Die Zukunft von PC-Spielen

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Wie schätzt Ihr die Zukunft von PC-Spielen ein?

Ausgezeichnet. Spiele wurden schon immer für den PC entwickelt und das wird auch immer so bleiben. Ich mache mir da keine Sorgen.
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Eher weniger gut. Ich denke, dass sich der Trend zu Konsolenspielen hin bewegt und mittlerweile weniger Spiele für den PC entwickelt werden. Die Entwicklung für PC-Spiele wird daher abnehmen.
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Ich glaube, dass sich das die Waagschale hält. Für den PC und für Konsolen werden gleichermaßen Spiele entwickelt. Das wird sich auch nicht ändern.
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marenk
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Die Zukunft von PC-Spielen

Gerade lese ich, dass das Spiel "L.A.Noir" exklusiv für die PS3 und Xbox 360 erscheint. Ob eine Veröffentlichung für den PC überhaupt geplant ist, ist fraglich. Obwohl mich die Meldung nicht sonderlich überrascht, weil ich fast schon damit gerechnet hatte, bin ich doch etwas enttäuscht. Auch Titeln wie "Alan Wake" oder "Heavy Rain" trauere ich hinterher, die es leider nie auf den PC geschafft haben. Mal abgesehen vom Preis, der mich im Moment davon abschreckt, mir eine Konsole ins Haus zu holen, finde ich die PC-Varianten von Spielen bisher auch komfortabler, z.B. was das Speichern angeht. Ein anderes Argument is natürlich der Preis, der für ein neues Konsolenspiel schon mal 70 € betragen kann, für den PC dann meist aber "nur" um die 45 € liegt (immer noch teuer). Aber mal abgesehen von meinem persönlichen Dafür und Dagegen würde es mich interessieren, wie Ihr die Zukunft der PC-Spiele einschätzt. Denkt Ihr, dass die Plattform in Zukunft auch weiterhin gut bedient wird?

EDIT: Ach so, ich selbst sehe das eher weniger gut. Ich glaube, dass immer mehr für Konsolen entwickelt wird.

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Dolgsthrasir
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Eine Parallelentwicklung findet ja in weiten Teilen jetzt schon statt. Viele Titel werden sogar explizit für Konsolen entwickelt und dann (teilweise lieblos) für den PC portiert, gelegentlich sogar erst Monate Später (GTA4 z.B.). Der Trend ist allerdings ganz klar zu erkennen, dass die Entwicklung von PC-Spielen immer unwichtiger zu werden scheint. Einzig Valve sieht den PC noch als Hauptspieleplattform, und das auch nur, weil sie über eine überaus erfolgreiche Plattform wie Steam verfügen. Einige Genres werden wohl auch weiter ihr Metier auf dem PC finden, ich denke da vor allem an Echtzeitstrategie. Leider ein Genre, mit dem ich gar nichts anfangen kann.

Nur in einer Hinsicht sehe ich den PC auch weiterhin vorne: Independent-Titel. Der PC ist eine sehr angenehme Entwicklungsplattform und nicht weiter mit irgendwelchen Lizenzkosten verbunden. Dementsprechend werden Perlen wie Amnesia auch weiterhin vorrangig auf dem PC erscheinen. Aber sobald sich der Erfolg einstellt, werden auch die Entwickler zu den Konsolen umschwenken. Diese Bewegung empfinde ich als kaum noch aufzuhalten, was ich sehr schade finde, da für mich der PC immer die Hauptspieleplattform bleiben wird. Mit einer Konsole werde ich niemals warm.

