Previews: Haunted:

Haunted


Vor einigen Tagen durften wir auf Einladung von HMH und Deck 13 in Hamburg einen ersten Blick auf 'Haunted' werfen. Das neue Spiel der 'Ankh'-Macher wurde auf der Games Convention im letzten Jahr erstmals der Presse gezeigt und hat seitdem einen großen Schritt nach vorn gemacht. Freilich ist bis zur geplanten Veröffentlichung im vierten Quartal dieses Jahres noch einiges zu tun. Dennoch möchten wir Euch unseren ersten Eindruck von dem Spiel nicht vorenthalten.



Die Geister, die ich rief…

Prof. Ashford und ihr Komplitze Ethan planen eine pathologische Untersuchung. Problem dabei: Ihr Opfer lebt noch...

Auf einem Seziertisch liegt ein junges Mädchen. Um sie herum stehen die Pathologin Prof. Lindsey Ashford und ihr Gehilfe Ethan. Doch auch wenn es den Anschein erweckt, handelt es sich dabei nicht um eine pathologische Untersuchung, denn die gute Professorin hat ganz andere Ziele. Sie hat herausgefunden, dass der Tod eines Wesens starke Energien frei setzt. Diese will sie dazu benutzen, ihr eigenes Leben in einem anderen Körper fortzusetzen, denn sie selbst ist sterbenskrank. Just in dem Moment, da die Untersuchung des jungen Mädchens beginnt und Prof. Ashford das Skalpell ansetzt, geschieht etwas Unerwartetes: Das Mädchen wacht auf und ist ganz und gar nicht tot. Allerdings kann sie sich auch nicht mehr daran erinnern, wie sie eigentlich auf dem Tisch der Pathologin gelandet ist. Während Mary, so der Name des Mädchens, sich noch über die Vorgänge wundert, schmieden die Professorin und ihr Helfer Ethan einen Plan, wie sie die ungebetene Zeugin los werden und gleichzeitig auch an die dringend benötigte Leiche kommen können. Verständlich, dass Mary alles andere als glücklich über einen solchen Plan ist und ihre Flucht aus dem Labor plant. Auf dem Weg in die Freiheit begegnet sie Captain Oskar, einem Geisterpiraten und muss nicht nur feststellen, dass es Geister gibt, sondern auch, dass sie ohne die Hilfe der Untoten nicht besonders weit kommen würde, zumindest schon mal nicht aus dem Labor. Ergo beschließen die beiden, zumindest vorerst gemeinsame Wege zu gehen. Das Ziel dieses Weges ist klar: Mary will herausfinden, was mit ihrer jüngeren Schwester Emily geschehen ist. Emily ist vor einigen Jahren bei einem tragischen Zugunglück ums Leben gekommen, so lautet zumindest die offizielle Version. Eine Leiche wurde indes nie gefunden. Seit diesem Zwischenfall schlägt sich Mary in den Gassen Londons als Straßenmädchen durch und wird des Nachts immer wieder von Träumen heimgesucht, in denen eben Emily ihre Schwester um Hilfe bittet. Das lässt Mary keine Ruhe und bringt sie dazu, Nachforschungen anzustellen. Eine Spur brachte sie in die Nähe des pathologischen Labors. Und irgendetwas scheinen die Professorin und ihr Gehilfe Ethan auch mit Emilys Verschwinden zu tun zu haben, denn in dem Labor findet Mary weitere Hinweise auf ihre kleine Schwester.

Um einige Rätsel zu Lösen ist Teamwork der bis zu sechs Geister gefragt.

