Reviews: Moorhuhn Adventure - Der Schatz des Pharao:

Moorhuhn Adventure - Der Schatz des Pharao


Vielen eingefleischten Adventurefans flog wohl als erstes die Kinnlade Richtung Boden, als sie erfuhren, dass Phenomedia plant ein Moorhuhn-Adventure auf den Markt zu bringen.
Manche erwarteten ein seelenloses Kinderspiel, andere sprachen gar vom Ende des Adventuregenres. Ob diese Befürchtungen gerechtfertigt waren, oder ob 'Der Schatz des Pharaos' doch überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test.


Irgendwo in Schottland sitzt das Moorhuhn allein in seinem Schloss und langweilt sich furchtbar. Da wäre etwas Ablenkung nicht verkehrt. Kein Wunder also, dass es alles stehen und liegen lässt, als es vom sagenhaften Schatz des Pharaos Tutatüt in Ägypten hört und sich in bester Indy-Manier auf den Weg ins Abenteuer macht.

Klingt etwas aufgesetzt? Ist es wohl auch, denn leider hat man bei der Story von 'Der Schatz des Pharao' ein wenig beim Tiefgang gespart. Nachdem sich der Spieler zu Beginn ein wenig hilflos im Schloss des Moorhuhns wieder findet und ohne irgendwelche Hinweise erst einmal herausfinden muss, was er eigentlich zu tun hat, steht aber der Reise ins Abenteuer, das leider ohne große Wendungen und Überraschungen auskommt, nichts mehr im Wege.

Putzige Grafik, sparsamer Sound

In Punkto Präsentation weiß 'Der Schatz des Pharao' dank einer putzigen Grafik im Stil von 'Moorhuhn X' und flüssigen Bewegungen durchaus zu gefallen. Weitere Hintergrundanimationen, wie wehender Wüstensand oder flackerndes Kaminfeuer, bringen zusätzlich etwas Leben ins Spiel und runden den positiven Eindruck ab.
Etwas spärlicher fällt hingegen die Sounduntermalung aus. Sowohl Musikstücke als auch Hintergrundsgeräusche haben zwar eine ordentliche Qualität, treten aber viel zu selten auf. Auf eine Sprachausgabe wurde sogar vollständig verzichtet.

Intuitive Steuerung

Von der Steuerung her erinnert 'Der Schatz des Pharao' an den LucasArts Klassiker 'Sam & Max'. Mit einem Klick auf der rechten Maustaste kann man zwischen Symbolen für die Befehle "rede mit", "untersuche", "benutze" und "nimm" durchwechseln und danach mit der linken Maustaste den jeweiligen Befehl auf ein Objekt anwenden.
Auch die zahlreichen Minispiele, wie etwa Kanonenschießen oder eine Hindernis-Flugreise nach Ägypten, lassen sich leicht und intuitiv mit der Maus und/oder den Pfeiltasten auf der Tastatur spielen und sind in der Regel mit etwas Übung gut zu schaffen und machen wirklich Spaß.

Abwechslungsreiche Rätsel

Erstaunlicherweise erweisen sich die Rätsel in 'Der Schatz des Pharao' als außerordentlich abwechslungsreich und anspruchsvoll. Mit wachsender Spieldauer nehmen sowohl die Schwierigkeit, als auch die Vielfalt der Rätsel zu. Neben klassischen Gegenstandskombinationsrätseln muss man unter anderen auch eine alte Karte zusammenpuzzeln oder Hieroglyphen decodieren. Leider muss man bei einigen Rätseln sehr um die Ecke denken und weiß häufig nicht genau, was man überhaupt warum zu tun hat.
Eine Besonderheit von 'Der Schatz des Pharao' sind übrigens die zahlreiche Rätsel, die nicht zur Lösung des Spiels nötig sind, aber den Highscore in die Höhe treiben und so zum mehrfachen Durchspielen animieren sollen.

Flotte Sprüche

Ein weiterer Pluspunkt ist der Humor des Spiels. Zu beinahe jedem Gegenstand hat das Moorhuhn einen passenden Kommentar auf Lager und sorgt mit flotten Sprüchen für den einen oder anderen Schmunzler beim Spieler. Aber auch die Gegenstände im Spiel können zur Erheiterung beitragen. Für fast jeden Gegenstand hat man sich nämlich einen passenden Namen einfallen lassen und greift dabei besonders auf Redewendungen und Wortspiele zurück. So muss man beispielsweise den heiligen Strohsack einsacken oder den Mantel des Schweigens über eine allzu gesprächige Nervensäge werfen.


Galerien

Fazit:

Wertung: 70%

Ich gebe zu, dass auch ich einem Moorhuhn Adventure zu Beginn sehr skeptisch gegenüberstand. Dies sollte sich jedoch schon sehr bald ändern. Dank putziger Grafik, netten Kommentaren des Moorhuhns und erstaunlich guten Rätseln entpuppt sich 'Der Schatz des Pharao' als ein gelungenes, kurzweiliges Adventure. Auch die Minispiele sind größtenteils gelungen, machen Spaß und fordern den Spieler, ohne sofort für Frustrationen zu sorgen.
Negativ anzukreiden sind hingegen die kurze Spieldauer, die etwas platte Story und die fehlende Sprachausgabe. Angesichts des niedrigen Preises von 10-15 Euro sind diese Mängel aber durchaus in Kauf zu nehmen. Adventurespieler, die ihre Vorurteile überwinden können und einige Stunden netten Rätselspaß genießen wollen, sollten einmal einen Blick auf das Spiel werfen, während Moorhuhnfans sowieso bedenkenlos zugreifen können.

geschrieben am 20.12.03, Matthias Mangelsdorf

Systemanforderungen Weitere Links
Win 95/98/NT/2000/ME/XP
DirectX 3 oder höher
CPU mit 700 Mhz
256 MB RAM
16 MB RAM Grafikkarte
DirectX 3 kompatible Soundkarte
250 MB freier Festplattenspeicher
Maus, Tastatur
CD-/DVD-ROM-Laufwerk
Offizielle Homepage


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Dieses Review gehört zu  Moorhuhn Adventure.




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