Reviews: Dream Chamber:

Dream Chamber


Das neue Adventure von Darkwave Games und Microids entführt uns in die USA der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dort treffen wir auf Charlie Chamber, einen reichen Erben und Unternehmer, dessen neues Hobby die Detektivarbeit ist. Als während einer Vernissage wertvolle Kunst gestohlen wird und er feststellt, dass ausgerechnet seine Freundin die Bestohlene ist, nimmt er die Ermittlungen auf. Doch auch er selbst scheint irgendetwas mit den Vorgängen zu tun zu haben...


Charlie und die Schlafkammer

Screenshot aus Dream Chamber

Charlie hat seinen Spaß bei Ausstellungen

So eine Ausstellungseröffnung kann schon langweilig sein, findet Charlie. Und eigentlich geht er auch nur hin, weil er das Museum finanziell unterstützt. Dass ausgerechnet an diesem Abend ein neuer Fall für den Nachwuchs-Hobby-Detektiv wartet, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch schon bald nimmt das Unglück seinen Lauf: Der Museumsdirektor stellt fest, dass wertvolle Gegenstände fehlen. Die Diebe scheinen das Gebäude bereits verlassen zu haben und die Polizei wurde bereits informiert. Und der Inspektor lässt auch nicht lange auf sich warten: Charlies Onkel Chandler leitet die Ermittlungen. Er bittet Charlie noch, sich nicht in den Fall einzumischen, doch Charlies Freundin heuert ihn als Detektiv an - schließlich waren es ihre Gegenstände, die gestohlen wurden. Also stürzt sich Charlie doch in die Ermittlungen. Dabei hilft ihm sein Fotografisches Gedächtnis, denn Charlie kann im Traum Orte erneut be- und Dinge untersuchen, die er am Tag zuvor nicht wahrgenommen hat.


Traumhafte Selbstgespräche

Screenshot aus Dream Chamber

Im Traum besucht Charlie bekannte Orte erneut

So besucht Charlie in der Nacht erneut das Polizeirevier und kann nun Teile der Fallakte lesen oder im Museum Fußspuren folgen, die bei Tageslicht nicht sichtbar waren. Diese Fähigkeit hilft ihm aber nicht nur bei den reinen Ermittlungen, Charlie findet im Traum auch Möglichkeiten, in zuvor verschlossene Räume zu gelangen. Außerdem wartet auch er selbst in seinen Träumen - oder besser: Sein Unterbewusstsein. Das wartet hinter einer goldenen Tür auf die Fragen von sich selbst und hat immer wieder gute Tipps und Hinweise parat.

So kann Charlie also Dialoge mit sich selbst führen. Spricht er hingegen mit anderen Charakteren wie beispielsweise seinem Onkel, wartet oft ein Minispiel auf uns: Charlie stellt sich Dialoge immer als eine Art Festungsbelagerung vor. Er selbst sieht sich dann als Ritter, der mit einer Kanone die Burg des anderen Ritters einreissen will. Dazu wählt der Spieler zuerst eine Frage und anschließend ein Quadrat der Burgmauer, auf das Charlie in seiner Fantasie die Kanone abschießt.

Screenshot aus Dream Chamber

Dialogrätsel mal anders

Hat man die richtige Frage gewählt, wird die Burgmauer an der Stelle eingerissen. Ansonsten prallen die Kugeln ab. Sind nach fünf Runden genügend tragende Teile der Burgmauer durchlöchert, stürzt die Verteidigung ein und Charlie bekommt mehr Informationen. Diese Spiele werden im Laufe der Zeit schwerer, was sich aber nur in der Anzahl der zwingend zu zerstörenden Teile wiederspiegelt. Da die Fragen zum Teil auch sehr ähnlich klingen, ist die Auswahl hier mitunter Glückssache. Dadurch müssen die Dialoge zum Teil auch deutlich mehr als ein Mal gespielt werden.

Zum Ende des Spiels warten weitere Minispiele, bei denen Charlie beispielsweise unsichtbare Papierschnipsel finden und zusammensetzen muss oder bei der Verfolgung einer anderen Person nicht zu sehr auffallen darf. Die übrigen Rätsel bestehen überwiegend aus dem Finden von Hinweisen und Informationen und wenigen Inventar-Rätseln.


Schlichte Optik und guter Sound

Screenshot aus Dream Chamber

Humorige Zitate aus anderen Adventures finden sich häufig

Die Comicgrafik von 'Dream Chamber' ist zweckmäßig schlicht gehalten. Dennoch schafft sie es, die Atmosphäre der 1930er Jahre einzufangen. Auch die recht steifen Charaktere fügen sich in dieses Bild ein. Etwas geschuldet ist die Optik vermutlich der Tatsache, dass 'Deam Chamber' auch auf mobilen Geräten laufen soll. Hier gibt es jedoch viele Titel, die schickere Grafiken liefern. Die Steuerung kann ebenfalls nicht verbergen, dass sie auch mit Touch-Screens funktionieren soll, macht am PC mit der Maus aber nichts falsch.

Begeistern kann hingegen der Sound: Die englischen Sprecher machen ihre Sache sehr gut, auch der jazzige Soundtrack macht eine gute Figur. Lediglich in den Traumszenen hätte man sich einen anderen Soundtrack zur Untermalung gewünscht.


Galerien

Fazit:

Wertung: 64%

'Dream Chamber' ist ein nettes Spiel für zwischendurch. Zumindest, wenn man sich mit vielen nicht optimal eingebundenen Minispielen anfreunden kann. Die Geschichte selbst ist recht interessant, hätte aber durchaus noch etwas Feinschliff vertragen. Der Ansatz mit den im Traum begehbaren Schauplätzen ist mal etwas Neues, sorgt aber ebenfalls für Brüche in der Logik. Dennoch kann man sich für kleines Geld einige Stunden recht gut unterhalten lassen.

geschrieben am 18.12.13, Tobias Maack

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