Reviews: Wallace & Gromit Grand Adventures:

Wallace & Gromit: The Bogey Man


Vor allem Piratenrummel war der Staffelabschluss von 'Wallace & Gromit' fast ein wenig untergegangen. Zu Unrecht, zeigten die vorangegangenen drei Episoden doch bereits das Potential der charmanten Knetfiguren für Adventures. In der vergangenen Woche erschien mit 'The Bogey Man' jetzt die vierte und letzte Folge von 'Wallace & Gromit’s Grand Adventures', die sich zumindest anfänglich um die vermeintliche Verlobung von Wallace mit seiner Nachbarin Mrs. Flit beschäftigt. Wir haben uns an in die Hochzeitsvermeidung gemacht und dem „Prickly Thicket country club“ anschließend einen kurzen Besuch abgestattet und verraten Euch im Test, ob das Staffelfinale hält, was die Vorgänger versprochen haben.


Heiraten? Och nööö…

Wallace glaubt, die Verlobung mit seiner Nachbarin, Ms. Flit war nur ein böser Traum.

Durch ein Mißverständnis zum Ende der dritten Episode glaubt die Nachbarin von Erfinder Wallace, dass dieser Ihr einen Heiratsantrag gemacht hätte. Doch der überzeugte Junggeselle hat gar kein Interesse an der Nachbarin. Jetzt muss ein milder Weg gefunden werden, die Hochzeit noch abzublasen – Doch wie macht man das, ohne der guten Frau das Herz zu brechen? Gerade als Wallace Ihr die Wahrheit mitten ins Gesicht sagen will, steht der Bürgermeister vor der Tür, mit einem Auftrag für das jüngst gegründete Detektivbüro, für das Wallace & Gromit die neuesten Erfindungen entwickelt haben. So bleibt es erst einmal an Gromit, herauszufinden, wie man die Hochzeit noch verhindern kann. Wallace kümmert sich unterdessen um den Bürgermeister, der nach einem bestimmten Objekt sucht, sich aber nicht mehr daran erinnern kann, was es eigentlich ist.

Das stolze neue Mitglied im „Prickly Thicket country club“ muss erst einmal seinen Spürsinn als Detektiv unter Beweis stellen.

Dank der neuesten Entwicklungen des Erfinders erfährt Gromit bald von dem einzigen Grund, der für Mrs. Flit gegen eine Hochzeit sprechen würde: Niemals dürfte ein Mann von Mrs. Flit Mitglied des örtlichen Golfclubs sein. Das sollte doch machbar sein, zumal auch gerade ein neues Mitglied aufgenommen werden kann. Die Anforderungen sind jedoch hoch: Ein achtbarer Sportsmann soll es sein. Natürlich schafft es Gromit, für eine Aufnahme seines Herrchens zu sorgen und den Polizisten, der sich ebenfalls Hoffnungen auf eine Mitgliedschaft gemacht hat, auszustechen. Doch die Rache des Ordnungshüters folgt auf dem Fuße. Ein längst vergessenes Gesetz wird ausgegraben, nachdem jeder Golfclub einen eigenen Golfplatz haben muss. Und genau das ist das Problem des „Prickly Thicket country club“. Man besitzt zwar einen eigenen Platz, aber die Besitzurkunde ist schon seit Jahrhunderten verschollen. Wie gut, dass Wallace & Gromit ein Detektivbüro betreiben und jetzt endlich ihren ersten Fall lösen können: Die Suche nach der Urkunde.

Die Stadt der Knethelden soll einem Golfplatz weichen.

Doch damit gehen die Probleme erst richtig los, denn die Urkunde besagt, dass die Stadt Lancashire - und somit der Heimatort unserer Helden - genau über dem Golfplatz erbaut wurde. Logisch, dass der Club nun alles daran setzen will, aus der Stadt wieder ein gepflegtes Grün zu machen: Die Häuser müssen weg und damit natürlich auch das Haus von Wallace und Gromit, unter dem sich irgendwo das 18. Loch befindet. Klar, dass die beiden etwas dagegen haben. Um die Pläne zu verhindern, muss Wallace das Vorstandsturnier des Golfclubs gewinnen, doch der Erfinder hatte noch nie einen Golfschläger in der Hand...

Gewohnt gut, etwas Recycling

Im Gegensatz zu so manchem Golfschläger leistet die Engine gewohnt gute Arbeit.

