Spielerzahlen, Tagebücher, ein neues FMV-Adventure und ein Frankreich-Rabatt bei GOG - Das sind heute die Themen unseres Wochenechos.
Spielerzahlen von Adventures
Durch einen Fehler in der API bei Steam ist es einigen Leuten gelungen, die Spielerzahlen zu extrahieren. Gezählt wurden nur tatsächlich gespielte Spiele und auch die nur, wenn sie Achievements beinhalten. Die gesamte Liste findet Ihr bei Ars Technica, Mixnmojo hat Adventures herausgefiltert und veröffentlicht. Demnach haben Telltales 'The Walking Dead' 2,8 Millionen Spieler gespielt, 'Broken Age' liegt hingegen bei über 400.000, 'Day of the Tentacle Remastered' immerhin noch bei 260.000. 'The Blackwell Legacy' führt mit knapp 80.000 Spielern bei den Indie-Titeln.
Zu DONTNODs investigativem Mystery-Abenteuer 'Twin Mirror' wurde kürzlich ein Entwicklertagebuch veröffentlicht. Darin verrät Oskar Guilbert, CEO von DONTNOD Entertainment, mehr über die Geschichte und Charaktere des Spiels in der Stadt Bassword. Das Video findet Ihr bei YouTube.
Vor wenigen Tagen wurde das chinesische FMV-Spiel 'Visitor' bei Steam veröffentlicht. Darin wird die Geschichte um einen Mordfall an der Prostituierten Shasha aus einer Winternacht im Jahre 2017 erzählt. Der Spieler übernimmt die Rolle der Polizei und untersucht Indizien, führt Befragungen durch und ermittelt so den Mörder. Das Spiel kostet nur 3,29 €.
Allez les bleus bei GOG
Anlässlich der eben zuende gegangenen Fußball-WM feiert GOG die Franzosen und hat jede Menge Spiele aus Frankreich im Preis gesenkt. Darunter unter anderem auch Adventures wie 'Die Morde des Herrn ABC' oder 'Syberia 3'. Den gesamten Katalog der vergünstigten Titel findet Ihr hier.
25 Kommentare
Schwer zu sagen, wie beliebt GOG bei Adventure-Fans ist. Momentan scheinen dort RPG, Action-Adventure, Strategie und dergleichen mit Abstand am Besten zu gehen. Wobei Hero U immerhin einen ganz passablen Start dort hatte, wie es scheint. Aber ich denke, dass es bei Steam immer noch die meisten Käufer gibt.
Das stimmt sicherlich, aber gerade bei Zahlen wie jenen von den letzten Telltale Games oder Full Throttle wird das nicht viel ändern.
Es geht also nicht nur Adventures so, sondern, anhand eines Beispiels demonstriert, haben es auch die Storyteller sehr schwer
Deponia - 743.347
Chaos on Deponia - 249.600
Goodbye Deponia - 168.319
Deponia Doomsday - 123.013
Satinav's Ketten - 188.342
Memoria - 186.812
Die Säulen der Erde Episode 1 - 1.275.530
Die Säulen der Erde Episode 2 - 203.867
Silence - 69.338
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The Book of Unwritten Tales: Vieh-Chroniken - 40.059
The Book of Unwritten Tales 2 - 55.530
The Raven - Legacy of a Master Thief - 60.620
The Raven Remastered - 3.741
Die Zwerge - 43.647
Black Mirror - 5.889
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Risen 2: Dark Waters - 713.807
Risen 3: Titan Lords - 342.772
ELEX - 254.457
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Sieht ganz danach aus, als ob Daedalic zumindest über Pakete und Ramschverkäufe noch ordentliche Zahlen bekommt, man kann bezweifeln, dass die hohen Zahlen zum Vollpreis geschahen (besonders Säulen der Erde Episode 1)
Und noch zum Vergleich:
Sherlock Holmes: Crimes and Punishments - 142,209
Sherlock Holmes: The Devil's Daughter - 144,312
Wobei sich Deponia ja schon beim Release enorm gut verkauft hat (Amazon Platz 1 bei den allgemeinen PC-Spielecharts). Aber danach hat kein Adventure mehr daran anknüpfen können.
Von dem her vielen Dank für deine Mühe.
Das die letzten Daedalic Sachen nicht gut gelaufen sind hätte man sich auch selbst zusammen reimen können, aber die THQ Sachen sind ja wirklich unterirdischst!!!
Da braucht man sich aber echt nicht mehr wundern das Adventures von Entwicklern bzw. Publisher nur mehr mit der Kneifzange angegriffen werden.
Life is Strange - Before the Storm knapp 500.000, gut da war immerhin die Engine und das Setting da. Aber die 4 Millionen für die erste Episode vom Vorgänger können auch nur so entstanden sein weil die zumindest für eine gewisse Zeit gratis angeboten wurde. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Zum Thema Sales gabs bei Gamesindustry.biz mal einen schönen Artikel, am Beispiel von einigen kleineren Publishern:
https://www.gamesindustry.biz/articles/ ... -your-game
Kurz: Es kann strategisch klug sein, Sales zu machen
Die Deponia-Reihe hat das Niveau denke ich schon sehr gut gehalten, nur den vierten Teil hätte ich nicht gebraucht, weil die Geschichte für mich längst zu Ende erzählt ist.
Klar, Detroit übertrifft grafisch bis jetzt alles dagewesene im Adventure-Genre und ein LiS oder die TT Sachen schauen echt schimmlig dagegen aus. Aber es lebt halt auch von der genialen Blade-Runner-Story und das macht den Reiz aus.
Schau dir doch ein Westwood Blade Runner oder ein Indy 4 heute an. Das schaut grauenhaft aus, trotzdem sind es 2 Meilensteine geworden die man aufgrund der Story auch nach 25 Jahren noch gut spielen kann.
Von dem her finde ich den State of Mind Grafikstil zeitlos und bin auch gespannt wie der Titel auf der Switch läuft, die ja fast noch gar keine Adventures im Portfolio hat.
Wie schon gesagt, es kommt mir auf die Story an, wenn die Kacke ist dann nützt auch die schönste Grafik nix mehr.
Damit kann man sich einfach viel mehr identifizieren und die Generation Handy hat thematisch da auch viel mehr Bezug.
Aber auch die letzten beiden Sherlock Holmes Teile fand ich - besonders den ersten - eine gelungene Symbiose aus guter Story, Setting und Grafik.
Auch die Geheimakte Reihe finde ich echt schon arg verstaubt, wenn auch bei weitem nicht so fad wie Runaway. Nur ein Indiana Jones ist das halt auch nie geworden...
Bei Deponia gehts allerdings auch mehr um die Rätsel und den sehr markanten Humor, den man mag oder eben nicht. Lässt sich aber nicht wirklich gut auf Englisch übersetzen, weshalb das am internationalen Markt eher schwierig anzubringen ist.
Aber klar, am Mainstream-Markt funktionieren jene Geschichten besser, die nicht durch Rätsel blockiert werden. Aber selbst da hast du immer das Problem, dass du normalerweise eine Mainstream-taugliche Geschichte brauchst.