Mata Hari - Review

Immer mehr Größen vergangener Adventurezeiten kehren in Ihr angestammtes Metier zurück und entwickeln neue Spiele. Zuletzt beglückte uns Bill Tiller mit 'A Vampyre Story'. Im Trubel um die Veröffentlichung dieses Titels ist fast untergegangen, dass auch zwei andere LucasArts-Veteranen sich zurückgemeldet haben. Bereits am letzten Freitag veröffentlichte dtp 'Mata Hari'. Eigentlich unverständlich, haben sich doch die Designer des Spiels Hal Barwood und Noah Falstein bereits mit Titeln wie 'Indiana Jones and the Fate of Atlantis' einen Namen unter Adventurefreunden gemacht. Entsprechend groß waren auch die Hoffnungen auf den Titel, verbindet man doch mit den Namen spannende Geschichten mit Tiefgang, knackigen Rätseln und packender Atmosphäre. Ob das Spiel um die bekannte Spionin diese Erwartungen erfüllen kann, verraten wir im Test.

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Fazit

Wertungs-Lupe 72%

'Mata Hari' war für mich eine der ganz großen Hoffnungen dieses Jahr. Haben doch Hal Barwood und Noah Falstein einige der besten Adventures aller Zeiten designt, darunter Beispielsweise 'Indiana Jones and the Fate of Atlantis' von LucasArts. Nun erleiden sie mit 'Mata Hari' Schiffbruch. Klar, das Spiel hat einige gute Ansätze, aber irgendwie ist es dann auch schon. Wirklich sehr schade um das verschenkte Potential, das eine Person wie Mata Hari bietet. Es gibt zwar einen ganz eindeutigen Trend hin zu immer leichteren Rätseln, dann sollte aber wenigstens die Story stimmig sein und sich nicht nur durch Logiklöcher auszeichnen, denn in solchen Fällen kann man die Spiele immerhin noch in die Kategorie „interativer Film“ einordnen. So aber taugt 'Mata Hari' eher als Casual Game, denn das einzig Anspruchsvolle an diesem Adventure sind die Minispiele. Von Barwood und Falstein hätte mehr kommen müssen, schon wenn man Bedenkt, dass sie selbst ein Projekt auf die Beine gestellt haben, in denen Regeln für Gamedesigner gesammelt werden sollen. 'Mata Hari' sollte hier auch eingefügt werden, als Negativbeispiel. Nach rund sechs Stunden Spielzeit bleibt dann der Eindruck, dass eine gute Grafik und gute Sprecher noch kein gutes Adventure machen. Interessant ist 'Mata Hari' also eigentlich nur für Spieler, denen Logiklöcher und leichte Rätsel nichts ausmachen, so erlebt man zumindest ein Erfolgserlebnis nach dem anderen.

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