Reviews: Ajabu:

Ajabu


Die Umwelt- und Wirtschaftskriminalität Afrikas steht im Vordergrund dieses klassischen Adventures. In zehn Kapiteln bzw. Missionen wird die Geschichte von Sam Knight und Phoebe Mayflower erzählt, die durch einen alten Zauber nach Afrika reisen und sich dort mit Max Barran anlegen. Dieser hinterlässt eine Spur der Verwüstung durch seine schier unendliche Gier nach Macht und Rohstoffen. Gemeinsam mit den beiden Protagonisten bereist der Spieler sieben Länder und erhält dabei Informationen über die aktuellen Probleme Afrikas, wie die Abholzung des Regenwaldes oder der landwirtschaftliche Raubbau, aber auch mögliche Lösungen wie Fair Trade Handel oder schonende Rohstoffförderung. Da wir uns nicht zu alt für das Spiel vorkommen, haben wir uns das Lernadventure näher angeschaut. Also auf nach Afrika!


Afrika – die Wiege der Menschheit

Schachmatt zum Auftakt.

Wir befinden uns im hektischen New York. Sam und Phoebe spielen Schach, während sich Sams Eltern einen Beitrag in den Nachrichten anschauen. Da seine Eltern abgelenkt sind, will Sam Phoebe eine uralte Statue zeigen, die sein Vater aus dem Museum mit nach Hause gebracht hat. Da darf auch gleich der Spieler ran, denn die Figur liegt in einem Tresor, dessen Zahlenkombination natürlich erst mal errätselt werden muss. Nachdem das gelungen ist, fassen beide Kinder die Figur an und etwas Seltsames passiert. Wir sind plötzlich in Afrika, sitzen auf einem Baum und wissen gar nicht warum und wieso. Hier beginnt also unsere spannende Reise und es kommt noch einiges auf uns zu.

Verlass dich auf die Gnumaske!

Nicht verzagen, Kinyago fragen.

Das sich 'Ajabu' vor allem an Kinder richtet, wird schon zu Beginn des Spiels klar. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten und wird dem Spieler gleich zu Beginn des Adventures in einem Tutorial kurz erklärt. Auch das Handbuch zeigt ausführlich alles Wissenswerte rund um Maussteuerung, Inventar und Hilfesystem. Ganz klassisch wird nur mit der Maus gespielt, deren Aussehen sich je nach Interaktion mit dem Objekt in einen Zeigefinger, Hand, Sprechblase oder Lupe verwandelt. Letzteres ermöglicht manchmal auch einen Schritt in einen neuen Bildbereich, in dem man dann seine Umgebung noch genauer untersuchen kann. Das Inventar erreicht der Spieler am oberen Bildschirmrand. Links daneben befindet sich die Hilfefunktion in Form der sehr gesprächigen Gnumaske Kinyago, die man befragen kann, wenn man irgendwo nicht mehr weiter weiß. Gespielt werden übrigens beide Charaktere, wobei das Spiel definiert, wer gerade am Zug ist.

So schön ist Afrika.

So simpel wie die Steuerung ist das Spiel auch gezeichnet. In bekannter 2D-Manier erscheinen die Figuren als einfach gezeichnet und koloriert. Die Hintergründe hingegen wirken liebevoll gestaltet. Die schnörkellose Grafik und die teilweise verwaschenen Texturen sind aber kein Minuspunkt, denn sie geben die Atmosphäre des Spiel hervorragend wieder. Den Spieler erwarten auch wenige interaktive Szenen, die gestalterisch zwar nicht hervorstechen, sich aber nahtlos in den vorherrschenden Stil des Adentures einfügen.

 

 

Einfach gestrickt

Ein Papagei darf in keinem Adventure fehlen.

Es überrascht nicht, dass wir bei den Rätseln nicht ins Schwitzen kommen. Da sich das Lernadventure an Kinder richtet, sind auch die Rätsel kurz und schmerzlos gestaltet. Vor allem sind es nicht viele Rätsel, denn man soll ja spielerisch etwas über Afrika erfahren. Deswegen lesen wir mehr Text, hören mehr Erklärungen, statt wilde Rätselketten zu lösen. Wir müssen beispielsweise den richten Weg durch den Dschungel finden, das könnte schnell gehen, wenn wir uns nicht die wissenswerten Informationen zu einzelnen Pflanzen und Tieren anhören würden. Sollte man zwischen den ganzen Dialogen und Details mal den Faden verlieren, haben wir in der sprechenden Gnumaske unsere Rettung gefunden.

Dem Bösewicht auf der Spur

Ieeecks!

Als Serious Game will 'Ajabu' Wissen vermitteln und zwar eine ganze Menge an Wissen. So gestalten sich auch die Dialoge: Sehr lange Gesprächsketten mit vielerlei Informationen. Zum Glück witzelt die Gnumaske dazwischen etwas herum, sonst könnte einem der ganze Spaß am eigentlichen Spiel verloren gehen. Bei der Synchronisation wurde alles richtig gemacht. Bekannte Sprecher wie Hannes Jaenicke (Bösewicht Barran) oder Bernhard Hoecker (Gnumaske) sorgen für eine professionelle Gestaltung der Dialoge. Musikalisch wurde das Spiel aufwendig mit afrikanischen Klängen im Hintergrund ausgestattet, die die Atmosphäre sehr gut einfangen. Aber auch einzelne Geräusche, wie beispielsweise in der Schiffskajüte das Knarren der Dielen und das Meeresrauschen unterstützen die Stimmung, in der sich unsere Charaktere jeweils befinden.


Galerien

Fazit:

Wertung: 68%

'Ajabu' ist ein Lernadventure, dass sich wirklich nur an Kinder richtet: Die Einfachheit bei Bedienung und der geringe Schwierigkeitsgrad der Rätsel sprechen dafür. Auf den Spieler warten eine Menge Infos beispielsweise zu Fair Trade, Regenwaldabholzung, Landminen oder Raubbau, die besser dosiert oder konzentriert behandelt werden sollten. Wenn Kinder das Spiel so alleine vor sich hin spielen, werden sie mit der Menge an Informationen vielleicht schnell überfordert sein. Wir empfehlen daher, das Spiel gemeinsam mit Lehrern oder Eltern zu spielen und in Maßen zu genießen. Und wer von uns Erwachsenen noch etwas lernen möchte und dem ein Zuviel an Text und ein Zuwenig an Rätseln nicht abschreckt, der kann ruhig einen Blick riskieren und sich auf die Reise begeben.

geschrieben am 16.04.12, Simone Riecke

Systemanforderungen Weitere Links
Windows XP (SP3) / Vista / (7)
Pentium III 1,6 / 2 GHz o.vgl. CPU
512 / 1024 MB RAM
Grafikkarte min. 256 MB
DVD-ROM Laufwerk
DirX komp. Sound
600 MB oder 3,5 GB Festplattenspeicher
Offizielle Homepage


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Dieses Review gehört zu  Ajabu.




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