Storyteller-Reviews: The Elder Scrolls Online: Elsweyr:

The Elder Scrolls Online: Elsweyr


'Elyweyr' ist das neueste 'The Elder Scrolls Online'-Kapitel (Windows PC, Mac, Xbox One und PS4). Monate zuvor gelang den Entwicklern von ZeniMax mit 'Summerset' eine echte Überraschung. Deshalb waren wir sehr gespannt, ob der Aufwärtstrend des MMO-Singleplayer-RPG-Hybriden eine Fortsetzung findet. In Elsweyr ist übrigens das katzenartige Volks der Khajiit zuhause, deren flauschige Existenz diesmal durch weniger putzige Drachen gefährdet wird. Eine ideale Gelegenheit also, um sich wieder einmal heldenhaft in Tamriel zu beweisen.



Die Bewohner von Elsyweyr haben es nicht einfach: Drachen richten überall Zerstörung an, Untote sorgen für Angst und Schrecken und in der größten Stadt Krempen regiert die imperiale Thronräuberin Euraxia durch Unterdrückung des khajiitischen Volks. Natürlich ist anzunehmen, dass diese Dinge nicht zufällig zur gleichen Zeit passieren. Und es ist naheliegend, dass ohne unsere Hilfe eine sehr viel größere Katastrophe wartet...

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Drachen, Untote und mehr bedrohen die Provinz

Wir wollen nicht zu viel vorwegnehmen. Nur soviel, die Hauptgeschichte bewegt sich auf einem guten Niveau und kann schätzungsweise 15 Stunden lang unterhalten. Wer zudem sämtliche Nebenquests erledigen möchte, der wird in Summe bis zu 30 Stunden benötigen. Durch den Kauf von 'Elsweyr' hat man übrigens Zugriff auf das Grundspiel, sowie 'Morrowind' und 'Summerset'. All das durchzuspielen ist eine Mammutaufgabe (300 Stunden sind keine Seltenheit).

Auch das Ende des Khajiit-Abenteuers ist sehr zufriedenstellend, lässt aber ein Hintertürchen für weitere Geschichten. Im Gegensatz zu den bisherigen Kapiteln des Action-Rollenspiels soll der DLC-Content für 'Elsweyr' inhaltlich daran anknüpfen. Dieser ist für die zweite Jahreshälfte geplant.


Vorwissen ist nützlich, aber nicht erforderlich

Neulinge müssen sich keine Sorgen machen, denn das Spiel ist einsteigerfreundlich und erfordert kein Vorwissen. Wer das Grundspiel samt Erweiterungen durchgespielt hat, der kann dennoch in manchen Gesprächen mehr herausfinden. Inhaltlich ändert sich dadurch freilich nichts. Der Prolog zum Kapitel ist übrigens neu im Grundspiel zu finden (dieser enthält sogar Rätsel).

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Cadwell spielt diesmal eine gewichtigere Rolle und auch so gibt es viele Wiedersehen

Im Gegensatz zu den allerersten Story-DLCs setzt ZeniMax vermehrt auf vertraute Charaktere, wie z.B. Abnur Tharn und Cadwell. Auch Razum Dar und Rigurt bekommen wieder eine Nebenquest spendiert. Dieser Trend hat sich schon bei den letzten Erweiterungen (v.a. 'Summerset') bemerkbar gemacht und trägt dazu bei, dass man mehr mitfiebern und besser in die Fantasy-Welt eintauchen kann.

Wer also ohne Vorwissen ins Fantasy-Abenteuer starten möchte, der kann das problemlos tun. In diesem Fall empfehlen wir allerdings, möglichst rasch die Persuasions- und Einschüchterungs-Fertigkeiten freizuschalten. Zu diesem Zweck ist es notwendig, sich z.B. in Krempen der Magier- und Kämpfergilde anzuschließen, um dann diese Fähigkeiten freizuschalten. Es gibt nämlich mehrere Situationen, wo das eine klitzekleine Rolle spielt.


Starker Action-Focus, neue Nekromanten-Klasse

Abgesehen davon gibt es leider keine nennenswerten Rollenspielelemente. Die Hauptgeschichte ist sehr linear erzählt und die Quests sind stets actionlastig aufgebaut. Rätsel und Entscheidungen sucht man vergeblich. Immerhin entschädigt der narrative Bereich für dieses Defizit. Dieser bietet immer wieder tiefe Einblicke in die Geschichte und Überzeugungen der Khahiit. Für Fans der 'The Elder Scrolls'-Lore also ein gefundenes Fressen.

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Das Gameplay ist eintönig, doch die neue Nekromanten-Klasse hält bei Laune

TESO-Veteranen sind besser beraten, die neue Nekromanten-Klasse auszuprobieren. Dazu muss man zwar einen neuen Charakter kreieren, aber wer schon weiter fortgeschritten ist und einige Championpunkte gesammelt hat, der kann diese auf die neue Spielfigur übertragen und hat dadurch einen Startvorteil. Die Nekromanten-Klasse erfindet das Rad nicht neu, sie ist aber sehr unterhaltsam, stark und lässt sich mit allen Spielstilen flexibel kombinieren. Kreaturen werden heraufbeschworen, mit einer sensenartigen Waffe greifen wir mehrere Kreaturen gleichzeitig an, die Spielfigur wächst für ein paar Sekunden zum knochenartigen Riesen heran (der allen Gegnern in der Nähe Schaden zufügt) und vieles mehr. Langweilig wurde uns aus diesem Grund nie. Es ist wahrscheinlich eine der einsteigerfreundlichsten Klassen bislang und braucht nicht lange, um richtig auf Touren zu kommen.

