Previews: Memoria:

Memoria


Nachdem wir uns in 'Satinavs Ketten' im letzten Jahr heldenhaft gemeinsam mit Geron beweisen durften, nähert sich nun ein neues Daedalic-Adventure aus dem DSA-Universum. Ende August soll es dann mit der Veröffentlichung soweit sein! Neben einem Wiedersehen mit Vogelfänger Geron und Fee Nuri, die weiterhin ein Leben als Rabe fristen muss, dreht sich ein wesentlicher Teil der Geschichte um die kriegerische Prinzessin Sadja, die sich Jahrhunderte zuvor anschickt, die Welt vor den Dämonen zu retten. Wieso dieser Handlungsstrang für Geron und Nuri von Bedeutung ist, das erklärt Euch eine Preview, die auf der ersten Hälfte von 'Memoria' beruht.

 

 


Ein besonderes Rätsel

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Geron auf der Suche nach dem Händler...

In 'Satinavs Ketten' wurde die Fee Nuri in einen Rabenkörper transferiert. Seither setzt Geron alles daran, diesen Zauber wieder rückgängig zu machen. Hält dieser Fluch sehr viel länger an, droht sie alles zu vergessen und sich selbst zu verlieren. So klammert er sich an jeden Strohalm. Ein solcher bietet sich ihm zu Beginn von 'Memoria' an: Der mysteriöse Händler Fahi behauptet, er könne die junge Fee zurück in ihre ursprüngliche Form verwandeln. Allerdings ist das Ganze wie so oft an einen Handel geknüpft. Der Vogelfänger soll für ihn ein besonderes Rätsel lösen, welches niemand sonst knacken konnte. Diese Aufgabe steht im Zusammenhang mit einer gewissen Prinzessin Sadja, die Jahrhunderte zuvor die Maske von Malakkar in ihren Besitz bringen konnte. Mit dem mächtigen Artefakt soll sogar ein Triumph in einer entscheidenden Schlacht gegen die Dämonen möglich sein und so will die Adelige in die Geschichte eingehen. Ehe Geron jedoch weitere Antworten von Fahi bekommen kann, verschwindet dieser spurlos und nun wird unser Held aus Andergast plötzlich von Visionen zu Sadja heimgesucht...

 

 


Verquickung zweier Handlungsstränge

Memoria

... und zwischendurch puzzeln wir ausgiebig mit Sadja!

Lange wurde seitens der Adventure-Gemeinde gerätselt, ob denn Sadja, oder Geron die Hauptrolle spielen. Tatsächlich sind beide Handlungsstränge zumindest in der ersten Spielhälfte gleichwertig miteinander verwoben. Die Story rund um den Vogelfänger beginnt zunächst noch etwas unspektakulär, wird dann aber immer spannender und bietet ein starkes Bindeglied, um die verschieden Ausschnitte zu Sadja inhaltlich stimmig miteinander zu verknüpfen und gleichzeitig die eigene Geschichte fortzuführen. Dadurch kann Daedalic auch einige Schauplätze vom Erstling wieder verwenden, was diese umfangreiche Produktion wohl ein wenig entlastet haben dürfte. Der Verlauf der Geschichte ist jedenfalls sehr abwechslungsreich und schwer auszurechnen. Auch die Charaktere sind in der Regel greifbar gelungen und haben stets klare Ziele vor Augen. Geron hat diesmal sehr viel mehr Tiefe als zuletzt und eignet sich deutlich besser als Identifikationsfigur. Soweit wir es spielen konnten macht die Handlung zu 'Memoria' also einen hervorragenden Eindruck.

 

 


Rätseln in Aventurien

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Einige Schauplätze kennen wir bereits

Nett, aber verbesserungswürdig erweist sich derzeit noch das Rätseldesign. Einerseits ermöglichen die diversen verfügbaren Zaubersprüche von Geron und Sadja interessante Aufgabenkonstellationen. Beispielsweise kann die Prinzessin magische Objekte bewegen, kleine Lebewesen versteinern oder auch Menschen von denen sie einen persönlichen Gegenstand besitzt, durch die gezielte Auswahl aus zahlreichen Umgebungsassoziationen Visionen schicken, um sie kognitiv zu steuern. Mit konstruktivem Feedback haben es die Hauptfiguren jedoch gerade in den ersten paar Stunden nicht immer so und manche Kommentare leiten sogar eher in die falsche Richtung. So wirkt es in einer Situation, als könne die Protagonistin eine schwere Kette nicht tragen. Später tut sie es plötzlich doch. Hin und wieder ist die Realisierung der Lösung zudem nicht so intuitiv gelungen – manchmal hätte beispielsweise eine konkretere Hotspots-Bezeichnung geholfen (z.B. beim Erstellen einer Tierfalle) oder es wäre möglicherweise sinnvoll gewesen, etwas im Detail zu sehen und gezielter beeinflussen zu dürfen (z.B. wenn es darum geht einen ganz bestimmten Teil einer Türe zu öffnen). Ein paar sehr ansprechende Rätsel gibt es schon, der Schwierigkeitsgrad pendelt jedoch überwiegend zwischen leicht und durchdurchschnittlich herausfordernd. Wie gewohnt sind Mini-Games zudem kein Thema, nur vereinzelt ärgert man sich eben einige Minuten mit genannten Problemchen herum. In Summe dürfte 'Memoria' vermutlich ähnlich lange beschäftigen, wie 'Satinavs Ketten'.