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Mr.Brain
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Die Zukunft von PC-Spielen sieht rosig aus

Ich sehe das Thema nicht so schwarz. Der PC wird in meinen Augen seinen angestammten Status auch mittelfristig nicht verlieren. Vor allem nicht hier in Deutschland. Er ist jeder Konsole immer noch überlegen. Als offenes System zudem individuell nachrüstbar, was aber auch mehr Geld kostet. Eine Konsole ist ein geschlossenes System, das in den ersten zwei Jahren technisch durchaus beweisen kann, was alles möglich ist. Dann aber holt der PC in der Regel wieder auf und zeigt vor allem grafisch, wer die Hosen an hat. Interessant ist auch, dass die Konsolen in jeder Generation einen Schritt in Richtung Computer machen. Festplatte, diverse Schnittstellen wie LAN etc. Das sind doch keine wirklichen Konsolen mehr, sondern Hybrid Computer. Also irgendwie gleicht man sich da doch immer stärker dem PC an. Wenn der PC aber so schlecht wäre, würde es ja offensichtlich auch keine Angleichung geben...

Was die Spiele angeht.

Microsoft hat seinerzeit nach der Ensemble Studios Schließung im September 2008 gefaselt, der PC wäre nicht mehr zum Spielen geeignet. Eine tote Plattform, die nur für Windows- und Office Anwendungen geeignet wäre. Jetzt hat man eine Rolle rückwärts gemacht und programmiert nach fünf Jahren sogar wieder einen neuen Flugsimulator. Auch Age of Empires Online wurde programmiert. Beides Spiele für den PC. Wobei letzteres eher für den Gelegenheitsspieler ausgelegt ist. Da wollte wohl jemand seine X-Box etwas stärker forcieren und hat jetzt erkannt, dass die Vernachlässigung des PC ein strategischer Fehler war. :wall:

Was die zukünftige Genre Aufteilung im PC-Sektor angeht, so wird diese selbstverständlich entsprechend umgewürfelt werden. Das hat aber nicht nur mit den Konsolen zu tun, sondern auch mit dem Spielverhalten und der Zielgruppe. Echtzeitstrategie hat schon seit 2008 (leider) sehr wenig auf dem PC zu melden. Die Zeiten sind ausgeträumt, als dieses Genre die Speerspitze auf dem PC war. Das Genre ist primär noch in Europa und einigen Teilen Asiens, z. B. Südkorea populär. Die Glanzzeiten sind vorüber. Viele Studios haben sich verabschiedet. C&C 4 ist an die Wand gefahren, weil man den Titel Mainstream tauglicher machen wollte. Age of Empires gibt es nicht mehr. Einzig Blizzard (Starcraft 2) und Relic (Dawn of War) halten gegenwärtig noch die Fahne hoch. Jedoch eindeutig zu wenig.

Dafür kommen so langsam aber sicher wieder die Rundenstrategiespiele in Mode. Die waren vor einigen Jahren beinahe fix und fertig. Aber dank Civilization, Heroes of Might and Magic, Kings Bounty, Hearts of Iron und Co. geht hier seit ca. fünf Jahren doch schon wieder einiges. Auch das Genre der Aufbauspiele und Wirtschaftssimulationen kommt wieder etwas in Fahrt. Primär jedoch in Deutschland. Siehe Patrizier 5, Tropico 3, Siedler 7, Anno etc. Diese Titel sind jetzt zugegebener Maßen in einem Nischensektor vertreten. Aber dieser Sektor wirft durchaus Geld ab, weißt mitunter eine sehr gute Qualität vor (z. B. Anno) und ist auf der Konsole schlichtweg nicht realisierbar. Das fängt da bei der Bedienung an und hört beim Anspruch auf.

Interessant ist aber, dass vor allem im Genre der Online-Spiele, der PC nahezu unschlagbar ist. Ein Word of Warcraft mit über 14 Mio. Spielern zeigt uns auf, dass dieser Titel auf eine Konsole, die technisch eingeschränkt ist, überhaupt nicht angewiesen ist. Dann noch die vielen Modding Projekte und Online-Browser Spiele. Da ist der PC als Entwicklungsplattform der Konsole immer noch einen großen Schritt voraus. Die breite Masse spielt immer noch auf dem PC. Dieser ist sogar stärker verbreitet, als irgendeine Konsole. Man sollte sich auch nicht so von frisierten Marketing Zahlen beeindrucken lassen, die da besagen, die Konsole hätte den PC als Spielegerät überholt. Das mag ja für die USA gelten, aber die sind nicht unbedingt mein Maßstab in dieser Thematik. Wenn wir uns ganz nüchtern die Umsatzzahlen auf Steam anschauen, dann kann man erkennen, dass da zweistellige Zuwachsraten zu Buche schlagen. Das wäre nicht möglich, wenn der PC schon fertig hätte...

