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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2018, 11:54 
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Gefährlicher Pirat
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Ich sehe das auch so wie ihr beiden.

Ihr Vater war in der Lage bestimmte Elemente zu kontrollieren. Er konnte dies auch steuern, wie wir im alten Videomitschnitt seines Auftrittes gesehen haben. Ob er das schon immer konnte oder erlernt hat, erfahren wir nicht.

Angela hat diese Fähigkeit vererbt bekommen, kann diese aber nicht steuern sondern werden vom Unterbewusstsein ausgelöst. Zunächst waren dies wohl positive Sachen. Vermutlich hat ihr Vater sie auch rangeführt. Weil sie sich das nicht anders erklären konnte, hat sie sich vorgestellt, dass Feen die Phänomene hervorzaubern. Die kindliche Vorstellung von der guten Fee her. Deswegen hat sie Feen zunächst auch so verehrt.

Dann aber nutzte ihr Unterbewusstsein die Fähigkeit auch als Ventil für Wut ein. Worauf sie wütend war, als sie das Feuer, dass ihren Vater tötete, erfahren wir nicht. Das kann ja etwas eigentlich total banales wie ein Verbot gewesen sein.

Seitdem hat sie offenbar ein zwiespältiges Verhältnis zu Feen. Sie verehrt und fürchtet sie jetzt. Vermutlich hat sie Angst deren Rache zu provozieren, wenn sie die Verehrung aufgibt und alle Figuren wegschmeißt.

Auf einer mehr rationalen Ebene wusste sie, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt und weil Styles solche Phänomene in Verbindung mit neurologischen Theorien erforscht hat, hat sie bei ihm Hilfe gesucht. Nur leider zu einem richtig doofen Zeitpunkt, wo ein Kollege einen Artikel veröffentlicht hat, der ihn lächerlich machen sollte. Und dann kam gerade Angela mit ihren Andeutungen. Da lag die Vermutung für ihn nahe, dass dies ein Streich seines Kollegen mit Hilfe einer instruierten Studentin war. Weil er Angela da fälschlicherweise so schroff abgewiesen hat, macht er sich später halt die Vorwürfe bzw. hat ein schlechtes Gewissen.

Die Zurückweisung hat Angela natürlich weiter verzweifeln und wütend werden lassen. Und so kam es zu der durch das Unterbewusstsein ausgelösten Attacke. Was da passiert war, tat ihr aber unglaublich leid. Ich denke deswegen hat sie Styles zunächst beobachtet und als sie sein Leiden gesehen hat, hat sie geplant Laura aus Schuldgefühlen zu ersetzen. Gleichzeitig hat sich wohl Mitgefühl auch in eine Verliebtheit gewandelt. Zu sehen, wie jemand so sehr an einem hängt, macht auch sympathisch.

Die Versuche sind dann klar. David lässt die Probanden in einer Art Halbschlaf Situationen miterleben, so dass das Unterbewusstsein sie als real ansieht und Angelas Unterbewusstsein setzt das in entsprechende Phänomene um.



Glaubt ihr eigentlich, dass Styles Kontakt zu Lauras "Geist" hat?

Also das Laura ihm die Hinweise (Kacheln, Auto überprüfen, Termin mit einer Studentin am 21, IMPOSTER bzw. Hochstapler) gegeben hat?

Oder ist Styles eigenes Unterbewusstsein entgegen seinem Wunschdenken und Sehnen misstrauisch und macht ihn auf wichtige oder außergewöhnliche Dinge & Zusammenhänge aufmerksam, die noch tief unbewusst in seinem Gedächtnis vergraben sind? Und dass an dieser "Laura", von der er schon ein, zwei Blicke erhascht hat, irgendwas komisch ist, sie eben doch nicht ganz so wie die echte aussieht und sein Unterbewusstsein sich hier mit einer Warnung meldet, was dieses RNG Gedankenlesegerät auffängt?



Was ich (wie ja schon erwähnt) interessant finde, ist, dass in der deutschen Version beim letzten Experiment Angela Sam auffordert ein Gedicht von Robert Frost zu beenden. Dies ist just dies, was in Kapitel 2 Mr. Headley aufsagt. Sam hat hier also ggf. nur ein gutes Gedächtnis.

In der englischen Version fordert Angela Sam jedoch auf ein Gedicht von Charles Swinburne zu beenden. Von dem war vorher im Spiel nicht die Rede. Aber Sam kann dies trotzdem.

Mir gefällt die englische Version besser, weil es Sam in einem besseren Licht stehen lässt. Sie ist durchaus gebildet und vielseitig interessiert und ist nicht nur eine große Trickserin. Ich vermute das Problem bei der Übersetzung war, dass es keine offizielle Übersetzung für das Swinburne Gedicht gab.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2018, 14:12 
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Adventuregott
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Bakhtosh hat geschrieben:

Glaubt ihr eigentlich, dass Styles Kontakt zu Lauras "Geist" hat?


"Imposter" könnte auch ein Hinweis in Richtung Sam sein und von Angela stammen. Die anderen Hinweise könnten theoretisch einfach nur ein Produkt von Styles Unterbewusstsein sein....

Aber rein von der Spiellogik ist ein Geist natürlich leicht denkbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2018, 14:31 
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Schwertmeister
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Bakhtosh hat geschrieben:
Glaubt ihr eigentlich, dass Styles Kontakt zu Lauras "Geist" hat?


Ich denke auch dass er sich das alles etwas einbildet, weil er schon so abgedreht ist von der Vorstellung Laura wäre wieder hier....

Man sieht ja am Ende in seinem Schlafzimmer wie er Angela sieht, und sie sieht ja tatsächlich nicht genau wie Laura aus. Aber er nimmt es so wahr wenn ich mich nicht (wieder mal) irre. :-D


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2018, 15:47 
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Sensenmann
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Jö, ihr seid ja schon fleißig am Diskutieren - bin die letzten Tage etwas darniedergelegen und bin noch nicht dazu gekommen, das letzte Kapitel zu spielen, aber so in etwa habe ich das Ende noch im Kopf. Ich poste jetzt mal die Zusammenfassung der letzten beiden Kapitel, schaue, dass ich diese Woche noch das letzte Kapitel hinkriege und poste auch dazu noch eine Zusammenfassung. Sonst ist das ja nicht komplett :)

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2018, 15:48 
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Zusammenfassung Kapitel 6 und 7

Der nächste Tag beginnt für Sam wieder etwas turbulent und mit einem brüllenden David, der höchst erbost darüber ist, dass Houdini durchs Haus stromert und die Unverschämtheit besitzt, sich zu ihm, David, ins Bett zu kuscheln. Dass Sam beim Experiment gefehlt hat, trägt nicht unbedingt dazu bei, Davids Laune zu bessern. Erst als er Sams Wunde sieht, wird David etwas ruhiger, fragt nach, was passiert ist, will, dass Sam ins Krankenhaus fährt und gibt ihr, als sie sich weigert, den Auftrag, alles über Helena und Angela herauszufinden. Offenbar hat er die beiden jungen Frauen im Verdacht, die Experimente zu sabotieren bzw. die „Scherze“ in den Sporteinrichtungen durchzuziehen.

