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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 10:24 
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Adventuregott
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Sehr schade. Das Spiel hat wirklich einen hervorragenden Eindruck gemacht.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 11:04 
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Schwertmeister
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Also mit der Information kann mich Daedalic nun auch endgültig gern haben, wenn sie den klassischen Adventures den Rücken kehren, dann mache ich das auch. Sollen sie doch produzieren was sie wollen, liegt wahescheinlich eher nicht am Genre ihrer Spiele, wohl eher wie diese in letzter Zeit daher kommen. Naja, The Devils Men war wirklich vielversprechend.


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 Betreff des Beitrags: Re: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 11:27 
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Adventuregott
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Ich kann die Aussagen von Daedalic - Die Zahlen betreffend - absolut nachvollziehen. Jan Theysen von KingArt hatte uns ja im Interview vor ein paar Wochen etwas ganz ähnliches erzählt: Ein Adventure wie die letzten Daedalic-Spiele oder auch Bout 2 kostet rund eine Million Euro. Bei einem Preis von rund 30 € müsste man also 35.000 Stück verkaufen, um alleine die Entwicklungskosten wieder drin zu haben. Dann hast Du aber noch keine Steuern oder Kosten für Steam etc. mit drin. Bei dem Preis von 30 € sinds abzüglich Steuern noch rund 25 €, ein Drittel davon geht ca. für Steam drauf, bleiben im Besten Fall 16,80 € pro verkauftem Exemplar für den Entwickler. Um damit die Million zu erreichen musst Du dann nicht mehr 35.000 sondern schon 70.000 verkaufen. Für ein Adventure.

Book of Unwritten Tales 2 steht aktuell bei Steamspy mit 83.000 Besitzern. Nach Sales, inklusive Kickstarter-Backern und so weiter.

Und dann fragen wir in unserer Leserumfrage ja auch immer nach dem Termin, wann man sich ein neues Adventure in der Regel kauft. Die Umfrage ist sicher nicht representativ für den weltweiten (oder deutschen) Adventure-Markt, aber gibt meiner Meinung nach eine gute Tendenz ab. Seit Jahren liegt die Zahl der Käufer zum Vollpreis bei knapp unter 50%, mehr als die Hälfte der Teilnehmer wartet also auf eine Budget-Version der Adventures. Du siehst also, wie schwer es ist, mit einem Adventure Geld zu verdienen.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 11:41 
Finde das Spiel sieht wirklich super aus und von der Story her klingt es sehr sehr vielversprechend. Gehe auch mal davon aus das die Entwicklung doch schon recht weit fortgeschritten war, da es ja schon vor längerer Zeit angekündigt wurde. Bitte liebe Entwickler, versucht doch den Restbetrag per Crowdfunding (Kickstarter) zu finanzieren. Dies wäre doch eine perfekte Möglichkeit das Spiel doch noch fertig zu stellen und auch die Fans glücklich zu machen. Hoffentlich lest ihr das auch :-)


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 12:38 
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Gralsjäger
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Puh schwieriges Thema...

Denke mal schon das mit einem guten klassischen Adventure durchaus noch ein Gewinn gemacht werden kann. Aber wenn nach jahrelanger Entwicklung so etwas fades wie Säulen der Erde heraus kommt oder das furchtbare Black Mirror (4) dann braucht man sich ehrlich gesagt nicht zu wundern wenn die Leute das kotzen kriegen. Dasselbe gilt auch für das schlechte Yesterday Origins oder das verbuggte Syberia 3.

Auch die unglücklich gewählten Fantasy-Settings oder Mittelalter-Geschichten locken doch eher keinen Hund mehr hinter dem Ofen daher.
Fad wie ein alter ausgelutschter Kaugummi, da hingegen ist z.B. die Story von einem Telltale Batman 2 die reinste Wohltat.

Jetzt sind alle Hoffnungen in State of Mind gesetzt, ich bin zwar kritisch, hoffe aber trotzdem auf eine spannende Geschichte und einen Erfolg damit.