Ich denke eher, wir lassen uns alle ein wenig von den wenigen qualitativ wirklich hochwertigen Spielen, die für die Konsole kommen, etwas blenden. Wenn wir aber genau hinsehen, dann gibt es diese Projekte auf dem PC auch. Blizzard ist da ein Paradebeispiel. Die haben sogar auf das fast tote Genre der Echtzeitstrategie gesetzt und Starcraft 2 gebracht. Der Titel hat sich innerhalb von 24 Stunden über 1 Mio. mal verkauft. Crysis vom deutschen Entwickler Crytek war vor allem grafisch eine Wucht. Da kommt mit dem zweiten Teil auch ein potenzieller Hit auf den Markt. Außerdem sollte man mal auf Id-Software schauen. Deren Titel Rage könnte in diesem Jahr nicht nur grafisch beweisen, zu was der PC im Stande ist.

Qualität setzt sich durch. Auch auf dem PC.

Fakt ist, dass auf jeden Fall auch viele Parallelentwicklungen, also sowohl auf Konsole als auch für den PC, immer stärker forciert werden. Das ist aber nicht unbedingt negativ zu werten. Ich würde das als Publisher auch so machen, weil ich mein Risiko dadurch entsprechend stärker diversifizieren kann und zugleich mehrere Einnahmequellen habe.

Das wäre jetzt nur mal ein grober Abriss zur Thematik. Jede Plattform hat ihre Vor- und Nachteile. Für die Publisher ist die Konsole natürlich auch attraktiver, weil man da in Sachen Raubkopien etwas mehr Kontrolle hat. Ich würde aber jetzt nicht unbedingt den PC mit dem Amiga vergleichen wollen, der speziell wegen der Raubkopierer in Sachen Spielen vor die Hunde ging...
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madDOOMhammer
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Interessant, dass du die zunehmende Ähnlichkeit von Konsolen und PCs ansprichst. Im Falle der Wii ist der SD Karten Slot und der USB Port nämlich auch quasi die Importstelle für die so verhassten Raubkopien und Sony zahlt derzeit nicht zuletzt den Preis dafür, dass sie sich mit der Linux Community angelegt haben. Bin mal gespannt, welche Lektionen man daraus gelernt hat, ein (Rück)schritt in Richtung eigenständiger Hardware und Schnittstellen würde da vermutlich ein großes Plus in Sachen Sicherheit mit sich bringen.
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Minniestrone
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Ich schreib da später nochmal mehr dazu, aber wenn ich von der Verkaufspraxis, also von dem, was ich bei Gamestop so erlebe, ausgehe, kommt auf 10 Konsolenspiele maximal 1 PC Spiel.
Sieht man sich auf der anderen Seite Hardware- Verkäufe und den Trend zum kleinen, schlanken Netbook, das nicht einmal mehr ein CD Laufwerk hat, dann schauts finster aus für den PC.
Auf der anderen Seite boomen Social- und Browsergames, und ... na klar... WOW.
Ich denke, dass der PC wieder an Bedeutung gewinnen wird, wenn die CD, respektive die DVD ihre Bedeutung als Medium verliert und die Entwickler auf Selbstvertrieb übers Internet (à la Telltale, STEAM, etc.) setzen. Aber das liegt noch im Bereich der Medienutopie ( ein sehr interessantes Thema übrigens).
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Mr.Brain
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

