Previews: Code 7:

Code 7


Die deutsche Entwicklerschmiede Goodwolf Studios hat am 11. August die erste Episode des textbasierten Adventures 'Code 7' veröffentlicht, das mit über 16.000€ über Kickstarter finanziert und realisiert wurde. Uns erwarten in den nächsten Jahren insgesamt fünf voll synchronisierte Episoden. Bereits jetzt ist das Spiel für eine Reihe von Awards nominiert, u.a. für den Deutschen Entwicklerpreis in der Kategorie ‚Bestes Indie Game 2016‘. Wir haben uns 'Code 7' für Euch näher angeschaut.


Lost in Space

Ohne Orientierung und Erinnerung werden wir wach. Es ist dunkel und vor uns flackert das Blau eines Computerbildschirmes auf. Irgendwie schaffen wir es, Kontakt zu Kollegin Sam aufzunehmen. Nach und nach berichtet sie uns, wo wir uns befinden und wer wir sind. Unser Aufenthaltsort ist eine Raumstation namens Schroedinger Station auf einem Planeten weit weg von der Erde. Unser Name ist Alex. Mithilfe des Computers unterstützen wir Sam dabei herauszufinden, was passiert ist. Schnell wird klar, dass es einen Unfall auf der Station gab und die Realität um uns herum nicht ist, was sie zu sein scheint. Hinter der Katastrophe steckt mehr, als ein einfacher Unfall.   

 


Teamwork

{Beschreibung der Grafik}

Wir helfen Zoya die roten Lichtschranken zu umgehen.

Sam befindet sich am anderen Ende der Raumstation. Über Textnachrichten können wir mit ihr kommunizieren, da das Mikrofon an unserem Computer defekt zu sein scheint. Unsere erste Aufgabe besteht darin, das Licht auf der Station wieder anzustellen. Nachdem wir uns mit dem Computer vertraut gemacht haben, ist die Energieverwaltung über einfache Eingabebefehle schnell gefunden und wir können das Licht einschalten. Als nächstes öffnen wir die Tür, die es Sam ermöglicht, sich langsam auf den Weg zu uns machen. Mithilfe einer digitalen Karte leiten wir sie durch die Raumstation.

'Episode 0: Allocation' verfolgt eine recht klassische Story. Wer bin ich und was tue ich hier?  Am Ende der Episode erwartet uns natürlich eine überraschende Auflösung und eine gekonnte Wendung innerhalb Geschichte, die die Überleitung zu 'Episode 1:  Threading' darstellt. Auch hier spielen wir wieder den Hacker Alex und haben nach demselben Prinzip die Möglichkeit einer Verschwörung auf den Grund zu gehen. Dabei wechselt in Episode eins der Partner, der uns zur Seite steht.

Com Mode: Press [Space]

Die Steuerung funktioniert komplett über die Tastatur. Wir geben Befehle ein und hacken uns durch Computer- und Netzwerkdateien. Eine Autovervollständigung vereinfacht die Eingaben dabei enorm. Mit der Leertaste können wir Kontakt zu Sam aufnehmen. Dialoge führen wir ganz klassisch: uns stehen immer mehrere Antworten zur Verfügung, aus denen wir die für uns passende auswählen können. Mit den Cursor-Tasten können wir die bisherigen Texte jederzeit auf dem Bildschirm nachlesen. Aktuelle Aufgaben werden gelb gekennzeichnet und zusätzlich noch am unteren Bildschirmrand angezeigt.

 

Neben Texteingaben werden wir mit Minispielen und Computerrätseln konfrontiert. So müssen wir unsere Partner um Hindernisse herumführen, Sicherheitskameras ausstellen oder einfach einen Weg von A nach B finden, ohne entdeckt zu werden. Die Minispiele wechseln dabei mit Rätselspielen ab, in denen wir Kommunikationsrouten ausfindig machen und Informationen abfangen müssen. Mit Episode eins steigert der Schwierigkeitsgrad der Rätsel- und Minispiele leicht an. 

{Beschreibung der Grafik}

Wir hacken uns in ein Sicherheitssystem.