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 Betreff des Beitrags: Re: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 14:11 
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Adventuregott
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Nachdem weder BoUT2, noch Thimbleweed Park echte Verkaufsschlager waren, kann ich die Vorsicht schon irgendwo nachvollziehen, obgleich TDM jenes Projekt von Daedalic gewesen ist, auf das ich nich mit Abstand am Meisten gefreut hätte!!! Auch ein Deponia Doomsday scheint ja nicht unbedingt weggegangen zu sein, wie warme Semmeln.

Kickstarter ist fürchte ich nicht genug, um die weiteren Kosten ohne enormes finanzielles Risiko abzudecken. Da müßte schon ein anderer Publisher das Projekt aufgreifen und da gibt es da kaum noch jemanden. Momentan sieht es für klassische Adventures echt nicht gut aus. Wird hoffentlich irgendwann wieder besser werden, doch das kann dauern.

Sehr enttäuschend!!!!


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 19:22 
Und warum verkaufen sich Adventures mittlerweile so schlecht? Weil sie in der Vergangenheit stehengeblieben sind, jede Innovation verpasst haben.

Ich habe erst kürzlich Daedalics "Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten" gespielt (zwar schon seit Jahren in meiner Sammlung, aber nie dazu gekommen) und musste mich wirklich durchquälen. Unnötig schwere, unlogische Rätsel, ruckelnde Grafik (von flüssigen 60 fps hat man wohl noch nichts gehört), Animationen die oft nur aus einzelnen Frames bestehen ... sorry, aber da erwartet man heute doch was anderes.

Eine Wohltat war dagegen "Life is Strange". Mitreißende Story die ich regelrecht durchgesuchtet habe, tolle Grafik, absolut flüssig, und dazu ein atmosphärischer Soundtrack. So stelle ich mir ein modernes Adventure vor.

Kurz: Innovationen im Adventure-Genre halte ich für dringend nötig, vielleicht wird es dann auch noch was mit Daedalic.


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 Betreff des Beitrags: Re: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 21:54 
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Adventuregott
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Seh ich auch so. Moderne Adventures verkaufen sich ziemlich gut, sonst wär gerade nicht so ein Hype auf narrative Spiele :)

Daedalic braucht einfach mehr als "nur" ein Deponia: Doomsday. Eher so einen Hit wie Shadow Tactics: Blades of the Shogun. Da kann ich die Anpassung ihres Genre-Begriffs nur verstehen. Wär natürlich schön gewesen, wenn man Devil's Men von Story und Setting übernimmt und daraus was macht - ist aber sicher schwierig.

Ich drück ihnen die Daumen - vielleicht gelingt ihnen das neue Life is Strange


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 Betreff des Beitrags: Re: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 23:04 
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Sensenmann
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Ach Mann, wie schade. Ich hatte mich auf das Spiel schon gefreut.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 23:25 
"Seh ich auch so. Moderne Adventures verkaufen sich ziemlich gut, sonst wär gerade nicht so ein Hype auf narrative Spiele"

Das sind keine Adventures, sondern, wie Du sagst, narrative Spiele.
Interaktive Filme.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 23:26 
"Eine Wohltat war dagegen "Life is Strange". Mitreißende Story die ich regelrecht durchgesuchtet habe, tolle Grafik, absolut flüssig, und dazu ein atmosphärischer Soundtrack. So stelle ich mir ein modernes Adventure vor."

Ein interaktiver Teeniefilm dessen spielerischer Gehalt in einen Fingerhut passt.


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 Betreff des Beitrags: Re: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Samstag 24. Februar 2018, 23:38 
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Adventuregott
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Kodotert hat geschrieben:
"Eine Wohltat war dagegen "Life is Strange". Mitreißende Story die ich regelrecht durchgesuchtet habe, tolle Grafik, absolut flüssig, und dazu ein atmosphärischer Soundtrack. So stelle ich mir ein modernes Adventure vor."