Ehe Sam loszieht, begibt sie sich nach unten in die Küche, um ein Frühstück abzugreifen. Seltsam. Mrs. Dalton ist nicht da. Wo mag sie nur stecken? Sam geht in den Keller, gerade noch rechtzeitig, um zu beobachten, wie Mrs. Dalton mit einem ihr unbekannten Mann das heilige Privatlabor verlässt. Der Fremde wird Sam als Dr. Helborn vorgestellt. Mrs. Dalton, ganz offenkundig von schlechtem Gewissen geplagt, wieselt nach oben, während Sam nun Simon Helborn nach Herzenslust ausfragen kann. Wie sich herausstellt, hatte er angeboten, David nach dem Unfall zu behandeln. Der wollte das aber nicht. Was er im Privatlabor gesucht hat, will Helborn Sam nicht anvertrauen. Die geizt ihrerseits mit Infos über etwaiges merkwürdiges Verhalten seitens David. Kaum ist Helborn verschwunden, wirft Sam einen Blick auf den Zettel, den sie ihm heimlich entwendet hat. Darauf sind zwei Sichtungen Lauras vermerkt – eine durch Sam im Treppenhaus, die zweite durch David in der Dusche.

Neugierig, wie sie ist, löchert Sam nun Mrs. Dalton mit Fragen, aber die einzige wertvolle Information, die sie erhält, ist die, dass ihr Motorrad repariert und so gut wie neu ist. Sam will nun auf eigene Faust Ermittlungen zu dem mysteriösen Geist anstellen und sieht sich zunächst im Obergeschoß gründlich um, kann aber nichts finden. Aber war da nicht noch dieser seltsame einsame Turm neben der Garage? Vielleicht wird Sam ja dort fündig? Als sie das Haus verlässt, wird der Telefonspion aktiv und unsere Heldin kann ein Gespräch zwischen Linkweller und dessen Geliebter belauschen, das sie später noch nutzen wird. Aber erst mal nimmt sie sich den Turm vor. Der Schlüssel dazu befindet sich in einer Statue, die Treppen im Inneren sehen merkwürdig benutzt aus, und auf dem Fenster, das genau auf Davids Schlafzimmer blickt, ist ein seltsamer Fleck, den Sam mit Hilfe von etwas Mehl sichtbar macht. Aha. Eine Frauenhand! Das scheint den Verdacht gegen Angela und/oder Helena zu erhärten. Schließlich hat kein Mann so zierliche Hände.

Sam begibt sich nun auf eine Tour durch Oxford. Zunächst schaut sie bei Linkweller vorbei, den sie ebenfalls im Verdacht hat, David übel mitzuspielen, und erpresst ihn mal eben. Außerdem soll er Malik zurückpfeifen, der schließlich für ihn arbeitet. Sie, Sam, wisse alles darüber. Blöderweise geht Sams Taktik nicht ganz auf – Linkweller kann David zwar nicht leiden, hat aber mit den aktuellen Vorfällen wohl nichts zu tun und entdeckt obendrein die Wanze, die Sam platziert hatte. Dumm gelaufen.

Leicht genervt beschließt Sam, sich dem zweiten Teil des Daedalus-Rätsels zu widmen und sucht dazu zunächst den Speisesaal des Christchurch College auf, der als Kulisse für den ersten „Harry Potter“-Film diente. Im Kamin wird Sam fündig: Nach einigem Schrauben kann sie den dritten Teil des Rebus an sich nehmen. Anschließend ist Zeit für etwas Vandalismus: Das Gemälde der Lidell-Schwestern will zerlegt werden, um den vierten und letzten Teil des Puzzles zutage zu fördern. Der Hinweis aus dem Rebus führt Sam nun auf eine große Wiese hinter dem College; auf dem Weg dorthin begegnet sie Charles, mit dem sie sich kurz unterhalten kann und der nach dem Gespräch als Verdächtiger ausscheidet. Auf der Wiese krabbelt Sam in bester Alice-Manier in einen Kaninchenbau, um dort den Namen von Alice-Erfinder Lewis Carroll in eine lustige Hasenmaschine einzugeben. Sie gelangt so an eine zweite Münze und hat nun neben der Straßenkarte von London zwei Münzen mit je zwei Londoner Wahrzeichen in ihrem Inventar. Schlau, wie sie ist, kreist sie auf der Straßenkarte die vier Wahrzeichen ein und verbindet sie dann mit diagonalen Strichen – voilá, der Standort des mysteriösen Daedalus-Club ist gefunden! Ehe Sam die Wiese verlässt, ruft sie noch kurz bei Charles' Mutter an, um noch ein paar Informationen über den schüchternen jungen Mann zu erlangen.

Weiter geht es zu Mephistopheles, der Sam mit einem Geschenk überrascht. Welche junge Frau freut sich auch nicht über eine magische Lampe, mit der man lustige Formen und Gestalten an die Wand projizieren kann? Sam jedenfalls ist hocherfreut, kauft Mephistopheles Zaubertinte ab und berichtet von dem Vorfall im Fitnessraum. Warum sie nicht Zeit und Ort des nächsten Experiments ändert, wenn sie einen konkreten Verdacht hat, will Mephistopheles wissen – was für eine tolle Idee! Sam will schnellstmöglich zurück zu Styles, um ihm den Vorschlag zu unterbreiten. Draußen vor dem Black Wand sieht sie, dass Helena den Laden betritt. Damit ist für sie klar: Mephistopheles und Helena stecken unter einer Decke!

In der Bibliothek trifft Sam auf Harvey, den sie mit einem Trick dazu bringt, ihr Rede und Antwort wegen des dubiosen Drehbuchs in seinem Zimmer zu stellen. Auch er scheidet letztlich als Verdächtiger aus. Weiter geht es zur Laufbahn, wo Sam sich mit Eddie unterhält und eine Diskusscheibe mitnimmt. In St. Edmund Hall kann Sam nach Vorzeigen des geklauten und mittlerweile mit einem neuen Foto versehenen Ausweises erneut nach oben, wo sie sich wieder in Helenas Zimmer schleicht. Hier macht sie ein paar interessante Entdeckungen, die ihren Verdacht zu bekräftigen scheinen. Helena, das ist sonnenklar, braucht Geld, um ihre Drogensucht zu finanzieren und arbeitet deswegen mit Mephistopheles zusammen, um Styles zu ruinieren. Ein völlig wasserdichter und absolut logischer Plan – jedenfalls in Sams Augen.

Nun gilt es noch, Angelas Zimmer aufzusuchen, das jedoch im anderen Trakt ist. Mit Hilfe eines Tricks verschafft sich Sam Zutritt zu diesem Trakt, wird dank eines weiteren Tricks Angelas ebenfalls schottische Mitbewohnerin los und kann in Ruhe das pinke Grauen von Angelas Seite des Zimmers bestaunen. Sie findet außerdem heraus, dass Angela keine Naturblondine ist (shocking!) und sich für Styles bzw. seine Frau Laura interessiert, von den vielen Elfen-Figuren ganz zu schweigen. Kelly, die Mitbewohnerin, erzählt ihr außerdem noch, dass Angelas Vater bei einem Brand ums Leben gekommen ist. Ehe wir fragen können, warum die Insel, von der Angela stammt, der Burg Eilean Donan in den schottischen Highlands so verteufelt ähnelt, müssen wir jedoch mit Sam gemeinsam das Zimmer verlassen. Schade. Ein „Es kann nur einen geben“-Highlander-Witz wäre sich schon noch ausgegangen...

