Storyteller-Reviews: Star Wars Battlefront II:

Star Wars Battlefront II


Das 'Star Wars'-Universum ist derzeit in aller Munde. In wenigen Wochen ist der nächste Film 'Star Wars – Episode 8: Die letzten Jedi' in den Kinos zu sehen und auch im Spielebereich gibt es Neues. Electronic Arts brachte 'Star Wars Battlefront II' auf den Markt und will dieses Mal auch für Story-Liebhaber etwas bieten. In der Einzelspieler-Kampagne dürfen wir in die Rolle von Iden Version, einer Kommandantin der Imperialen Spezialeinheit Inferno-Kommando schlüpfen. Ob sich 'Star Wars Battlefront II' auch rein als Storyteller bewährt, erfährt Ihr in den nächsten Zeilen.

 

 

 


Gefangen

 

Battlefront Rebellen Schiff

Für das Imperium!

Iden Versio ist von den Rebellen gefangen. Wie kann sich eine so hochqualifizierte Spezialagentin doch nur fangen lassen? Sie wird untersucht und scheint kühl und gelassen zu sein. Doch dann spricht sie zur ihrem Helm einen Code, der etwas weiter entfernt ihren kleinen Spionagedroiden aufweckt. Als sich die Kamera aktiviert, sehen wir aus der Sicht des Droiden einen Sullustaner, der die schwarze fliegende Untertasse mit Beinchen untersucht. Prompt schalten wir ihn mit einem Elektroschock aus und der Droide erkundet erst einmal die Gegend. Er soll nämlich zurück zu Iden und sie befreien. Alles läuft bisher nach Plan. Sie muss jetzt nur noch die Nachricht finden, die entlarven soll, dass der Todesstern sehr wohl einsatzbereit ist, und sie löschen. Ob schleichend oder wild schießend ist uns überlassen. Der Kampf um die Galaxis beginnt.

 

 


Die Klischees schlagen zurück

 

Battlefront Spannung

Wirkliche Spannungs, wie hier, kommt selten auf

Diese recht spannende Ausgangslage lässt hoffnungsvoll in die Kampagne blicken. Die ersten Minuten stellen sich als äußerst spannend heraus und große Hoffnungen flammen auf. Jedoch wird in den insgesamt zwölf Missionen leider nur selten das volle Potential der 'Star Wars'-Saga ausgeschöpft. Mysteriöses und Mythisches finden sich nur selten. Spannende Twists gehören eher zur Ausnahme. Im Gegenteil, die Geschichte entpuppt sich als Jagd von einem Klischee ins nächste. Man kann die Geschichte geradezu vorausahnen, was der Spannung natürlich äußerst schadet.

Nichtsdestotrotz unterhielt mich die Kampagne in den sechs Stunden Spielzeit ganz gut. Der 'Star Wars'-Bonus zieht bei Fans, vieles ist bekannt, aber doch einiges neu. Wer Episode 7 gesehen hat, findet das kurze Intermezzo mit Maz Kanata ganz interessant. Fans der gesamten Serie dürfen auch in die Haut von Leia Organa, Han Solo, Luke Skywalker und Lando Calrissian schlüpfen. Oft wirkt es wie ein Schaulaufen der typischen Stärken und Schwächen der Lucasfilm-Serie. Wirklich neues erzählt das Intermezzo zwischen Episode 6 und 7 nur selten. Einzig der Epilog bietet für Fans eine Überraschung und ließ mich persönlich traurig zurück – ich wollte doch jetzt einfach weiterspielen. Das heißt nicht, dass es offen endet, sondern, dass die Spannung hier erst richtig einsetzt. Wie es weitergeht, erfahren wir dann erst im Film. Die Kampagne macht also nicht alles falsch, denn sie lässt schon das Gefühl zurück, dass man gerne gespielt hat. Sie wirkt nur nicht so bombastisch gut, wie sie oft angepriesen wurde.

