Reviews: Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2 :

Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2


Im Jahr 2004 steuerten wir dank den Kheops Studios auf ein interessantes Inselabenteuer zu, angelehnt an den berühmten Roman 'Die geheimnisvolle Insel' von Jules Verne. 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel' sollte als Wegbereiter für viele weitere Kheops-Adventures dienen, welche von der Spielmechanik ähnlich aufgebaut sind, sich aber im Setting deutlich unterscheiden. Im ersten der beiden Teile landete die junge Abenteurerin Mina während einer Segelregatta rund um die Welt und einem heftigen Sturm als Schiffbrüchige auf der geheimnisvollen Insel. Das vorrangige Ziel sollte von dem Zeitpunkt an heißen, schnellstmöglich wieder von der Insel zu entkommen und die Heimreise anzutreten. Doch das sollte sich als schwerer herausstellen, als man zunächst annehmen möchte. Denn das Stück Eiland im Pazifik war lange Zeit die Heimat des berühmten Kapitän Nemo und aufgrund eines um die Insel befindlichen Schutzschildes war das Land für die Außenwelt nicht sichtbar und somit von dieser recht gut abgeschirmt. Mina musste diesen Schild deaktivieren, um ein Funksignal an ihre Retter absetzen zu können. Das Abenteuer überzeugte damals in weiten Teilen und konnte einige Stunden Spielspaß durchaus garantieren. Ob der erneute Besuch auf der geheimnisvollen Insel auch wieder seine Reise wert ist, möchten wir im Folgenden eingehend beleuchten.


Hey, dich kenn' ich doch!

Aus der geplanten Heimreise wird vorerst nichts.

Der Anfang des Spiels ist auch gleichzeitig der Abschnitt der schon erhältlichen spielbaren Demo-Version, zu der wir bereits eine ausführliche Vorschau verfasst haben, und knüpft somit nahtlos an das Ende des Vorgängers an. Wer diesen nicht gespielt hat, kann sich optional noch einmal eine kleine Zusammenfassung vor Spielstart geben lassen, sodass auch ohne Vorwissen ein Spieleinstieg bezüglich der Story nicht allzu schwer fallen sollte. In Form einer kommentierten Sequenz mit einzelnen Fotoausschnitten zur Illustration werden so noch einmal die Geschehnisse von damals Revue passieren gelassen und 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2' startet anschließend dort, wo die kurze Einführung endet. Der Versuch von Mina und Jep die Insel nach all den Mühen endlich mit einem Hubschrauber zu verlassen scheitert recht spektakulär. Im Intro, welches wie alle weiteren Zwischensequenzen im stimmungsvollen und gelungenen Comic-Stil gehalten ist, wird die Heimreise unerwartet von einem großen, aus Inselrichtung kommenden Feuerball verhindert. Nach der folgenschweren Kollision mit eben jenem ist der Absturz des Rettungshubschraubers unvermeidbar und schon bald findet er sich mitsamt Insassen auf dem Grund des Meeres wieder. Unsere beiden Abenteurer haben den Absturz im Gegensatz zum Piloten zum Glück überlebt, müssen sich aber erst einmal aus dem in Meerestiefe befindlichen Wrack befreien. Durch Minas momentane Bewusstlosigkeit kein allzu leichtes Unterfangen für den kleinen Affen Jep, den wir ab hier nun selbst steuern dürfen. Nachdem unser haariger Begleiter die hilflose Mina aus der prekären Notsituation befreit hat. finden sich beide auf der Insel wieder, die eigentlich längst hinter ihnen liegen sollte.

Zwischensequenzen zeigen das Geschehen im wahrlich gelungenen Comic-Look.

Spieler des ersten Teils werden sich sogleich heimisch fühlen, denn die Lokalitäten haben sich, bis auf die verbesserte Optik, nur geringfügig geändert. Kein Wunder, so spielen sich die Ereignisse schließlich auch nur wenige Minuten nach dem ersten Abenteuer ab. So sind auch noch Veränderungen in der Welt, die im ersten Teil durch Mina durchgeführt wurden, immer noch sichtbar und wecken so manche Erinnerung an das ein oder andere Rätsel. Enttäuschung muss sich deswegen nicht breit machen, denn die Fortsetzung ruht sich nicht nur auf Ortsrecycling aus. Im späteren Verlauf des Spiels können Mina und Jep auch einen völlig neuen Inselabschnitt erkunden, der viele weitere Geheimnisse in sich birgt und die Geschichte entscheidend voran treibt. Wer oder was ist für den Feuerball und somit für den Absturz unseres Hubschraubers verantwortlich? Damit der hoffentlich bald stattfindende zweite Rettungsversuch nicht auf ebenso tragische Weise endet wie der Erste, müssen die Protagonisten dieses Rätsel nun schnellstmöglich entschlüsseln.

