Reviews: Tacoma:

Tacoma


Das explorativ orientierte SciFi-Adventure 'Tacoma' stammt von Fullbright ('Gone Home') und erzählt in retrospektiver Manier von einem dramatischen Vorfall auf der gleichnamigen Raumstation. Durch das Abrufen von einigen Aufzeichnungen sind wir in der Lage, die vergangenen Ereignisse schrittweise zu rekonstruieren. Ob und für wen sich dieser investigative First-Person-Trip lohnen könnte, nehmen wir im Review unter die Lupe.

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Vorfall auf der Weltraumstation Tacoma

Wir schreiben das Jahr 2088. Amy Ferrier erreicht per Shuttle die Weltraumstation Tacoma. Dort soll sie Odin bergen, die künstliche Intelligenz der nunmehr verlassen wirkenden Station, irgendwo im Nirgendwo des Weltraums.

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Wir nähern uns der Station

Damit das gelingt, muss sie tiefer in die Station vordringen. Die meisten Abschnitte werden erst zugänglich, nachdem ausreichend Informationen verfügbar sind. Das hat zugleich den Nebeneffekt, dass wir uns diverse Aufzeichnungen ansehen können, die uns nach und nach zeigen, was dort geschehen ist.

Es würde allerdings zu viel vorwegnehmen, an dieser Stelle weiter in die Tiefe zu gehen: Wie bei den meisten Exploration-Adventures weiß man bei 'Tacoma' anfangs kaum etwas und gewinnt erst durch Erkundung allmählich ein klareres Bild. Die Geschichte ist jedenfalls gut und angenehm nüchtern erzählt, bahnbrechende Ideen sucht man jedoch vergeblich.


Vor- und Zurückspulen von Aufzeichnungen

In vielen Abschnitten der Station sind somit Augmented-Reality-Aufzeichnungen abrufbar, durch die wir die Besatzungsmitglieder der Tacoma kennenlernen. Oft laufen hier mehrere Gespräche parallel ab, mitunter in verschiedenen Bereichen einer Etage. Das macht nichts, da diese Aufzeichnungen bei Bedarf beliebig oft vor- und zurückspulbar sind. Fullbright hat sich viel Zeit genommen, um die Persönlichkeit der sechs Besatzungsmitglieder greifbar zu machen und die überzeugenden englischen Sprecher tragen das ihre dazu bei, damit das gelingt.

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Aufzeichnungen vermitteln uns ein Bild der jüngsten Ereignisse

Teilweise offenbaren die Aufzeichnungen Zugang zum persönlichen Terminal einiger Besatzungsmitglieder. Das betrifft Chat-Konversationen, berufliche Mails, Bilder und dergleichen. Selten aber doch verstecken sich dort Codes - für gewöhnlich reicht es aber, die Crew bei der Code-Eingabe zu beobachten, um Zutritt zu weiteren Abschnitten zu erhalten. Komplexer ist das Gameplay von 'Tacoma' nicht, was bei Exploration-Adventures ohnehin nicht zu erwarten ist. Immerhin darf man sich zahlreiche Gegenstände aus der Nähe ansehen, was zu einem besseren Verständnis beitragen kann, und selbst Darts und Billard ist in vereinfachter Form spielbar.

Was die Spielzeit anbelangt, so hängt diese vom Spieler ab: 'Tacoma' ist in etwa 100 Minuten durchspielbar, doch wer sich wirklich die Zeit nimmt, der wird drei bis vier Stunden in dieser Welt verbringen. Leider ist der Fokus so sehr auf der Raumstation und ihrer Besatzung, weshalb man über die Spielfigur kaum etwas in Erfahrung bringt.


Stimmig umgesetztes First-Person-Abenteuer

Gespielt wird das SciFi-Adventure in der Ego-Perspektive, wobei die gut gelungene 3D-Grafik detailliert ist und die verschiedenen Abschnitte sich optisch voneinander abheben. So weiß man rasch, ob man einen Bereich schon kennt, oder nicht. Im Gegensatz zu SciFi-Spielen wie 'Prominence' gibt es keine übertrieben sterile Umgebung. Man kann sich gut vorstellen, dass auf der Station einst Leute wohnten.

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Viele Gegenstände kann man sich aus der Nähe ansehen

Die Steuerung ist intuitiv und unkompliziert. Abgesehen vom Vor- und Zurückspulen bei den Augmented-Reality-Aufzeichnungen, gibt es kaum etwas zu tun. Hin und wieder drückt man eine Taste, um etwas zu benutzen. Bei Exploration-Spielen ist auch das keine echte Überraschung. Lediglich im ersten Abschnitt ist die Fortbewegung ein bisschen mühsamer, was allerdings der Schwerelosigkeit geschuldet ist und so gesehen stimmig ist.

Im musikalischen Bereich liegt der Fokus auf einem atmosphärischen Soundtrack, der sich im Hintergrund hält und der durch eine sehr authentisch wirkende Geräuschkulisse unterstützt wird. Auch an diesem sehr stimmungsvoll umgesetzten Element gibt es wenig zu rütteln.


Galerien

Fazit:

Wertung: 80%

Wer Exploration-Adventures wie 'Gone Home' zu schätzen weiß und motiviert ist, eine wohl durchdachte SciFi-Geschichte zu erleben, der sollte definitiv einen Blick auf 'Tacoma' werfen. Wer mit dieser Art von Spiel auf dem Kriegsfuß steht, der ist hier an der falschen Adresse. In spielerischer Hinsicht bleibt 'Tacoma' einfach gestrickt und das Erzähltempo ist gemütlich, doch dafür kann man sich prima in die Situation auf der Station hineinversetzen und sämtliche Charaktere werden greifbar dargestellt. Wer wenig Lust verspürt, Chat-Konversationen und dergleichen zu studieren, der kann sich nur auf den Kern der Handlung konzentrieren, auch das ist möglich. Die Spielzeit variiert je nach Gründlichkeit beim Erkunden.

geschrieben am 15.08.17, Matthias Glanznig

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Dieses Review gehört zu  Tacoma.




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