Das spanische Entwicklerstudio Alcachofa Soft hat ein neues Adventure mit dem Namen 'Das Geheimnis der teuflischen Stadt' angekündigt, wie unsere Kollegen von Adventure Gamers melden. Wieder übernimmt der Spieler die Rolle des mit detektivischen Fähigkeiten gesegneten Mönchs Leonardo de Toledo. Dieser sucht vor einem Unwetter Zuflucht in einer kleinen Stadt und bekommt es dort auch gleich mit einem neuen Fall zu tun. Der Prior seines Ordens ist verschwunden. Bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass in der Stadt übernatürliche Kräfte ihr Unwesen zu treiben scheinen und der Teufel selbst seine Hand im Spiel zu haben scheint.
Alcachofa Soft plant für 'Das Geheimnis der teuflischen Stadt' eine größere Spielwelt und einige neue Features. Unter Anderem soll es ein Punktesystem, mehr Spielkomfort sowie bessere Lippensynchronität und ein verbessertes Beleuchtungssystem geben. Am Spielprinzip selbst soll sich aber nicht viel ändern: Nach wie vor geht es darum, die Welt zu erkunden, Gespräche zu führen und Rätsel zu lösen. Bei der Präsentation erwarten uns wieder handgezeichnete Hintergründe mit 3D-Charakteren.
Das Spiel selbst ist aktuell noch in einem frühen Stadium, ein Publisher ist noch nicht gefunden. Daher planen die Spanier vorerst nur den Direktvertrieb über Bezahldownload. Auch soll es eine Collectors-Edition auf DVD geben, die man in Eigenregie plant, sofern sich nicht doch noch ein Publisher findet.
Wir danken unserem Leser Mike für den Hinweis.
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Das Geheimnis der teuflischen Stadt
- Entwickler
- Alcachofa Soft
- Publisher
- Alcachofa Soft
- Release
- gecancelt
2 Kommentare
Ich finde das Spiel ebenso wie den Film „Der Name der Rose“, dem es nachempfunden ist, gut, wenn man von den zahlreichen „Bugs“ absieht, aber ob da eine „Forsetzung“ wirklich angebracht ist?
Als die Macher des Monumentalstreifens „Die Zehen Gebote“ sahen, wie gut sich der Film verkaufte, überlegten sie, ob sie nicht einen Film mit weiteren zehn Geboten herausbringen sollten...
Was ich mit diesem kleinen Scherz sagen will, ist, dass es literarische Werke gibt, die in sich geschlossen sind und wo eine „Fortsetzung“ aus kommerziellen Gründen nur schaden kann.
Eines meiner absoluten Lieblingsspiele ist „Syberia“, eine Geschichte, die mir das Wasser in die Augen trieb. Da der alte Mann am Ende ja noch nicht am Ziel seiner Kindheitsträume angekommen war, war ein „Syberia 2“ logisch und wohl im Vorhinein geplant, und auch dieses Spiel war wunderschön und es fand auf dem Nacken eines Mammuts, die Erfüllung des Traumes, seinen rührenden Abschluss.
Nun las ich mal irgendwo, dass ein dritter „Syberiateil geplant sei und da lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Falls ich mir das Spiel überhaupt kaufe, habe ich nur die allergeringsten Erwartungen, denn hier ist nur allzu offensichtlich, dass da was zusammenkonstruiert wurde, um die Kasse weiterhin am klingen zu halten, denn das Spiel ist nach dem zweiten Teil in sich geschlossen.
Diese Gefahr besteht meiner Ansicht nach auch bei einer Fortsetzung von „The Abbey“ Umberto Eco hat mit „Der Name der Rose“ einen Roman abgeliefert, der völlig „rund“ ist. Da etwas hinzugedichtetes dranzuhängen, scheint mir sehr fragwürdig, aber lassen wir uns überraschen...
Herzlichst!
Boris