Specials: Games Convention 2004:

Fünf Fragen an... GC 2004-Special Teil I

Im Zuge der Games Convention 2004 befragten wir einige Branchen-Insider zu ihrer Meinung bezüglich des Adventuregenres und der Messe. Die Fragen waren stets die selben, die Antworten jedoch natürlich nicht...

Christian Streil (Dreamcatcher Europe)

Wie siehst du die aktuelle Situation des Adventuregenres?
Ich denke, die Situation ist an sich so, wie sie immer war. Adventures waren nie tot, haben immer ihren Markt gehabt, sie haben immer ihre Fans gehabt und gut, jetzt in letzter Zeit haben sich auch wieder einen richtigen Aufwind gehabt. Es gab eben wieder ein paar Sachen, die auch über die Fans hinaus richtig gut gelaufen sind, richtig bekannt waren, und ich denke auch, dass die Adventures tewileise immer mehr massenmarkttauglicher, jetzt nicht im negativen Sinn, geworden sind. Und da haben wir jetzt wieder eine Hochwelle und ich glaube auch, dass die jetzt noch eine ganze Weile anhält. Vielleicht geht's auch irgendwann wieder zurück, aber es wird nie ganz weg sein. Adventures haben weltweit einen Marktanteil von 10% als Genre, also von daher ist alles andere unter ferner Liefen.
Auf welches Adventure einer anderen Firma freust du dich am meisten?
Die Antwort ist an und für sich einfach, auf 'Sam & Max 2', aber... [alle Anwesenden lachen] Ist so! Ist tatsächlich so! Ansonsten... ich kann's schwer sagen. Aber, na, wie heißt's... [läuft aus dem Raum und schaut Richtung House of Tales-Stand] 'The Moment of Silence'! [alle lachen] Es sieht klasse aus, aber ich muss echt gestehen, ich hab mir die Point & Click-Sachen in letzter Zeit nicht so angeguckt und was die Render-Adventures angeht, da gibt's neben uns ja im Prinzip keine anderen. [kurze Pause] Es gibt ein anderes, natürlich, okay. [lacht]
Was ist dein persönliches Highlight der Messe?
Neben dem 'Painkiller'-Add-On, was ich eben auch erst einen Tag vor Beginn der Messe gesehen hab und das mich total umgehauen hat... Der EA-Stand. Das Kino ist atemberaubend, da kommst du total stoned raus und von den Games her... [Ulrika: Vielleicht selbst was geraucht...] Nein, ich hab nichts geraucht! [lacht] Von den Games, das kann ich eigentlich erst heute Abend sagen, weil bisher hatte ich noch nicht die Zeit mich richtig umzusehen. 'Kampf um Mittelerde' sieht aber auf jeden Fall schon mal unglaublich aus.
Was nimmst du von der GC 2004 mit nach Hause?
Außer meiner miserablen Stimme? [lacht] Vom Geschäftlichen her einen postiven Eindruck, ein super Feedback von der Presse. Also, zum einen, dass unsere Spiele super ankommen, aber zum anderen einfach so die Meinungen, die man mitbekommt. Ist ja auch immer wichtig für uns, dass man da auch was zurückkriegt und das auch weitergeben kann. Und ansonsten... ich denke wir sind auf dem richtigen Weg und ich hoffe, dass wir da im nächsten Jahr anknüpfen oder das auch weiter ausbauen mit dem Auftritt.
Wo bist du im nächsten Jahr um diese Zeit?
Wäre es schon halb zwölf, dann bin ich wirklich auf der Messe. Wenn es früher wäre, dann würde ich sagen im Bett, weil ich es dann besser organisiere und jemanden anders hab, der sich morgens um den Kram kümmert. [lacht]

Georg Hach (toneworx)

Wie siehst du die aktuelle Situation des Adventuregenres?
Ausbaubar. Ich freue mich, dass viele Spieler wieder zum Genre gekommen sind, aber so ein Hit wie 'Runaway' dürfte etwas häufiger kommen als einmal alle zwei Jahre, das tut schon Not. Weil letzten Endes bringen nur hochwertige Titel das Genre weiter. Ich freue mich auf jedes Spiel das kommt, allerdings weiß ich auch, dass da sicherlich ein paar Sachen dabei sind, die von der Menge nicht so angenommen werden.
Auf welches Adventure einer anderen Firma freust du dich am meisten?
'Still Life', weil es sehr erwachsen, sehr düster und sehr spannend ist. Und weil ich davon ausgehe, dass es eine hervorragende Lokalisierung erhält.
Was ist dein persönliches Highlight der Messe?
Oh... mein persönliches Highlight der Messe. [überlegt] Das ist eigentlich 'Clever & Smart', ein Spiel, das ich auch selbst betreue und bei dem ich mich um die Lokalisierung kümmere. Und auf dem Flashpoint-Stand in der öffentlichen Halle zu sehen, dass die Leute es annehmen und sich freuen. Dass da vier bis fünf Leuten hintereinander stehen, auf den Bildschirm schauen und sich schlapplachen. Und das ist für jemanden, der an so einem Spiel arbeitet, eigentlich die größe Genugtuung.
Was nimmst du von der GC 2004 mit nach Hause?
Materiell auf jeden Fall den üblichen Stapel an Visitenkarten. Eine Menge schöner Eindrücke, eine Menge anstrengender Eindrücke und den Wunsch, im nächsten Jahr wiederzukommen.
Wo bist du im nächsten Jahr um diese Zeit?
[lacht] Ich hoffe im Bett. Aber ich weiß ja nicht, an welchem Wochende die GC stattfindet. [Ulrika: Mittags um zwölf?] Klar, an einem Sonntag?! [grinst] Also, wenn dann nicht Games Convention ist, dann zuhause im Bett.


geschrieben am 24.08.2004, Matthias Holz




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