Wochenecho Nr. 578

Im heutigen Wochenecho geht es um 'Shadowgate VR', eine Umfrage zu 'The Great Ace Attorney Chronicles' und einen neuen DLC für 'Outer Wilds'.

Links zum Thema

Verwandte Beiträge

16 Kommentare

Willibur (Gast) vor 1 Monat
Man kann übrigens auch an der Umfrage teilnehmen, wenn man das Spiel nicht gekauft hat.
Wenn das möglichst viele machen und als Grund die fehlende deutsche Übersetzung angeben, zeigt ihnen das zumindest mal dass es nicht völlig egal ist...
sinnFeiN vor 1 Monat
ich weiß gar nicht, ob ich da eine deutsche Übersetzung haben möchte.
Japanisch -> Englisch ist schon eine Riesenherausforderung. Da braucht es schon Expertinnen und Experten. Die haben sie auch und setzen sie auch ein. Trotzdem entstehen immer wieder sehr schräge Übersetzungen (auch jetzt anscheinend wieder). Yakuza (klar... SEGA. Aber das kann man fast nur im Original mit Untertiteln spielen) und Ace Attorney sind da für mich immer Musterbeispiele für die Schwierigkeit der Übersetzung aus dem Japanischen. Das ist jetzt auch Square Enix bewusst, weshalb Final Fantasy als Lead-Sprache Englisch verwendet. Japanisch wird nachträglich übersetzt. Da ist es dann viel einfacher für die Lokalisierung in die westliche Welt.

Japanisch -> Englisch -> Deutsch sehe ich eher als Risiko, dass das eher Slapstick oder völlig unverständlich wird :D .
Mikej vor 1 Monat
Ich denke mal, entscheidender sind da eher die Verkaufszahlen der Trilogie im deutschen Sprachraum. Die ist ja auf Deutsch für die meisten Plattformen verfügbar.

V.a. kostet so eine Übersetzung bei schätzungsweise 50+ Stunden Spielzeit und enorm viel Text eine ganze Stange Geld. Bei dieser Art von Spiel kann man es sich schon gar nicht leisten, einfach mal irgendeine schlampige Billigübersetzung nehmen wie es viele Indie Studios tun. Da kommt es bei den Fällen teils auf kleine Details an bei der Wortwahl…

Fraglich ob man eine professionelle Text-Übersetzung für unter 50.000 Euro bekommt. Keine Ahnung. Zumal das Übersetzerteam auch jemanden bräuchte, der bei Unklarheiten auf die japanische Fassung zugreifen kann.

Das muss man sich wirtschaftlich dann schon gründlich überlegen. Zumal Capcom sich ja nicht mal sicher sein konnte, ob das Experiment mit der englischen Fassung aufgeht.
sinnFeiN vor 1 Monat
Bei der Menge sind 50.000 wahrscheinlich deutlich zu wenig.

Die Lokalisierung (sprich Übersetzung und kulturelle Anpassung) von AAA-Spielen - im Adventure-Bereich und auf der Switch ist Ace Attorney sicherlich AAA - frisst laut einem deutschen Lokalisierungsanbieter eine mittlere sechsstellige Summe, mit dem ich Mal ein Interview geführt habe. Das betraf aber Spiele unter 20 Stunden mit weniger Text.
Willibur (Gast) vor 1 Monat
So habe ich das noch nie betrachtet, als Spieler sieht man halt nur dass die Trilogie auch eine Übersetzung hatte. Also geht man davon aus dass das möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Dass die reine Übersetzung (ohne Sprachaufnahmen) so teuer ist, hätte ich niemals gedacht (und einige der Kickstarter-Kampagnen, die ich unterstützt habe, wohl auch nicht, auch wenn deren "Billigübersetzungen" bisher meist ziemlich akzeptabel waren).

Schade ist halt auch, dass es keine Demo gibt, dann könnte ich ausprobieren ob mein Englisch + Wörterbuchapp ausreichend sind um Spaß zu machen (und sich nicht nach Arbeit anzufühlen).
Zum Vollpreis von 40€ ist mir das Risiko einfach viel zu hoch.
Aber vielleicht könnt ihr da in eurem Test ja noch drauf eingehen, ich bin sicherlich nicht der einzige Leser den dieses Problem betrifft.