madDOOMhammer hat geschrieben:Interessant, dass du die zunehmende Ähnlichkeit von Konsolen und PCs ansprichst. Im Falle der Wii ist der SD Karten Slot und der USB Port nämlich auch quasi die Importstelle für die so verhassten Raubkopien und Sony zahlt derzeit nicht zuletzt den Preis dafür, dass sie sich mit der Linux Community angelegt haben. Bin mal gespannt, welche Lektionen man daraus gelernt hat, ein (Rück)schritt in Richtung eigenständiger Hardware und Schnittstellen würde da vermutlich ein großes Plus in Sachen Sicherheit mit sich bringen.
Gutes Argument. Die Sache mit der Wii habe ich bisher gar nicht so mitbekommen. Dafür die Linux Geschichte auf der PS 3. Es bleibt abzuwarten, wie sich die nächste Konsolengeneration entwickeln wird. Da dürfte sich doch auch bald wieder was in Sachen Nachfolgegeräten tun, oder?
Minniestrone hat geschrieben:Ich schreib da später nochmal mehr dazu, aber wenn ich von der Verkaufspraxis, also von dem, was ich bei Gamestop so erlebe, ausgehe, kommt auf 10 Konsolenspiele maximal 1 PC Spiel.
Sieht man sich auf der anderen Seite Hardware- Verkäufe und den Trend zum kleinen, schlanken Netbook, das nicht einmal mehr ein CD Laufwerk hat, dann schauts finster aus für den PC.
Auf der anderen Seite boomen Social- und Browsergames, und ... na klar... WOW.
Ich denke, dass der PC wieder an Bedeutung gewinnen wird, wenn die CD, respektive die DVD ihre Bedeutung als Medium verliert und die Entwickler auf Selbstvertrieb übers Internet (à la Telltale, STEAM, etc.) setzen. Aber das liegt noch im Bereich der Medienutopie ( ein sehr interessantes Thema übrigens).
Das Kosten Argument wiegt natürlich stark. Eine Konsole ist, was die Anschaffungskosten angeht, in der Regel preiswerter als ein Spiele-PC. Einen PC kann man dafür nachrüsten, bei der Konsole ist da meistens kein sonderlich großer Spielraum vorhanden. Das muss aber nicht automatisch schlecht sein. Die Entwickler brauchen keine anderen Konfigurationen berücksichtigen, sondern stimmen ihre Spiele einfach auf die Konsole X ab. Die Spiele orientieren sich demzufolge an der Leistungsfähigkeit der Konsole. Mit dem Nachteil, dass die Grafik meistens zwei oder drei Jahre später ausgereizt ist. Das ist aber nicht unbedingt ein Todschlagargument, da ich persönlich eher auf das Spieldesign, die Handlung etc. achte. Da ist Grafik bei mir nicht das dringenste Problem. Niedrige Anschaffungskosten, bequeme Installation. Das sind gute Argumente für eine Konsole. Wenn wir uns dann die Wirtschaftliche Situation anschauen, dass global betrachtet das Vermögen eher schwindet, haben es Plattformen wie der PC, die sehr ins Geld gehen können, durchaus nicht mehr so leicht, wie früher.

Dein Argument mit den Datenträgern ist ganz interessant. Daran hatte ich auch schon gedacht. Konkret hat die Industrie seinerzeit den Fehler bei der DVD gemacht. Da hatte man zu lange gewartet, von der CD auf die DVD umzusteigen. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als von den 3,5 Zoll Disketten auf die CD gewechselt wurde. Konkret bei Rebel Assault in 1993. Da war bis ca. 1997 der Verkauf von Spielen, die auf CD verkauft wurden, relativ konstant. CD-Brenner waren damals recht teuer und dadurch wurde die Raubkopierer Szene etwas gebremst. Bei der DVD hat man dann zu lange gewartet. Hier hat man sich die Gewinne letztendlich kaputt gemacht. Logische Konsequenz müsste jetzt auf ein Jahressicht der Wechsel zur BlueRay Disk erfolgen. Allerdings haben wir heute auch das Problem mit dem Internet. Dann wird der Titel eben über eine Tauschbörse rausgehauen.