Ein interaktiver Teeniefilm dessen spielerischer Gehalt in einen Fingerhut passt.

da stimmt dir der Kanon der Spieler und der Presse nicht ganz zu ;)

und
kododert hat geschrieben:
"Seh ich auch so. Moderne Adventures verkaufen sich ziemlich gut, sonst wär gerade nicht so ein Hype auf narrative Spiele"

Das sind keine Adventures, sondern, wie Du sagst, narrative Spiele.
Interaktive Filme.

zeigt genau das, was angesprochen wurde... das Genre der Adventures ist in der eingefleischten, deutschsprachigen Community nicht aus den 80ern und frühen 90ern rausgekommen. Alles, was neu ist, wird verteufelt - narratives Spiel ist das Synonym für Ketzerei. Dass das Budget anno dazumal genügend für gute Adventures war, zeigt unser aktueller Playthrough zu Gray Matter. Heutzutage kann man einfach mit dem Stand der Technik und der Konkurrenz mit vergleichsweise mickrigen Budgets nicht mithalten. Dass nicht nur das Budget Schuld ist, zeigt der Reinfall rund um Syberia 3, der genau am Frotschritt der Technik und des Zeitgeists liegt. Mit über 3 Millionen Euro Budget kriegen diverse Indies ein ganz ein anderes Niveau hin...

Mach ich jetzt einen Film wie Star Wars Ende der 70er, werd ich auch als trashiger C-Movie abgetan - zurecht, denn dieser spezielle Mix hat zu der Zeit perfekt geklappt, heute jedoch ist der Zeitgeist ein anderer. So sind auch alte Mythen anzupassen.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 02:11 
Weil der IQ bei diesen gesunken ist.


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BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 08:20 
Eine ähnliche Situation gab es ja schon einmal. Anfang der 2000er Jahre. Damals waren Point & Click Adventures auch so gut wie verschwunden vom Markt. Keiner gab auch nur einen Pfifferling mehr darauf. 3D-Grafik und Shooter hatten den Spielemarkt voll im Griff. So zumindest die Meinung der Analysten und Entwickler zur damaligen Zeit. Dann kam plötzlich (2004), wie aus dem Nichts ein kleines Entwicklerstudio (Future Games) und veröffentlichte ein Vollpreis-Point&Click;-Adventure mit mitreissender Story, toller Grafik, viel Atmosphäre, einer eingängigen Steuerung und nicht aufgesetzten Rätseln. "Black Mirror - Der dunkle Spiegel der Seele" war geboren. Daraufhin war das Adventure-Genre neu geboren und viele neue P&Cs; entstanden. Das Genre war wieder IN. Black Mirror machte auch nicht viel anders als die Adventures vor ihm, Aber es machte daraus einfach eine "runde Sache". Es passte alles zusammen und vermittelte ein mitreissendes Spielerlebnis. Vor allem aber traute es dem Spieler zu, selbständig denken zu können. Das kam an. Wer glaubt, dass so etwas heute nicht mehr klappen kann, sollte sich mal "Pillars of Eternity" ansehen. Das macht auch kaum etwas anders, als das uralte Baldurs Gate, wurde überall gefeiert und hat das Genre der "klassischen RPGs" erschaffen. Auch "Pillars of Eternity" setzte intelligente Spieler voraus und hatte damit Erfolg. Das ausgerechnet DAS Daedalic-Adventure mit dem vielleicht größten Potenzial in dieser Richtung (The Devil´s Men) eingestellt wurde ist natürlich sehr bedauerlich. Was ich also sagen will, ist: Solange die Entwickler ihre Adventures geistig immer weiter zurückentwickeln und die Spieler nur noch als vergnügungssüchtige Zomies ansehen, wird man kein Geld mehr damit verdienen können. Jedes Telltale-Game, Life is Strange etc. begräbt das klassische Adventure noch ein Stück tiefer in der Versenkung. Vielleicht sollte man diese "selbstspielenden" Storys einfach nicht als Adventures bezeichnen sondern ihnen ein eigenes Genre geben. Interaktiver Film finde ich ganz passend. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und ich bin auch nicht allwissend. Sicherlich gibt es viele Aspekte, die hier noch eine Rolle spielen, aber ich wollte einfach nur allen zurufen: "Gebt die Hoffnung nicht auf!"


