Reviews: The Walking Dead:

The Walking Dead - Episode 104: Around Every Corner


Endspurt. Nachdem bereits einige unterhaltsame und teils emotionale Stunden hinter uns liegen, rückt mit 'Around Every Corner' der Schlussakkord immer näher. So stürzen wir uns auch dieses Mal wieder ins Endzeitszenario von 'The Walking Dead' und werfen einen Blick auf Telltale's Comic-Umsetzung, die erneut viel Story mit gelegentlichen Spielelementen verknüpfen dürfte. Ob diese Kombination abermals aufgeht, verrät unser Episodentest.


Willkommen in Savannah

Auch Savannah scheint kein besonders sicherer Ort zu sein.

Endlich sind die überlebenden der Zombie-Apokalypse in Savannah eingetroffen. Ein Tag, auf den vor allem die kleine Clementine lange warten musste, die sich noch immer die Hoffnung am Leben hält, nun endlich ihre Eltern finden zu können. Aber auch der Rest der Truppe rund um Hauptcharakter Lee setzt ihre Hoffnung in diese Stadt. Besonders Kenny ist nach den Geschehnissen von vor wenigen Tagen geradezu besessen von dem Gedanken, am naheliegenden Flussufer ein Boot aufzutreiben und damit in eine weiterhin ungewisse Zukunft starten zu können. Jedoch sind auch an Savannah die Geschehnisse der vergangenen Monate nicht spurlos vorüber gegangen, denn die Stadt wirkt - wie so ziemlich jede Gegend derzeit - nahezu wie ausgestorben. Zumindest bis sich Clementines bis dahin vermeintlich defektes Walkie-Talkie meldet und eine Stimme dazu mahnt, schleunigst die Straßen zu verlassen. Kaum sind die Worte gefallen, beginnt auch schon ein erneutes Wettrennen um das eigene Leben, als der naheliegende Glockenturm zu läuten beginnt. Ein spontaner Weckruf für so ziemlich alle Untoten im Umkreis von mehreren Kilometer. Höchste Zeit also, die Beine mal wieder in die Hand zu nehmen und zunächst Unterschlupf in einem der verlassenen Häuser zu finden.

Wie so oft wirft die neue Situation mehr Fragen auf, als sie eigentlich beantwortet. Irgendetwas - oder irgendjemand - muss für die brisante Situation verantwortlich sein und die Zombies auf eine frische Mahlzeit hingewiesen haben. Und inwiefern ist die geheimnisvolle Stimme aus dem Funkgerät in die jüngsten Ereignisse verstrickt? Die wichtigste Frage ist und bleibt jedoch, wie es für die Gemeinschaft nun mit der Reise weiter geht und ob der umstrittene Plan, einfach nur ein Boot zu finden und mit diesem ziellos in See zu stechen, überhaupt von Erfolg gekrönt sein kann.

Im Westen nichts Neues

Spielerisch hat sich zu den vorangegangenen Episoden nicht wirklich was getan.

Spätestens seit der dritten Episode dürfte klar sein, dass weltbewegende Neuerung oder gar frische Impulse bei 'The Walking Dead' nicht mehr zu erwarten sind. Neben wenigen Rätseln und gelegentlichen Story-Unterbrechungen durch kurze aber knackige Action-Einlagen wartet das Spiel vor allem wieder mit zahlreichen Dialogen und den damit verbundenen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten auf, welche die Geschichte in unterschiedliche Richtungen lenken und zum Nachdenken anregen sollen, ob nun wirklich die richtige Entscheidung getroffen wurde. Spielerisch bleibt somit alles bei Altbewährtem und man schlägt sich auch weiterhin mit zahlreichen Quicktime-Sequenzen durch die recht cinematisch angehauchte Handlung.

Nicht nur Zombies machen den Überlebenden zu schaffen.

Diesbezüglich wird in 'Around Every Corner' erneut viel Wert darauf gelegt, vor allem den zwischenmenschlichen Aspekt zu beleuchten und die ein oder andere größere Krise heraufzubeschwören, mit der die Beteiligten umzugehen haben. So spielt nicht nur die fast schon väterliche Beziehung zwischen Lee und Clementine eine gewichtige Rolle, auch die anderen Mitglieder der Gruppe müssen sich behaupten und vielleicht sogar einmal über ihren eigenen Schatten springen, um so eine Charakterentwicklung durchmachen zu können. Auch wenn die Geschichte damit noch nicht zum großen Rundumschlag ansetzt, so wird sie dennoch an gewissen Stellen wieder sehr emotional und leitet langsam aber stetig auf das große Finale hin, welches in der letzten Episode über uns hereinbrechen soll. So sind die rund zwei Stunden Spielzeit mehr als letzter Anheizer zu verstehen, bevor es im Staffelhöhepunkt um Alles oder Nichts gehen dürfte. Dann wird man hoffentlich auch verstärkt die Auswirkungen des eigenen Handelns zu spüren bekommen, denn wie sich herausstellt, steht am Ende des Tages vielleicht nicht jeder der Charaktere noch Schulter an Schulter an Lees Seite.


Galerien

Fazit:

Wertung: 80%

Inzwischen hat man sich an die immer gleichen Abläufe in 'The Walking Dead' bereits ein wenig gewöhnt, weshalb viele Situationen leider nicht mehr ganz so überraschend heraufbeschworen werden, wie noch zu Beginn der aktuellen Staffel. Weder ändern sich die Gameplay-Elemente großartig, noch liefert die Story neue Elemente, die man nicht in ähnlicher Form früher schon einmal gesehen hätte. Und dennoch legt 'Around Every Corner' den Grundstein für ein womöglich überaus spannendes Finale, da sich gerade zum Ende der Handlung die Ereignisse geradezu überschlagen. So bleibt lediglich die Frage offen, ob Telltale in der letzten Episode einen würdigen Schlusspunkt setzen kann und ob die Handlungsstränge zu einem sinnvollen Ausgang geführt werden. Man ist zumindest bereits jetzt auf einem sehr guten Weg dorthin.

geschrieben am 01.12.12, Andreas Baumann

Systemanforderungen Weitere Links

Windows XP SP3/Vista/7
2.0 GHz Pentium 4 oder besser
3 GB RAM
2 GB Festplattenplatz
ATI oder NVidia Grafikkarte mit 512MB Ram
Direct X 9.0c
Direct X 9.0c kompatible Soundkarte
Offizielle Homepage


Spiel kaufen

Bei Amazon kaufen (Affiliate Link)
Bei GoG kaufen (Affiliate Link)
Bei Gameware kaufen (Affiliate Link)
Ähnliche Spiele

Dieses Review gehört zu  The Walking Dead.




+1 Gefällt mir
Kommentare 0

Als Gast kommentieren

Benutzername
Zeichenkombination eingeben: 39e854


Anmelden

Name
Passwort

[ Registrieren | Passwort vergessen? ]
 







PCGamesDatabase.de Tayrint-Lets Play Adventures-Kompakt Adventuresunlimited.de Tentakelvilla.de All-Inkl Serverhosting

Der Adventure Corner Award
 Newsfeeds!  Twitter!  Become a fan!