Reviews: The Revenge of Johnny Bonasera:

The Revenge of Johnny Bonasera


Ursprünglich wollte Entwickler Rafael García sein Comic-Adventure via Kickstarter finanzieren, am Ende kamen jedoch nur 470 € zusammen und das Ziel wurde deutlich verfehlt. Fertig geworden ist das Spiel trotzdem. Wir haben uns den Mix aus South-Park, American Dad und Family Guy angeschaut und haben Johnny seine Rache nehmen lassen. Wie es uns gefallen hat, könnt Ihr im Test nachlesen.


The Revenge of Johnny Bonasera


Rache fürs Butterbrot!

The Revenge of Johnny Bonasera

Klein Johnny wird von den Punks übel mitgespielt

Dem kleinen Johnny könnte es eigentlich sehr gut gehen, als Schüler in einer Kleinstadt mit eigenem Baumhaus. Wären da nicht die drei Punks, die ihm das Leben zur Hölle machen. So kommt es eines Tages dazu, dass die Punks ihm auflauern, sein Schulbrot abnehmen und in den Dreck werfen. Bei seiner Verpflegung hört für Johnny der Spaß auf und er stürzt sich fäusteschwingend auf die Punks. Die sind natürlich deutlich älter und größer als Johnny und machen sich einen Spaß aus dem ungleichen Kampf, der schon nach kürzester Zeit beendet ist. Verprügelt schleicht sich Johnny zurück in sein Baumhaus und entwickelt einen Plan für seinen Rachefeldzug. Dafür will er sich die Punks nach und nach vorknöpfen und ihnen das nehmen, was ihnen das Liebste ist.


Wir werden keine Freunde mehr...

The Revenge of Johnny Bonasera

Die Gitarre ist eines der Ziele von Johnnys Rachefeldzug

In der Folge rätseln wir uns durch die Kleinstadt und finden immer mehr über die Punks und andere Bewohner heraus. Schnell wissen wir auch über die Schwachstellen der Feinde bescheid, hier ist es die geliebte Gitarre, da das neue Tattoo. Um schließlich Rache zu nehmen, steigt Johnny in Häuser ein, belügt den Postboten oder schlägt Fensterscheiben von Läden ein. Für die Rache ist ihm jedes Mittel Recht und die Gegner werden auch schon mal mit dem Baseball-Schläger bearbeitet. Zwangsläufig fragt man sich dabei, ob der kleine Johnny nicht doch eine kräftigere Abreibung verdient hätte und während des Spiels wandelt sich das anfängliche Mitleid mit dem kleinen Jungen, der gegen die Punks nicht ankommt, in das Gefühl, hier einen absoluten Tyrannen zu spielen, an dem nicht mehr viel Liebenswürdiges ist.

Die Rätsel, die wir für Johnnys Rache lösen müssen, dürften mit wenigen Ausnahmen geübte Adventure-Spieler nicht vor größere Schwierigkeiten stellen. Oftmals weiß man recht genau, was wann zu machen ist. Das bedingt sich schon durch die übersichtliche Anzahl von Orten und Objekten. Dadurch ist 'The Revenge of Johnny Bonasera' auch nicht sehr lang, viel länger als eine, maximal zwei Stunden beschäftigt uns der Rachefeldzug nicht. Obwohl Johnny dann Rache an den Punks genommen hat, endet das Spiel mit einem Cliffhanger, der weitere Kapitel erwarten lässt.


Stille...

The Revenge of Johnny Bonasera

Einige der Charaktere sind durchaus lustig

An der Soundfront gibt sich 'The Revenge of Johnny Bonasera' sehr still. Zwar gibt es Geräusche passend zum Hintergrund und den Aktionen, auf viel Musik oder gar Sprachausgabe müssen wir aber verzichten. In Anbetracht des Budgets ist das zwar nicht verwunderlich, dennoch fehlt mit der Musik auch ein gehöriger Teil der Atmosphäre. Besser - wenn auch einfach gehalten - fallen die Animationen und Grafiken aus, deren Stil an Comic-Serien wie 'American Dad' erinnert. Leider schafft es das Spiel nie, an den Humor der Vorbilder heranzukommen.

Die Steuerung des Spiels geht gut von der Hand. Uns stehen in der Regel zwei Optionen zur Verfügung, meist kann Johnny reden oder mit einem Objekt hantieren. Inventar-Gegenstände trägt er in einer kleinen Tasche mit sich herum, die wir per Mausklick öffnen können. Den ausgewählten Gegenstand können wir dann in die Umgebung ziehen.


Galerien

Fazit:

Wertung: 37%

'The Revenge of Johnny Bonasera' wäre als Fanadventure durchaus nett, für den bei Steam aufgerufenen Preis von rund 5 € (ohne Rabatt) liefert es aber deutlich zu wenig Inhalte. Über das ganze Spiel verteilt, gibt es weniger als zwanzig Hintergründe und auch nicht mehr Charaktere. Die Rätsel sind überwiegend recht einfach gehalten, nur selten muss man einmal um die Ecke denken. Dass der Humor auch nur sehr selten funktioniert, Johnny sich im Spiel vom armen Jungen zu einem absoluten Unsympathen entwickelt und die fehlende Musik tun ihr Übriges.

geschrieben am 05.11.16, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Betriebssystem: Windows XP Service Pack 3 Prozessor: 1.7 GHz Dual Core Arbeitsspeicher: 2 GB RAM Grafik: NVIDIA GeForce GTX 260, ATI Radeon 4870 HD, or equivalent card with at least 512 MB VRAM Speicherplatz: 150 MB verfügbarer Speicherplatz Soundkarte: DirectX Compatible Sound Card Projektseite bei Kickstarter (abgebrochen)
Infos bei Steam Greenlight


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Dieses Review gehört zu  The Revenge of Johnny Bonasera.




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