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 12:24 
Klar ist das Adventure kein Massengenre. Schade nur, dass Daedalic jetzt Merchandising-Produkte für Bastei-Lübbe entwickeln muss ("Säulen der Erde") und dann seine eigenen Produkte in die Tonne kicken darf, weil keiner darüber nachgedacht hat, dass es für diese Artikel keine Zielgruppe gibt. Zusätzlich verflacht man dann noch das spielerische Element, um die Story rüberzubringen. Ich frage mich, wer diese Entscheidungen trifft und immer neue Pressesprecher anheuert ("Communications Director"), die zusätzliches Budget verbraten. Klar kann Daedalic im Moment nicht anständig dastehen, wenn ein zu 2/3 fertiges Produkt wie "The Devils' Men" nicht weitergeführt wird und dann alle Produktionsressourcen in einen Dreiteiler gesteckt werden, bei dem keiner eine Ahnung hat, ob durch den die Produktionskosten wieder reinkommen. Sprich: statt Säulen der Erde hätte Daedalic jetzt drei neue 2D-Adventures auf dem Markt haben können. Das Problem sind weder die Leute, die zu wenig Geld für ein Adventure bezahlen wollen, noch der Markt. Das sind handfeste unternehmerische Fehlentscheidungen. Daedalic sollte sich genau anschauen, was KingArt mit der "Black Mirror" Franchise gemacht hat, bevor es was Ähnliches produziert. Das neue "Black Mirror" ist finanziell der Sargnagel für die Adventure-Produktion von KingArt. "Syberia 3" bei Microïds, genau das gleiche. Natürlich muss Daedalic auf den Trend aufspringen. Der einzige Entwickler, der den Wechsel zu modernen Adventures geschafft haben, ist wohl Frogware mit "Crimes and Punishments". Aber bei denen waren dafür die vorherigen Adventures auf spielerischer Ebene nicht sehr überzeugend.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 12:27 
Naja, dafür kommt wieder ein neuer Indie, so wie damals mit "Edna bricht aus". Ich hoffe zumindest auf Titel wie "Gibbous" oder "Saint Kotar" (letzteres als geistiger Nachfolger vom ersten "Black Mirror").
Dass Daedalic "The Devils' Men" nicht mehr machen will, ist dafür für mich eine herbe Enttäuschung.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 15:41 
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Indy-Wannabe
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War doch alles vorherzusehen. Was viele immer noch nicht begriffen haben. Daedalic ist kein Indie mehr und es gehört zur Unternehmensgruppe Bastei Luebbe, die gerade erst wieder mit der Korrektur ihrer Umsatzerwartungen von 160 Mio auf 140 Mio schwer enttäuscht hat.
DD ist eine Tochter von Bastei. bzw. letztlich ist es Bastei. DD ist Teil der Digitalisierungsstrategie und steht somit unter hohem Erwartungsdruck. Wird dieser nicht erfüllt, konnte man dieses Jahr an einem anderen Bestandteil der Digitalisierungsstrategie sehen, wie schnell dieser aufgegeben wird.

Dass sie jetzt natürlich versuchen, die alten Gamer noch mit ins Boot zu holen und mit Verzerrung des Adventure-Begriffs von einem Genre zu einem bloßen Verkaufslabel mit Blick auf jegliche Form narrativer Spiele, ohne Sinn und Verstand, dies zu erreichen, ist verständlich. Ändert aber nichts daran, dass sie damit dem Genre Adventure den Rücken kehren und jetzt eben, was ja nicht schlecht sein muss, Interaktive Filme und andere narrative Spiele machen wollen, die dem heute nicht mehr belastbaren Publikum besser verkauft werden können.

Und was die erzählerischen Stärken von DD angeht. Die haben noch nie gut erzählt. Deponia ist beispielsweise RTL2 Humor. Das einzige, was sie hinbekommen haben, ist ein Adventure technisch in ansprechender Grafik, mit leider spärlichen und nicht immer guten Animationen, auf die Beine zu stellen. Sozusagen Ersatzdrogen für Monkey Island 3 Fans, die aber bei weitem nicht so gut waren.

