Reviews: Die Kunst des Mordens DS - FBI Top Secret:

Die Kunst des Mordens: FBI Top Secret


Nintendos Handheld-Konsole DS hat den Spielern schon so manches Krimi-Adventure beschert, mit recht unterschiedlichem Erfolg. Neuester Zugang der Ermittler-Riege für unterwegs ist Nicole Bonnet. Die junge FBI-Ermittlerin ist PC-Abenteurern aus bislang drei 'Kunst des Mordens'-Adventures und einem Casual-Ableger bekannt. City Interactive hat den letzten Fall der Agentin für den DS herausgebracht, natürlich mit entsprechenden Anpassungen. Was für die Konsole alles geändert wurde und welche Auswirkungen das auf das Spiel hat, verraten wir in unserem Test.


Der Kartenspieler

Keine Verschnaufpause: Nicole ermittelt wieder.

PC-Spielern dürfte die Geschichte bekannt vorkommen: Nachdem Nicole ihren zweiten Fall auf eigene Faust abgeschlossen hat, sitzt ihr die Dienstaufsicht im Nacken. Auch ihr ehemaliger Partner Nick Romsky ist nicht mehr im Dienst. Das sind aber nicht die einzigen schlechten Nachrichten, die sie nach ihrem Urlaub erreichen, denn ein Serienmörder treibt in den USA sein Unwesen. Die Morde gleichen einem makabren Spiel: Vor jeder Tat verschickt der Mörder Päckchen an das FBI, in denen er Hinweise auf den nächsten Mord versteckt. Deutet Nicole die Tipps richtig, hat sie eine Chance, das Opfer zu retten. Doch immer wieder ist sie zu spät, auch weil ihr neuer Partner Adam Porter bei den Ermittlungen oftmals keine gute Figur abgibt und auf die falsche Fährte setzt.

Auch wenn das Spiel auf den ersten Blick dieselbe Geschichte erzählt, hat City Interactive doch einige Änderungen einfließen lassen. So gibt es zum Teil neue Orte zu erkunden, einige aus 'Karten des Schicksals' bekannte Orte finden sich zwar auch, doch warten dort komplett neue Aufgaben auf Nicole.


Finde die Gegenstände

Das gesamte Spielprinzip wurde einsteigerfreundlicher gestaltet. Direkt bei der Untersuchung der Tatorte fällt dem Spieler im oberen Screen, der den gesamten Raum zeigt, eine Liste mit allen, im unteren Bildschirm zu findenden Gegenständen auf, wie man sie aus Wimmelbild-Spielen kennt. Der Kontext zur Handlung bleibt dabei aber gewahrt, denn Nicole benötigt alle gefundenen Sachen später als Beweise oder für die Lösung von Rätseln, eine Suche nach sinnlosem Gerümpel bleibt uns also erspart. Dementsprechend füllt sich das Inventar am unteren Bildschirmrand auch recht schnell. Unübersichtlich wird es dennoch nicht, denn in den recht kurzen Kapiteln sammeln sich nie wirklich viele Items an.

Eine Liste zeigt an, was wir im unteren Screen finden sollen.

Hat Nicole einen Ort durchsucht, geht es zurück ins FBI-Labor, in dem wir mithilfe modernsten Equipments nach DNA, Fingerabdrücken oder ähnlichen Spuren suchen. Dabei steht Nicole eine Kollegin mit Rat und Tat zur Seite, immer wieder einmal darf sich aber auch der Spieler selbst an den Geräten versuchen. Die forensische Untersuchung läuft dann in Form bekannter Minispiele ab. So müssen z.B. Unterschiede gefunden werden oder gleichfarbige Kugeln in Dreiergruppen arrangiert werden. Während die Minispiele im Labor oft ähnlich ablaufen, warten an den Verbrechensschauplätzen verschiedenste Spiele auf den Stylus-Ermittler. In einer Bücherei wollen z.B. Bücher nach Farbe und Größe sortiert werden, in einer Bar müssen richtige Zutaten für einen Cocktail ausgewählt werden. Wer mit den Minispielen Probleme hat, kann sie nach dreimaligem Scheitern überspringen, muss dann aber mit einem Punkteabzug leben.

