Previews: In 80 Tagen um die Welt:

In 80 Tagen um die Welt


Nach den drei klassischen Adventurespielen 'Das Geheimnis der Mumie', 'Der verborgene Kontinent' und 'Sherlock Holmes und das Geheimnis des silbernen Ohrrings' beschreitet Hersteller Frogwares mit seinem neusten Projekt 'In 80 Tagen um die Welt' neue Wege und präsentiert ein 3D-Adventure, dass sich reichlich an anderen Genres bedient.
Wir hatten die Gelegenheit bei einem Besuch bei Publisher dtp eine frühe Alpha-Version des Spiels zu begutachten.


London 1899: Der junge Oliver Lavisheart ist außer sich, als er bei seiner Rückkehr aus Amerika erfährt, dass seine Familie eine Heirat für ihn arrangiert hat. Noch bevor sich Olivers Wut legen kann, kommt sein Onkel Matthew mit einer ungewöhnlichen Bitte auf den jungen Hitzkopf zu: Oliver soll in nur 80 Tagen um die Welt reisen und dabei vier Dokumente aus verschiedenen Städten mitbringen, die den Erfindungsreichtum von Matthew beweisen sollen, da dieser nicht nur im "Reform Club" ungläubig belächelt, sondern auch in seiner eigenen Familie schon immer als schwarzes Schaf betrachtet wird.
Um sich der ungewollten Heirat zu entziehen und um Onkel Matthew, der sein gesamtes Vermögen auf den Erfolg der Mission verwettet hat, vorm finanziellen Ruin zu bewahren, begibt sich Oliver unverzüglich auf die gefährliche Reise die ihn unter anderen nach Kairo, Yokohama und San Francisco führen soll.

Außer dem Titel und der tollkühnen Reise-Wette hat 'In 80 Tagen um die Welt' nur wenig mit Jules Vernes berühmten Roman um Phileas Fogg gemeinsam. Obwohl das Spiel im 19. Jahrhundert angesiedelt ist, haben sich die Entwickler von Frogwaress einige Freiheiten erlaubt. So kann Oliver beispielsweise auf zahlreiche Erfindungen seines Onkels, wie etwa ein Vehikel, das entfernte Ähnlichkeiten zu einem Podracer aufweist, zurückgreifen, die ihn bei seiner schwierigen Aufgabe unterstützen sollen.

Genreübergreifendes Abenteuer

Schon auf den ersten Blick hebt sich 'In 80 Tagen um die Welt' deutlich von den älteren Frogwares-Titeln ab. Statt vorgerenderter Hintergründe erwartet den Spieler eine echte 3D-Engine, die sogar dynamische Tag/Nacht- und Wetterwechsel ermöglicht.

Um Oliver in rund 30 Missionen durch die sieben riesigen Locations zu lenken, wird eine Kombination aus Maus- und Tastatursteuerung verwendet, die es dem Protagonisten ermöglicht zu schleichen, zu klettern, zu reden, zu essen und zahlreiche weitere Aktionen auszuführen. Insgesamt kann Oliver mit etwa 100 Charakteren interagieren, die laut Publisher dtp in gewohnt hervorragender Qualität mit bekannten Sprechern vertont werden sollen. Um bei den weitläufigen Schauplätzen, die in der Alpha-Version des Spiels noch etwas menschenleer wirken, nicht die Übersicht zu verlieren, zeigen grüne Pfeile auf einer Minimap an, in welcher Richtung die nächste Mission auf Oliver wartet.

An zahlreichen Stellen des Spiels gibt es mehrere Möglichkeiten Situationen zu meistern und Rätsel zu lösen. So kann man zum Beispiel am Hafen von Kairo entweder an einem Wachmann vorbei schleichen, um unbemerkt in die Stadt zu gelangen oder ihn einfach ein paar Geldscheine unter die Nase halten und sich so den Weg freikaufen.
Da Oliver jedoch nicht unbegrenzt viel Geld zur Verfügung hat und auch mal essen und schlafen muss, muss er mehrere kleine oder größere Aufträgen erfüllen, um dafür Geld oder Gefälligkeiten zu erhalten. Auf diese Weise wird er im Spielverlauf sogar zum Bollywood-Filmstar und unterstützt die ominöse "Liga zur Verbreitung des Kilts" bei der Verwirklichung ihrer Weltherrschaftspläne.

Doch Oliver muss sich beeilen. Um den Zeitdruck der Weltumrundung zu verdeutlichen, haben die Entwickler des Spiels ein Zeitlimit eingebaut, das aber recht großzügig bemessen sein soll. Trotzdem sollte der Spieler nicht unbedingt stundenlang im Internet surfen und das Spiel nebenher laufen lassen. Sonst kann es passieren, dass man den letzten Spielabschnitt wiederholen muss, da es nicht mehr möglich ist die Reise rechtzeitig zu beenden. Sollte dieser Fall eintreten, wird der Spieler jedoch unverzüglich darauf hingewiesen. Es kann also nicht vorkommen, dass man kurz vor Schluss bemerkt, dass man das halbe Spiel noch mal spielen muss, weil man am Anfang rumgetrödelt hat.
In wieweit sich der Timer und die Action-Elemente, wie Schlägereien, Verfolgungsjagden und Schleicheinlagen, in den Spielfluss integrieren und ob sie eine willkommene Auflockerung des Spiels oder eher nervige Pflichtaufgabe sind, wird sich erst in der fertigen Version des Spiels zeigen.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

'In 80 Tagen um die Welt' ist kein klassischen Adventure, sondern der Versuch mehrere Genre-übergreifende Elemente miteinander zu kombinieren. Typische Adventurerätsel und Dialoge, gepaart mit einigen Geschicklichkeitseinlagen und der freien Erkundung weitläufiger Locations, sollen für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen und die festgefahrenen Genregrenzen etwas auflockern oder sogar durchbrechen. In wieweit das funktioniert lässt sich anhand der Preview-Version noch nicht definitiv sagen. Wenn Frogwares aber aus den Schwächen anderer Action-Adventures gelernt hat, könnte uns Ende September ein sehr gutes Spiel erwarten.

geschrieben am 05.07.05, Matthias Mangelsdorf

Systemanforderungen Weitere Links
Intel/AMD 1GHz oder besser
512MB RAM
GeForce3Ti/Radeon 8500 mit 64MB oder besser
2GB freier Speicher
DirectX kompatible Soundkarte
DVD-Laufwerk
Windows 2000/XP
Offizielle Homepage


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