Jetzt möchten sie also mehr narrative Spiele machen. Dafür braucht man aber auch entsprechend anspruchsvolle Geschichten und gerade das konnte DD bisher nicht abliefern. Sie nehmen also dem Adventure das Gameplay und ersetzen es durch den Interaktiven Film, stellen aber ihre größte Schwäche, nämlich das Erzählen ins Zentrum. Das Adventure war letztlich ein Genre mit einem eigenen (heute als klassisch diffamiert) Gameplay. Das wirkt heute in der ADHS-Familie natürlich etwas zu langsam. Somit ist dieses Gameplay out bzw. nicht mehr so gut zu verkaufen. Damit ist auch das Adventure nicht mehr zu verkaufen, das eben dieses Gameplay ist. Die Lösung ist jetzt, wir benennen den Interaktiven Film in Adventure um und verkaufen es als Innovation. Dabei hat man einfach umetikettiert.

Ich würde DD sagen. Gebt viel Geld für neue und gute Autoren aus.
Die braucht Ihr nämlich , um der viel besseren Konkurrenz im Bereich der narrativen Spiele etwas entgegen setzen zu können.

Wahrscheinlich liegt Eure Zukunft wohl eher im Einkauf guter Spieleideen. Wie "Witch it" oder "Shadow Tactics".


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 15:47 
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Indy-Wannabe
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P.S. @ weiter oben. Es war eigentlich Syberia, nicht Black Mirror.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 17:59 
Es tut mir selbstredend leid, dass Dadaelic sich nicht mehr mit klassischen Adventures beschäftigen möchte, aber die Gründe dafür sind wohl ziemlich vielfältig. Der Punkt, dass sich das Dadaelic und das Genre nicht groß weiterentwickelte, wurde ja eigentlich schon genannt. Aber als ich das Interview laß, wirkte das für mich mehr so, als würden die Mannen denken, alles richtig zu machen und nur der Markt spielt eben nicht nicht mit. Wenn ich zum xten Mal in einem Interview der Schmiede so Sätze lesen muss wie "Mal wieder typisch Dadaelic" oder "Wir waren schon immer super in dem und dem", dann glaube ich wohl eher, dass aufgrund solch hohler Phrasen, die man sich wohl firmenintern immer wieder vorpregdigt, vollkommen falsche Management-Entscheidungen getroffen worden. Ein klassisches Adventure kann sich sehr wohl zumindest ordentlich verkaufen. Aber wenn ich alleine die Deponia-Reihe ansehe, dann merkt man doch, dass hier die Fahnen nicht nach dem Wind ausgerichtet werden. Persönlich finde ich bereits den ersten Teil brutal unkomisch und wahnsinnig langatmig. Davon gleich vier(!) Teile zu machen, kapiere ich nicht. Dieser "Poky" mag ein echt netter Kerl sein und es wird wohl auch sein "Baby" sein, aber ich kenne tatsächlich niemanden persönlich (und ich habe einige Adventure-Liebhaber im Freundeskreis), die Deponia gut fanden. Teil vier war daher der Gipfel der Unnötigkeit. Zeigen ja auch die schleppenden Verkäufe. Da hätte man viel früher einen anderen Weg einschlagen müssen. Manchmal mögen eben andere Dinge nicht, von denen man denkt, sie würden denen gefallen. That's life.

Versteht mich nicht falsch. Dadaelic hat auch echt tolle Spiele gemacht. A New Beginning oder Edna bricht aus waren echt super und zudem narrativ klasse. Das haben sie allerdings nie wieder in der Art hinbekommen. Und das ich dem nun eingestellten Adventure wieder dieses Potential durchblitzen sah, macht micht richtig traurig.

Was sicherlich ebenfalls nicht zum Gewinnträgertum beigetragen hat, ist zudem das wahnsinnig schnelle Verramschen ihrer eigenen Titel. A New Beginning oder Deponia gibts regelmäßig für unter einen Euro. Im Steam-Sale kostet ein Großteil ALLER Dadaelic-Adventures regelmäßig knapp 20 Euro. Wer bitteschön wundert sich denn dann darüber, dass die Leute auf Sales warten, wenn zwei Monate später der Preis bereits ins Bodenlose purzelt und nach einigen Monaten selbst ein Eis beim Händler um die Ecke teuer ist. Wie will man so Gewinn erwirtschaften? In meinen Augen entwerteten sie damit massiv ihre eigene Arbeit. Da zeigen sie in den Interviews immer so viel (übertriebenes) Selbstbewusstsein, aber beim Verkaufen geben sie flott kleinbei. Verstehe ich nicht.