Zurück in Dread Hill House findet Sam eine Einladung des Daedalus Club. Na endlich! Sie spricht noch kurz mit Mrs. Dalton und schlägt dann David vor, das Experiment an einen anderen Ort zu verlegen sowie die Zeit zu ändern. Wunder über Wunder: Der Meister ist einverstanden und bittet Sam, die anderen Studenten zu informieren. Ehe sie das tut, schaut sie noch einmal bei Mephistopheles vorbei, um ihm vorzulügen, dass David einer Planänderung nicht zugestimmt hat. Helena flunkert sie am Telefon dasselbe vor. Nun begibt sie sich zur St. Edmund Hall, um den anderen Versuchskaninchen Bescheid zu sagen – das nächste Experiment kann beginnen. Natürlich fehlt Helena, was David grantig werden lässt. Angela testet Sam, indem sie ein Gedicht zu rezitieren beginnt, das Sam als angehende Literaturwissenschaftlerin ja kennen sollte – Sam besteht den Test mit Bravour. Nach dem Experiment ruft sie Eddie auf der Laufbahn an. Keine besonderen Vorkommnisse. Dann kann sie ja nach London düsen und endlich den Daedalus Club aufsuchen. Was sie nicht weiß: Es ist etwas passiert, allerdings weder auf der Laufbahn noch in einer der anderen Sporteinrichtungen. Vielmehr ging es im Speisesaal der St. Edmund Hall rund, es gab Verletzte.

David erfährt von dem Vorfall im Speisesaal der St. Edmund Hall und brüllt in einer ersten Reaktion nach Sam, die er offenbar losschicken möchte, um das Ganze zu untersuchen. Sam ist aber schon längst unterwegs nach London, was David zu einer kleinen Schimpftirade veranlasst sowie zu einem weiteren Ausflug, dieses Mal nach Oxford. Im Foyer der St. Edmund Hall spricht David kurz mit dem Portier, dann nimmt er den Speisesaal unter die Lupe. Hier sieht's aus, als hätte mindestens eine Bombe eingeschlagen. Oder vielmehr: mindestens eine Diskusscheibe. Denn die Vertiefungen in der Wand passen exakt mit der Diskusscheibe zusammen, die David mit sich herumschleppt. Man kann schließlich nie wissen, wann man sowas mal braucht, oder? Wir lernen jetzt auch Inspektor Paiser kennen, der in dem Fall ermittelt, aber keine Ahnung hat, was hier passiert sein könnte. Er weiß nur, dass es keine Hinweise auf die zerstörerischen Geschosse gibt, die all das hier angerichtet haben, und dass sechs Personen verletzt wurden.

Als David den Speisesaal verlässt, trifft er auf Angela und erkundigt sich besorgt nach ihrem Wohlergehen. Angela ist etwas aufgelöst und macht Andeutungen, dass der Vorfall mit dem Experiment zu tun haben könnte, nur um dann noch mal umzuschwenken und Sam die Schuld zu geben. Die sei schließlich nicht mal eine richtige Studentin. Woher Angela das weiß, sagt sie nicht, schließlich kann David selbst recherchieren. Der macht sich auch gleich an die Arbeit und bittet den Portier, nachzusehen, ob Sam überhaupt in St. Edmund Hall gemeldet ist bzw. ob sie in Oxford studiert. Nichts. Wütend eilt David zurück nach Dread Hill House, wo Mrs. Dalton nur Gutes über Sam zu berichten weiß. Dann muss eben in ihren Privatsachen geschnüffelt werden! In Sams Zimmer trifft David erneut auf den ausgebüxten Houdini. Dann durchsucht er Sams Rucksack. Der Brief des Jugendamtes ist spannend, ebenso das Foto von Sams Eltern und der gefälschte Studentenausweis. Weil er grade im Investigativmodus ist, ruft David das Jugendamt in Virginia auch gleich mal an – wundersamerweise hat es trotz der Zeitverschiebung bereits geöffnet, und die Frau am anderen Ende der Leitung gibt auch bereitwillig Auskunft über Sam, den tödlichen Autounfall ihrer Eltern bzw. ihre Patientenakte. David quittiert das mit einem Wutausbruch – schließlich hat die dumme Nuss gerade die Schweigepflicht verletzt und ihm, einem völlig Fremden, am Telefon alle möglichen Details erzählt. Man kann es dem Mann aber auch nicht recht machen...

Um sich zu beruhigen, geht David ins Labor. Dort fallen ihm bei der dritten und vierten Sitzung seltsame Abweichungen in Angelas Gehirn auf. Nicht nur ist sie eingeschlafen, nein, auch ein Teil ihres Gehirns, den David zunächst nicht zuordnen kann, scheint aktiv gewesen zu sein. Der Computer im Privatlabor spuckt dazu einen Artikel über die Kraft des Gehirns samt Bebilderungen aus, die David mit Angelas Gehirn vergleicht. Kein Zweifel: Die „Massa Intermedia“ (wer kennt sie nicht) war zur Zeit des dritten und vierten Experiments bei Angela aktiv. Als wäre das noch nicht merkwürdig genug, hat sich auch die Buchstabenrolle im Privatlabor weiter verändert und weist jetzt die Buchstabenfolge IMPOS auf. Hier kommt David nicht weiter. Er beschließt daher, noch mal in der St. Edmund Hall vorbeizuschauen.

Dort trifft er seine Versuchskaninchen, die allesamt erklären, Sam vor dem Experiment nicht gekannt zu haben. Helena reagiert erbost auf den geklauten und verfälschten Ausweis, während Harvey die Information preisgibt, dass Sam sich gerne im Black Wand aufhält. Anschließend bekommt David noch einen Anruf aus Virginia: Rose Hall vom Jugendamt versichert ihm, dass Sam kein schlechter Mensch und in Sachen Zauberei extrem begabt ist. Sie verrät ihm auch Sams Künstlernamen, Lady Byron. Im Schaufenster des Black Wand findet David ein Poster, das einen Auftritt ebendieser Lady Byron im Daedalus Club ankündigt. Die Telefonauskunft kann ihm jedoch die Adresse nicht nennen. Aber Paiser hat sie in Nullkommanix parat, sodass sich David nach London begeben kann. Das Poster verschafft ihm Zutritt zum Daedalus Club, wo er Sams Darbietung bestaunen kann. Anschließend stellt er sie in ihrer Garderobe zur Rede, lässt sie dabei aber kaum zu Wort kommen und stellt ihr ein Ultimatum: Wenn sie sein Haus nicht bis morgen früh verlassen hat, dann schaltet er die Polizei ein. Macht sie sich rechtzeitig vom Acker, wird er vielleicht von einer Anzeige absehen. Damit rauscht David hinaus, während Sam alleine im Club zurückbleibt.

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2018, 03:31 
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Jehane hat geschrieben:
Jö, ihr seid ja schon fleißig am Diskutieren - bin die letzten Tage etwas darniedergelegen und bin noch nicht dazu gekommen, das letzte Kapitel zu spielen, aber so in etwa habe ich das Ende noch im Kopf.

Oooops. Ich dachte, alle wären schon durch. :shock:
Tut mir leid, falls du jetzt gespoilert wurdest. :(

Da die Diskussion schon irgendwie im Gange ist und du GM schonmal gespielt hast... Ist das OK, hier jetzt einfach offen weiterzuposten? Das macht die Diskussion halt irgendwie unkomplizierter. Falls nicht, sag was, dann füge ich Spoilertags nach.

Also... hier könnten jetzt Spoiler zum letzten Kapitel folgen:

Bakhtosh hat geschrieben:
Dann aber nutzte ihr Unterbewusstsein die Fähigkeit auch als Ventil für Wut ein. Worauf sie wütend war, als sie das Feuer, dass ihren Vater tötete, erfahren wir nicht. Das kann ja etwas eigentlich total banales wie ein Verbot gewesen sein.

Wobei mir gerade einfällt... Wurde überhaupt gesagt, daß sie dieses Feuer, in dem ihr Vater umkam, verursacht hat? Oder wäre es theoretisch auch möglich, daß er selbst das getan hat und Angela deshalb Hilfe suchte? Weil sie dadurch merkte, daß diese Kräfte nicht vollkommen beherrschbar sind und sie gerade verhindern wollte, daß sie aus Versehen mal sich selbst oder jemand anderen abfackelt?
Zitat:
Glaubt ihr eigentlich, dass Styles Kontakt zu Lauras "Geist" hat?