Ein Kraftakt

Haben die Charaktere nicht mehr genügend Energie, muss man sich was einfallen lassen.

Wie schon 2004 der Vorgänger, so hält auch 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2' Energieleisten für die Hauptpersonen der Geschichte bereit. Diese sollen den Status der körperlichen Kraft repräsentieren, was des öfteren von entscheidender Bedeutung sein wird. So kann Mina zu Beginn nicht gesteuert werden, da sie zum einen mit einer Schnittwunde am Bein verletzt, zum anderen aber auch völlig erschöpft ist. Um neue Kraft zu tanken, stellen die Entwickler von Kheops verschiedene nicht-lineare Alternativen bereit, die mal mehr, mal weniger Energie zurück liefern. Neben einer herzlichen Umarmung von Jep und Mina, die nicht nur deren beider Herz erweichen lassen dürfte, existieren noch weitaus mehr Möglichkeiten um den Körper schnell wieder auf Trab zu bringen, wie beispielsweise die schlichte Nahrungsaufnahme. Benötigt wird eine solch restlos gefüllte Energieleiste mehrmals um Hindernisse zu überwinden und somit die Geschichte weiter erleben zu können. Wenn wir nun die missliche Lage bedenken, in der sich die beiden Hauptakteure erneut befinden, ist es umso verwunderlicher, dass sie im Bezug auf ihre Nahrung dennoch recht wählerisch sind. Hat einer der beiden etwa eine gefundene Orange zu sich genommen, so verweigert derjenige die weitere Nahrungsaufnahme der gleichen Frucht, denn zwei mal das Gleiche essen möchten sie dann doch nicht. So ist öfter mal der Ideenreichtum des Spielers gefragt, andere Wege zu finden, die neue Kräfte freisetzen können.

Für die artgerechte Kommunikation mit anderen Affen ist der kleine Jep zuständig.

Doch nicht nur die Energieleisten der Hauptcharaktere müssen hin und wieder gefüllt werden. Mehrmals treffen wir bei der Erkundung der Insel auch auf andere Affen, die dort beheimatet sind. Diese sind aber nicht unbedingt von vornherein freundlich gesinnt und müssen entweder von ihrem Aufenthaltsort vertrieben werden oder wir müssen mit ihnen Freundschaft schließen. Letzteres ist nur dann möglich, wenn die Affen noch nicht hoffnungslos verärgert und angriffslustig sind. Auch hier gibt es verschiedene nicht-lineare Möglichkeiten dies zu bewerkstelligen und den Füllstand der Beziehungsleiste nach oben zu treiben. Dabei ist die offensichtlichste nicht unbedingt immer die beste Lösung. Wer nur eigene Besitztümer im Dienste der Annäherung verschenkt, wird früher oder später einige Kombinationsmöglichkeiten verpassen, weil entsprechende Gegenstände fehlen. Eine nicht ganz so kostspielige Verhaltensweise ist also in einigen Fällen durchaus von Vorteil und erspart damit so manche Falten auf der Stirn.

Steuern im Doppelpack

Endlich kann auch Affe Jep gesteuert werden. Hier knackt er uns ein paar Früchte.

Gesteuert wird Kheops-typisch aus der First-Person-Sicht in einer 360°-Rundumansicht auf einzelnen vorgerenderten Hintergründen. Diese sind nett anzuschauen, würden aber mit einer höheren Auflösung als nur 1024x768 Pixeln qualitativ noch an Grafikpracht hinzugewinnen. Trotzdem kein Grund zur Klage, da die optische Aufmachung in sich absolut stimmig wirkt und die erfreulich niedrigen Systemvoraussetzungen auch ältere Rechner aufatmen lassen dürften. Neben der insgesamt guten Grafik wandert der Blick auch auf die sehr intuitive Maussteuerung. Auf verschiedenen Hotspots ändert sich das Symbol des Mauszeigers entsprechend der zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeit. Ein Handsymbol in etwa signalisiert ein aufnehmbares Objekt, sich bewegende Zahnräder eine Interaktionsmöglichkeit mit der Umgebung und die gleichen Zahnräder in durchgestrichener Form, dass ein weiteres Objekt aus dem Inventar zur Interaktion benötigt wird. Neben dieser stellvertretenden Auswahl sind auch alle weiteren verwendeten Symbole selbsterklärend und klar verständlich.