Gestorben sind wir lediglich beim finalen Boss und da nur wegen einer Fehlinterpretation, nicht wegen dem Schwierigkeitsgrad. Selbst ohne den Champion-Startvorteil sollten die Quests leicht machbar sein, u.a. weil der Schwierigkeitsgrad sich an die Stufe der Spielfigur anpasst. Sollte es dennoch Probleme geben, achtet darauf die Rüstung entsprechend aufzuwerten. Zudem empfiehlt es sich, Nahrungsmittel und heilende Tränke vorrätig zu haben. Übertrieben genau muss man es als Solo-Abenteurer aber nicht nehmen. Mehr Herausforderung wäre durchaus wünschenswert gewesen.


Singleplayer und Multiplayer sind eindeutig voneinander getrennt

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In der Fantasy-Spielwelt wimmelt es nur so von katzenartigen Geschöpfen

In den vergangenen Jahren wurde das MMO bekanntlich in vielen Bereichen entschärft und für Solo-Abenteurer zugänglicher gemacht. Wer nun aber die Gruppenherausforderungen in Angriff nehmen möchte, der sollte vorher im Internet recherchieren, um Frust zu vermeiden. In den Gruppenverliesen ist wirklich Teamwork gefragt und es braucht eine klare Rollenaufteilung und eine geeignete Spielfigur, die von den Fähigkeiten und Fertigkeiten her in der Lage ist, eine bestimmte Rolle auszuüben.

In 'Elsweyr' sind Gruppenherausforderungen und Soloherausforderungen klar voneinander getrennt. Bis zum Ende sind wir nie unabsichtlich in eine Gruppenquest hineingestolpert. Auch das war nicht immer so. Wer Gruppenverliese, Totenköpfe und Drachen auf der Karte meidet, der wird im Normalfall problemlos ohne Hilfe durchkommen. In einigen Situationen braucht man auch einfach nur kurz zu warten, bis genug andere Mitstreiter vor Ort sind. Öffentliche Verliese sind wiederum ein Mittelding, das sowohl als Gruppen-, wie auch als Solo-Erfahrung funktionieren soll. Das klappt gut, lediglich bei den optionalen Bosskämpfen ist ab und zu Vorsicht geboten.


Schöne Spielwelt

Dass 'The Elder Scrolls Online' bereits fünf Jahre auf dem Buckel hat ist bei der Grafik kaum zu übersehen. Schon zum Release wirkte sie altbacken. Trotzdem bietet 'Elsweyr' eine stimmungsvolle, dicht bewachsene Spielwelt und kitzelt enorm viel aus der Engine heraus. Die Tempelanlagen sehen gut aus und es macht Spaß, sich bei den vielen Sehenswürdigkeiten umzusehen. Es ist wohl einer der mit Abstand schönsten Abschnitte bislang. Wie gewohnt bleibt dem Spieler die Wahl zwischen First-Person- und Third-Person-Perspektive selbst überlassen.

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Die Performance hakt zumindest auf der PS4 immer wieder mal

Insbesondere im letzten DLC 'Murkmire' (dieser beschäftigt sich mit dem Volk der Argonier) hatten sich gerade auf der normalen Playstation-4-Konsole vermehrt Performance-Probleme hineingeschlichen. 'Elsweyr' funktioniert einen Ticken runder, die Framerate gerät jedoch immer noch gerne mal ins Stocken - wohl auch deshalb, weil v.a. zum Release enorm viele Spieler gleichzeitig unterwegs waren. Die oft spät im Bild auftauchenden NPCs sind für die Immersion zudem nicht förderlich. Auf dem PC könnte es runder laufen, doch das ist nur eine Vermutung.

Ansonsten gibt es am neuen Kapitel der MMO-Reihe nicht viel auszusetzen: Die Sprachausgabe überzeugt auf Deutsch und auf Englisch, der epische Soundtrack ist hervorragend gelungen (wer 'Skyrim' kennt, dem wird im Menü die Melodie sehr vertraut vorkommen) und die Steuerung (via Controller oder per Maus und Tastatur) geht gewohnt flüssig von der Hand.


Galerien

Fazit:

Wertung: 76%

ZeniMax und Bethesda setzen diesmal ausschließlich auf geradlinige Action-Kost, dafür ist die Geschichte gut, die nett visualisierte Spielwelt lädt zum Erkunden ein und die neue Nekromanten-Klasse ist spaßig. 'Elsweyr' leistet sich kaum Schnitzer, scheut zugleich aber jedes Risiko. Wer keinen neuen Spielcharakter kreieren möchte, um die neuen Fähigkeiten auszuprobieren, für den ist das Gameplay deshalb womöglich zu dünn geraten. Der Vorgänger 'Summerset' war diesbezüglich überzeugender gelungen. Dennoch habe ich den Ausflug in die Welt der Khajiit genossen, in der einige vertraute Gestalten warten. Wer die Reihe noch nicht gespielt hat und Fantasy mag, der kann getrost einen Blick riskieren. Vorwissen ist nicht erforderlich und das Abenteuer ist solo spielbar. Für Fans des MMOs ist es sowieso ein Pflichtkauf.

geschrieben am 15.06.19, Matthias Glanznig

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