News - Kickstarter-Projekt eingestellt

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News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von Indiana » 07.07.2020, 16:32

Würdet Ihr eine Erstattung fordern? Bei Kickstarter investiert man ja auch in eine Idee. Seltsam mutet in diesem Fall an, dass der Entwickler an einem Brettspielprojekt beteiligt ist, das aktuell bei Kickstarter Spenden sammelt und sich sehr gut entwickelt.

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Beitrag von Mikej » 07.07.2020, 18:18

Kommt auf die Summe an... gibt ja auch Leute die 80 bis 500 Pfund ins Spiel verpulvert haben. Da kann ich es in jedem Fall verstehen, wenn man das Angebot auf Rückerstattung annehmen möchte...

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Beitrag von advfreak » 07.07.2020, 20:26

Also wenn es sich nur um einen Steam Key handeln würde so um die 10-25 Euro dann würde ich es als Lehrgeld abschreiben. Wenn ich aber die Box Version und physische Goodies bzw. noch teurere Premium Deluxe Varianten gebackt hatte dann würde ich das auf alle Fälle erstatten lassen. :(

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von Unheard » 08.07.2020, 18:47

Indiana hat geschrieben:
07.07.2020, 16:32
Würdet Ihr eine Erstattung fordern?
Ja, warum denn auch nicht? Im Grunde ist es eine Vorbestellung.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von Mikej » 08.07.2020, 19:19

Also, wie eine Vorbestellung ist es definitiv nicht, da immer die Gefahr besteht, dass das unterstützte Projekt scheitert. Das wird auch von KS selbst mehrfach erwähnt.

https://www.kickstarter.com/trust?lang=de

Den Anspruch auf Rückerstattung hast du in so einem Fall normalerweise also nicht automatisch.

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Beitrag von advfreak » 08.07.2020, 21:03

Eh nicht, ist eh nett von ihm.

Ich erinnere mich noch mit Grauen an die Amabrush und meine schönen 150,- Euro... ☹️🙄😤😡 Einer der größten Lehren meines Lebens!

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 09.07.2020, 18:07

ich denke nicht, weil eigentlich ist es ja ein Vertrauensvorschuss. Wenn es schief geht... dann geht es schief. Man zieht seine Lehren und der Vertrauensvorschuss ist bei den beteiligten Personen halt weg.

Bei mir aber auch der Sonderfall, dass ich ganz selten niedrig backe, um das Spiel zu bekommen, sondern meist in den physischen Tiers, weil ich die Personen unterstützen möchte. (Deswegen bleib ich auch treuer KING Art Backer. Auch, wenn ich mit 'Die Zwerge' nicht warm wurde.)

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Beitrag von rcatcorner » 09.07.2020, 22:16

Juristisch gesehen ist es ein Kauf. Ich mache die Geltendmachung vom Einzelfall und Betrag und "Vertrag" abhängig.
War es Arglist oder ist das aus äußeren Umständen so passiert. War es eine Donation oder ein Kauf.

Das Geld vom Hero Quest Brettspiel will ich wieder haben. Der Typ muss sich übrigens gerade in Spanien vor Gericht verantworten.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 10.07.2020, 14:43

wahrscheinlich wegen Fahrlässigkeit, oder?

gibt ja kein Kickstarter-Projekt ohne Disclaimer, dass es Risiken beim Funding gibt.

aber mei... wie es der ö. Bundeskanzler schon vorlebt, sollen wir es ja "nicht so genau" mit den Gesetzen nehmen.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von advfreak » 10.07.2020, 16:48

sinnFeiN hat geschrieben:
10.07.2020, 14:43
aber mei... wie es der ö. Bundeskanzler schon vorlebt, sollen wir es ja "nicht so genau" mit den Gesetzen nehmen.
Eben und ich trage die Maske auch heute noch rund um die Uhr! 😷😏😒🙄🤫😑
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Beitrag von Kai » 10.07.2020, 20:42

Bin zwar kein Backer, aber das Spiel hätte mich schon interessiert. Besonders die Pixel-Version sah gar nicht mal so schlecht aus. Naja, immerhin ist jetzt die Ungewissheit vorbei, ob und wann es denn kommt. Kann mir vorstellen, dass so eine Ansage dem Entwickler nicht leicht gefallen ist, daher Hut ab!