Mit anderen Affen kommunizieren kann wie bereits erwähnt nur deren Artgenosse Jep. Dies geschieht mittels Interaktions-Menü, das verschiedene Auswahlmöglichkeiten wie „Geben“, „Lausen“, „Ablehnen“ oder „Einschüchtern“ zur Verfügung stellt und die daraus resultierende Körpersprache ausführt. Wir sehen also auch eine entscheidende Änderung zum ersten Teil, denn endlich kann persönlich in die Haut von Jep geschlüpft werden. Ein Logikloch, bei dem der kleine Affe immer automatisch wusste was zu erledigen ist, wurde somit also gestopft. Dennoch wirkt Minas Helfer auch weiterhin äußert hochbegabt. So weiß er problemlos, welche Pflanzen zur Versorgung von Minas Wunde geeignet sind und ist sogar fähig, entsprechende Wunde ärztlich zu versorgen.

Die Steuerung von Jep übernehmen wir immer dann, wenn Mina aufgrund ihrer Statur für eine Aufgabe nicht geeignet ist. Muss etwa geklettert oder ein schmaler Weg gewählt werden, so können wir alleine mit Jep weiter ziehen, während Mina an Ort und Stelle verbleibt. Um dann wieder in menschlicher Gestalt weiterspielen zu können, muss zu Mina zurückgekehrt und auf ihre Schulter geklettert werden. Dazu wird wieder das Interaktions-Menü bemüht, welches eine kleine Sequenz auslöst, in der es sich Jep wieder bequem machen darf. Spätestens wenn dies zum wiederholten Male ausgeführt werden muss, fängt man an, der nicht abbrechbaren Unterbrechung leicht überdrüssig zu werden. Die Körperhöhe der beiden Charaktere hat übrigens auch Auswirkungen auf die Sichtweise auf die Welt. Da Jep um einiges kleiner als ein Mensch gebaut ist, kann er die 360°-Rundumansicht aus Bodennähe erkunden oder dank seiner Anatomie gar auf Bäume klettern, während Minas Blickwinkel auf bekannter Augenhöhe angesiedelt ist. So fallen dem einen Charakter Dinge auf, die dem jeweils anderen verborgen bleiben würden. An einen dankenswerten Service hat Kheops indes auch gedacht. Möchten wir nicht immer wieder einen weiten Weg selbst zurücklegen, so bietet das Spiel ab einem fortgeschrittenen Zeitpunkt über den Aufruf des Menüs per Rechtsklick eine sehr komfortable Schnellreisefunktion, die den Wechsel zu einem bestimmten Ort auf Knopfdruck ermöglicht. Dort sind nicht nur die wichtigsten Bereiche der Insel, sondern auch jeweils der zurückgelassene Partner gelistet.

Sammelorgien und Minispiel-Flut

Jep verfügt über einen ganz feinen Geruchssinn und zeigt seine Gedanken über entsprechende Symbole.

Sehr viel wird in 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2' über die Inventargegenstände gerätselt, die zu Hauf im Spiel zu finden sind. Ganze 196 Inventarplätze auf 7 Reiter aufgeteilt werden dem Spieler an die Hand gegeben. Ganz so viele Gegenstände tragen wir zwar nicht bei uns, allerdings kann es mit zunehmendem Spielverlauf dennoch leicht unübersichtlich werden. Deshalb bietet es sich an, die Reiter zu benutzen, um die Objekte nach ihrer Benutzungsweise zu sortieren. Doch auch das stellt spätestens dann keine Ideallösung mehr dar, wenn die Objekte miteinander kombiniert werden müssen und wir uns somit doch wieder durch alle Reiter wühlen. Anstatt einer Snoop-Key-Funktion hat man sich bei Kheops außerdem etwas anderes überlegt. Jeps feine Spürnase registriert Objekte, bevor wir sie mit dem Auge wahrgenommen haben. Mit einer Denkblase wird der Spieler dezent darauf hingewiesen und bei Annäherung der Maus an das erschnüffelte Objekt wird dieses immer intensiver dargestellt. Eingesammelte Dinge werden nicht automatisch im Inventar platziert, sondern müssen erst einsortiert werden. Durch einen Mausklick im Inventarmenü auf die Schaltfläche „Auto“ kann dies selbstverständlich auch dem Spiel überlassen werden, im Ergebnis werden dann alle zuletzt aufgenommenen Gegenstände auf der nächsten freien Inventarstelle platziert. Kombinieren und auch wieder demontieren von Inventargegenständen kann nebenbei erwähnt nur Mina. Trotz der offensichtlich sonst sehr hohen Intelligenz von Jep, ist seine Kombinationsgabe bei der Anwendung von Gegenständen untereinander stark eingeschränkt. Bevor wir uns mit Jep also auf den Weg machen, sollte dafür gesorgt werden, dass die benötigten Objekte bereits korrekt zusammengesetzt sind, da sonst wieder zu Mina zurückgekehrt werden muss. Die Kombinationsmöglichkeiten selbst sind vielseitig und oftmals ist das gewünschte Ziel auf mehrere Art und Weise erreichbar. So können diverse verschiedene Gegenstände miteinander kombiniert werden, um das gleiche Ergebnis zu erreichen wie beispielsweise ein Feuer zu entzünden. Werden später Zutaten eines konstruierten Gegenstandes für einen anderen Zweck benötigt, kann Mina solche Objekte auch wieder verlustfrei auseinander nehmen.

