Reviews: Where the Water Tastes Like Wine:

Where the Water Tastes Like Wine


Eines der Grund-Abenteuer des Menschen ist die Wanderung durch das Land. Spielt das Ganze in Amerika, wird es schnell zum Road-Movie über verschiedenste Weltanschauungen und Subkulturen. Die große Weite der USA hat für viele Pilger immer schon eine gewisse Anziehungskraft. Genau hier setzen Dim Bulb Games und Serenity Forge an und verbinden diese Wanderung in 'Where the Water Tastes Like Wine' mit dem Geschichten-Erzählen und der lokalen Musik. Wir haben den Protagonisten auf seinem Weg begleitet und berichten Euch über die haarsträubenden Geschichten, die er so erlebt hat.

 


Geschichten verbinden


Where The Water Tastes Like Wine Stories

Der Gesprächsstoff geht in dem Spiel nur selten aus.

Stimmiger könnte es auf der Wanderung kaum sein. An Lagerfeuern treffen sich die Pilger und tauschen miteinander Geschichten aus. Der Weg wird schnell zum Ziel und die End-Destination verliert man aus den Augen. Dass diese Geschichten auch von verschiedenen Autoren mit unterschiedlichen Hintergründungen der Spieleindustrie stammen – von Spieledesignern bis Kritikern findet man hier so einige bekannte Namen –, bringt genau die richtige Prise Salz ins Spiel.

Besagte Geschichten machen einen Teil des Spiels zum spannenden Visual Novel mit abstrusen, berührenden und auch traurigen Momenten. Wir wandern durch die USA und sammeln solche Erlebnisse: 219 kleinen Geschichten und jeweils drei Kapiteln von 16 Hauptcharakteren kann man auf Englisch lauschen und sogar auf Deutsch lesen. Die Größe wird durch die Wanderung zu Fuß, als Autostopper oder per Zug erst richtig bewusst. Legal oder illegal ist uns vorbehalten und hat auch Konsequenzen.


Musik zieht in den Bann

Where the Water Tastes Like Wine Musik

Musik ist ein wichtiger Bestandteil.

Neben den hervorragenden Geschichten ist die Musik ein Star des Spiels. Befindet man sich in Texas, hört man Country-Musik, die jedem Cowboy-Film entspringen hätte können, während in Colorado eher indianische Musik vorherrscht und in den Sümpfen von Louisiana der Blues dominiert. So hat jeder Bundesstaat seinen eigenen Stempel und sein eigenes Flair. Geht man den Weg zu Fuß, hat man zwar vermeintlich am meisten davon. Will man aber schneller gehen, muss man rhythmisch vor sich hin pfeifen und die Musik wird deswegen in den Hintergrund gelegt – schade, so kann man nur durch einen sehr langsamen Spielstil die Musik voll auskosten. 

So spannend die Geschichten sind und Einblicke in die verschiedensten Kulturbereiche der USA geben, so trist ist die Wanderung und oftmals wünschte man sich nur, die Geschichten zu erleben. Nichtsdestotrotz ist diese Kurzgeschichtenform perfekt für ein Spiel zwischendurch, denn der Fortschritt und Laufwege wird dauernd, auch beim Ausschalten, gespeichert und man kann auch nur ein paar Minuten jeweils hineinschauen. Das ist eine weitere große Stärke von 'Where the Water Tastes like Wine'.


Gameplay spaltet

Where the Water Tastes Like Wine Wanders

Das Wanders ist des Spielers Lust - diesen Bildschirm werden wir noch oft sehen.

Ein Wermutstropfen ist die Steuerung, die entweder per Controller oder Maus und Tastatur verwirklicht ist. Vor allem das Pfeifen ist nur suboptimal gelöst, denn beide Hände müssen dazu auf der Tastatur sein und somit kann die Kamera nicht mehr per Maus gedreht werden. Beim Controller war es uns im Test unmöglich, überhaupt das Pfeifen erfolgreich zu schaffen. Hier merkt man noch einmal deutlicher, dass nicht das Gameplay das Hauptaugenmerk des Spiels ist, sondern die Geschichten und das Flair der Wanderung. Sieht man über dieses Manko hinweg, bleibt nur noch die eigenwillige, aber doch interessant gezeichnete Grafik zu erwähnen, die sicherlich nicht jeden Geschmack treffen wird. Lässt man sich aber auf dieses eigenwillige Spiel ein, erlebt man einen einzigartigen Kurzgeschichtenband mit herausragender Vertonung und ebenso geistreichen Autoren.


Galerien

Fazit:

Wertung: 78%

'Where the Water Tastes Like Wine' ist ein Spiel, das nicht eigenwilliger sein könnte. Nicht jedem wird es gefallen und auch mir war es anfangs ein wenig zu zäh. Als ich mich auf das rohe Gameplay einließ und den Inhalt, sowie die Musik genießen konnte, entpuppte es sich als ein wunderschönes Spiel. Wie bei Kurzgeschichtenbänden bietet es sich hervorragend an, nur kurz hineinzuschauen, ein paar Erzählungen mit musikalischer Untermalung zu genießen und dann wieder aufzuhören. So bleibt das ungemein umfangreiche Abenteuer stets frisch und durch die unzusammenhängenden erzählten Geschichten ist dies auch ohne Bedenken möglich. Wer sich immer schon für die USA, Folklore und Musik interessierte, sollte sich auf diese Liebeserklärung an das Storytelling begeben.

geschrieben am 17.03.18, Peter Färberböck

Systemanforderungen Weitere Links
Offizielle Webseite
Steam


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Dieses Review gehört zu  Where the Water Tastes Like Wine.




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