Ich finde es aber dennoch schade, einen der letzten echten Macher klasssicher Adventures zu verlieren und ich muss mich wohl damit abfinden, dass das Genre vielleicht für Leute wie uns hier (meist eine reifere Generation ab 30 aufwärts) noch funktioniert, aber eben nicht für die nachkommende Generation.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Sonntag 25. Februar 2018, 20:54 
"z.B. die Story von einem Telltale Batman 2 die reinste Wohltat."
Spielerisch spricht mich Telltale seit TWD1 nicht mehr an. Alles so unglaublich langweilig zu spielen. Batman Staffel 1 hatte ich geschenkt bekommen und mich durchgequält - da auch die Story 08/15 war. Wenn Staffel 2 eine tolle Geschichte bietet freut mich das - spielen würde ich es nicht.

"Und warum verkaufen sich Adventures mittlerweile so schlecht? Weil sie in der Vergangenheit stehengeblieben sind, jede Innovation verpasst haben."
LOL. Das finde ich immer so witzig. Welche Innovationen soll es denn benötigen? Es gibt bereits perfekte Steuerungen - fehlt eigentlich nur zeitgemäße Grafik, knackig-gute Rätsel und eine gute Story.
Einzig Heaven's Gate hatte damals 'Innovationen' angekündigt, wie z.B. das gemeinsame Rätseln. Ist nur leider nichts daraus geworden - gab es auch schon mal, aber hätte mal etwas frischen Wind reingebracht. Das Spiel selbst ist richtig gute klassische Kost. Aber scheinbar fehlt die Masse dafür.
Nur der Ruf nach Innovationen finde ich komisch - welcher FPS, welches Action-Adventure, welches FIFA, welches was-auch-immer Spiel klotzt denn mit Innovationen? Meist reduziert es sich auf Grafik und Inszinierung. Oder es entsteht eben eine neue Art Spiel, die genau ins Zeitgeschehen passt.

"Dieser "Poky" mag ein echt netter Kerl sein"
Poki ;-)

"aber ich kenne tatsächlich niemanden persönlich (und ich habe einige Adventure-Liebhaber im Freundeskreis), die Deponia gut fanden."
Hier ist einer - ich habe laut gelacht.
Teil 1 richtig gut, Teil 2 auch. Teil 3 hat etwas abgeflacht.
Teil 4 fand ich allerdings auch unnötig, da bereits genug Deponia erzählt wurde.

"Unnötig schwere, unlogische Rätsel, ruckelnde Grafik (von flüssigen 60 fps hat man wohl noch nichts gehört), Animationen die oft nur aus einzelnen Frames bestehen ... sorry, aber da erwartet man heute doch was anderes."
Hier sprichst du aber hauptsächlich technische "Mängel" an. Bei mir liefen die Titel gefühlt rund und die Rätsel fand ich ok.
Aber in dem Punkt stimme ich allgemein zu - technisch gibt es oft bei Adventures einiges zu meckern. Nur fehlt es auch an den Budgets.

Wenn Entwickler unter "modern" wir reduzieren Spiele auf die Geschichte verstehen, verlieren sie mich halt als Zielgruppe.
Zum Glück stechen aktuell besonders Indieentwickler hervor und liefer immer wieder feinste Adventurekost.
Und im Regal habe ich auch noch 500+ Klassiker stehen, wollte ich eh mal wieder spielen ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Montag 26. Februar 2018, 09:32 
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Adventuregott
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AC-Job: Redakteur
Span hat geschrieben:
Dieser "Poky" mag ein echt netter Kerl sein und es wird wohl auch sein "Baby" sein, aber ich kenne tatsächlich niemanden persönlich (und ich habe einige Adventure-Liebhaber im Freundeskreis), die Deponia gut fanden. Teil vier war daher der Gipfel der Unnötigkeit. Zeigen ja auch die schleppenden Verkäufe.

