Previews: Prominence:

Prominence


Die Kolonialisierung fremder Planeten ist bei SciFi-Filmen typischerweise mit tödlichen Bedrohungen verbunden. Das es bei Spielen dieses Schlags ähnlich ist, beweist Digital Media Workshops kommendes First-Person-Adventure 'Prominence'. Kürzlich wurde uns dazu eine Preview zur Verfügung gestellt. Unseren Eindruck zu diesem atmosphärischen Indie-Spiel erfährt Ihr im Test.

 

 

 

Verloren im Weltraum...

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Es war einmal ein Planet...

Lange führte das Volk der Letarri ein Leben auf der Flucht. Ein fremder Planet weckte schließlich Hoffnungen auf ein neues Zuhause, einen neuen Anfang. Jedoch sollte es anders kommen und aus dem hoffnungsfrohen Traum wird ein Albtraum. In 'Prominence' erwachen wir zu Beginn in einem völlig leeren Raumschiff. Lediglich ein Notstromaggregat sorgt für spärliches Licht in manchen Korridoren und ein paar Geräusche brechen ab und an die trostlose Stille. Wer wir eigentlich sind und was wir an diesem Ort zu schaffen haben, das wissen wir nicht. Unsere Spielfigur hat zudem keine Ahnung, was hier vorgefallen ist. So irren wir zunächst von Raum zu Raum und versuchen den Strom wieder anzuschalten. Nur so können wir Einsicht in Logbücher, Archive und diverse private Aufzeichnungen nehmen und schrittweise die Wahrheit rund um die dramatischen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit erfahren.

 

 

 

Computer gegen die Einsamkeit

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Darf ich vorstellen, A.N.N.I.E.

Was zunächst nach einer einsamen Angelegenheit klingt, wird nach ein, zwei Stunden ein wenig belebter. Sobald wir die Stromversorgung halbwegs hergestellt haben, leistet uns A.N.N.I.E. Gesellschaft. Ähnlich wie in Arthur C. Clarkes '2001: Odyssee im Weltraum' ist damit leider keine hübsche Frau mit eigentümlich geschriebenen Namen gemeint, sondern vielmehr der sprechende Hauptcomputer des Schiffes, ausgestattet mit einer künstlichen Intelligenz. Während wir zuvor kopflos durch die Korridore irren mussten, erhalten wir durch sie klare Ziele. Dank ihr und durch eigene Kombinationsgabe können wir uns Zutritt zu diversen Räumlichkeiten verschaffen, Hinweise auf der Basis von Aufzeichnungen sammeln und das Geheimnis rund um die Ereignisse auf dem Raumschiff lüften. Zugleich erfahren wir auch, welche Rolle wir dabei überhaupt spielen. Gibt es vielleicht sogar noch Hoffnung für Überlebende, oder ist alles zu spät?

 

 

 

Knobeln wir uns also durch die Station...

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Durch derartige Gänge schlendern wir oft

Die ersten Aufgaben sind noch nicht sehr komplex gestrickt und setzen primär pixelgenaues Absuchen der verlassenen Umgebung voraus. Nicht nur Objekte sind zuweilen gut versteckt, sondern auch Wegpfeiler, anhand derer wir uns im Spiel vorwärts bewegen. Anfangs zwingt 'Prominence' den Spieler zu sehr intuitiven Aktionen. Wenn wir also ein Gerät finden, mit dem wir interagieren können, dann versuchen wir eben, es zum Laufen zu bekommen und sehen was passiert. In den ersten ein, zwei Stunden wird man kaum durch das Spiel angespornt und muss sich selbst motivieren, was in den völlig menschenleeren, trostlosen Korridoren nicht immer einfach ist. 'Prominence' ist jedenfalls kein Horror-Spiel und die Stimmung erinnert in mancher Hinsicht an Kubricks Interpretation zu Clarkes SciFi-Meisterwerk. Es darf so gesehen also Geduld, denn die Dinge ereignen sich langsam.