Daher fürchte ich, dass es immer stärker zum Trend "Kontenbindung" kommen wird. Blizzard hat das u. a. bei Starcraft 2 schon vorgemacht. Das Problem ist halt, dass man die gekauften Spiele dann nicht unbedingt auf dem Gebrauchtmarkt weiter verkaufen kann. Aus diesen Gründen bin ich auch eher ein Gegner von Steam. Allerdings bin ich auch so realistisch zu schreiben, dass dieser Trend nicht aufgehalten werden kann. Dennoch bevorzuge ich immer noch einen Datenträger, ggf. mit Handbuch und schöner Box.

Rollenspieltechnisch dürfte es auf jeden Fall dieses Jahr auch auf dem PC ganz gut zugehen. :)

http://www.gamestar.de/spiele/the-elder ... 20521.html
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Alrik Fassbauer
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen sieht rosig aus

Mr.Brain hat geschrieben:Was die Spiele angeht.

Microsoft hat seinerzeit nach der Ensemble Studios Schließung im September 2008 gefaselt, der PC wäre nicht mehr zum Spielen geeignet. Eine tote Plattform, die nur für Windows- und Office Anwendungen geeignet wäre.
... Interessanterweise ist Microsoft immernoch Mitglied in dieser höchst obskuren "PC gaming alliwnce" ... Ich bekomme bei Microsoft immer den Eindruck, daß sie mit gespaltener Zunge sprechen ...


Wir müssen uns übrigens unterschieden in amerikanisch- bzw. auf den englischsprachigen Markt hin orientierte Firmen, und europäisch orientierte Firmen.

Zudem scheint es so zu sein, daß, je größer der Publisher ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er ein "kleineres" Spiel herausbringt - das tun dann nur noch Mittelstands-Publisher ... Siehe Drakensang 2 in den USA ...

Auf RPGWatch sehen inzwischen einige Leute (im Forum dort) einen immer größer werdenen Unterschied zwischen "europäischen" und "amerikanisch-orientierten" Spielen.
Und sie setzen ihre Hoffnung voll auf Europa ... Denn von dort, so sagen sie, kommen immer neue, spannende und interessante Konzepte - oft zum Preis von mehr Bugs im Spiel - wohingegen der amerikanisch orientierte Markt zunehmend "gestreamlined", also dem Massenmarkt angepaßte, graphisch sehr gut aussehende, aber inhaltlich in der Tendenz eher "leere" Spiele produziert.

Ich persönlich denke das zunehmend auch - und mehr noch : Der "kulturelle Unterschid" wird sich zunehmend verschärfen ! Es scheint möglicherweise sogar so zu sein, daß Spieler in den USA ein anderes Spielverhalten haben, als europäische Spieler. Aber es gibt dazu leider noch keinerlei sozialogische Untersuchungen, eigentlich schade ... ;)

Möglicherweise wird das auch in den Bewertungen von Gaming-Sites und von Spielemagazinen ausgedrückt.
"Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic."
Arthur C. Clarke, "Profiles of The Future", 1961

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Minniestrone
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Zudem scheint es so zu sein, daß, je größer der Publisher ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er ein "kleineres" Spiel herausbringt
... werfe kurz ein, dass EA und THQ sehr aktiv dabei mithelfen, kleinere, kreative Projekte zu veröffentlichen (Death Spank von EA, Stacking und Costume Quest von THQ).
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Eben das hier entdeckt. Auf den Rest gehe ich ein andermal näher ein.

http://www.gvu.de/25_163_GVU_stellt_fes ... n_2010.htm
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Alrik Fassbauer
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Minniestrone hat geschrieben:
Zudem scheint es so zu sein, daß, je größer der Publisher ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er ein "kleineres" Spiel herausbringt
... werfe kurz ein, dass EA und THQ sehr aktiv dabei mithelfen, kleinere, kreative Projekte zu veröffentlichen (Death Spank von EA, Stacking und Costume Quest von THQ).
... Das aber sicherlich nicht für die PC-Plattform ... Vom ersteren habe ich als Konsolen-only-Veröffentlichung bereits gehört (PC soll angeblich nun folgen, irgendwann einmal bald ...) , vom zweiten habe ich noch nie etwas gehört.