Also das Laura ihm die Hinweise (Kacheln, Auto überprüfen, Termin mit einer Studentin am 21, IMPOSTER bzw. Hochstapler) gegeben hat?

Hmmm. Ich glaube, ich möchte einfach, daß es Laura ist, die Styles warnen will und auch helfen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Sozusagen Liebe über den Tod hinaus. Mir gefällt dieser Gedanke zumindest sehr gut.

Und sind es nicht auch ein paar zu viele Zufälle, die passiert sind?
Das Schild, das sich gerde dann im Sturm umdreht, als Sam vorbeikommt, ein Mädchen, das eine ähnliche Erfahrung wie Styles gemacht hat, deren Eltern bei einem Autounfall plötzlich aus dem, aus ihrem Leben gerissen wurden. Die Wolken, die wirken, als würde jemand hinabblicken? Das Amulett, das Sam zufällig an einem ganz anderen Ort gekauft hat, wegen dem Styles sie dann aber einstellt, weil er denkt (egal, ob das jetzt stimmt oder nicht), daß es das Amulett seiner verstorbenen Mutter ist?
Daß Styles selbst per Geisteskraft das Rolodex bewegt hat (bzw sein Unterbewußtsein dies getan hat), glaube ich nicht. Dann schon eher, daß er irgendwann es per Hand verdreht haben könnte, das aber später vergessen hat. Vielleicht noch in Trance von diesen Tanksessions. Oder im Halbschlaf. Oder irgend sowas. Aber eigentlich würde ich das auch eher Laura zuschreiben.
Das Parfum, das mal geöffnet dasteht, würde ich Angela zuschreiben, die eben versucht, sich in Laura zu verwandeln und daher ihr Kleid trägt, ihre Haarfarbe wählt und auch ihr Parfum trägt. Zumindest nachts in dem Turm vielleicht, nicht am Tag in der Öffentlichkeit, vor allem nicht in Styles Nähe.
Aber bei der Hand, die Styles in der Dusche berührt, würde ich auch auf Laura tippen. Diese Art Phänomen paßt meiner Meinung nach nicht zu den übersinnlichen Dingen, die Angela getan hat. Die waren ja eher heftig und unkontrolliert, keine zärtliche Berührung.
Ähnliches an der Stelle, wo Styles Laura im Bett neben sich fühlt. Wobei ich mir da nicht ganz sicher bin. Ich würde nicht ausschließen, daß sich Angela tatsächlich reingeschlichen hat, während er schlief, sich neben ihn gelegt hat und dann, als er aufwachte, schnell verschwunden ist. Ihm sozusagen Wärme im Traum schenken wollte oder sowas in der Art.
Ach ja, was ich auch total cool fand, war der Apfel, der Styles im Park auf den Kopf gefallen ist. Ich finde, das wäre etwas, das man wirklich total einem Geist, also Laura zuschreiben könnte. Ohne den Schlag auf den Kopf hätte Styles ja die Blume nicht bekommen, durch die er Kontakt mit Laura aufnehmen bzw. seine Erinnerungen an sie intensivieren wollte. Und im Prinzip ist ein im Herbst noch am Baum hängender Apfel ähnlich wie diese Rolodex-Sache. (Die anderen Äpfel scheinen auch schon fast alle gefallen zu sein.) Es ist keine krasse Beeinflussung der echten Welt, sondern der Apfel wäre sowieso in nächster Zeit gefallen. Vielleicht hätte es für einen normalen Menschen schon gereicht, feste dagegenzupusten, damit er fällt. Es wäre in diesem Fall also nur der exakte Augenblick des Falles ein klein Wenig manipuliert worden, ähnlich wie bei dem Zufallsgenerator am Rolodex, bei dem ebenfalls nur die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Buchstabe erscheint, manipuliert wird, bei dem aber nichts entgegen der Naturgesetze geschieht.

Hab ich noch etwas vergessen, das man theoretisch Laura zurechnen könnte?
Zitat:
Mir gefällt die englische Version besser, weil es Sam in einem besseren Licht stehen lässt. Sie ist durchaus gebildet und vielseitig interessiert und ist nicht nur eine große Trickserin.

Ja, das gefällt mir auch, daß sie nicht einfach nur so eine einfache Straßenzauberin ist. Diese Jugendamt-Tante meinte ja auch, daß sie Sam geraten hatte zu studieren, Sam aber eben die Zauberei bevorzugt hat. Was ja auch nicht heißen muß, daß sie ihre Meinung nicht noch irgendwann ändert. Sie ist ja noch jung.
Ich kann mir auch vorstellen, daß jemand, der seit früher Jugend in Heimen bzw. bei Pflegeeltern aufgewachsen ist, sich etwas... hilflos und anderen ausgesetzt fühlt. Und daß gerade deshalb Sam sich jetzt erst einmal nicht binden möchte, weder an einen Menschen, noch an etwas wie ein Studium, das ja einige Jahre dauert. Sie möchte erst einmal frei und ungebunden sein und ihr Ding durchziehen. Aber die Fähigkeiten für "Höheres" hat sie sicher. Und den Fachbereich englische Literatur als Fake-Studienfach hat sie wohl auch durchaus sinnvoll gewählt. Sie kommt wirklich sehr belesen rüber.

Was mir dabei noch einfällt... Bin nicht mehr sicher, an welchem Tag, aber einmal, als Styles aufwacht, läuft in seinem Radio ein Bericht über Mißbrauch von Pflegekindern. Ich glaube irgendwie nicht, daß das reiner Zufall ist. Meint ihr, Sam ist auch etwas derartiges passiert? Die Pflege-Tante meint ja auch, daß sie in sehr vielen verschiedenen Pflegefamilien war, daher ihre Bezugspersonen oft gewechselt haben. Ich kenne mich damit jetzt nicht sooo gut aus, aber sollte ein Waisenkind, wenn alles gut läuft, nicht eigentlich in einer Familie bleiben? Leider wird nie gesagt, was da passiert ist. Ob Sam wirklich miese Pflegeeltern erwischt hat, oder ob sie einfach so störrisch war, daß die Pflegefamilien nicht mit ihr zurechtkamen. Denkbar könnte ja beides sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2018, 13:26 
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Joey hat geschrieben:
Jehane hat geschrieben:
Jö, ihr seid ja schon fleißig am Diskutieren - bin die letzten Tage etwas darniedergelegen und bin noch nicht dazu gekommen, das letzte Kapitel zu spielen, aber so in etwa habe ich das Ende noch im Kopf.

Oooops. Ich dachte, alle wären schon durch. :shock:
Tut mir leid, falls du jetzt gespoilert wurdest. :(

Da die Diskussion schon irgendwie im Gange ist und du GM schonmal gespielt hast... Ist das OK, hier jetzt einfach offen weiterzuposten? Das macht die Diskussion halt irgendwie unkomplizierter. Falls nicht, sag was, dann füge ich Spoilertags nach.