 

 

 

Unbeständige Sprachausgabe, grandiose Musik

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Wir irren lange durch ein gemeines, aber richtig gut gelungenes Labyrinth

Das Niveau der Sprecher ist zumindest in der deutschen Fassung (Englisch stand in dieser vorläufigen Version übrigens auch zur Auswahl - wie es das finale Produkt handhaben wird, bleibt freilich noch abzuwarten) nicht durchwegs überzeugend. Im Hinblick auf Nebenrollen sind solche Schwachstellen noch halbwegs zu verschmerzen. Leider betrifft dieses Manko auch wenigstens eine sehr präsente Rolle: Unpassend wurde nämlich unter anderem der Sprecher jenes sprechenden dämonischen Zauberstabes gewählt, der Sadja bei ihrem Abenteuer begleitet. Während die kriegerische Prinzessin beispielsweise hervorragend gesprochen und gespielt wird, wirkt es in seinem Fall leider so, als würde der Text nur schön abgelesen werden. Emotion und Charakter gehen dabei verloren. Schade, denn das kostet dem Spiel etwas an Atmosphäre. Die Rolle von Geron, wie auch Nuri wird wiederum in gewohnter Qualität verkörpert. Im Gegensatz dazu zählt die musikalische Untermalung aber einmal mehr zum Besten, was Adventures in den letzten Jahren zu bieten hatten und passt wie angegossen zum Geschehen. Auch die gelungenen akustischen Effekte tragen übrigens viel zu einer schönen Stimmung bei.

 



Optik, Komfort und Steuerung

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Ein Blick durch die Münze offenbart magische Spuren eines Ortes

Im Hinblick auf die Visualisierung zeigen sich vorerst noch ähnliche Schwächen, wie man es schon vom Vorgänger kannte: Zwar sind die Schauplätze wunderhübsch gezeichnet, aber an Animationen mangelt es! Daedalic hat allerdings versprochen, einige Animationen zu ergänzen. Die Bewegungen der diversen Akteure sind – wenn es sie denn gibt – zudem noch nicht wirklich flüssig. Es bleibt abzuwarten, wie das dann in der finalen Version sein wird. Nicht ganz den gewohnten Daedalic-Komfort bietet derzeit wiederum die Point-and-Click-Steuerung. Mit dem Scrollrad kann man sich zwar rasch durch das Inventar vorarbeiten (das gerade ausgewählte Symbol wird dann im Cursor angezeigt), allerdings wurde in diese Funktion auch Zaubersprüche und Aktionsmöglichkeiten hinein vermengt und gerade bei mehreren Objekten im Inventar ist diese Mischung sehr gewöhnungsbedürftig. Noch dazu sind die angezeigten Symbole sind nicht sonderlich groß und gerade auf kleineren Bildschirmen kann das für Unübersichtlichkeit sorgen. Alternativ ist im unteren Bildrand das Inventar auch übersichtlicherer Form abrufbar und auch Zaubersprüche sind hier aktivierbar. Neben der gewohnten Fähigkeit (Gegenstände zerbrechen und wiederherstellen) erhält Geron diesmal übrigens u.a. eine Münze, die durch einen Blick hindurch magische Spuren sichtbar machen kann. Als Urheber dieser Münze wird im Spiel ein gewisser De Hoto angegeben – 'The Night of the Rabbit' lässt grüßen...


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

Die Story zu 'Memoria' macht soweit einen hervorragenden Eindruck und zählt locker zum Besten, was Daedalic im Aufgebot hat! Filmreif ist die musikalische Untermalung und zusätzlich unterstützen die Soundeffekte die starke Atmosphäre. Auf Ebene der Grafik haben wir es einerseits wieder mit wunderschön gezeichneten Schauplätzen zu tun. Andererseits sind die Animationen derzeit noch nicht überzeugend. Zudem sind manche Rätsel noch nicht ganz optimal und die Steuerung könnte komfortabler sein ('The Night of the Rabbit' hat diesen Aspekt beispielsweise besser gelöst). Dennoch macht 'Memoria' soweit einen sehr guten Eindruck und hat das Zeug dazu, ein Spitzenspiel zu werden.

geschrieben am 06.07.13, Matthias Glanznig

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Minimale Systemvoraussetzungen für den PC: Windows Vista™/7™/8™ 2,5 GHz Single-Core-Prozessor oder 2 GHz Dual-Core-Prozessor 2 GB Arbeitsspeicher (2,5 GB für Windows Vista™/7™) OpenGL2.0-kompatible Grafikkarte mit 512 MB RAM DirectX®9.0c-kompatible Soundkarte 10 GB freier Festplattenspeicher DVD-Laufwerk Maus (dritte Maustaste und Scroll-Rad empfohlen) Offizielle Homepage


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Dieses Preview gehört zu  Memoria.




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