Reviews: Kentucky Route Zero:

Kentucky Route Zero - Episode 1


Eine laue Sommernacht, ein paar Stunden Freizeit – ein perfekter Abend für 'Kentucky Route Zero'. In diesem außergewöhnlichen Adventure gehen wir mit Conway auf die Reise und suchen den Weg zum Dogwood Drive, denn Conway soll bei dem dort ansässigen Antiquitätenladen seine Lieferung abladen. Der Mix aus Text-Adventure und modernem Art-House Film zeigt uns recht deutlich, was mit gutem Sound Design und mysteriöser Story möglich ist. Die Spannung steigt, Akt 1 beginnt.

Akt 1 – Equus Oils

{Equus Oils}

Tankstellen im Nirgendwo

Die zentrale Frage von Conway und seinem Hund im Lieferwagen ist: „Wo ist denn dieser Dogwood Drive". Auf seinem Weg stellt er diese Frage dem Tankwart und erfährt, dass er um dahin zu kommen, die mysteriöse Route Zero finden muss. Kurzum lernt man dort, dass unter Tage einige Tunnel existieren und dort ein sehr schräges Volk sein Unwesen treibt. Nun heißt es herauszufinden, wo diese ist und das führt Conway durch einige Straßen und Orte mit den schrägsten Begegnungen und wir entdecken schnell, dass hier so einiges rätselhaft ist. Das Spiel ist nur der erste Akt von fünf, die alle im Laufe des Jahres erscheinen sollen. Laut dem Entwickler Cardboard Computer soll insgesamt eine Spielzeit einer Sommernacht erreicht werden. Das scheint realistisch, denn nach spätestens 1-2 Stunden hat man den ersten Akt durch und freut sich auf Akt 2, der ja in den nächsten Wochen erscheinen soll. Dazu sei noch gesagt, dass das Spiel derzeit meist als Season-Pass erhältlich ist und somit muss man alle 5 Episoden zum Vollpreis kaufen (Steam: 22,45€, Homepage: $25).

Vektorgrafik und Einfachheit
Nicht nur die Story ist nicht alltäglich, auch die Grafik bietet einiges an Abwechslung. Das Spiel ist nicht nur sehr dunkel und düster gehalten, sondern auch

{Düstere Szene im Wald}

Im Hintergrund Country Musik

die Steuerung ist sehr minimalistisch. Von einfachem Point & Click bis zu den sehr einfachen, aber dennoch hübschen, Vektorgrafik Menüs, die zeigen, dass moderne Grafik nicht unbedingt 3D Grafik mit Bombast Shadern heißt. Diese Einfachheit zieht sich durchs ganze Spiel, denn auch die Landkarte auf der wir mit dem Lieferwagen unterwegs sind, sind nur ein paar Linien auf denen wir durch die Spielwelt brausen. Auf dieser Karte gibt’s es auch eine Handvoll von Sidequests zu finden, die für die Hauptstory zwar keine Bedeutung haben, aber die Atmosphäre sehr verdichten. Die Sidequests laufen wie klassische alte Textadventures ab, jedoch mit Maussteuerung.


Dunkle Gestalten im Tunnel

{Dialoge im TUnnel}

Licht ein und aus und es gruselt einem.

Wenn wir über die Atmosphäre sprechen, muss der herausragende Sound und Soundtrack erwähnt werden. Ben Babbitt hat einen Soundtrack speziell fürs Spiel geschrieben und zwischendurch hört man noch ein paar Stücke der Band The Bedquilt Ramblers. Dies führt alles dazu, dass das Setting – Kentucky und Nacht – nur verstärkt werden und man sich noch tiefer reingesogen fühlt. In dieser kurzen Spielzeit von etwa einer Stunde schafft es Cardboard Computer den Spieler mehr in den Bann zu ziehen, als manches Vollzeit/Vollpreis Adventure während der mehrstündigen Einleitung. Dies allein kann schon als Errungenschaft vorgezeigt werden. Man merkt aber auch, dass es zwar ein klassisches Adventure ist, aber Rätsel nur sehr spärlich und vereinfacht Einzug gefunden haben. Story und Atmosphäre werden hier um einiges größer geschrieben. Durch die einfach gehaltene Karte kann das Finden des nächsten Ortes etwas dauern.


Galerien

Fazit:

Wertung: 80%

Nach dem Ende des Spiels stellt man sich sofort ein paar Fragen. Eine davon ist: „Wann erscheint denn der 2. Akt?“. Auch wenn der 1. Akt etwas kurz ist, will man sofort mehr über die Spielwelt erfahren. Was ist im Bergwerk passiert, was hat es mit dem Flugzeug auf sich? Und die wichtigste Frage: Was ist denn diese mysteriöse Kentucky Route Zero eigentlich? Trotz fehlenden Rätseln ist es definitiv ein Spiel, das perfekt für einen einsamen Abend ist. Wir sind gespannt, was sich in Akt 2 tut und ob sich die Anfangseuphorie bestätigt. Wohin führt es Conway? Das ist die Frage, die am meisten unter den Nägeln brennt. Für Adventure Fans definitiv einen Blick Wert.

geschrieben am 29.04.13, Peter Färberböck

Systemanforderungen Weitere Links
Kentucky Route Zero Homepage


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