Nein, um Himmels willen, wegen mir müsst ihr keine Spoilertags verwenden - hab das Spiel ja schon mal durchgezockt und kann mich dunkel an das Ende erinnern, insofern ist das echt kein Drama. Bitte einfach fröhlich weiterposten und diskutieren, ich klink mich dann mit Details bzw. meinen Überlegungen ein, wenn ich das letzte Kapitel durch hab :)

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2018, 16:03 
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Bin auch grade fertig geworden :) Das letzte große Rätsel im Daedalus-Club hat unglaublich viel Spaß gemacht, ich hab das dieses Mal auch ohne Lösung hingekriegt - damals, beim ersten Mal, musste ich an einer Stelle in einer Lösung nachschauen bzw. bin ich das damals sehr unsystematisch angegangen. Ich kann mich erinnern, dass ich beim ersten Durchspielen diesen großen Knopf mehrfach betätigt habe, um zu schauen, ob sich noch was verändert - das habe ich dieses Mal gelassen, weil's ja auch nicht notwendig ist, die Räume dauernd in ihren Urzustand zurückzuversetzen - es sei denn, es gibt dafür Bonuspunkte, weil die Räume sich dann ja ändern :)

War jedenfalls sehr schön gemacht und auch relativ logisch, wenn man die vier Hinweise auf dem einen Bild im Hinterkopf behalten hat. Die konnte man ja gerade auf das Spiegellabyrinth super anwenden - wobei ich da zuerst nicht gewusst hab, was ich da eigentlich tue und blind durch die Gegend gelaufen bin. Dann ist mir der Gedanke gekommen, dass diese Podeste, die man im Ausgang sieht, evtl. ein Hinweis sein könnten, und dann ist mir eingefallen, dass auf diesem Bild stand, man solle immer den Ausgang nehmen, der einem das Ziel als weit entfernt anzeigt. Damit war die Sache dann eigentlich klar.

Herumgeirrt bin ich trotzdem zwischen den einzelnen Räumen, obwohl ich mir Notizen gemacht hatte, welche Tür wohin führt. Manche waren allerdings etwas mühsam anzuklicken, weil der entsprechende Hotspot so klein war, und einmal bin ich auch draußen vor dem Club gelandet. Da hatte ich einfach nicht realisiert, dass die Tür, die ich angeklickt hatte, die Karo-6 war, die in einem Hinweis ja als Ausgang erwähnt wird.

Das mit der Waffe fand ich auch etwas eigenartig. Mich hat dabei aber eher gestört, dass Sam erst rumzickt von wegen sie wolle nicht mit einer Waffe herumlaufen. Aber kaum sieht sie Mephistopheles, fällt ihr ein, dass sie eine Waffe braucht und man darf noch mal durchs Labyrinth laufen - das fand ich etwas ärgerlich, und auch wenn die ganze Szene vermutlich ihre Entschlossenheit, gepaart mit etwas Verzweiflung zeigen sollte, so fand ich das mit der Waffe einfach nicht passend. Nach allem, was wir über Sams Charakter zu dem Zeitpunkt wussten, war das nicht glaubwürdig, dass sie zur Waffe greift, aber bitte.

Was ich mich nach wie vor frage: Wie viel wusste eigentlich Mephistopheles? Er hat Sam ja auf Anhieb das richtige Video gezeigt, in dem sie Angelas Vater bei einem "Trick" bewundern konnte. Wusste Mephistopheles, dass Angela hinter den Geschehnissen steckte oder wollte er Sam mit Hilfe des Videos nur zeigen, dass es Menschen gibt, die tatsächlich sowas wie richtige Magie beherrschen und sie am falschen Ort sucht? Ihr geht ja dann auch schlagartig ein Licht auf, ohne dass er ihr noch großartig erklären muss, um wen es sich handelt.

Das Ende selbst fand ich etwas abrupt, und mir hat's leid getan, dass man Angela nicht helfen konnte. Ich glaube, Styles hätte das schon hingekriegt, wenn sie es nur zugelassen hätte. Aber gut. Sie war wohl nicht mehr so ganz richtig im Kopf. Mir hat sie ja leid getan. Da verliert sie erst ihren Vater in einem grausigen Unfall - ich geh davon aus, dass sie das Feuer unbewusst verursacht hat, auch wenn das so im Spiel nicht gesagt wird - und wird mit ihren Kräften allein gelassen. Dann weist der einzige Mensch, der ihr helfen könnte, sie ziemlich rüde ab, sodass sich ihre Kräfte erneut manifestieren. Und dann gleitet die Arme immer weiter in den Wahnsinn ab, weil da niemand ist, der ihr helfen kann, niemand, der ihr zeigt, wie sie mit diesen Kräften, die sie nicht versteht, umgehen kann und wie sie sie kontrolliert. Das fand ich schon sehr traurig.

Ob Angela in Styles verliebt war - da bin ich mir nicht ganz sicher. Ich glaub nicht, dass sie ihm schaden wollte, indem sie sich als Laura hergerichtet hat, aber ob sie das getan hat, weil sie in ihn verliebt war oder weil sie ihm die Illusion verschaffen wollte, dass Lauras Geist immer bei ihm ist - keine Ahnung. Das war etwas unklar. Aber grade sowas mag ich an den Jensen-Spielen. Man kann auch nach dem Abspann noch herrlich drüber diskutieren und interpretieren :) Habt ihr euch btw den Abspann bis zum Ende angesehen? Da kommt noch eine ganz kurze Szene, die man auch wieder je nach Lust und Laune interpretieren kann.

Was Lauras Geist angeht: Auch das kann man interpretieren, wie man möchte. Das Wort "Imposter", das sich ja erst vollständig manifestiert, als Sam bereits aufgeflogen ist, kann sich durchaus auch auf Angela beziehen. Die gibt ja schließlich vor, Laura zu sein. Entweder hat Angela da selbst unbewusst einen Hinweis gegeben, oder wir haben es tatsächlich mit einem Geist zu tun. Mir geht's da ähnlich wie Joey: Mir gefällt die Vorstellung, dass Lauras Geist noch irgendwo herumschwebt und über ihren David wacht bzw. dass die vielen Hinweise, die er gesammelt hat, tatsächlich von ihr gekommen sind. Problematisch dabei sind nur die beiden Szenen, in denen David glaubt, Laura zu spüren. Das könnte gut und gerne Angela gewesen sein, die sich hereingeschlichen hat und dann ganz fix wieder verschwunden ist - wobei sie dazu schon extrem schnell sein müsste.

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 00:25 
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Titel: Gezeitenwanderer
Zur Frage ob man glaubt das der Geist von Davis Frau im Haus war.
Ja kann ich mir gut vorstellen das sie wirklich da war.
Das Wort Imposter könnte eine Warnung bezüglich Angela gewesen sein, Betrügern im Sinne von ganz klar jemand gibt sich als Laura aus und ist es aber nicht.
Ergo denke ich nicht das alle Ereignisse im Haus wo man glaubte Laura zu sehen, von Angela inszeniert waren sondern das es durchaus Lauras Geist gewesen sein könnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 00:42 
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Jehane hat geschrieben:
Was ich mich nach wie vor frage: Wie viel wusste eigentlich Mephistopheles? Er hat Sam ja auf Anhieb das richtige Video gezeigt, in dem sie Angelas Vater bei einem "Trick" bewundern konnte. Wusste Mephistopheles, dass Angela hinter den Geschehnissen steckte oder wollte er Sam mit Hilfe des Videos nur zeigen, dass es Menschen gibt, die tatsächlich sowas wie richtige Magie beherrschen und sie am falschen Ort sucht? Ihr geht ja dann auch schlagartig ein Licht auf, ohne dass er ihr noch großartig erklären muss, um wen es sich handelt.

