.07.2016, 00:21

Mikej hat geschrieben:
Dass ein Straßenjunge das zur Tarnung macht ist nicht mein Problem, sondern dass man den Straßenjungen spielen muss, was allzu offensichtlich nur als Ventil für ein Mischmasch an Spielmechaniken dient, die ich persönlich nicht besonders spannend umgesetzt finde.

An der Stelle mit Wiggins hänge ich gerade - ich find die Ideen ja grundsätzlich ganz nett, die sie da eingebaut haben, aber es ist etwas zu viel des Guten. Verfolgen, verstecken, einen Kamin hoch, balancieren, wieder runter auf die Straße, weiter verfolgen, verstecken, dazu dauernd die Einblendung, dass man in wenigen Sekunden das Ziel verloren hat... das ist nicht ganz optimal gelöst, wobei ich's grundsätzlich witzig finde, dass man Wiggins spielen darf. Das passt schon gut ins Holmes-Universum, aber mir hat's auch nie was ausgemacht, mit Toby rumzuschnüffeln, im Gegenteil, das fand ich immer sehr nett :) Nur die vielen unterschiedlichen Spielelemente, die einem buchstäblich in den Weg geworfen werden, sind stellenweise etwas frustrierend. Ich glaub, mir ist noch nie eine Spielfigur so oft gestorben wie der arme Wiggins - also in einem Adventure.

Die PS4-Steuerung ist bei diesen kleinen Einlagen wie z.B. dem Balancieren übrigens alles andere als optimal, weil die Sticks extrem sensibel reagieren und es sehr, sehr schwierig ist, sie beim Belauschen oder Balancieren in den vorgegebenen Kreisen zu halten. Das waren auch Stellen, die ich nach ein paar erfolglosen, teilweise auch sehr knapp gescheiterten Versuchen übersprungen habe, weil mich die Geschichte mehr interessiert als solche Geschicklichkeitsspielchen. An der Sensibilität der Sticks kann man vermutlich noch rumschrauben, aber dazu hab ich heute echt keine Lust mehr. Morgen ist auch noch ein Tag :)

Digitalis.purpurea
09.07.2016, 09:27

Jehane hat geschrieben:
Mikej hat geschrieben:
Dass ein Straßenjunge das zur Tarnung macht ist nicht mein Problem, sondern dass man den Straßenjungen spielen muss, was allzu offensichtlich nur als Ventil für ein Mischmasch an Spielmechaniken dient, die ich persönlich nicht besonders spannend umgesetzt finde.

Ich glaub, mir ist noch nie eine Spielfigur so oft gestorben wie der arme Wiggins - also in einem Adventure.



Ich wusste gar nicht, dass man da überhaupt sterben kann. Wie hast du das denn gemacht?
Den Verfolgten verlieren ja, aber das Spiel setzt dann an weitestgehend dersselben Stelle an. Die Verfolgungsjagd mit Wiggins fand ich sehr spaßig, nur der Kamin war wirklich übertrieben.

Jehane
10.07.2016, 14:00

Naja, Wiggins ist mir ca. fünfmal im Kamin erstickt, egal wie schnell ich war - da stand dann auch schön groß auf dem Bildschirm "Erstickt", zweimal gemeinerweise, als ich das obere Ende des Kamins schon erreicht hatte. Beim Balancieren ist er mir auch zigmal runtergefallen, vermutlich, weil die Sticks der Controllers noch zu sensibel eingestellt sind und die Symbole sich deswegen dauernd unkontrolliert über den Bildschirm bewegt haben - beim Lauschen ist das nicht so tragisch, beim Balancieren tödlich. Im Endeffekt hab ich beides übersprungen, weil's mich bei der Verfolgungsjagd nur aufgehalten hat. Ich mach jetzt mal weiter und schaue, dass ich diesen Abschnitt hinter mich bringe. Irgendwo ist es ja eine gute Übung, um mit der Steuerung und verschiedenen Spielelementen vertraut zu werden, aber ich mach jetzt dann glaub ich zum fünften Mal den Abschnitt, wo man wieder vom Dach auf die Straße muss und dann durch den Garten. Irgendwie bin ich für sowas zu patschert und/oder zu ungeduldig bzw. werde hektisch, sobald eingeblendet wird, dass ich den Verdächtigen in 20 Sekunden verliere, aber dafür kann das Spiel nichts :)

Digitalis.purpurea
10.07.2016, 14:06

Ups, das wusste ich gar nicht. Danke für die Info.