Wie nicht anders zu erwarten, hat Telltale keine Änderungen an der technischen Basis durchgeführt. Das bedeutet auch, dass die für 'Tales of Monkey Island' eingeführte neue Engine hier nicht zum Einsatz kommt, Kombinationen verschiedener Inventar-Gegenstände sind somit nicht möglich, dafür gibt es aber die Funktion zum Anzeigen der Hotspots, die im Inselabenteuer fehlt. Was die Grafik angeht, gibt es ebenfalls keine bösen Überraschungen, allenfalls die Kamerapositionen sind stellenweise nicht ganz optimal gesetzt. Die Figuren sind mit viel Liebe zum Detail modelliert, inklusive vereinzelter Fingerabdrücke oder Unebenheiten durch den Knetspachtel. Auch die Animationen laufen rundum Flüssig ab. Sehr positiv ist, dass sich das Location-Recycling im Rahmen hält, ein Großteil des Spiels handelt im Golfclub, von den bisher bekannten Szenarien finden sich neben Garten und Dorfplatz nur noch zwei Räume aus dem Haus unserer Helden wieder.

Auch in der letzten Episode spendiert Telltale uns auf Wunsch wieder deutsche Untertitel zu der hervorragenden englischen Synchronisation. Und wie schon im Vorgänger sind die Untertitel zum Teil etwas merkwürdig übersetzt. Für der englischen Sprach nicht mächtige Spieler ist das dennoch eine sehr gute Hilfe.

Schieberätsel einmal anders.

Was die Rätsel angeht, bietet 'The Bogey Man' die bekannten Kombinationsaufgaben, deren Schwierigkeitsgrad allerdings im Staffelfinale deutlich angezogen hat. Außerdem erwartet uns zum Ende ein Verschieberätsel, das erfrischend anders umgesetzt wurde. Man verschiebt die Einwohner von Lancashire, die allesamt in einem kleinen Raum gefangen sind. Problematisch ist dabei, dass einige der Bewohner nicht neben Wallace stehen dürfen, weil diese ihm nicht sonderlich Wohlgesonnen sind. Spieler, die Verschieberätsel lieber meiden, dürfen beruhigt sein: Mit ein klein wenig nachdenken lässt sich das Rätsel schnell lösen.


Galerien

Fazit:

Wertung: 78%











'Wallace & Gromit: The Bogey Man' ist ein gelungener Abschluss einer witzigen Staffel. Den gewohnt schrägen Humor garniert Telltale mit etwas schwierigeren Rätseln als in den vorangegangenen Teilen, ohne den Spieler jedoch vor unlogische oder unfaire Rätsel stellen. Da die technische Basis sich im Staffelverlauf nicht geändert hat, finden sich bekannten Komfortfunktionen wie Hotspot-Anzeige oder die stufenweise einstellbare Hilfefunktion wieder, ebenso wie eine deutsche Übersetzung. 'The Bogey Man' sorgt wieder einmal für rund vier Stunden Spass. Punktabzüge gibt es nur für die manchmal nicht ganz optimale Kameraeinstellung.

Very Charming und gewohnt britisch geben sich die schrägen Knetfiguren Wallace und Gromit nicht nur in der TV-Serie und den Filmen. Telltale schafft es, den Charme und die Klasse der Vorlage fast perfekt auf den PC und die XBox zu bringen. Für den Preis von $ 34,95 für das komplette Spiel, bestehend aus vier Episoden oder $ 8,95 für einzelne Episoden, die jeweils um die vier Stunden lang sind, wird man sehr gut unterhalten. Wer die Figuren und ihre ausgeflippten Abenteuer im TV mag, macht mit einem Kauf nichts falsch, alle anderen haben die Chance, durch die wirklich guten und kurzweiligen Adventures zu Fans zu werden.

Ein Hinweis zur Bewertung:

Nachdem jetzt alle Episoden von 'Wallace & Gromit’s Grand Adventures' veröffentlicht und bewertet wurden, entspricht die Bewertung dieser letzten Folge dem Gesamtergebnis aller Episoden.

geschrieben am 19.07.09, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Windows XP / Vista
CPU: 2.0 GHz besser (3 GHz Pentium 4 empfohlen)
512 MB Ram (1GB empfohlen)
310 MB Festplattenplatz (Pro Episode)
64MB DirectX 8.1 kompatible Grafikkarte (128MB empfohlen)
DirectX 8.1 kompatible Soundkarte
DirectX: Version 9.0c
Offizielle Homepage
Trailer im Adventure Corner Videoplayer


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