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Beitrag von rcatcorner » 10.07.2020, 21:06

Ne, Betrug. Da ist eine riesige Sammelklage in Arbeit. Es wurden auch Spiele im Vorverkauf verkauft und auch das Geld ist weg. Da war einiges nicht sauber.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von rcatcorner » 10.07.2020, 21:13

»Wegen Betrugs in einer der größten Spendensammlungen Spaniens verurteilt
Der Verkäufer des Brettspiels Heroquest 25. Jahrestag sammelte in Sevilla 680.000 Euro von fünftausend Mäzenen

Er ist seit seinem ersten Versprechen, ihn im Dezember 2014 auszuschalten, mehr als fünf Jahre im Rückstand.

Ein Richter in Sevilla hat die Untersuchung des Falles abgeschlossen und ein Schnellverfahren wegen schweren Betrugs gegen Dionisio R.G. angeordnet, den Verkäufer des Brettspiels Heroquest 25th Anniversary, dem es gelungen ist, 680.000 Euro durch die Finanzierung von Zuschauern zu sammeln.

Es war die größte Sammlung, die von Sevilla aus gefördert wurde, und eine der größten in Spanien durch dieses System der Finanzierung durch Mikro-Mäzenatentum. Aber der Veranstalter hat seit der ersten Ankündigung im Dezember 2014 kein einziges Spiel abgeliefert.

Es wird geschätzt, dass er Spenden von mehr als 5.000 Menschen erhalten konnte, von denen derzeit 3.434 auf der Facebook-Plattform mit dem Titel "I want my 25th anniversary Heroquest" registriert sind.

Der Untersuchungsrichter 5 hat mit Beschluss vom 14. Januar die Ermittlungsphase abgeschlossen und den Fall an die Staatsanwaltschaft Sevilla zur Vorlage seines Qualifikationsnachweises verwiesen, in einer Untersuchung, die von dem auf Cyber-Kriminalität spezialisierten Staatsanwalt durchgeführt wird.

Nach der Anordnung von PROA forderte der Verband der Betroffenen, der die erste Beschwerde eingereicht hatte, jedoch neue Beweise, die darin bestehen, Unterlagen von den von den Käufern genutzten Zahlungsplattformen zu sammeln, ein Aspekt, über den der Richter in den kommenden Tagen entscheiden wird.

Quellen in diesem Fall teilen dieser Zeitung mit, dass die Anordnung von PROA Dionisio R.G. eines mutmaßlichen Verbrechens des schweren Betrugs beschuldigt, da der Betrug 50.000 Euro übersteigt und es eine hohe Anzahl von Betroffenen gibt. Für diese Bedingungen sieht das Strafgesetzbuch Strafen von 4 bis 8 Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 12 bis 24 Monaten vor.

Das Brettspiel wurde als Sonderausgabe zum 25. Jahrestag von Heroquest, einem der ersten und legendärsten "Dungeon"-Spiele, das in den 1990er Jahren für Furore sorgte, angekündigt.

Der Angeklagte räumte in seiner Gerichtserklärung ein, dass er einen Nettobetrag von fast 590.000 Euro in der Crowdfunding-Plattform Lánzanos erhalten hat, erklärte aber, dass er keine Kopien an einen Mäzen gegeben hat, weil er nicht über die notwendigen wirtschaftlichen Mittel verfügt, um das Spiel zu beenden. Er sagte, er suche nach einer Finanzierung dafür.

Die Strafanzeige wurde von einer Vereinigung der Betroffenen eingereicht, die mehr als 700 Mitglieder aus der ganzen Welt hat. Im Oktober 2019 kündigte diese Vereinigung an, dass die Registrierung der betroffenen Personen in Gruppe C erst kurz vor dem Datum des Prozesses durchgeführt wird und bis dahin keine neuen Beschwerdeführer in das Gerichtsverfahren eintreten werden.

Auf Fragen dieser Zeitung deutete Dionisios Verteidigung an, dass er beabsichtigt, gegen den Gerichtsbeschluss Berufung einzulegen.


Der Verkäufer, offiziell "in Abwesenheit", wird mit Verurteilung überhäuft

Das Amtsblatt der Junta und der Provinz Sevilla hat in den letzten Wochen verschiedene Urteile gegen Dionisio R.G. veröffentlicht, der nicht ansässig sein kann, obwohl sein Unternehmen in einem Industriegebiet in Sevilla angesiedelt ist. Er ist offiziell "in Abwesenheit" oder "an einem unbekannten Ort".

So veröffentlichte die BOJA am 27. Dezember letzten Jahres das Urteil eines Sozialgerichts, das seine Firma zur Zahlung von 16.785 Euro an einen digitalen Bildhauer, der für ihn arbeitete, verurteilte, und das Provinzbulletin fügte im November 2019 das Urteil ein, 9.038 Euro zuzüglich der gesetzlichen Zinsen und Kosten an eine Maschinen- und Werkzeugfirma mit Sitz in Barcelona zu zahlen.