Hmmm. Interessante Frage.
Daß Sam bei dem Video sofort ein Licht aufging, ist jetzt nicht so seltsam. Sie hat einfach die Zeichen wiedererkannt. Das Muster auf der Krawatte, diese.. was war das nochmal? Die Krawattennadel? Das, was so aussah, wie diese Pyramide aus Hantelscheiben meine ich. Und natürlich die Farbe, wie das Wasser im Pool.
All das hat Sam auch schon vorher gesehen, auf dem Foto in Angelas Zimmer.
Angela hat wohl bei ihren "unbewußten Handlungen" in den meisten Fällen etwas benutzt, was sie an die Person erinnerte, die sie wohl am meisten im Leben geliebt hat. Ihren Vater, dessen Foto sie jeden Tag sieht.

Mephisto dagegen... Er ist wirklich sehr mysteriös. Aber irgendwie glaube ich, daß er weniger weiß, als man denkt. Daß er sozusagen wissend tut, so erscheinen möchte. Eine gewisse Überlegenheit ist ja nicht gerade unnütz, wenn man möglichst mysteriös erscheinen will, und das will Mephistopheles ganz bestimmt. Harvey und Helena waren wohl auch schonmal in seinem Laden, vielleicht haben sie da ja auch nach Sam gefragt. Aber woher sollte er Angela kennen? Sie scheint mir nicht wie jemand, der Zauberläden aufsucht. Aber Sam hat ihm ja einiges erzählt. Vielleicht hat er sich einiges zusammengereimt. Oder einfach nur mysteriöse Hinweise gegeben und gewartet, was daraus wird. Seine Tips waren ja auch nicht gerade unlogisch, wie z.B. die Veränderung des Zeitplans. Das war eigentlich eine sehr rationale und sinnvolle Idee. Und Mephistopheles kam eher auf diese als Sam, weil Sam sich mit den Lämmern ja schon angefreundet hatte und daher eine sehr viel persönlichere Beziehung zu ihnen hatte. Klar, sie hat versucht, sie auszuspionieren für Styles, aber eigentlich mochte sie sie ja und hoffte bestimmt, daß keiner von ihnen der "Bösewicht" wäre.
Teilweise kommt es mir auch so vor, als ob Mephisto wirklich glaubt, daß das alles ein "Grand Game" von Sam ist und sie ihm nur so viel erzählt, damit er es an den Daedalus-Club weitergibt, man sozusagen auf sie aufmerksam wird. Wobei ein solches "Grand Game" vom dem Club wahrscheinlich nicht akzeptiert worden wäre. Sam meinte glaube ich selbst mal, daß dabei niemandem wirklich geschadet werden darf. Ich weiß jetzt nicht mehr, wann genau sie das sagte. Aber vielleicht dachte ja Mephisto vorher, daß Sam alles inszenieren würde, merkte aber danach, daß sie so etwas niemals tun würde, vor allem nicht gegen Styles? Und hat vielleicht danach selbst einige Nachforschungen angestellt. Als Mitglied des Clubs ist es ja auch an ihm einzuschätzen, ob Sam eine würdige Kandidatin wäre oder nicht. Grand Game hin oder her, es zählt wohl auch die Person selbst und ihr Charakter. Und den kann keiner aus dem Club besser einschätzen als er, mit dem sie so oft gesprochen hat.

Mhm. Vielleicht war das doch Sams Grand Game? Kann sie nun Mitglied im Club werden?
Sie hat vielleicht kein eigenes erschaffen, aber sie hat etwas, das wie eines schien, als etwas.. ganz anderes identifiziert, dabei auch einige Tricks eingesetzt, und am Ende einem verzweifelten Mann geholfen, wieder etwas mehr zurückzufinden in sein wirkliches Leben. Sie hat bewiesen, daß sie etwas Magie wirken kann, gut in Zaubertricks ist, auch wenn es nur einfache waren. Aber auch, daß sie ein wirklich gutes Herz hat, daß sie jemandem, der verzweifelt ist, helfen möchte. Und dazu sozusagen bis zum Äußersten geht, nämlich jemanden, von dem sie denkt, daß er der Person schaden möchte, mit einer Pistole zu bedrohen. Womit sie sich theoretisch gesehen sogar ihre eigene Mitgliedschaft im Daedalus-Club hätte unmöglich machen können. Sie bedroht die, auf deren Gunst sie für die Mitgliedschaft angewiesen wäre. Weil sie denkt, daß diese ein großes Unrecht begehen. Falls es eine Prüfung gibt in dem Club, ob jemand reinen Herzens und nicht nur aus Eigennutz handelt, dann hat Sam meiner Meinung nach gewiß bestanden.

Aber zurück zum Thema... Sorry, eben beim Schreiben kam wohl ein Gedanke zum anderen und die haben mich gerade etwas überflutet und führten zu dieser WoT. :oops:
Ich denke eigentlich nicht, daß Mephistopheles so viel mehr als Sam wußte. Er hat sich aber bestimmt einiges zusammengereimt. Und nachdem Sam sich als würdig erwiesen hat, er auch sicher war, daß sie keine Spielchen mit Styles getrieben hat oder so etwas jemals würde, hat er ihr eben dieses Video gezeigt, um ihr zu zeigen, daß nicht alles ein Trick sein muß, sondern daß es wahre Magie gibt, wahre Magier. Menschen mit übersinnlichen, unerklärlichen Fähigkeiten.
Angelas Vater war offensichtlich Mitglied im Daedalus-Club. Somit "kannte" Mephistopheles ihn wohl auch. Entweder noch persönlich (Wurde jemals gesagt, wie lange sein Tod schon her ist? Da das Video angeblich sehr alt ist, da diese Art Tricks ja damals noch gar nicht möglich gewesen wären, muß der Tod von Angelas Vater wohl schon eine Weile her sein. Aber so alt ist sie ja noch gar nicht... War sie damals noch ein kleines Kind? Und wie alt ist wohl Mephisto?) oder doch zumindest aus Erzählungen. Ein Magier, der solche Wunder wirkt, ist in einem solchen Club bestimmt sehr bekannt, vielleicht sogar eine Legende! Vielleicht hat Mephistopheles einfach geschlußfolgert, daß solche Begabungen nicht ständig vorkommen und daß etwas von der Wirkung her ähnliches, das nun passiert, wahrscheinlich von einem Nachkommen bewirkt werden würde, dem diese Fähigkeiten vererbt worden wären. Das wäre auf jeden Fall wahrscheinlicher, als daß es viele derartig "begabte" Menschen überall gibt. Sowas wäre aufgefallen. Eins und Eins ergibt Zwei. Somit zeigt er Sam das Video in der Hoffnung, daß ihr dieses oben erwähnte Licht aufgeht und sie... tut, was sie danach tun muß. Nämlich das Richtige!
Und das nicht, um einen Vorteil zu erlangen (die Mitgliedschaft im Club), sondern aus Liebe. Nicht romantische Liebe, sondern... ich habe das immer als eine Art Seelenverwandschaft gesehen. Sie muß einfach Styles helfen, weil sie sich ihm so sehr verbunden fühlt, aufgrund ihrer ähnlichen Erfahrungen, weil sie ihn kennengelernt hat, jetzt, nach dem Unfall und seinem Verlust, und ihn verstehen kann, verstehen kann, warum er immer so grantig ist und gar niemanden mehr in seiner Nähe haben möchte. Und hinter all dieser Grantigkeit doch den eigentlichen David sieht, der eigentlich ein sehr netter und liebevoller Mensch ist, sich nun aber aus Angst und Schuldgefühlen hinter einer Maske versteckt. Und natürlich, weil Sam einfach ein sehr guter, netter Mensch ist, der niemandem schaden möchte. (Sieht man ja auch daran, wie es sie mitnimmt, daß Malik wegen ihr den Job verloren hat, den er dringend brauchte, um seiner wohl nicht sehr wohlhabenden Familie nicht auf der Tasche zu liegen.)