Ein Ärgernis ist dagegen eher die strikte Linearität. Gegenstände können zum Teil erst nach bestimmten Aktionen aufgehoben werden, Orte erst nach Gesprächen besucht werden, auch wenn dem Spieler schon vorher deutlich klar ist, wie es weitergeht. Dazu gesellen sich einige arg konstruiert und aufgesetzt wirkende Rätsel, die man wirklich hätte vermeiden sollen. Beispielsweise muss Nicole einen Barkeeper überzeugen, ihr eine Uhr zu überlassen. Das gelingt ihr nicht etwa in einem Gespräch, sondern indem sie nach Anleitung des Barkeepers einen Cocktail zubereitet. Macht sie das richtig, überlässt ihr der Barkeeper die Uhr und sie kommt damit in einem anderen Gespräch weiter.


Unverzichtbarer PDA

Zahlreiche Minispiele warten auf der Mörderjagd

Nicoles treuester Begleiter ist ihr PDA, über den sie Informationen zu Opfern und Verdächtigen aufrufen kann. Das nützliche Utensil beinhaltet auch eine Telefonfunktion, sowie eine Karte, in der aber grundsätzlich nur die aktiven Orte angezeigt werden. Vermisst man hier das nächste Ziel, fehlt in der Regel noch ein Telefonat oder eine andere Information. Verschwinden Orte, kann man hingegen sicher sein, in diesem Kapitel alles erledigt zu haben.

Ähnlich vielseitig ist die Hilfsfunktion, die Nicole in der Regel zuverlässig anzeigt, wo noch etwas zu tun ist. Nur in wenigen Fällen passt die Anzeige nicht und sorgt für Verwirrung, in dem die Spieler zu bereits abgehandelten Orten geschickt werden.


Die Technik

Die Hintergrundgrafiken wurden zum Teil mit leichten Anpassungen aus dem PC-Spiel übernommen, zum Teil komplett neu gezeichnet. Auf den kleinen DS-Displays machen die Bilder einen guten Eindruck. Die Zeichner haben darauf geachtet, dass die Details nicht zu kurz kommen, die Szenarien aber auch nicht überfrachtet werden. Auch die Charaktere machen auf dem DS einen ordentlichen Eindruck. Die Hintergrundmusik fällt nicht sonderlich auf, bietet aber auch kaum Abwechslung. Dennoch schafft sie es, nicht sonderlich zu nerven. Auf eine Sprachausgabe wurde komplett verzichtet.


Boni

Aufmerksame Spieler finden an den einzelnen Schauplätzen geheime FBI-Dossiers (auch, wenn sie dort eigentlich nichts verloren hätten). Alle zusammen verraten interessante Hintergründe zu Serienmördern. Darüber hinaus gibt es noch weitere Specials, die nach und nach freigespielt werden: Alle Minispiele können später über das Hauptmenü erreicht werden, genauso wie die Zwischensequenzen oder die einzelnen Tatorte.


Galerien

Fazit:

Wertung: 60%

'Die Kunst des Mordens - FBI Top Secret' gehört zu den besseren DS-Krimiadventures. Die Rätsel sind größtenteils gut in die Geschichte eingebunden, die besonderen Eingabemöglichkeiten des DS werden oft berücksichtigt. Für Abwechslung sorgt ein bunter Strauß an Minispielen. Das Spiel leidet jedoch an einer zu starren Linearität, einem niedrigen Schwierigkeitsgrad und einer stark gekürzten Geschichte, die den Charakteren keinen Raum zur Entfaltung lässt und insgesamt recht austauschbar wirkt. Wer die 'Kunst des Mordens'-Serie mag und auch gern mal am DS spielt, macht dennoch mit dem Adventure nichts falsch.

geschrieben am 09.03.11, Tobias Maack

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