Ich musste nur mehrmals ansetzen, weil ich zu langsam war für den Verfolgten. Mit Wiggins habe ich das Balancieren sogar noch geschafft, später mit Holmes wird es übel.

Jehane
12.07.2016, 23:36

Digitalis.purpurea hat geschrieben:
Mit Wiggins habe ich das Balancieren sogar noch geschafft, später mit Holmes wird es übel.

Lustig, mit Holmes fiel mir das Balancieren leichter - aber da hatte ich auch die Sensibilität der Controller-Sticks runtergesetzt, vielleicht lag es auch daran.

Der Maya-Tempel war... nun ja... sehr Indy-mäßig. Nicht unbedingt extrem schwierig, aber dezent nervig, grad die Passagen mit den Steinplatten. Ich fand's etwas ärgerlich, dass man relativ viel Spielzeit dafür aufwenden musste, um eine extrem kurze Cutscene zu sehen. Das hätte man vielleicht auch anders lösen können. Weniger wäre in dem Fall mehr gewesen.

sinnFeiN
13.07.2016, 00:44

jop... der war für mich auch der Tiefpunkt :/

Jehane
13.07.2016, 17:00

Dabei war der vom Design her wirklich cool - aber ich fand den fürs Spiel nicht unbedingt passend, jetzt weniger, weil es mühsame Passagen gab (die Säulen mit dem Giftgas *argh*), sondern weil's einen für längere Zeit aus der Geschichte rausgerissen hat, wenn man alle Abschnitte durchgespielt oder erst nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen übersprungen hat. Aber in ein Action-Adventure würde der Tempel super passen - oder in ein Holmes-Adventure, das in Südamerika spielt :)

sinnFeiN
13.07.2016, 18:14

absolut... da wär ein "abstrakter" Mind-Palace doch besser :D

Jehane
13.07.2016, 18:41

Das hätte auch besser zu dem Spielelement gepasst, das sie am Anfang des Falles eingeführt haben - Holmes stellt sich den Mordablauf vor. Das war logisch, kurz und knackig. Hätte man beim Maya-Tempel auch machen können, aber gut :)

Nettes Detail, das mir beim 3. Fall aufgefallen ist: Die Geschichte rund um Mary ist direkt aus den Büchern, heißt bei Conan Doyle "A Case of Identity" und ist in meiner Ausgabe ca. 20 Seiten lang. Aufgefallen ist mir das deswegen, weil der Namen "Hosmer Angel" aus irgendeinem Grund hängen geblieben ist, sonst hätte ich das vermutlich gar nicht mitgekriegt. Bei C&P ist übrigens der erste Fall auch direkt aus den Büchern, heißt glaub ich sogar gleich :)

Indiana
15.07.2016, 12:08

Oh, das war mir garnicht aufgefallen. Schöne Sache.

Zum Tempel: Der hat mir auch graue Haare bereitet. Ja, das passt gut in ein Tomb-Raider-Spiel. Aber im Gedankenpalast sterben? Warum? Da fehlte mir doch arg die Logik.

Jehane
15.07.2016, 13:29

Das hat mich auch massiv gestört - wenn man eh nur in der Phantasie unterwegs ist, warum kann Holmes dann sterben? Das war nicht ganz schlüssig. Wäre Holmes selbst vor Ort gewesen und damals an der Expedition beteiligt gewesen, wäre das was anderes gewesen - aber dann hätte man sich die Sequenz erst sparen können, weil er ja gewusst hätte, was passiert ist. Der Maya-Tempel bleibt problematisch. Dabei war der vom Aufbau und den Rätseln her wirklich gut - nur halt nicht unbedingt für dieses Spiel. Hätte eher zu Lara Croft gepasst :)

advfreak
10.10.2016, 17:44

Zur Zeit im PSN Store für 29,90 für PS4 in Aktion

Jehane
12.10.2016, 09:52

Na, dafür kann man zugreifen :) Mehr würde ich auch nicht dafür ausgeben; hab's mir damals um *öh* 50 Euro gekauft (was eh schon runtergesetzt war, die ursprüngliche PS4-Version hat 70 Euro gekostet) und finde das doch reichlich überteuert, auch wenn's ein unterhaltsames Spiel war. Gegen Ende hin wurde es zwar etwas seltsam, und die Rahmenhandlung fand ich ziemlich gezwungen, aber die einzelnen Fälle waren durchaus spaßig und abwechslungsreich.


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