Reviews: Cognition - An Erica Reed Thriller:

Cognition - Episode 2: The Wise Monkey


Unser Review zur ersten Episode von 'Cognition' liegt schon ein Weilchen zurück. Grund genug die übernatürlichen Ermittlungen nicht länger ruhen zu lassen und zu einem weiteren Date mit FBI-Agentin Erica Reed aufzubrechen. Mit ihren übernatürlichen kognitiven Fähigkeiten hat die gute Frau sich inzwischen allmählich abgefunden. Freilich schlummern in ihr noch allerhand Dinge, von denen sie nichts weiß. Der Mörder ihres Bruders ist jedenfalls weiterhin auf freiem Fuß und eine Tasse Kaffee hat diesmal lebensbedrohliche Konsequenzen für einen wichtigen Freund...

 

 

 


Entführungen und andere Grausamkeiten

Cognition

Eine Tasse für zwei Turteltauben?

Apropos Dating - zwischen Erica und ihrem FBI-Kollegen Sully hat es im Auftakt-Abenteuer 'The Hangman' gegen Ende gefunkt und unsere sonst so distanzierte Ermittlerin lässt ihm gegenüber ihre weiche Seite durchschimmern. Leider rächen sich emotionale Verwundbarkeiten in Thrillern zu gerne und 'Cognition' bildet da auch keine Ausnahme. Nach einem charmanten Office-Flirt zum Auftakt der Geschichte, kommt Sully in den zweifelhaften Genuss eines betäubenden Kaffees und wird mitten in der Nacht in dreister Manier entführt. Lediglich sein blutiges Ohr bleibt als schauriges Andenken in der Bostoner FBI-Zentrale zurück. Statt einem romantischen Date, ist Erica nun also verzweifelt auf der Suche nach seinem Entführer. Doch die Zeit läuft! Sämtliche Hinweise deuten auf den 'Wise Monkey'-Killer hin, der seinen Opfern Stück für Stück die Körperteile entfernt. Kann Erica ihre übernatürlichen Fähigkeiten dazu nutzen, um einem Verrückten rechtzeitig das Handwerk zu legen?

 

 

 



Und noch ein Serienkiller?

Cognition

Unser neuer Boss ist uns nicht sehr freundlich gesinnt...

Es scheint, als habe sich Phoenix Online Studios die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen. Ähnlich wie Episode eins, startet 'The Wise Monkey' zwar wieder mit einem Knalleffekt, doch die Autoren setzen die dramaturgischen Elemente deutlich dezenter und weniger hektisch ein. Anfänglich bietet die Geschichte allerdings wieder nur solide Durchschnittskost: Wieder ein neuer Serienkiller und wieder eine Entführung, wobei eben diese Liebesgeschichte zu früh kommt, um emotional mitzureißen. Inwieweit das Ganze mit 'The Hangman' in Zusammenhang steht, ist zunächst unklar. Darüber hinaus werden viele Schauplätze vom Vorgänger ganz einfach recycelt. Ehe es spannend wird, kann Zeit verstreichen. Jedoch wäre es ein Fehler, 'The Wise Monkey' voreilig als Füllepisode abzutun. Die Geschichte scheint durchaus ein wesentlicher Baustein für den größeren narrativen Rahmen zu sein. Allerdings dürfte sie ihre volle inhaltliche Kraft erst dann entfalten, wenn die erste Staffel von 'Cognition' komplett ist. Für sich genommen wirft sie in erster Linie nur Fragen auf und ebnet das Setting für die nächste Folge...

 

 

 



Gewohntes Konzept... mit Verbesserungen

Cognition

Helfen wir der Dame mal geistig auf die Sprünge...

Einerseits bietet das Rätseldesign genre-typische Herausforderungen, andererseits haben wir oft Gelegenheit Erica Reeds kognitive Spezialtalente einzusetzen: Wie zuletzt kann die Agentin Erinnerungen zu Objekten abrufen und sogar in das Gedächtnis von Menschen Einblick nehmen, um sie beispielsweise dazu zu bringen, sich an wichtige Ereignisse zu erinnern. Ein neues spielerisches Element gibt es ebenfalls: Aufgrund einer gemeinsamen Vergangenheit können zusammengehörige Objekte diesmal kombiniert werden um konkrete Erinnerungen abzurufen. Das sich allmählich die übernatürlichen Talente häufen, verkompliziert die Steuerung zwar ein wenig, aber sie geht trotzdem recht solide von der Hand.