Besitzer eines iPhones können auch unterwegs Rätseln und wie hier einen Roboter reparieren.

Auf weitere Aufgaben treffen wir in Form von Logik- und Schalträtseln, die mit Kombinations- und Auffassungsgabe gelöst werden müssen. Diese sind mit ein wenig Anstrengung allesamt lösbar, logisch und fair gestaltet. So darf etwa der Schaltkreis eines defekten Roboter mit Hilfe von elektronischen Komponenten repariert werden, damit er ein paar brauchbare Informationen ausspucken kann. Des weiteren haben auch die in letzter Zeit bei Entwicklern an Beliebtheit gewonnenen Minispiele ihren Weg in das Abenteuer gefunden. Diese gestalten sich zum Beispiel so, dass ein fieser Affe durch schnelle Reaktion vom Diebstahl unserer Gegenstände abgehalten werden muss oder Jep zur Gewinnung von Ameisen selbige mit einem Grashalm aufsammeln darf. Viele dieser Minispiele beruhen auf der Reaktionsschnelligkeit oder gegenteilig der großen Geduld des Spielers, können im schlimmsten Fall auch mal zum Tod unserer Helden führen. Das ist allerdings weit weniger schlimm, als es sich im ersten Moment anhört. Auch ohne vorher gespeichert zu haben, kann nach dem Ableben des Helden wieder direkt vor der Aufgabe weitergespielt werden. Die kurzen Intermezzi durch Minispiele kommen allerdings außergewöhnlich häufig im Spiel vor, könnten demnach für einige Spieler auf Dauer störend, gar nervend wirken.

Einige Minispiele können zum Tod führen und fordern die Reaktionsfähigkeit des Spielers heraus.

Im Ganzen dürfte der Schwierigkeitsgrad einiger Rätsel für Genre-Neulinge durchaus eine kleine Herausforderung sein. Wer gerne an Minispielen verzweifelt, wird es zudem bedauern diese nicht vollständig überspringen zu können. Lediglich ein leichter Modus wird nach mehreren Fehlversuchen zur Verfügung gestellt und nimmt ein wenig der Schwierigkeit heraus. Dafür büßen wir jeweils 10 Stolzpunkte ein, die wiederum Auswirkungen auf die Gesamtpunktzahl haben. Punktzahl? Ganz recht. Wie auch schon im Vorgänger, so wird der Spieler für durchgeführte Aktionen mit Punkten belohnt. Je mehr Mühe sich der Spieler gibt, alle Möglichkeiten des Spiels auszuschöpfen, desto mehr Punkte werden dem Konto gutgeschrieben. Dies soll offensichtlich den Wiederspielwert erhöhen, sodass das nächste Durchspielen vielleicht mit einer höheren Punktzahl beendet wird.

Dokumente früherer Inselbewohner liefern manchmal hilfreiche Informationen.

Wer zudem während des Spielverlaufs einmal den Überblick darüber verlieren sollte, welche Aufgaben als nächstes anstehen, dem kann im Menü komfortabel geholfen werden. Neben einer Liste, in der anstehende Aufgaben noch einmal zusammenfasst und erledigte Probleme praktischerweise durchgestrichen werden, können bereits stattgefundene Dialoge gleichermaßen noch einmal nachgelesen werden. Etwas seltener finden die beiden Inselaner auch Dokumente, die Hilfestellung bei manchen Problemlösungen geben können. So erfährt Mina mittels durchstöbern von Schriftstücken früherer Inselbewohner, wie sie einige ihrer Objekte richtig zu kombinieren hat, um nützliche Produkte zu gewinnen.

