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 Betreff des Beitrags: C-Rezension: Tales
BeitragVerfasst: Dienstag 6. Dezember 2016, 21:10 
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Schwertmeister
Schwertmeister

Registriert: Freitag 27. Juni 2014, 21:28
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Tales ist das sicherlich umfangreichste Adventure das Screen7 bisher gepublished hat. Es handelt sich um ein sehr klassisches Point&Click Adventure, mit ansehnlicher Pixelgrafik und richtig fordernden Rätseln. Für den recht günstigen Preis bekommt man einen guten Umfang, sehr schöne Sprachausgabe und deutsche Untertiteln. Bei der Übersetzung handelt es sich allerdings um eine Fanüberstzung über deren Qualität ich leider nichts aussagen kann, da ich auf Englisch ohne Untertitel gespielt habe.

Story
Wir spielen als Alfred Walsh und dieser hat sich auf eine geradezu zu gut klingende Jobanzeige als Bibliothekar in einer nicht öffentlichen Bibliothek beworben. Doch so einfach dieser Job klingt, wird er fürs Erste nicht sein. Denn diese Bibliothek wird sich als etwas sonderbar herausstellen und aufgrund unglücklicher Umstände und seiner unbeherrschten Neugier entfesselt Alfred nach kürzester Zeit ein vom seinem Vorgänger eingesperrtes geschichtenfressendes Unwesen, welches sich sogleich auf den Weg macht nach und nach die Bücher der Bibliothek unsicher zu machen mit dem Ziel alle Geschichten der Menschheit für immer in Vergessenheit geraten zu lassen.
Wie sich dann herausstellt ist ein gewisser Merlin die einzige Person die Alfred jetzt noch dabei helfen kann die Unwesen zu stoppen und wieder dort einzusperren wo er herkam. Genau, der Merlin aus der Geschichte Die Ritter der Tafelrunde.

Gameplay
Wie wir herausfinden können wir, indem wir die Bücher lesen, in ihre Welten reisen (nebenbei bemerkt eine Aspekt den es so ähnlich mit einer Geschichte schon in Samaritan Paradox gab), somit wird Merlin Alfred im Verlauf der Geschichte in verschiedenste mehr oder weniger bekannte Geschichten der älteren Literatur schicken. Das Spektrum reicht vom eher unbekannten Geschichten wie „Gilgamesh“ im alten Ägypten über „Gargantua und Pantagruel“ im Mittelalterlichen Mitteleuropa zu allseits bekannten Klassikern wie „Jack und die Bohnenranke“. Insgesamt handelt es sich um acht Geschichten (+Merlins Haus) mit mehr oder weniger großen Umfang. Abwechslung ist also garantiert.

Rätselmäßig ist Tales eher schwer, wer also endlich mal wieder fordernde Rätsel haben will wird hier bestens bedient. Wenn man mal nicht weiterkommen sollte, kann man fast jederzeit zu Merlin reisen und ihn um Rat fragen. Seine Hinweise sind mal sehr hilfreich, mal weniger bis garnicht.

Musik und Voiceacting empfand ich als erstklassig und sehr passen. Für ein Indiegame dieser Preisklasse sehr beachtlich, allerdings denke ich das Mark Lovegrove (Quasi Screen7 in Person) normalerweise schon ein gutes Händchen dafür hat geeignete Synchronspecher zu finden. Auch wenn das Downfall Remake was das angeht insgesamt nicht so recht der Hit war.


Technisches
Größtenteils war ich doch überrascht wie „fast“ makellos das Spiel für die genutzte AGS-Engine so ist (normalerweise kenne ich das bloß von Wadjet Eye). Der einzige Bug den ich erfahren musste betrifft den Vollbildmodus wenn man einen Grafikfilter auswählt der kleiner als die native Bildschirmauflösung ist. Die Engine rendert einfach selbst schwarze Balken um das Bild und die kriegt man nicht weg, Grafiktreiber und Bildschirmeinstellungen hat alles keine Einfluss mehr. Noch schlimmer, dort wo sich quasi die oberen/unteren und seitlichen Balken überschneiden sieht man in Szenen die vertikal scrollen wieder Bild (alles auch auf Screenshots sichtbar). Die Balken kriegt man allerdings weg, entweder im Fenstermodus oder mit einem Grafikfilter der eigentlich eine zu hohe Auflösung für den Bildshirm ausgibt. Bei Letzterem „quetscht“ die Engine das Bild dann irgendwie auf den Bildschirm, es ist dann aber horizontal leicht gestreckt.
Das stört zwar eigentlich nicht wirklich, ich bevorzuge trotzdem „5x nearest-neighbour filter“ mit der Auflösung 1600x1000 in Vollbild auf einem 24‘‘ Monitor. Möglichst kleine Balken und das Seitenverhältnis bleibt korrekt. Es ist allerdings zu Bedenken, je größer der Monitor ist auf dem man spielt, umso größer werden die Pixel die dann bei Animationen hässlich hin und her blinken. Das heißt bei größeren Monitoren möchte man wahrscheinlich schon in einem kleineren Fenster bzw. mit mehr Balken spielen (allerdings bringt das ja wieder die durchscheinenden Ecken mit sich).

Fazit
Für wenig Geld bekommt man mit Tales viel Adventure geboten und wer nach klassischen Point&Click mit endlich mal wieder richtig fordernden Rätseln sehnt, wird hier das genau Richtige für sich finden.

Tales bei Steam für 10,99€
Tales bei Humble Bundle für 8,99€ (Steam+DRM-frei)
Bei beiden Anbietern als auch auf http://www.screen7.co.uk/games/tales/media.html kann eine Demoversion heruntergeladen werden.


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