Ich denke, wenn Sam einfach gefragt hätte, ob Mephisto was bekannt vorkommt an den Geschehnissen, hätte er ihr das Video nicht gezeigt. Das Video ist der Lohn für Sams Aufrichtigkeit, ihr Mitgefühl und ihre Hingabe an das, was sie für Richtig hält.

Nun frage ich mich... Warum nennt er sich Mephistopheles?
Zitat:
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

So kommt er mir eigentlich gar nicht vor. Warum hat er diesen Namen gewählt?
Eigentlich fand ich ihn recht hilfreich und nett...
Zitat:
Das Ende selbst fand ich etwas abrupt, und mir hat's leid getan, dass man Angela nicht helfen konnte.

Hmmm. Ja, mir auch, aber.. wie hätte man ihr noch helfen können? Sie war in der Kirche ja schon total abgedreht. Vollkommen jenseits jeder Realität.
Sie hat sich wohl so sehr in ihre Phantasie, Laura zu sein, hineingesteigert, daß sie, als sie am Ende in Styles Schlafzimmer kommt, jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben scheint. Und da ihr nun gezeigt wird, daß sie nicht Laura ist, daß Styles nicht mehr glaubt, daß sie Laura ist... Da kann sie nur eine Fee sein! Ihr eigenes Ich scheint völlig verschwunden. Eine alte, schlimme Erinnerung vielleicht noch. Da gab es mal eine Angela. Aber das ist nicht sie. Und Feen können fliegen. Daher fliegt sie auf ihren Vater zu, mit dem alles begann.
Ich glaube, am Ende in der Kirche hätte wohl nicht mal Styles sie mehr zurückholen können, so sehr er es auch wollte. Sie war schon zu weit fort.
Zitat:
Aber grade sowas mag ich an den Jensen-Spielen. Man kann auch nach dem Abspann noch herrlich drüber diskutieren und interpretieren :)

Ja, das liebe ich auch. Leider gibt es das zu selten. Entweder bleibt zu viel offen, sozusagen ein Cliffhanger, oder alles wird erzählt. Spiele, in denen keines davon zutrifft, sind sehr selten. JJ kann einfach wundervoll erzählen! Es mag manchmal etwas an der Grafik hapern oder die Rätsel sind nicht zu herausfordernd (Aber fast immer super eingebunden!), aber was immer paßt, sind Charaktere und Story! DAS kann sie toll! :top:
Vielleicht sind nicht immer alle Charaktere liebenswert. (Hatten wohl viele Probleme, mit Malachi in Moebius warmzuwerden? :shock: ) Aber sie sind immer überzeugend und tiefgründig. Finde ich zumindest. Es sind wirkliche Charaktere und nicht nur hohle Figuren.
Ich würde mir wirklich mehr Spiele dieser Art wünschen. Rätsel fand ich OK. Nicht gerade herausfordernd meist, aber gut eingebunden. Und vor allem vorhanden. :roll:
Grafik ist gut genug für mich. Und wenn ich sehe, was für Pixelgrafikspiele letztlich nur noch rauskommen, dann finde ich die Grafik von GM superoptimal!
Aber für mich ist es wichtig, daß ich mich in die Welt hineinversetzen kann. Daß mir alles real erscheint und nicht nur wie ein Abbild der Welt. Und genau das schafft JJ immer wieder. :)
Zitat:
Habt ihr euch btw den Abspann bis zum Ende angesehen? Da kommt noch eine ganz kurze Szene, die man auch wieder je nach Lust und Laune interpretieren kann.

Ich denke mal, daß der Daedalus Club mehr als nur aufmerksam wurde auf Sam.
Oder vielleicht auch eine Ankündigung für ihr "Grand Game", falls sie nicht durch ihre bisherigen Taten schon aufgenommen wird?

Opuh... Hab ich echt SO viel geschrieben? 8o
Bitte verzeiht.. Aber ich mag dieses Spiel wirklich. :]


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 14:43 
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Spannende Überlegungen :)

Bei Mephistopheles bin ich mir fast sicher, dass er den Namen ganz bewusst gewählt hat. Er sieht auch aus, als wäre er direkt einer Inszenierung von Goethes "Faust" entsprungen. Bei Goethe ist Mephisto ja auch nicht unbedingt böse, er ist auch keine Teufelsgestalt, sondern Teil der Schöpfung und damit eingebunden in den göttlichen Plan. Und er verkörpert das Prinzip der Negation, das es für das Funktionieren der Welt braucht. Man kann ihn bei Goethe allerdings auch so interpretieren, dass er sozusagen für die zerstörerischen Kräfte Fausts steht und dessen Inneres verkörpert. Was er jedenfalls tut: Er hilft Faust dabei, seine Pläne umzusetzen, stupst ihn immer wieder in die richtige Richtung, aber eben mit dem Ziel, dass am Ende der Pakt eingelöst wird. Das lässt sich jetzt natürlich nicht eins zu eins auf Gray Matter übertragen, aber das Mysteriöse, Geheimnisvolle hat auch Mephistopheles. Und er lässt sich nicht in die Karten schauen - Goethes Mephisto ebenso. Deswegen ist es vermutlich auch so schwierig, festzustellen, wie viel Mephistopheles wusste bzw. sich zusammengereimt hat. Ich halte ihn an sich für einen schlauen Burschen, der mehr mitbekommt, als er zugibt, aber ich glaub nicht, dass er wusste, dass Angela hinter allem steckte.

Meine Vermutung: Mephistopheles hat die Vorgänge in Oxford genau beobachtet und sie zunächst für ein "Grand Game" Sams gehalten - das sagt er ihr ja auch ins Gesicht. Dann stellt er fest, dass er falsch liegt, weil er Sam besser kennenlernt und merkt, dass sie nie sowas inszenieren würde, um anderen Menschen zu schaden. Also erinnert er sich an diesen Magier, der beeindruckende "Tricks" zustandebrachte, die gar keine Tricks waren und zieht den Schluss, dass jemand mit solchen Fähigkeiten hinter dem Ganzen stecken muss. Um zu verhindern, dass noch mehr Schaden angerichtet wird, schlägt er vor, dass Zeit und Ort des Experiments vertauscht werden, und als wieder etwas passiert, kann er fast sicher sein, dass jemand von den anderen "Lämmern" involviert ist. Ich glaube aber nicht, dass er wusste, wer, und ich bin mir auch nicht sicher, dass er vorhatte, Sam das Video zu zeigen. Sie zwingt ihn ja praktisch mit vorgehaltener Waffe dazu, mit dem, was er weiß, rauszurücken. Ich glaube aber, dass er das früher oder später so oder so gemacht hätte, einfach, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen zu Schaden kommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 14:44 
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Nachtstern hat geschrieben:
Zur Frage ob man glaubt das der Geist von Davis Frau im Haus war.
Ja kann ich mir gut vorstellen das sie wirklich da war.
Das Wort Imposter könnte eine Warnung bezüglich Angela gewesen sein, Betrügern im Sinne von ganz klar jemand gibt sich als Laura aus und ist es aber nicht.
Ergo denke ich nicht das alle Ereignisse im Haus wo man glaubte Laura zu sehen, von Angela inszeniert waren sondern das es durchaus Lauras Geist gewesen sein könnte.