In einem Punkt muss ich Capcom allerdings wirklich kritisieren: Ich finde es (bei einem so textlastigen Spiel) grob irreführend, die Store-Beschreibung auf deutsch zu übersetzen, wenn der Inhalt dann nur in englisch verfügbar ist. Das weckt falsche Erwartungen, wenn man nicht genau hinschaut, und ist komplett überflüssig.
sinnFeiN vor 1 Monat
Willibur hat geschrieben:
02.08.2021, 15:10
Schade ist halt auch, dass es keine Demo gibt, dann könnte ich ausprobieren ob mein Englisch + Wörterbuchapp ausreichend sind um Spaß zu machen (und sich nicht nach Arbeit anzufühlen).
Zum Vollpreis von 40€ ist mir das Risiko einfach viel zu hoch.
Aber vielleicht könnt ihr da in eurem Test ja noch drauf eingehen, ich bin sicherlich nicht der einzige Leser den dieses Problem betrifft.
Gerne! Das wird sicherlich ein Thema sein. Da das Spiel doch - wie üblich - lang ist, dauert er aber noch ein wenig :) .
Keine Sorge, da kommt was von unserem Chef :)
Mikej vor 1 Monat
Stimmt, bei deutschen Store-Beschreibungen geht man davon aus, dass es auch auf Deutsch verfügbar ist, das ist unter Umständen verwirrend. Ich hab das leider auch schon bei anderen Spielen beobachtet wo es auch nur auf Englisch verfügbar war, es aber dennoch eine deutsche Info auf der Shopseite gegeben hat. Könnte sein, dass sich das durchsetzt.

Englisch im Spiel: Soweit ich das jetzt sagen kann, ist es sprachlich wahrscheinlich schon eine Spur anspruchsvoller als zuletzt - aber erst ab Ankunft in England in Kapitel 3, davor ist es ziemlich gleich -, aber nicht dramatisch. Eine Demo wäre so gesehen vielleicht nicht zu 100% repräsentativ (und den Part in England sollte man sich nicht vorher ansehen, weil die Spoilergefahr in dem Fall sehr sehr hoch ist).

Wer mit den bisherigen Teilen zurechtkommt, wird es vermutlich auch hier tun, schätze ich. Die Sache ist auch die, dass wir ja keinen native Speaker im Spiel steuern, gewisse Dinge werden also auch erklärt bzw. mit anderen Worten nochmal umschrieben. Aber kommt natürlich auf dir Englischkenntnisse an. Und immerhin hat man bei diesem Spiel alle Zeit der Welt zum Nachschlagen im Wörterbuch.

Wer ein IOS Gerät besitzt könnte probehalber einen der bisherigen Teilen spielen (da kostet das erste Kapitel in der Regel sehr sehr wenig). Oder man schaut sich ein Let‘s play Video auf Youtube an. Beides kann ein guter Anhaltspunkt sein.
invincible warrior (Gast) vor 1 Monat
Auch wenn so eine Übersetzung sehr teuer ist, ist Ace Attorney immer noch eine sehr gut laufende Marke für Capcom. Grade die Verkaufszahlen auf Nintendo Konsolen und in den Smartphone Stores versprechen langfristige Einnahmen, da hätte man einfach investieren sollen. Die Kosten amortisieren sich schon, vielleicht nicht direkt, aber definitiv über Zeit. Die Serie hat OHNE einen Major Release in den letzten zwei Jahren knapp 1,4 Millionen Einheiten (8 Millionen insgesamt) verkauft, der Großteil davon waren sicherlich die Switch Rereleases.
Mikej vor 1 Monat
Dennoch, was zählt sind die konkreten Zahlen für den deutschen Sprachraum. Capcom wird diesbezüglich am ehesten wissen was wirtschaftlich Sinn macht. We‘ll see. Globale Verkaufszahlen sind jedenfalls nicht ausschlaggebend, zumal die Serie in Asien deutlich beliebter zu sein scheint.
invincible warrior (Gast) vor 1 Monat
Meines Wissens wurde die erste Ace Attorney Trilogie auch nur übersetzt, weil Nintendo da offizieller Publisher war. Da wird Capcom sicherlich von Nintendo mitfinanziert worden sein. Und ohne Übersetzungen wird der potentielle Markt auch nicht viel größer. Man hätte ja zumindest noch französisch oder spanisch machen können, die Märkte haben noch gewaltiges Wachstumspotential.

Kommentieren

Bitte beachte unsere Etikette.
Bitte gib einen Namen ein.
Bitte gib die Zeichenkombination ein.
Bitte gib Deinen Kommentar ein.