Reviews: Runaway - A Road Adventure:

Runaway - A Road Adventure


Nach fast über einem Jahr Verspätung kam die spanische Adventurehoffnung nun endlich in den deutschen Handel. Das Spiel soll mit hochauflösender Grafik, einer spannenden Story und mit tollen Rätseln überzeugen. Ob das Spiel dem mittlerweile entstandenen Hype gerecht wird und ob die Erwartungen der Adventurefans erfüllt werden, erfahrt ihr jetzt im großen Adventurecorner Review.


Die ganze Geschichte fängt eigentlich recht harmlos an. Der ganz normale Brian, der gerade sein Physikstudium erfolgreich beendet hat, bekommt die Chance auf eine Doktorandenstelle in der Universität von Berkeley. Nachdem er sich von seinem Elternhaus verabschiedet hat macht er sich auf den Weg, als ihm plötzlich die wunderschöne Gina, welche von zwei gefährlichen Killern verfolgt wird, vors Auto rennt und bewusstlos liegen bleibt. Brian bringt sie natürlich sofort in ein nahe gelegenes Krankenhaus, wo Gina ihm unter Einfluss von Schlaftabletten eine etwas wirre Geschichte erzählt. Sie werde von Gangstern verfolgt, welche hinter einem geheimnisvollen Kruzifix her sind, dass ihr Vater ihr kurz vor seinem Tod überreicht hat. Brian beschließt bei ihr zu bleiben um das Rätsel des Artefaktes zu lösen und stürzt sich so in das Abenteuer seines Lebens.

Ein Adventure der alten Schule

Bei der Steuerung wagten die 'Runaway' Entwickler keine Experimente so dass sich altbackene Abenteurer sofort wohl fühlen. In bester 'Baphomets Fluch' Manier wird allein mit der Maus und einem interaktiven Cursor gesteuert. Das ist auch gut so, wenn man beispielsweise an die doch eher misslungene Tastatursteuerung von 'Monkey Island 4'; denkt. Die Rätsel sind so ziemlich das Beste was man in diesem Genre gesehen hat und durchgehend logisch. Während die Lösungen zu Anfang noch auf der Hand liegen, muss man im späteren Verlauf teilweise schon um einige Ecken denken. Schwerere Rätsel werden aber immer wieder mit einfacheren gemischt, so dass man eigentlich ständig Erfolgserlebnisse hat. Einziger Kritikpunkt, sind die teilweise etwas schwierig zu findenden Gegenstände, welche das ein oder andere Mal zu Frust führen. Außerdem können manche Gegenstände erst aufgenommen werden, wenn sie für ein neues Rätsel gebraucht werden. Wenn man das aber erstmal durchschaut hat stellt es auch kein Problem mehr da.
Auch die Story kann auf Anhieb überzeugen. Sie wird teilweise durch packende Videosequenzen teilweise aber auch einfach von Brian selbst weitererzählt. Damit das ganze nicht zu ernst wird, lockert Brian die Atmosphäre immer wieder mit einem lustigen Spruch auf. Teilweise wird der Spieler auch direkt angesprochen, was oft zu dem ein oder anderen Lacher führt.

Abwechslung garantiert

Ungefähr hundert Locations, welche sich wiederum an vier verschiedenen Schauplätzen befinden sorgen für reichlich Abwechslung. Die Flucht vor den Gangstern, führt unsere zwei Helden quer durch die USA, mal spielt sich die Handlung in einem Geschichtsmuseum, mal mitten in der Wüste von Arizona ab. Damit sich Brian an den Schauplätzen nicht so alleine fühlt sorgen ca. 20 teilweise total abgedrehte Charaktere, wie zum Beispiel eine in der Wüste gestrandete Transvestitengruppe oder ein bongospielender Kiffer für die Nötige Unterhaltung.
Die Gespräche werden auf klassische Weise mit dem Multiple-Choice-Verfahren geführt, und sorgen für die nötigen Informationen, ohne den Spieler auf Dauer zu langweilen.

Grafik und Sound setzten neue Maßstäbe

Auch wenn das Spiel schon vor fast zwei Jahren fertig gestellt wurde, setzt es neue Maßstäbe in Sachen Grafik und Sound. Die 3D Charaktere und die handgezeichneten 2D Hintergründe sind im Comicstil gehalten und wirken wie aus einem Guss. Besonders der Schattenwurf auf den Charakteren weiß zu gefallen und das optional einschaltbare Antialiasing verbessert die Bildqualität um ein weiteres. Deutlich zu bemängeln sind allerdings die etwas grobpixeligen Videos, welche die Atmosphäre ein wenig stören.
Der Soundtrack passt sehr gut zur Stimmung des Spiels und der Spieler wird sich wohl einige Male beim singen des Main Themes ertappen. Auch bei der Lokalisierung hat man sich viel Mühe gegeben. Die Stimmen plaudern emotionsvoll und insgesamt ist die wohl nicht ganz leichte Übersetzung aus dem spanischen sehr gut gelungen.


Galerien

Fazit:

Wertung: 90%

Kurz und knapp: 'Runaway' ist der neue Genrekönig. Seit 'Monkey Island 3', und das ist immerhin schon 5 Jahre her, ist mir kein so gutes Adventure mehr in die Hände gekommen. Und 'Runaway' ist quasi in allen Bereichen nochmals einen Deut besser, ob es nun die fantastische Grafik, die tollen Rätsel oder die spannende Story ist. Da sind auch kleinere Schnitzer wie die teilweise schwer zu findenden Gegenstände oder die pixeligen Videos schnell vergessen. 'Runaway' beweist eindrucksvoll, dass ein aktuelles Spiel von einer tollen Story leben kann auch gut ohne Grafikprotz a la 'UT 2003' auskommt.

geschrieben am 20.11.02, Alexander Gerlach

Systemanforderungen Weitere Links
Win 95/98/ME/2000/XP
CPU mit 333 Mhz
32 MB Ram
16-bit Grafikkarte
Soundkarte
400 MB freier Festplattenspeicher
8x CD-Rom
DirectX 8
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