Reviews: Das Geheimnis der Druiden:

Das Geheimnis der Druiden


Mit 'Das Geheimnis der Druiden' lieferte die deutsche Softwareschmiede House of Tales 2001 ihr erstes Vollpreis-Adventure ab. Ob sie mit dem Mystery-Adventure zu überzeugen wissen, erfahrt ihr in unserem Test.


London, kurz vor der Jahrtausendwende. Ein mysteriöser Mord stellt Scotland Yard vor ein Rätsel. Als eine bis auf die Knochen entstellte Leiche in einem Park auftaucht, deutet alles auf einen Zusammenhang zu den ‚Knochenmorden’ hin, in denen aber bereits ein Täter gestellt und verurteilt wurde. Scotland Yard übergibt daher die Ermittlungen an Detective Brent Halligan, der bisher allerdings nur selten mit seinen ermittlerischen Fähigkeiten glänzen konnte, sondern von seinen Kollegen eher als abgehobener Sonderling eingestuft wird. Bei seinen Nachforschungen stößt Halligan schließlich auf einen Zusammenhang zu druidischen Ritualmorden, die das Schlimmste befürchten lassen: Das Letzte Ritual soll vollendet werden und dafür sorgen, dass das Böse die Herrschaft über die Welt erlangt. Zusammen mit der Anthropologin Melanie Turner macht sich Halligan nun daran die Neo-Druiden aufzuhalten und gerät dabei in ein Abenteuer, das ihn sogar 1000 Jahre in die Vergangenheit führt.

Wechselhafte Grafikqualität

Bei der Visualisierung von 'Das Geheimnis der Druiden' hat man sich für eine 2D/3D-Kombination entschieden. Dabei agieren 3D Figuren vor einem vorgerenderten Hintergrund. Leider ist die Grafik aber von wechselhafter Qualität. Zwar sind die Hintergründe und Zwischensequenzen wunderschön gerendert, die Animationen der Figuren wirken jedoch oft steif und setzen sich trotz ca. 1000 verwendeten Polygonen stark vom Hintergrund ab. Beim Kombinieren von Gegenständen in der Nahansicht wird sogar völlig auf Figuren verzichtet. Stattdessen bewegen sich die Gegenstände wie von Geisterhand und schweben im Raum umher. Dies stört den Spielverlauf zwar nur wenig, passt aber nicht so recht zur sonstigen Spielgrafik.

Gelungene Sprachausgabe

Umso gelungener ist dafür die Sprachausgabe von 'Das Geheimnis der Druiden'. Die Sprecher machen ihre Aufgabe hervorragend und haben angenehme Stimmen, die durchweg zu den Charakteren passen. Hinzu kommt noch, dass die Sprachausgabe dank einer Länge von fünf Stunden und mehr als 20 sprechenden Charakteren alles andere als spärlich eingesetzt wird. Auch die hochwertige Dolby-Surround-Musik, die sich mal dezent im Hintergrund hält, an den spannenden Stellen aber die gute Atmosphäre des Spiels unterstützt, trägt zur hervorragenden Vertonung bei und rundet den positiven Eindruck in diesem Bereich ab.

Point & Click Steuerung

Die Steuerung von 'Das Geheimnis der Druiden' ist betont einfach gehalten. Sämtliche Aktionen lassen sich mit der Maus ausüben. Durch die linke Maustaste kann man Halligan bewegen oder Gegenstände nehmen und benutzen, während man selbige mit der rechten Taste betrachtet. Mit einem Doppelklick bringt man Halligan dazu zu laufen und kann so einiges an Laufzeit einsparen. Wann immer ein Gegenstand benutzbar oder eine Person ansprechbar ist, zeigt dies der Mauscursor durch eine Veränderte Form an. Scrollt man damit über den unteren Rand des Bildschirms, öffnet sich das Inventar, in dem man aufgesammelte Gegenstände betrachten oder kombinieren kann.
Die Bedienung des Dialogsystems macht allerdings teilweise einen etwas unausgegorenen Eindruck, da House of Tales großen Wert auf realistische ablaufende Gespräche gelegt hat. Dies ist zwar eigentlich eine löbliche Idee, die in der Umsetzung aber eher nervig erscheint. Da man Gesprächspartner nicht direkt auf die wesentlichen Themen ansprechen kann und Dialoge schon mal ohne Resultat enden können, kann es dazu kommen, dass man komplette Gespräche mehrfach führen muss, weil man an der entscheidenden Stelle eine falsche Antwort gegeben hat.

Aufgesetzte Rätsel

Die Rätsel in 'Das Geheimnis der Druiden' sind größtenteils logisch und fair, auch wenn sie gegen Ende des Spiels recht schwer werden. Leider wirken sie aber angesichts der Story teilweise etwas aufgesetzt. Wieso zum Beispiel wird einem in den Ermittlungen steckenden Detective die Telefonleitung gesperrt oder eine Unterschrift für Informationsbeschaffung verwehrt? Eigentlich sollte man ja annehmen, dass es während der Ermittlungen wichtigere Probleme gibt, als seine Mitarbeiter und Vorgesetzen zu umgehen.
Neben klassischen "Suchen und Benutzen"-, sowie den bereits angesprochenen Dialogrätseln tauchen auch einige etwas nervige Schalter- und Labyrinthrätsel, die viel rumprobieren erfordern, auf.


Galerien

Fazit:

Wertung: 73%

'Das Geheimnis der Druiden' ist ein klassisches Point&Click Adventure, dass besonders durch seine tolle Atmosphäre, witzige Dialoge und eine spannende Story überzeugen kann. Leider wird dieser tolle Eindruck ein wenig durch kleine Designschnitzer bei den Rätseln und dem Dialogsystem getrübt. Auch der Grafik hätte eine etwas einheitlichere Qualität gut getan. Dennoch macht das Spiel großen Spaß und lässt den Spieler tief in die Geheimnisvolle Welt der Druiden eintauchen. Ich freue mich daher bereits auf zukünftige Adventures von House of Tales.

geschrieben am 10.06.03, Matthias Mangelsdorf

Systemanforderungen Weitere Links
Win 95/98/98SE/ME/2000
CPU mit 200 Mhz
32 MB Ram
Grafikkarte mit 2 MB Ram
Soundkarte
150 MB freier Festplattenspeicher
DirectX 7.0
Offizielle Homepage


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