Ja, die Interpretation gefällt mir auch am besten - dass es teilweise Angela war und teilweise tatsächlich Lauras Geist. Einfach, weil mich Letzteres für David freuen würde. Und wenn wir eh schon eine quasi übersinnliche Erklärung serviert bekommen (Angelas Kräfte), dann kann auch gleich ein Geist mit von der Partie sein :)

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 15:45 
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Ein wirklich existierender Geist wäre vermutlich auch noch am ehesten etwas, woran man bei einem Sequel anknüpfen könnte. Sonst müsste man in so einem Fall für beide Hauptcharaktere extra eine neue Motivation aufbauen, was ein bisschen umständlich wäre.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 17:05 
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Mikej hat geschrieben:
Ein wirklich existierender Geist wäre vermutlich auch noch am ehesten etwas, woran man bei einem Sequel anknüpfen könnte. Sonst müsste man in so einem Fall für beide Hauptcharaktere extra eine neue Motivation aufbauen, was ein bisschen umständlich wäre.

Hmmm. Ich stelle mir das eher so vor, daß Lauras Geist, so er denn wirklich noch da wäre, nun, da die Umstände ihres Todes aufgeklärt sind und Styles auf dem Wege der Besserung ist, endlich seinen Frieden finden und somit verschwinden würde.

Und wenn ich mich richtig an die ganzen Berichte von damals erinnere, sollte eine mögliche Fortsetzung in Schottland spielen. Deshalb bin ich immer davon ausgegangen, daß in dieser Styles und Sam die Hintergrundgeschichte von Angela und ihrem Vater herausfinden würden.


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2018, 19:40 
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Da bin ich bei Joey. Mir gefällt aber auch die Vorstellung, dass Lauras Geist versucht hat, David Frieden zu geben und nach geglückter Mission selbst Frieden findet. Es ist echt jammerschade, dass es keine Fortsetzung gibt und wir vermutlich nie erfahren werden, wie die Geschichte weitergegangen wäre - oder ob es überhaupt eine direkte Anknüpfung gegeben hätte. Ich glaub, eine eigenständige Geschichte mit denselben Protagonisten hätte auch gut funktioniert - so ähnlich wie bei den Gabriel Knight-Spielen halt :)

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Freitag 16. März 2018, 19:06 
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Zusammenfassung Kapitel 8

Bild

Sam befindet sich im Daedalus Club und will Mephistopheles zur Rede stellen. Sie sieht sich also erst einmal gründlich um. Mit den Spielautomaten kann sie nichts anfangen, zur Bühne will sie nicht. Also ab zur Bar, wo weder der Barmann noch die Gäste etwas über den Vorfall in Oxford wissen, geschweige denn, wo sich Mephistopheles herumtreibt. Lediglich der seltsame Türsteher gibt ein paar kryptische Hinweise – der Club hat zwei Gesichter, und des Rätsels Lösung liegt irgendwo unten. Zutritt zu diesem „Unten“ verschafft sich Sam über einen der Spielautomaten. Sie landet in einem bizarr-schönen Labyrinth, das nach den Farben von Spielkarten gestaltet ist – Herz, Karo, Pik, Kreuz. Es gilt nun, drei Schlüssel zu finden, um die Tür im ersten Raum öffnen zu können. Dahinter soll sich der private Bereich des Clubs befinden, in dem sich auch Mephistopheles aufhält. Das Labyrinth entpuppt sich als ziemliche Herausforderung – manche Türen führen in denselben Raum zurück, eine führt gar nach draußen. Wieder andere führen in neue Räume. Mit Hilfe eines bizarren großen Knopfs kann Sam die Lichtverhältnisse ändern, sodass sie erkennt: Die Türen sind quasi Spielkarten, wobei die letzte Tür im Raum immer zur Königin der jeweiligen Spielfarbe führt. In jedem Raum findet Sam Hinweise darauf, die sie durchs Labyrinth leiten. Besonders gerne hat der Daedalus Club offenbar Bilder mit kryptischen Hilfestellungen darauf, und so manche Tür entpuppt sich auch als Sackgasse. Macht aber nichts. Weil Sam sehr geduldig und stur ist, schafft sie es nach einer Weile, das Labyrinth zu knacken und in das Allerheiligste vorzudringen, wo sie Mephistopheles zur Rede stellt.

Der zeigt sich leicht empört darüber, dass Sam tatsächlich ihn der Vorfälle in Oxford verdächtigt. Obendrein unterstellt er ihr, in Styles verliebt zu sein, was Sam ihrerseits empört zurückweist. Weil Mephistopheles aber offenbar auf seine eigene Art und Weise einen Narren an Sam gefressen haben dürfte, hilft er ihr weiter, indem er ihr das Video eines Magiers zeigt. Sam stellt fest: Der vorgeführte Trick war zu dem Zeitpunkt, als das Video entstand, noch gar nicht möglich. Sie will noch immer nicht so recht glauben, dass es Menschen gibt, die tatsächlich über sowas wie magische Fähigkeiten verfügen. Und dann fällt der Groschen: Angela ist es, die hinter den seltsamen Ereignissen in Oxford steckt! Der Magier in dem Video ist ihr Vater, der bei einem Brand ums Leben kam und der offenbar selbst über besondere Fähigkeiten verfügte, die er als Tricks tarnte.

Bild

In Oxford trifft David nun auf „Laura“, die sich als Angela entpuppt. Sam kommt zwar grade noch rechtzeitig, wird aber von der verstörten Angela per Telekinese in Brand gesteckt und von Styles gerettet. Gemeinsam machen sich die beiden auf, um Angela zu stoppen. In der Kathedrale kommt es zum Showdown. Styles, der erkennt, dass es Angela war, die vor Jahren seine Hilfe gesucht hat, versucht, die junge Frau davon zu überzeugen, dass sie weder Schuld am Tod ihres Vaters noch an dem Lauras trägt. Sein Charisma reicht in diesem Fall aber nicht aus: Angela ist physisch und psychisch außerhalb seiner Reichweite und stürzt sich in den Tod.

In einer abschließenden Sequenz sehen wir den „Club der Lämmer“ bei Styles versammelt. Die seltsamen Ereignisse werden ausgiebig diskutiert, und niemand scheint eine Erklärung dafür zu haben, was Angela angetrieben hat. Styles, der festgestellt hat, dass Angelas Gehirn über einen Bereich verfügte, der nur selten vorkommt und von dem niemand weiß, was er eigentlich tut, ermahnt die Studenten eindringlich, ihre Meinung über die Vorkommnisse für sich zu behalten. Denn die Autopsie hat nichts Ungewöhnliches ergeben; es gibt also keine Beweise für das, was passiert ist, eine Meinung, die auch Sam zu teilen scheint. Sie hat sich entschlossen, bei Styles zu bleiben, der ihr offenbar verziehen hat, dass sie sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eingeschlichen hat. Wie es mit Sam und David weitergehen wird, bleibt offen. Fix ist aber eines: Styles wird immer ein Problem mit Kaninchen Houdini haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Dienstag 20. März 2018, 23:23 
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Schöne Zusammenfassung und danke fürs Leiten Jehane mir hats großen Spaß gemacht. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. März 2018, 10:17 
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Ich bedanke mich auch recht herzlich bei Jehane für die Leitung des Playthroughs und die herausragenden Zusammenfassungen. Auch dem ausgewählten Kreis der Mitspieler, Fragensteller, Erklärer und Mitleser drücke ich meinen Dank aus. :-D

War ein schönes Erlebnis!


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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. März 2018, 14:07 
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Ich sag danke, war ein sehr feiner Playthrough mit tollen Diskussionen und einer sehr angenehmen Runde :top:

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 Betreff des Beitrags: Re: 4. Playthrough Gray Matter
BeitragVerfasst: Donnerstag 22. März 2018, 22:20 
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Von mir auch Danke für die Leitung des Playthroughs und diese Wahnsinns-Zusammenfassungen. :top:
Das hat wirklich viel Spaß gemacht!


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