Moin,
ich arbeite an einem Projekt zur interaktiven Fiktion, das sich fundamental von gängigen KI-Chats unterscheidet. Das Ziel ist nicht ein weiteres Spiel, sondern eine persistente, kohärente Geschichte, die gemeinsam mit einer KI erzählt wird.
Das Setting:
Die Mystik der Backrooms. Der Horror des Liminalen, das Unheimliche der endlosen, gelben Räume.
Das technische Problem aktueller KI-Literatur:
Wer schon einmal versucht hat, mit einer KI eine längere Geschichte zu schreiben, kennt das:
Amnesie: Die KI vergisst nach wenigen Seiten, wo man ist.
Beliebigkeit: Die KI lässt einem alles durchgehen. Es fehlt der narrative Widerstand.
Mein Ansatz (Neuro-Symbolic Fiction):
Ich trenne strikt zwischen "Gedächtnis" (Datenbank) und "Gehirn" (KI). Informationen werden als feste States gespeichert, nicht im fragilen Kontextfenster.
Was das für den Leser bedeutet (Der Unterschied):
Keine Deus-Ex-Machina: Narraboros nutzt zwar ein LLM, aber der Aufbau ist kein 08/15-Chat. Das System gehorcht nicht blind, es widerspricht. Wenn du schreibst: "Ich benutze das Anti-Smiler Spray" und dieses Objekt wurde in der Geschichte nicht etabliert, hast du die Arschkarte gezogen. Die Erzählung lässt sich nicht austricksen.
Der unzuverlässige Erzähler (Statt rosaroter Brille): Deine Wahrnehmung der Geschichte ist an den mentalen Zustand des Protagonisten gekoppelt. Mit hoher Vernunft liest du von einem einfachen Buch. Mit niedriger Vernunft beschreibt der Text ein Buch, das dich fressen will. Die physische Welt bleibt gleich, aber die Prosa verändert sich.
Dynamische Dramaturgie: Langeweile? Gibt es nicht. Spätestens nach drei Absätzen, in denen du passiv bleibst ("Hände in den Hosentaschen"), wirft dich die Erzählung in eine neue Situation.
Grenzen der Welt: Wenn die Geschichte keinen Ausgang vorsieht, kannst du dir keinen herbeiwünschen. Hinter der Tür ist dann einfach eine Mauer.
Warum Early Access?
Narraboros schreibt Geschichten, aber noch nicht perfekt und in einer rohen Oberfläche. Ich biete keinen Hochglanz, sondern einen funktionierenden Kern für eine neue Art des Erzählens. Es wird nicht halluziniert oder gottähnliche Textmacht verliehen – hier wird literarischer Mehrwert und Konsistenz geboten.
Interesse am Testen?
Ich suche Leute, die Lust haben, dieses System auf Herz und Nieren zu prüfen und Feedback zur Atmosphäre zu geben.
Eine Anmeldung ist nicht nötig, es gibt einen Direktlink bei Interesse.
https://narraboros.de
Interaktive Backtooms Fiction / Literatur
-
iguanalesson
- Niedlinger

Re: Interaktive Backtooms Fiction / Literatur
23.02.2026, 03:12Das klingt verdammt spannend, vor allem der Ansatz mit der Trennung von Datenbank und LLM. Mich nervt bei den meisten KI-RPGs genau das: Nach zehn Minuten weiß die KI nicht mehr, dass ich eigentlich gerade am Verbluten bin oder mein Inventar leer ist. Dass die Prosa sich an den mentalen Zustand anpasst, ist ein richtig starkes Feature für das Backrooms-Setting – das fängt diesen psychologischen Horror erst so richtig ein. Ich schau mir den Link definitiv mal an, bin gespannt, wie sich der "narrative Widerstand" in der Praxis anfühlt!
Hättest du gerne noch eine Variante, die etwas kritischer oder eher technisch fokussierter klingt?
Hättest du gerne noch eine Variante, die etwas kritischer oder eher technisch fokussierter klingt?