Auf ihrer Suche durch London, Transsylvanien und Schottland trifft Mary immer wieder auf Geister, die sich ihr anschließen und ihr bei der Suche nach ihrer Schwester helfen. Darunter so unterschiedliche Charaktere wie der Geisterkapitän Oskar, der schottische Freiheitskämpfer William Wallace, der Flaschengeist Konfuzius oder sogar einen Papst. Insgesamt sechs Geister schließen sich der Party an. Jeder dieser Geister hat unterschiedlichste Fähigkeiten, die Mary braucht, um verschiedene Rätsel zu lösen. Mitunter müssen sogar einige Geisterfähigkeiten kombiniert werden, um ans Ziel zu kommen. Während der Präsentation durften wir beispielsweise ein Zusammenspiel zwischen Oskar und William Wallace bewundern. Die Geister können jedoch nicht direkt gesteuert werden, sie müssen vielmehr von Mary überzeugt werden, genau das zu tun, was sie möchte. Und das ist nicht immer mit Worten getan. Dazu kommt noch, dass der Geisterhaufen ein munteres Eigenleben führt. Trotzdem kann Mary nicht auf die übernatürliche Hilfe verzichten, denn alle Geister können Sachen, die lebendige Wesen eben nicht können: Während Wallace so stark ist, dass er quasi alles problemlos stemmen kann, hat Oskar die Gabe, Gegenstände aufzunehmen, die beispielsweise unter Strom stehen oder sehr heiß sind. Oskar hat aber auch noch eine andere wichtige Aufgabe. Wenn Mary (und mit ihr der Spieler) einmal nicht mehr weiter weiß, hat Oskar stets einen Tipp bereit. Der kleine Geist bietet Hilfen in drei Schritten an, wie man sie beispielsweise aus 'Everlight' kennt. In einem Dialog gibt er uns zuerst einen kleinen Hinweis, wird bei erneutem Nachfragen deutlicher und erklärt uns auf Wunsch auch die komplette Lösung der aktuellen Aufgabe.

Geistertechnik

Die detailreiche Grafik erinnert an Jack Keane, sieht aber sehr viel besser aus.

Obwohl Deck 13 uns verspricht, dass 'Haunted' nur wenig höhere Systemanforderungen als 'Jack Keane' hat, sieht das Spiel sehr viel besser aus. Zwar war die Grafik der vorgeführten Version noch längst nicht final, dennoch konnte man schon sehen, wie detailreich das fertige Spiel werden wird. Auch an Effekten will der Entwickler nicht sparen, die sollen jedoch abschaltbar sein, damit 'Haunted' auch auf betagten Rechnern noch flüssig läuft. Bemerkenswert: Die uns gezeigte Version hatte noch keinen fest eingebauten „Weichzeichner“, wie 'Jack Keane' oder 'Ankh 3', bei Deck 13 wird aktuell noch diskutiert, ob dieser Effekt wieder Verwendung finden soll. Was die Steuerung anbelangt, soll 'Haunted' komplett per Maus bedient werden können, selbst die natürlich vorhandene Snoop-Key Funktion, über die alle Gegenstände angezeigt werden, lässt sich per Mausklick ausführen. Eine kombinierte Steuerung aus Maus und Tastatur wie bei den früheren Deck 13-Titeln ist aber weiterhin möglich.

Deck 13 rechnet mit einer Spielzeit von 12 bis 15 Stunden, die den Spieler in den „sechs plus eins, also sieben Kapiteln“ (Zitat) gut unterhalten sollen. Auf künstliche Spielzeitstrecker wie Maschinenrätsel, Sudoku-Einlagen oder Minispiele soll verzichtet werden.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

In 'Haunted' erkennt man den typischen Deck 13-Stil sofort wieder. Die Grafik erinnert stark an 'Ankh' oder 'Jack Keane', sieht aber schon jetzt um einiges besser aus. Auch der Humor schlägt wieder die bekannten Wege ein. Ob das ganze Spiel für die eigentlich eher düstere Geschichte nicht zu komisch wird, vermögen wir anhand der kurzen gezeigten Ausschnitte noch nicht zu beurteilen, wir gehen aber davon aus, dass Deck 13 einen gesunden Mittelweg finden wird. Immerhin konnten wir feststellen, dass 'Haunted' keine Ähnlichkeiten mit den anderen aktuell in Entwicklung befindlichen Geisterpiraten-Adventures aufweist, dafür ist die Geschichte zu speziell. Ein interessanter Aspekt ist sicherlich auch die Einbindung von sechs Begleitern, die allesamt nicht direkt gesteuert werden können, was die Rätsellösung bereichern dürfte. Bis zur Veröffentlichung, die für das Jahresende geplant ist, wird noch fleißig an dem Titel gearbeitet werden, wir behalten ihn natürlich im Auge. Aktuell ist man aber schon auf einem sehr guten Weg.

geschrieben am 20.07.09, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links

Windows Vista / XP / 7
Prozessor mit 2,4 GHz
1 GB Ram
DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte mit 128 MB und Shader 1a und Soundkarte
DirectX 9.0c kompatible Soundkarte
5 GB Festplattenplatz
Offizielle Homepage


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