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Bei seiner nächtlichen Erkundungstour durch die Eremitage läuft Max einem geheimnisvollen Mönch über den Weg, dem er durch eine Geheimtür folgt und dies fast mit dem Leben bezahlt. Von den jüngsten Erkenntnissen erst recht angestachelt, beauftragt Oberst Ostankovich Max und Lara Svetlowa, die seinerzeit Max Durand das Handwerk legte und mittlerweile eigentlich von der Sankt Petersburger Polizei zu Interpol nach Frankreich gewechselt ist, den mysteriösen Vorgängen weiter auf den Grund zu gehen. Schon bald steht fest, dass hinter den Geschehnissen weit mehr als ein Kunstraub steckt und dass es eine Verbindung zum finnischen Geheimorden "Ikkuinen Nukkuja" zu geben scheint. Parallel ermitteln Lara und Max in Frankreich, Russland, Schottland, Finnland und Portugal und stoßen dabei auf den sagenumwobenen "Engel des Todes", der sowohl mit den ausgetauschten Bildern als auch mit dem finnischen Orden in Verbindung steht. Ob Lara und Max sich aus dem finsteren Strom des Verderbens befreien können, in dem sie zunehmend mehr zu versinken drohen? … Eine von vielen Fragen, auf die 'Memento Mori' eine Antwort parat hat. Steuerung
Gameplay
Pandora Akte Reloaded?
In Szenen, in denen wir unter Zeitdruck eine Antwort geben müssen, verwendet das Spiel nach dem Verstreichen eines Zeitbalkens automatisch die negative Antwort. Funktionalität in drei Dimensionen
Sound
In Ordnung gehen auch die Hintergrundgeräusche, von einem aufbrausenden Gewitter, Verkehrsgeräuschen bis zu Unterhaltungen unrelevanter NPCS. An einigen (!) Locations hätten es dennoch gerne noch ein paar Hintergrund-Sounds mehr sein dürfen, um die Illusion der realen Welt noch mehr zu stärken. Ein sehr guter Job wurde definitiv bei der deutschen Lokalisierung abgeliefert. Die professionellen Sprecher der beiden Hauptfiguren, Nina Spier und Sascha Draeger, meistern die Aufgabe, ihren Charakteren Leben einzuhauchen auf erfolgreiche Art und Weise, was sich sehr positiv auf die Glaubwürdigkeit selbiger auswirkt. Nina Spier werden nicht wenige als deutsche Sprecherin von Drew Berrymore, Claire Danes, oder Sarah Michelle Gellar in 'Buffy' wieder erkennen. Draeger hingegen machte sich unter anderem durch die 'TKKG'-Hörspiele und das Vertonen von Superman in der Serie 'Die Abenteuer von Louis und Clark' einen Namen. Generell gibt es aber auch bei den Nebencharakteren keinen Grund zur Klage. Lediglich ein Sprecher (einer der wichtigsten Figuren) fällt etwas aus dem Rahmen, wobei es sich um Oomph!-Sänger Dero handelt, der den Bruder von Max, Andre Durand, spricht. Auch wenn dieser bereits Erfahrung als Hörspielsprecher gesammelt hat, bemerkt man an seinen wenig glaubwürdigen und gekünstelten Intonierungen einen sehr deutlichen Abfall zu Spier und Draeger. Einen Totalausfall stellt Dero definitiv nicht da, aber seine Vertonung verhindert ein wenig, dass Andre als ernstzunehmender Charakter herüberkommt, wo allerdings zugegebenerweise auch die etwas merkwürdige Optik von Andre, die seiner Rolle absolut nicht entspricht, einen Beitrag zu beisteuert. |
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Galerie:
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Fazit:
Wer sagt denn, dass der interaktive Film tot ist? Trotz Verzichts auf echte Schauspieler bewiesen schon 'Fahrenheit' und 'Overclocked' erfolgreich, dass dieses Subgenre nach wie vor lebt, und nun also 'Memento Mori'. Wo nicht wenige andere Spiele der letzten Jahre auf endlose Rätselketten und lieblos eingearbeitete Alibi-Storyelemente setzen, legt 'Memento Mori' den Schwerpunkt auf das Erzählen einer filmreif inszenierten Geschichte, was dem Spiel sehr gut zu Gesicht steht. Einen Originalitätspreis wird eine von Dan Brown inspirierte Story dieser Tage zwar wohl schwerlich erhalten, aber wer seine Geschichte so atmosphärisch dicht inszeniert wie 'die Spur des Todesengels', muss sich seiner Einflüsse wahrlich nicht schämen. Glücklicherweise verzichtet man hier völlig auf humorvolle Einlagen, wartet dafür aber mit einem angenehm erwachsenen Ton auf, der - zusammen mit aktuellen Ausnahmen wie 'Overclocked'- sehr gerne Mode werden kann. Einen wichtigen Beitrag zur pessimistisch-melancholischen Atmosphäre liefert dabei der erstklassige und vielseitige Soundtrack. Großes Lob gebührt dtp des weiteren für eine sehr gelungene Vertonung. Bei all dem Positiven sei aber auch erwähnt, dass der Punkt, der 'Memento Mori' von höheren Weihen fernhält, der ist, dass das Gameplay - gemäß jeglicher (nicht immer zutreffenden) Klischees zum interaktiven Film- nicht wirklich fordernd ist, so dass man nicht wahnsinnig viel Zeit mit dem Spiel verbringen wird. Allerdings sind nahezu alle Rätsel sehr gut und realistisch in den Plot verwoben, so dass sich Handlung und Gameplay zu einer sehr organischen Symbiose zusammensetzen. Der nicht vorhandene Anstieg des Schwierigkeitsgrades könnte allerdings dafür sorgen, dass Hardcore-Rätsler nicht sehr glücklich mit 'Memento Mori' werden. Auch mag nicht jeder gewillt sein, rund 35 Euro für ein recht kurzes und wenig forderndes Spiel auszugeben- Dem kann ich allerdings nur entgegen halten, dass das Spiel dafür von Anfang bis Ende zu fesseln vermag, ohne dass jeglicher Leerlauf entsteht, und das ist doch schon mal etwas, wovon ein seelenloser Puzzlemarathon wie 'Dracula Origin' nur träumen kann.
geschrieben am 13.11.2008, Ingmar Böke
| Systemanforderungen: Windows XP / Vista / 2000 PIV 1,6GHz CPU 1000MB RAM 5000MB HD |
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Hype-o-Meter: 7.1 von 10 (8 Stimmen) |
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