Die letzte offizielle Meldung stammt vom 22. Januar, als der Boletín Oficial de la Provincia das Edikt eines Sozialgerichts veröffentlichte, das sein Unternehmen zur Zahlung von 6.623 Euro an einen ehemaligen Mitarbeiter verurteilte. «

https://www.diariodesevilla.es/juzgado_ ... 57171.html

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 10.07.2020, 21:38

jo, habs im Original gelesen. Sagte ja... fahrlässig bzw. mutwillig, weil Betrug ist nicht "versehentlich" :D.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von Unheard » 11.07.2020, 07:38

Mikej hat geschrieben:
08.07.2020, 19:19
Also, wie eine Vorbestellung ist es definitiv nicht, da immer die Gefahr besteht, dass das unterstützte Projekt scheitert. Das wird auch von KS selbst mehrfach erwähnt.

https://www.kickstarter.com/trust?lang=de

Den Anspruch auf Rückerstattung hast du in so einem Fall normalerweise also nicht automatisch.
Ok, es hängt vom Land ab, in dem der Kickstarter lebt. In den USA gab's 2015 eine richtungsweisende Rechtsprechung, nach der Gründer ihre Versprechen einzuhalten haben. Wenn ich mich recht erinnere, war's in GB dasselbe mit der Sinclair Konsole.

Edit: "In January 2018, a backer won a small claims court action against the company with the judge ruling that there was "an implied contract of sale" between the backer and the company."

https://en.wikipedia.org/wiki/ZX_Spectrum_Vega%2B

Gibt es denn schon eine deutsche Rechtsprechung, nach der Backer leer ausgehen?

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 11.07.2020, 13:26

eine ähnliche Sache gab es mit dem österreichischen Projekt "Amabrush". Da wurde wegen Verdacht auf schwerem Betrug ermittelt (weil vermutet wurde, dass Gelder abgezweigt wurden - betrügerische Mutwilligkeit) und schließlich nach über einem halben Jahr im Februar eingestellt. Der Verdacht hat sich nicht erhärtet. Interessant ist da auch, dass in der Zwischenzeit die Firma Insolvenz angemeldet hatte.

Da wurde aber vor allem wegen der Größenordnung ermittelt:
- 4,6 Millionen € per Kickstarter und Indiegogo
- 55.000 Vorbestellungen zur Zeit eines nicht wirklich funktionierenden Prototyps

https://www.derbrutkasten.com/amabrush- ... wksta-vsv/

Es gab übrigens auch vernichtende Rezensionen des Produkts. Funktioniert hat das nicht wirklich. Selbst da kam es nicht mal zum Prozess.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von advfreak » 11.07.2020, 20:30

sinnFeiN hat geschrieben:
11.07.2020, 13:26

Es gab übrigens auch vernichtende Rezensionen des Produkts. Funktioniert hat das nicht wirklich. Selbst da kam es nicht mal zum Prozess.
Ja das hat auch nicht funktioniert, es hat ein wenig vibriert im Mund, aber die Zähne blieben dreckig bzw. fühlten sich nicht sauber an, weil das alles viel zu schwach war und nicht funktionierte. Aber die Idee sich jeden Tag innerhalb von 10 Sekunden die Zähne zu putzen wollte halt einfach jeder wahr haben. :prust: Hätte das funktioniert dann wäre das vermutlich wirklich eine Revolution gewesen, tja, bin jetzt wieder bei der Braun Oral-B und dabei bleibe ich jetzt auch... bis ans Ende meiner Tage.

Schönes Wochenende noch @all :beer: :love:
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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von rcatcorner » 11.07.2020, 21:29

In Deutschland ist das je nach Ausgestaltung eindeutig. Im Prinzip ist das ein Vorverkauf.
Es gibt kein Kickstartergesetz oder so.
Du bezahlst dafür, dass etwas fertiggestellt wird.
Bei physikalischen Käufen hast Du natürlich dieses 30 Tage Rücktrittsrecht ab Erhalt der Ware.
Bei Absage des Projektes, hast Du Recht auf Entschädigung.
Dann kommt es noch darauf an, wofüpr Du bezahlst. Sind es vielleicht die Rewards?
Disclaimer kann man schreiben. Ob die rechtsgültig sind, steht auf einem anderen Blatt.
Schwierig wird es bei Firmen außerhalb der EU.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 11.07.2020, 21:50

im ö. Fall gibt es meines Wissens auch keine Lex Kickstarter. Deswegen ja auch den Fall herangezogen.