Der Zustand der PC-Plattform läßt sich sehr schön symbolisch m Rollenspiel "Fable" ablesen :

- Teil 1 exklusiv für xbox, PC-Version kommt Jahre später ...
- Teil 2 wird nie auf den PC portiert ...
- Teil 3 exklusiv für die xbox, PC-Version kommt Jahre später ...

Bei den Großen ist die Konsole Trumpf. Und downloadbare Spiele.

Was es immer weniger geben wird, sind Spiele für die PC-Plattform im Laden.

Hinzu kommt, daß "die großen" nun neuerdings den Second-Hand-Markt als die zweite ganz, ganz große Bedrohung direkt nach der Piraterie ansehen ... DLC & OnLive lassen grüßen ...

Hier ist ein Artikel, der imho die derzeit herrschende Situation sehr schön beschreibt (besteht aus 2 Seiten) : http://www.firingsquad.com/games/Firing ... efault.asp

Das imho derzeit treffenste Zitat daraus :
Because the big companies are so focused on catering to the lowest common denominator and trying to emulate past successes, creativity has taken a nose-dive. Making money should be a side effect of game development, not the reason for doing it in the first place. While production values and advertising budgets for AAA games have skyrocketed in recent years, innovation and overall quality have come way down. Unfortunately, deficiencies in the latter are often covered up by overcompensating with the former, which is especially effective in the eyes of a consumer that cares more about outward appearances and celebrity endorsements than actual substance.
"Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic."
Arthur C. Clarke, "Profiles of The Future", 1961

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Minniestrone
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

... Das aber sicherlich nicht für die PC-Plattform ... Vom ersteren habe ich als Konsolen-only-Veröffentlichung bereits gehört (PC soll angeblich nun folgen, irgendwann einmal bald ...) , vom zweiten habe ich noch nie etwas gehört.
Death Spank ist auch per Steam erhältlich, bei CQ und Stacking bin ich mir nicht sicher, da kann es durchaus sein, dass sie als Konsolen- only Titel erscheinen (zumindest erstmal).

Zu dem Artikel schreib ich später nochmal was, aber soviel: der Standpunkt des Autors ist a) sehr kurzsichtig und b) extrem subjektiv. Auch wenn man seine persönliche Meinung in der "Argumentation" möglicherweise wieder findet, fehlt dem Text jedoch ausreichendes Verständnis für sein Subjekt (und damit meine ich Grundbegriffe von Gamedesign, Storytelling, Game- Development, Publishing und ein gewisses Verständnis für den Markt).

Besonders aktuell ist diese oligopolistische Darstellung der "bösen großen Publisher" nämlich nicht mehr, die Indie Szene blüht, vor allem auf dem PC. Allerdings ist die Möglichkeit, sich diese Bewegung zunutze zu machen, auch auf den Konsolen gegeben (Iphone/Ipad, XBlox live indies, etc.).

Okay, das war jetzt doch länger als geplant. ;)
<- ab ins Bett!
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marenk
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Um das Thema noch mal aufzugreifen: hier ist ein interessanter Artikel, laut dem der Umsatz für PC-Spiele im Jahr 2010 um 7 Prozent gestiegen ist. Das lässt ja hoffen.

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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Bezieht sich aber leider nur auf Deutschland.
Die Zahlen basieren auf einer Befragung von 25.000 Konsumenten in Deutschland
Und in der BRD war der PC schon immer recht stark vertreten. In der restlichen Welt sieht das aber leider etwas anders aus.

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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Das dürfte primär an Word of Warcraft (Addon) und Starcraft II gelegen haben.
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madDOOMhammer
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Re: Die Zukunft von PC-Spielen

Beachtlich auch der Unterschied im Preis. Natürlich spielt auf dem PC Markt da auch vermehrt Budget Ramsch rein, aber selbst bei Multiplatform Neuerscheinungen kommen PC Spieler ja meistens deutlich billiger weg.
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