Ja, Poki ist ein sehr netter Kerl und mir hat Deponia sehr gut gefallen. Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun. Die Deponia-Teile haben sich übrigens wirklich gut verkauft, sonst hätte es dazu keinen vierten Teil gegeben. Dass es eine Trilogie werden soll, hatte Poki uns schon einige Jahre vorher mal verraten, ich weiß garnicht mehr genau wann das war. So überraschend war das dann also nicht.
Span hat geschrieben:
Was sicherlich ebenfalls nicht zum Gewinnträgertum beigetragen hat, ist zudem das wahnsinnig schnelle Verramschen ihrer eigenen Titel. A New Beginning oder Deponia gibts regelmäßig für unter einen Euro.

Darüber wundere ich mich auch immer wieder. KingArt z.B. handhabt das ganz anders, deren Spiele findet man erst sehr spät in irgendwelchen Bundles.
realchris hat geschrieben:
Ich würde DD sagen. Gebt viel Geld für neue und gute Autoren aus.
Die braucht Ihr nämlich , um der viel besseren Konkurrenz im Bereich der narrativen Spiele etwas entgegen setzen zu können.
Mit Martin Ganteföhr, Matt Kempke, Poki und Kevin Mentz hat Daedalic meiner Meinung nach recht gute Adventure-Autoren. Ob und wie die sich in anderen Genres (oder Sub-Genres) einfinden, wird man sehen.

Übrigens bin ich mir sicher, dass 'State of Mind' bei vielen auch nicht als klassisches Adventure durchgehen wird.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Montag 26. Februar 2018, 10:14 
Neeeeiiiinnnnn!!!!!!!!!! Kann man keinen Kickstarter oder sowas machen, um die Fertigentwicklung zu finanzieren?!?

Man könnte die Entwicklung doch auch auslagern oder das Spiel an ein interessiertes Team verkaufen/verschenken? Hätte ich das Geld, würde ich Daedalic sogar das gesamte nötige Restbudget zur Verfügung stellen. Ach Mensch... :( :( :(


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Montag 26. Februar 2018, 10:55 
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Semi-Gefährlicher Pirat
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Registriert: Dienstag 21. Januar 2014, 15:52
Beiträge: 89
You're F.... kidding me. Ich könnte kotzen.

Daedalic ist tot, notiert.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Montag 26. Februar 2018, 12:37 
Selbst wenn hier 100 oder 180 Leute heulen und jammern reicht denen das nicht. Es geht hier um Millionen, und dafür müssten die Spiele schon 50.000 bis 100.000 oder viel Menschen interessieren, die das Dingen auch kaufen.


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 Betreff des Beitrags: News - Daedalic stellt Arbeiten an Adventure ein
BeitragVerfasst: Montag 26. Februar 2018, 13:12 
Point and Click Adventures haben ja leider das Problem, dass sie aufgrund starker Linearität enorm von Faktoren abhängig sind, die sich erst ziemlich spät -im Laufe des Eintauchens in die Geschichte- aufbauen: starke Charaktere, fesselnde Atmosphäre, gute scheinbare "Freiheit" bei der Nutzung des Inventars mit der Umgebung... Gute Finanzierbarkeit ist heute aber abhängig von der Bewerbung und dem Herausstechen aus der Masse. Ein großartig gemachtes Spiel wie Heaven´s Hope oder "Darkestville castle" hat was das betrifft von vorneherein schlechte Karten. Vielleicht könnte man ja Adventures mit einer auf "altmodische" Adventurespieler zugeschnittenen Finanzierungsoption helfen: Die Finanzierung der Entwicklung im Vorfeld wird weiterhin getriggert durch Kickstarter u.ä. und fußt auf Bewerbung. Doch dann gibt es noch eine Art Belohnungs-Finanzierung im Nachhinein. Wenn das Spiel wirklich toll war, dann kann der Spieler ein "Like" in Form eines selbstgewählten Betrages auf einer dafür eingerichteten Seite des Herstellers für private Reviews und Kommentare hinterlassen. Ich persönlich könnte mir sowas vorstellen. Für BOUT2 wollte ich mich schon lange mal in heutzutage angemessener, also Studio-Erhaltung-fördernden Weise (mit einer kleinen Spende) bedanken. Jedes Mal, wenn ich es spiele denke ich daran...


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