Notfalls einfach in den Niederlanden die Firma anmelden. Da gilt bei Internetbetrug ja die Rechtssprechung des "Selbst Schuld, kein Mitleid". Immer der Nr. 1 Tipp unserer IT-Sicherheits-Lektoren. Wenn ihr keinen Job findet, macht halt Internetbetrug über die Niederlande. Da könnt ihr nicht verklagt werden.

Was ich weiß haben viele extra für Kickstarter Firmen gegründet, weil allein schon aus Steuergründen sehr viel vom Geld immer abhanden kam. Wenn ich mich nicht täusche, hatte auch KING Art in einer Kampagne eine UK-Anschrift? (Aber das wear, glaub ich, vor den Zeiten, dass Kickstarter einen EU-Auftritt hatte)

Was bleibt... es ist halt maximal der Rechtsweg möglich, wenn was schief geht. Und den werden die meisten ohnehin nicht gehen.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von Unheard » 12.07.2020, 09:45

Wegen eines geringen Betrags sicher nicht. Aber man kann ja wenigstens die Forderung stellen. Und immerhin das würde ich machen. Jedenfalls fallen mir nur wenige Gründe ein, warum ein zuvor (hoffentlich) durchgeplantes Projekt eingestellt wird. Ok, einem Programmierer können die Hände abfaulen, einer kleinen Werkstatt kann die Bude abbrennen. Das kann man abhaken.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 12.07.2020, 12:06

Bei rein Kickstarter-finanzierten Projekten ist die Planung vorher oft gar nicht so passend. Vor allem bei erfolgreichen Kampagnen. Wenn mehr Geld als erwartet kommt, wird das Projekt automatisch größer (Stretch-Goals sei Dank) und da kann dann wirklich viel passieren.

Als Beispiel fällt mir da gerade das Projekt "Umbra" ein, das jetzt als Wolcen rauskam. Ein Action-RPG, das extrem erfolgreich war und so mehrmals komplett auf den Kopf gestellt wurde.

Im Adventure-Bereich könnte man 'Code 7' oder 'The Journey Down' erwähnen. Da war der Erfolg auch größer als gedacht und sie wurden immer ambitionierter :). Die Pläne waren dann schnell obsolet.

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News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von Indiana » 12.07.2020, 12:24

KingArt hatte für den Kickstarter eine Firma in den USA gegründet, weil Kickstarter damals noch nicht an Firmen in der EU ausgezahlt hat, wenn ich mich richtig erinnere.

Bei dem Projekt hätte ich vielleicht sogar auf die Rückzahlung verzichtet, aber dass es zeitlich sehr nahe mit dem Start eines neuen Projekts zusammenfällt, ist irgendwie seltsam...

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 12.07.2020, 15:36

uh... das ist ein bitterer Beigeschmack.

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News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von rcatcorner » 12.07.2020, 19:07

Das kommt auf den Betrag und die Hintergründe an. Zur Not hab ich da einen guten Rechtsverdreher, dem ich jeden Monat 500 Euro zahle. Das ist sozusagen eine Flatrate. Der hat mich schon aus mehreren Geschwindigkeitsüberschreitungen rausgehauen und war mir auch im Urheberrecht schon behilflich. Der hat auch für sowas jemanden da sitzen. Kostet mich keinen Cent mehr.
Ist ein Anruf.

Wenn jemand, so wie der Heroquestler, mit seinen Backern ein übles Spiel getrieben hat, muss er auch mit den Konsequenzen leben. In dem Artikel steht ja nicht alles.

Ich kann da schon unterscheiden, ob da jemand, dem ich vielleicht 5 Euro gegeben habe, einfach das Teil nicht hinbekommen hat oder ob der damit andere Löcher stopft (Schulden etc.).

Und bei dem Heroquest reden wir im Schnitt von 120 Euro.

Ich wäre auch fast gerne persönlich bei ihm vorbei gefahren, zur Not.

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Re: News - Kickstarter-Projekt eingestellt

Beitrag von sinnFeiN » 12.07.2020, 19:45

rcatcorner hat geschrieben:
12.07.2020, 19:07
Das kommt auf den Betrag und die Hintergründe an. Zur Not hab ich da einen guten Rechtsverdreher, dem ich jeden Monat 500 Euro zahle.
Nice, wenn es dir gut geht, aber da können viele Backer sicher nicht mit. Ich könnte mir das auch bei weitem nicht leisten.

Ansonsten, ja, klar, ist es je nach Projekt unterschiedlich. Aber es ging eigentlich um Jason the Greek und nicht um Hero Quest.

Da wird es schwer tatsächlich Fahrlässigkeit nachzuweisen. Einzige das nächste Projekt, das schon am Laufen ist, könnte ein Fallstrick sein.

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