Als Besonderheit hält Kheops zwei zusätzliche kleine Boni bereit. Zum einen können 5 verschiedene Minispiele auch auf das iPhone geladen, dort gespielt und später wieder in das Spiel integriert werden. So können für Unterwegs einige Rätselaufgaben mitgenommen werden und der fröhliche iPhone-Besitzer ist nicht ausschließlich nur an den heimischen Rechner gebunden. Des weiteren kann bei der Installation ein Chatservice namens Kheops Studio Network mit installiert werden. Damit ist es möglich, sich während des Spielerlebnisses mit anderen Spielern auszutauschen. Bei Hängern können die Aufgaben auf diese Weise also zukünftig auch mit Hilfe von anderen Spielern direkt aus dem Spiel heraus gelöst werden. Wer allerdings lieber alleine die Abenteuerwelt von 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2' erkundet, kann den Installationsvorgang einfach überspringen oder dann doch bei Bedarf noch im Nachhinein installieren.

Mehr als nur ein Meeresrauschen

Musikalisch sind Mina und Jep auch. So spielen sie gerne mal auf ihrer Okarina.

Akustisch gibt es an 'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2' kaum etwas auszusetzen. Sowohl die stimmungsvoll verträumte Musik im Hauptmenü als auch die gelungene instrumentale Hintergrundmusik und eine passende Geräuschkulisse lassen eine exzellente Insel-Atmosphäre entstehen. Auch die Mono- und Dialoge sind durch die Bank entsprechend hochwertig vertont worden und hinterlassen einen richtig guten Eindruck. Selbst kann ebenfalls etwas zu der Musik beigetragen werden, so stattet uns das Spiel mit einem hölzernen Blasinstrument aus, welches einigen auch als Okarina bekannt sein dürfte. Zwar lassen sich mit den fünf spielbaren Töne keine komplizierten Musikstücke komponieren, dennoch kann besagtes Instrument mehrmals bis zum Abspann nützlich eingesetzt werden.

Apropos Abspann. Interessanterweise verfügt das Spiel über zwei alternative Enden, zu denen an dieser Stelle natürlich nichts verraten wird. Die Entscheidung über den Ausgang der Geschichte wird erst Richtung Ende des Spiels getroffen. Wollen wir nun aber beide Varianten gerne einmal zu Gesicht bekommen, werden wir nicht das ganze Spiel noch einmal spielen müssen. Dazu ist es nicht einmal notwendig, einen alten Spielstand noch einmal zu laden. Entspricht der erspielte Abspann nicht den eigenen Vorstellungen, kann auf dem abschließend angezeigten Punkte-Bildschirm wieder an den entscheidenden Punkt der Geschichte zurückgesprungen werden und wir dürfen den Ausgang noch einmal neu bestimmen. Und das lohnt sich mit Sicherheit.


Galerien

Fazit:

Wertung: 74%

'Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel 2' ist eine konsequente Fortsetzung der First-Person-Adventures aus dem Hause Kheops. An die eigentlich abgeschlossene Handlung des ersten Teils wird durch eine überraschende Wendung noch einmal würdig angesetzt. Dennoch überzeugt die neuerliche Geschichte erneut nicht auf ganzer Linie, wirkt gerade im neuen Inselabschnitt leicht konstruiert und dürfte nicht jedermanns Geschmack sein. Allzu viele technische Neuerungen hat der Titel im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls nicht zu bieten und setzt lieber auf Altbewährtes. Auch deshalb spielen sich beide Titel weitestgehend ähnlich und setzen im Grunde auf gleiche Prinzipien. Damit machen die Entwickler natürlich nichts falsch und zusammenfassend macht das Spiel auch nichts wirklich viel schlechter als Teil eins, eine deutliche Steigerung ist allerdings auch nicht zu vernehmen. Geduldige Fans der geheimnisvollen Insel, der Romane von Jules Verne oder einfach von Adventures aus der Ich-Perspektive können getrost einen Blick riskieren und dürften wahrscheinlich nicht enttäuscht werden. Wer üblicherweise nicht die hier nötige Ruhe in einem Adventure aufbringen kann oder einfach lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich ruhig die deutsche Demo-Version als nützliche Entscheidungshilfe zu Gemüte führen.

geschrieben am 15.10.09, Andreas Baumann

Systemanforderungen Weitere Links
Windows XP / Vista


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