 


Beiwerk zum Multiplayer

 

Battlefront Multiplayer

Der Multiplayer steht im Vordergrund

Es bleibt der Beigeschmack, dass die angepriesene Kampagne abermals Beiwerk zum wichtigeren Multiplayer-Teil ist. So kann man auch in der Einzelspieler-Kampagne mittels den Booster-Karten Iden Versios Fähigkeiten umbauen. Das dient als Vorgeschmack zu den Lootboxen des Multiplayers, die man sich freispielen kann. Die Echtgeld-Variante ist mittlerweile vom Tisch und wird erst wieder neu entwickelt. Auch das Schaulaufen der wichtigen Charaktere, die man selber spielen kann, dient als Demo für den Multiplayer-Modus, denn diese Helden sind spielbar – neben vielen anderen Helden und Bösewichte.

Nicht alle Kämpfe finden dabei unmittelbar am Boden statt, sondern Iden Versio ist standesgemäß auch eine hervorragende Pilotin und so steuern wir diverse Fluggeräte des Universums. Außerdem dürfen wir auch bekannte Walker, wie den AT-ST und sogar einen AT-AT, steuern und damit verheerenden Schaden anrichten. Das Herz des Fans schlägt hierbei doch höher. Nicht zuletzt die Dogfights mit TIE-Jägern macht viel Spaß.

 


Die Grafik: Gemischte Gefühle

 

Battlefront Grafik

Zwiespalt: Grafik auf der hellen oder dunklen Seite?

Grafisch bietet 'Star Wars Battlefront II' dank der hauseigenen Frostbite-Engine so einige Leckerbissen. Wunderschöne Dogfights, Wüstengebiete von Jakku inklusive Sternenzerstörer-Ruinen. Die tollen Gesichtsanimationen in den Zwischensequenzen darf man dabei nicht vergessen. Janina Gavankar macht einen äußerst soliden Job und überzeugt auf voller Linie als Iden Versio. Gleichzeitig wirkt das Spiel in manchen Szenen äußerst roh. Kaum schattierte Sternenzerstörer fliegen im Weltall herum. Die Animationen im Kampf wirken ebenso manchmal hölzern. Warum die Qualität so schwankt, lässt sich nur mutmaßen. Großteils ist sie aber hervorragend, denn vor allem die unterschiedlichen Levels und Planeten wissen zu beeindrucken. 

Über die Musik braucht man bei 'Star Wars'-Ablegern kaum sprechen, denn diese ist, wie die deutsche und englische Sprachausgabe, hervorragend umgesetzt. Kämpfe werden toll untermalt, spannende Momente noch einmal unterstrichen und ruhige Momente fast schon melancholisch herbeigesehnt. 

 


Dritte Person vs. Erste Person

 

Je nachdem, ob man eher der Shooter-Typ oder der Action-Adventure-Typ ist, kann man im Spiel stets frei zwischen erster und dritter Person wechseln – sofern man Iden Versio spielt, denn bei den Helden gibt es nur die dritte Person. So entwickeln sich verschiedene Spielstile und auch Grafikstile. Die First-Person-Version wirkt unmittelbarer und kaschiert oft mangelhafte Animationen der Hauptfigur, während die dritte Person auch seine Vorzüge und äußerst schönen Momente hat. Spielerisch braucht man sich außer Geballere und ein paar Schalter- und Droiden-Interaktionen nicht viel erhoffen. Hier bietet es übliche Shooter-Koste ohne das Genre neu zu definieren oder gar zu revolutionieren. Der Star sollte die Story sein, ist aber in Wirklichkeit wiederum der Multiplayer-Teil.


Galerien

Fazit:

Wertung: 73%

'Star Wars Battlefront II' unterhält zum Teil sehr gut. Zum Teil aber auch ziemlich schlecht und erzählt langweilig. Schade eigentlich! Würden sie in den knapp sechs Stunden die Qualität halten und nicht ständig schwanken, hätte sich das Spiel als durchaus empfehlenswerter Storyteller entwickeln können. So bleibt ein Spiel, das für Multiplayer-Fans interessant sein kann und für 'Star Wars'-Fans zumindest eine Überlegung beim nächsten Sale. Die kurze Spielzeit rechtfertigt als reiner Storyteller nicht den Preis. Wer hingegen hie und da auch in den Multiplayer hineinschauen möchte, hat hier einen Mehrwert. Die Problematik der Lootboxen im Buy-to-Win-Schema ist glücklicherweise erstmal vom Tisch und fließt deswegen nicht in die Wertung ein. Möge die Macht mit Euch sein!

geschrieben am 26.11.17, Peter Färberböck

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Dieser Storyteller-Test gehört zu  Star Wars Battlefront II.




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