Rex Nebular - Klassikertest

Den Namen MicroProse verbinden wir Spieler oft mit Simulationen jeglicher Art, schließlich wurde das Studio mit Titeln wie der Kriegshelikoptersim 'Gunship' oder dem U-Boot Spiel 'Silent Service' berühmt. Nicht zu vergessen auch die Spiele von Firmengründer und Gamedesigner Sid Meier wie 'Civilization' oder 'Railroad Tycoon'. Weniger bekannt sind die drei Adventures, die ebenfalls vom hauseigenen Team MPS Labs entwickelt wurden: 'Rex Nebular', 'Return of the Phantom' und 'Dragonsphere'. Für unseren neuesten Klassikertest haben wir uns die SciFi-Erotik-Knobelei 'Rex Nebular' aus 1992 vorgenommen.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 6 / 10

Eigentlich sollte der kosmische Travestit (wie das Spiel wortwörtlich übersetzt heißt) der Auftakt einer Adventure-Reihe werden. Leider blieb es bei dem einen Ausflug in das Universum, denn Potential wäre in der abgedrehten Welt durchaus vorhanden gewesen. Wenn auch die Geschichte speziell zum Ende nachlässt und der Humor nicht immer komplett überzeugt, ist 'Rex Nebular' durchaus einen Blick wert, gute Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt. Gerade weil die Entwickler sich bei den Genre-Größen Sierra und LucasArts die Markenzeichen (viele Tode und Verbeninterface) abgekupfert und diese verbessert haben, sofern die zugegebenermaßen etwas aus der Zeit gefallene Handlung nicht abschreckt. So steht Rex nach einem spontanen Ableben immer direkt vor dem Tod wieder auf und Spieler freuen sich über eine kontextbasiert erweiterte Steuerung.

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3 Kommentare

ImaMightyPirate vor 6 Monaten
Danke, ich freue mich immer sehr über eure Klassikertests.

Vor allem da ihr es immer wieder schafft, mich an Games zu erinnern an die ich über 20 Jahre lang nicht mehr gedacht habe oder gar Titel wie diesen aufzutreiben von dem ich als Adventurefreak noch nie was gehört habe. Obwohl ich in den 90ern live dabei war :)

Auch Dragonsphere (sieht interessant aus) kenne ich nicht und Return of the Phantom erst seit kurzem. Kann es sein dass die Microprose Adventures im deutschsprachigem Raum damals nicht viel Aufmerksamkeit bekommen haben?
Mikej vor 6 Monaten
Schwer zu sagen. Die paar wenigen Adventures die sie gemacht haben, haben in der deutschen Presse eigentlich fast durchwegs polarisiert und waren inhaltlich eher speziell. Angesichts der damaligen Preispolitik ist das dann vermutlich schon auch ein Faktor gewesen.
Sweem (Gast) vor 6 Monaten
Ich habe erst letztes Jahr erfahren das es das Spiel überhaupt gibt. Das Ding scheint hier im deutschsprachigen Raum völlig untergegangen zu sein. Mir ging es beim Spielen ähnlich wie dem Autor. Der Anfang war goldig und sehr motivierend, aber zum Ende hin wurde es langweilig und wirkte unfertig. Trotzdem gefällt mir die Prämisse und ich hätte auch Nichts gegen eine Fortsetzung einzuwenden.

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