Previews: Marvel's Guardians of the Galaxy:

Marvel's Guardians of the Galaxy


Mit dem Episoden-Spiel 'Guardians of the Galaxy' begibt sich Telltale erneut auf Comic-Terrain und legt kurz vor Start des zweiten Kinofilms die erste Episode rund um Star-Lord, Gamora, Rocket, Drax und Groot vor. Wir haben uns natürlich nicht zweimal bitten lassen und uns diese erste Episode angesehen. Eine Wertung gibt es wie immer erst dann, wenn alle fünf Episoden erschienen sind.


 

Thanos und die Schmiede der Ewigkeit

Guardians Screens

Gestatten: Thanos, Superschurke. In der lila Pranke: die "Schmiede der Ewigkeit".

Eines gleich vorweg: Man sollte zumindest den ersten 'Guardians'-Film gesehen haben, um zu wissen, worauf man sich einlässt und um zu verstehen, wie diese völlig konträren Figuren zusammengefunden haben. Auch einige Anspielungen speziell auf Peters – Verzeihung: Star-Lords Vergangenheit oder andere Charaktere versteht man besser, wenn man den Film oder, besser noch, ein paar der Comics kennt.

Die Handlung setzt damit ein, dass die Guardians gebeten werden, bei der Jagd auf Thanos zu helfen. Der ist groß, lila, ein Superschurke wie aus dem Bilderbuch und hinter einem seltsamen Relikt her, das „Schmiede der Ewigkeit“ genannt wird und dessen Kräfte sich im Lauf der ersten Episode zumindest ansatzweise zeigen. Weil die Guardians grade ohnehin nichts Besseres zu tun haben und speziell Drax eine Rechnung mit Thanos offen hat, dürfen wir also gleich zu Beginn gegen den Superschurken antreten und uns mit ihm um die „Schmiede der Ewigkeit“ prügeln.

 

Guardians Screens

In Rückblenden erfahren wir etwas mehr über Peters Geschichte.

Telltale lässt sich in der Folge Zeit, den Boden für die eigentliche Story zu legen, und wie gewohnt dürfen wir wieder Entscheidungen treffen, etwa, was mit Thanos geschehen soll, ob wir uns lieber mit der Exekutive verbünden oder mit dem zwielichtigen Collector, wen wir in einen Kampf mitnehmen und so weiter. Dazu gesellen sich kurze Ausflüge in Peters Vergangenheit. Es darf angenommen werden, dass speziell die Geschichte rund um seine Mutter in den kommenden Episoden noch eine zentrale Rolle spielen wird. Wie das alles mit dem Relikt zusammenhängt und welchen Herausforderungen die Guardians sich noch stellen werden müssen, ist nach knapp zwei Stunden Spielzeit nicht einmal ansatzweise absehbar. Die rasant inszenierte Geschichte hält einen aber mühelos bei der Stange und macht Lust auf mehr.


Schicke Optik, fetziger Soundtrack

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Star-Lord und Gamora in Aktion.

Was die Grafik betrifft, gibt es an 'Guardians of the Galaxy' wenig zu meckern. Hin und wieder stört etwas Kantenflimmern die schicke Optik, aber darüber kann man großzügig hinwegsehen. Optisch macht das Spiel ordentlich was her, die Charaktere wurden gut getroffen, aber auch Raumschiffe, Kämpfe, eine Bar und dergleichen sehen umwerfend aus. Dabei läuft das Spiel ohne Ruckler. Die leidigen technischen Probleme, die etwa die 'Batman'-Reihe begleitet hatten, dürfte Telltale in den Griff bekommen haben.


Auch gewohnt gut: die Sprecher. Egal wer, alle machen sie ihre Sache richtig gut. Wie immer ist die Sprachausgabe auf Englisch, dazu gesellen sich deutsche Untertitel, die leider nicht so ganz funktionieren bzw. stellenweise einfach nicht gut übersetzt sind. Teilweise wurden ganze Sätze im Deutschen dazuerfunden, die im Englischen gar nicht gesprochen werden. Das stört jetzt zwar nicht während des Spielens, es fällt aber unangenehm auf und müsste einfach nicht sein.

Apropos Sound: Der fetzige Soundtrack macht richtig Laune, Rockmusik und ruhigere Stücke begleiten uns durch die ersten beiden Stunden. Dazu gesellen sich Hintergrundgeräusche etwa im Kampf oder wenn unser Raumschiff abstürzt, aber auch Schritte oder Stimmengewirr in der Bar. Auch hier wurde alles richtig gemacht.


Flieg, Star-Lord, flieg!

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Via Tastatur können wir Star-Lord fliegen lassen und mit den übrigen Guardians kommunizieren.

Kommen wir zum Gameplay. Dieses ist, wie bei Telltale üblich, auf ein Minimum reduziert und besteht vorwiegend aus Quick Time Events, die deutlich einfacher zu bewältigen sind als in früheren Telltale-Titeln, einfach, weil sie langsamer ablaufen (ja, ich weiß, ein Widerspruch) und man etwas mehr Zeit hat, die richtige Taste zu drücken. Auch ist es nicht mehr notwendig, eine bestimmte Taste während eines QTEs mehrmals zu drücken – das Spiel reagiert sofort auf den leisesten Tastendruck und spielt sich dadurch sehr flüssig.

Die QTEs, die mit zwei Tasten gleichzeitig ausgeführt werden, wurden beibehalten, was für Abwechslung sorgt. Dazu kommen einige Neuerungen, die sich gut in das Spiel einfügen. So können wir Peter alias Star-Lord dank seiner Düsenstiefel (und der entsprechenden Tasten) fliegen lassen. In Kämpfen kann er zusätzlich mit seinen beiden Pistolen durch die Gegend ballern. Dazu betätigen wir abwechselnd die rechte und die linke Maustaste. Auch das funktioniert prächtig.

Ist Peter alleine unterwegs, kann er sich außerdem via Funk mit seinen Gefährten verständigen – ein Druck auf die Shift-Taste öffnet links ein kleines Menü, in dem wir auswählen können, mit welchem seiner Freunde Peter sprechen soll. Und weil das noch nicht genug ist, gibt es außerdem ein nettes kleines Tool, mit dessen Hilfe Peter bei der Untersuchung eines Raumes zum Beispiel feststellen kann, wie ein zuvor stattgefundener Kampf abgelaufen ist oder wohin sich Thanos verkrochen hat. Dieses Tool kommt in der ersten Episode noch nicht übermäßig oft zum Einsatz. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Episoden auch davon noch mehr sehen werden.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

Mit der ersten Episode zu 'Guardians of the Galaxy' hat Telltale einen gelungenen Auftakt hingelegt, der keine Wünsche offen lässt. Die Handlung entwickelt sich rasant und actionreich, die Charaktere sind gut getroffen, optisch ist das Spiel eine Wucht, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Dazu gesellen sich einige neue Gameplay-Elemente, die eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Quick Time Events bieten. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf die Fortsetzungen, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

geschrieben am 24.04.17, Susanne Lang-Vorhofer

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