Cognition

Was können wir davon denn brauchen?

Die Rätsel sind ansprechend in die Handlung integriert, wenn auch selten fordernd. Obwohl die Rätseldichte höher ist, gibt die Story weiterhin klar den Ton an. Fast alle Aufgaben sind rasch zu bewältigen und im Gegensatz zum Vorgänger wird man diesmal nicht unter Zeitdruck gesetzt. Bei den wenigen anspruchsvolleren Passagen, kann man im Notfall auf das gewohnte Hilfesystem zurückgreifen (SMS an Ericas Vater). Im Einzelfall fragt man sich bei der Lösung allerdings, warum nur ein bestimmtes Objekt benutzt werden darf und nicht ein anderes. Doch Probleme dieser Art kennt man auch von einigen anderen Adventures. Offenbar unschlüssig waren sich die Entwickler im Hinblick auf alternative Entscheidungsmöglichkeiten: So kann Erica zwar den vergifteten Kaffee zu Beginn ebenfalls trinken, oder dieses Getränk ablehnen. Je nach Entscheidung gibt es in den nächsten paar Sekunden kleine Abweichungen. Danach wird auf dieses spannende Spielelement vorwiegend verzichtet und es bleibt leider sehr linear.

 

 

 



Passable technische Umsetzung

Cognition

Dieser Direktor hat etwas zu verbergen...

'Cognition' ist eines von wenigen Thriller-Adventures, welches sich gezielt an eine erwachsene Zielgruppe richtet. Gewalt und Brutalität wird hin und wieder geschickt eingesetzt, aber nie mehr als unbedingt notwendig. Auf den Ebenen von Grafik, Musik und Sprachausgabe wird das Niveau recht konsequent gehalten, wenngleich das Budget für die zweite Episode vermutlich deutlich unter jenem der Ersten lag. Die Handschrift von Phoenix Online Studios wird manche Spieler an die Pendulo Studios erinnern. Trotz guter Ansätze kann die Optik allerdings noch nicht an diese Klasse anknüpfen. Stilistisch stark sind aber die comicartigen Zwischensequenzen, die sich richtig ins Gedächtnis brennen können! Unterstützt wird das Ganze auf musikalischer Eben einmal mehr durch Austin Haynes, der stimmige Arbeit leistet, obgleich man einige Stücke bereits vom Erstling kennt. Im Hinblick auf die englische Sprachausgabe fällt Jane Jensens Tochter Raleigh Holmes einmal mehr sehr positiv auf, doch auch die weitere Besetzung ist recht gut gewählt. Mit drei bis vier Stunden deutlich kürzer ist diesmal die Spieldauer ausgefallen. Das mag daran liegen, dass die Protagonistin im Vorgänger ausreichend vorgestellt wurde und die zweite Episode sich deshalb mehr auf die wesentliche Handlung konzentrieren kann.


Galerien

Fazit:

Wertung: 73%

Phoenix Online Studios scheint mit jeder Episode an Erfahrung zu gewinnen. Obwohl die Geschichte zu 'Cognition - The Wise Monkey' wieder nicht sonderlich originell ist, wird sie dramaturgisch gesehen immerhin routinierter erzählt. Dieser Pluspunkt wird allerdings durch ein paar Abnutzungserscheinungen etwas relativiert. So kennt man viele Schauplätze bereits und die Suche nach einem neuen Serienkiller in Verbindung mit noch einer Entführung schmeckt zunächst womöglich wie kalter Kaffee. Bis zum Ende gibt es dann doch spannende Wendungen, die dem Thriller-Adventure Auftrieb verschaffen und ein interessantes Setting für die Fortsetzung etablieren. In diesem Sinne: Wir sind gespannt, welche Antworten die beiden noch verbleibenden Episoden uns bringen mögen...

geschrieben am 04.07.13, Matthias Glanznig

Systemanforderungen Weitere Links

Windows: XP/Vista/7
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2 GB RAM
ATI oder NVidia Grafikkarte mit 512 MB RAM
2.5 GB Festplattenplatz
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Dieses Review gehört zu  Cognition.




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