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Solche Aufzeichnungen informieren uns stückweise über die bisherigen Ereignisse

Sobald wir auf A.N.N.I.E. treffen, nimmt das Point-and-Click-Abenteuer klarere Konturen an. Ab jetzt haben wir zudem auch Zugriff auf diverse Aufzeichnungen von den Bewohnern dieses Raumschiffes (teils rein schriftlich, teils durch Tonbänder), was dem Geschehen mehr Leben einhaucht. Auch die Herausforderungen werden interessanter, obgleich man sich weiterhin ab und an gezwungen sieht, einige Schauplätze pixelgenau abzutasten. Letztlich läuft vieles im Spiel darauf hinaus, fremde Geräte richtig zu interpretieren und keine der etwas rar gesähten Hotspots zu übersehen. Der Schwierigkeitsgrad nimmt im Spielverlauf kontinuierlich zu. Somit bleibt nach anfänglicher Orientierungslosigkeit ausreichend Zeit, um ins Geschehen hinein zu finden.

 

 

 

Passable Umsetzung

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Oft finden wir in den diversen Räumlichkeiten Rätsel, die erst später relevant und lösbar werden

Optisch sieht man Digital Media Workshops 'Prominence' die lange Entwicklungszeit an, wenngleich die sterile 3D-First-Person-Grafik recht passabel gelungen ist und zur Geschichte passt. Viele lebhafte Animationen in der Umgebung sollte man sich allerdings nicht erwarten. Einen wirklich tollen Einstieg ins Spiel liefert übrigens das stark gelungene Intro. Die musikalische Untermalung ist wiederum unauffällig und konzentriert sich primär auf atmosphärische Klänge. Echte Melodien halten sich somit also in Grenzen. Viel Stimmung wird zudem über Effekte vermittelt. Auch die Sprecher machen einen recht ansprechenden Job, man muss sich aber wie schon angedeutet ein wenig gedulden, ehe man in diesen Genuss kommt.

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Nachtsichtfunktion im Einsatz

Die Fortbewegung im Spiel bietet diesmal leider keine totale Bewegungsfreiheit. Dürfen wir in eine bestimmte Richtung gehen, wird der Mauszeiger zum Richtungszeiger und per Klick auf die linke Maustaste begeben wir uns zu einem vorgegebenen Punkt im dreidimensionalen Raum. Hier können wir uns zwar stets in alle Richtungen umsehen, mehr aber nicht. Interaktionsmöglichkeiten gibt es jeweils nur mit Objekten in unmittelbarer Nähe und sie werden uns auch nur dann angezeigt. Das Inventar lässt sich mittels rechter Maustaste aktivieren. Nach der Auswahl eines Objekts verlassen wir das Inventar durch einen erneuten Mausklick. Im Inventar dürfen wir im übrigen auch Gegenstände miteinander kombinieren. Wer über eine Maus mit Scrollrad verfügt, erspart sich aber den lästigen Rechtsklick und kann dadurch bequem Inventar-Gegenstände auswählen, um sie mit Objekten der Umgebung in gewohnter Point-and-Click-Manier zu kombinieren. Sobald wir auf A.N.N.I.E. treffen, wird unser Inventar nochmal rundum erneuert und verbessert. Sämtliche Aufzeichnungen und sonstige Informationen werden nun hier abgespeichert. Zudem gibt es dann beispielsweise sogar einen Nachtsicht-Modus, was für lichtarme Räumlichkeiten hilfreich ist.


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Fazit:

Wertung: Gut

'Prominence' braucht recht lange, um auf Touren zu kommen. Für manche Hotspots-Suchspiele wird bestimmt nicht jeder die Geduld haben und wenigstens die erste Stunde geizt mit konkreten Zielsetzungen. Hat man diese langatmige Phase des Spiels einmal hinter sich gebracht, zeigt das Adventure aber seine wahren Qualitäten und macht neugierig auf mehr. Bis jetzt bietet 'Prominence' eine interessante, gute Mischung. Nicht nur Fans von SciFi-Werken wie Arthur C. Clarkes '2001: Odyssee im Weltraum' sollten das Adventure im Gedächtnis behalten.

geschrieben am 20.09.13, Matthias Glanznig

Systemanforderungen Weitere Links
Betriebssystem: Win XP, Vista, 7, 8, 10 // Prozessor: 2.0 GHz oder besser (Multi-Core wird unterstützt) // Speicher: 2 GB RAM // Grafikkarte: Open GL 2.0 kompatibel oder besser (bei einem im Prozessor integrierten Grafikprozessor könnte es allerdings erhebliche Probleme geben) // Festplatte: 4 GB freier Speicher Offizielle Homepage
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