Gewinnt die Story an Dramatik, stehen wir auch das ein ums andere Mal unter enormen Zeitdruck. Hier ist es durchaus möglich, für den schnellen Tod unseres Partners zu sorgen. Ein automatischer Spielstandspeicher ermöglich es uns aber die Stelle solange zu wiederholen, bis wir erfolgreich waren. In allen Fällen geht es darum, Tastenkombinationen möglichst schnell zu drücken oder Befehle möglichst schnell einzutippen. Generell sind die Rätsel in den ersten beiden Episoden weder zu anspruchsvoll, noch zu einfach.

Im Verlauf der Story haben wir auch die Möglichkeit Gegenstände zu finden und einsammeln. An entsprechenden Stellen im Spiel werden dann zusätzliche Handlungsmöglichkeiten freigeschaltet.

Durch die rein tastaturbasierte Steuerung entsteht schnell das Gefühl, selbst der Hacker Alex zu sein. Der Spieler wird durch die geschickte First-Person Perspektive des Adventures zum Protagonisten gemacht und gekonnt in die Geschichte integriert. In jeder Episode haben wir zudem an verschiedenen Schlüsselstellen die Möglichkeit, uns für eine von zwei Handlungsoptionen zu entscheiden. Ob und wie sich diese auf die Gesamtstory auswirken, ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ersichtlich.


DOS-Flair und Retro Charme

{Beschreibung der Grafik}

Ein System Check hilft uns beim Hacken.

Besonders gut hat mir die Grafik des Spiels gefallen, die ich auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig fand. Alle, die sich noch an MS-DOS Betriebssysteme erinnern können, werden sich beim Spielen in die 80er und 90er Jahre zurückversetzt fühlen. Überhaupt erinnert mich 'Code 7' an die vielen Hacker-Filme dieser Jahrzehnte, wie z.B. 'WarGames – Kriegsspiele' von 1983 oder 'Hackers – Im Netz des FBI' von 1995.

Der Computerbildschirm mutiert beim Spielstart zur MS-DOS gleichen Benutzeroberfläche und auch neongrüne Dialogfelder und schreiend gelbe Infofelder fehlen nicht im Spielverlauf. Die Rätsel und Minispiele haben echten Arcade-Game-Charme und lassen die ersten beiden Episoden von 'Code 7' wie ein gutes Retro-Spiel aussehen. Lasst Euch also auf keinen Fall von der Grafik abschrecken. Da steckt eine Menge mehr drin. Die Musik ist atmosphärisch und passend, hinterlässt bei mir aber keinen bleibenden Eindruck. Das Spiel ist voll synchronisiert, bisher aber nur auf Englisch erhältlich.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

Die beiden Episoden haben zusammen eine Spielzeit von etwa fünf Stunden. Goodwolf Studio verspricht für die kommenden drei Episoden jeweils weitere vier Stunden. Deutsche Bildschirmtexte derzeit leider noch nicht verfügbar. Trotz gewöhnungsbedürftiger Grafik, überrascht 'Code 7' mich vor allem mit der guten und dichten Geschichte, in der ein wunderbarer Übergang von Episode null nach eins nicht fehlt. Das Spielprinzip ist schnell zu verstehen, Spieler sollten allerdings keine Rätselherausforderungen erwarten, da sich das Adventure deutlich auf Verlauf und Story konzentriert. Komplexe Dialoge und schwierige Entscheidungen ermöglichen ein durchwegs packendes Spielvergnügen. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Episoden die bisherige Qualität halten ohne sich stumpfsinnig zu wiederholen. Wir sind gespannt und halten Euch über Neuigkeiten auf dem Laufenden.

geschrieben am 05.09.17, Christiane Biederbeck

Systemanforderungen Weitere Links
Betriebssystem: Windows 7 Prozessor: Intel Core i5 2,5 GHz Arbeitsspeicher: 6 GB RAM Grafik: NVIDIA GeForce GT 252M DirectX: Version 11 Speicherplatz: 1 GB verfügbarer Speicherplatz Offizielle Homepage
Projektseite bei Kickstarter


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