Klassiker-Tests: Hugo III, Jungle of Doom!:

Hugo III - Jungle of Doom


"Jedes Jahr ein neues 'Hugo'-Adventure", scheint sich David P. Gray gedacht zu haben und veröffentlichte 1992 das dritte und letzte Adventure um Hugo und seine Frau Penelope. Das Spiel zeigt sich in vielen Punkten deutlich verbessert und so lohnt sich auch hier ein Blick für die Klassiker-Ecke.

 

Hugo III



Absturz im Amazonas

Hugo erkundet den Urwald

Nach den Irrungen und Wirrungen beim Besuch von Hugos Großonkel Horace fliegt das junge Paar mit seiner eigenen Maschine zurück nach Amerika. Über dem Atlantik versagen die Instrumente und Hugo verliert die Orientierung. Gerade als ihnen der Sprit auszugehen scheint, finden sie eine kleine Lichtung inmitten eines Urwalds: Hugo und Penelope stürzen im Amazonas-Gebiet ab. Den Unfall haben beide gut überstanden, das Flugzeug wird aber vorerst nicht wieder fliegen können. Während Hugo die Schäden aufnimmt, erkundet Penelope die nähere Umgebung. Dabei wird sie direkt von einer giftigen Spinne gebissen und fällt in Ohnmacht. Glücklicherweise hat eine Eingeborene das Unglück beobachtet und weiß auch gleich einen Rat: Penelope kann geholfen werden, wenn Hugo ein heilendes Wasser beschaffen kann. Und so macht sich Hugo auf in den Urwald...


Deutlich leichter

Wir besuchen auch ein Dorf von Einheimischen

Schnell fällt auf, dass sich Hugos Dschungelausflug sehr viel leichter spielt als beide vorherigen Teile. Nahezu alle benötigten Gegenstände finden sich im ersten Screen, einige weitere finden wir aber nur durch gezielte Suche (oder Zufall). Das ist dann aber auch schon die schwierigste Übung des Spiels. Wer die Klassikertests zu 'Hugo' I und II gelesen hat, fragt sich jetzt vielleicht, warum hier noch nichts von unfairen, tödlichen Fallen steht. Ganz einfach: Es gibt keine. Selbst die Einheimischen, die auf ihrem Dorfmittelplatz einen großen Kessel aufgestellt haben, sind keine Kannibalen. Wo bisher also oft gespeichert werden musste, kann man jetzt auf die Speicherfunktion verzichten. Dafür gibt es in 'Hugo III' wieder eine bessere Geschichte, einen nachvollziehbaren Handlungsstrang und sogar ein Ende, das ohne weitere Erklärungen auskommt. Leider ist das Spiel aber auch das Kürzeste der 'Hugo'-Adventures. Kennt man den richtigen Weg, kann man das Spiel in rund 15 Minuten beenden.


Deutlich schicker

Hugo III sieht deutlich besser aus als die Vorgänger.

Nachdem David Gray die ersten beiden 'Hugo'-Adventures gänzlich alleine entwickelt hatte, erkannte er, dass er einen Grafiker braucht. So fand er Gary Sirois und fragte diesen, was er besonders gut zeichen könne. Die Antwort war "Bäume, Sträucher und sowas". Sirois war engagiert und der Ort für das neue Adventure festgelegt, wie Gray in einem Interview mit PlusXP verrät. Und tatsächlich: Die Grafik vom neuen 'Hugo' ist sehr viel schicker. Mit den großen Produktionen des Jahres 1992 (u.a. 'Indiana Jones 4' oder 'Lost Files of Sherlock Holmes') darf man das Spiel natürlich nicht vergleichen. Keine Änderung gab es bei der Steuerung: Hugo wird nach wie vor mit Tastatur oder Maus durch die Gegend gelenkt, bei den Texteingaben besteht das Spiel auf eine korrekte englische Schreibweise ohne viele Alternativen zuzulassen.

 

'Nitemare 3D' und Puzzles - Was nach Hugo geschah

Nitemare 3D1992 machte id Software mit 'Wolfenstein 3D' auf sich aufmerksam und gilt heute als Mitbegründer der First-Person-Shooter. Der Ego-Shooter inspirierte Gray zu einem weiteren Spiel mit Hugo und Penelope. In 'Nitemare 3D' wird Penelope erneut vom verrückten Wissenschaftler Dr. Hammerstein entführt und in dessen Katakomben gefangengehalten. Hugo macht sich auf die Rettungsmission und muss dazu drei Episoden mit jeweils 10 Leveln durchleben. Im Gegensatz zu 'Wolfenstein' zählen hier nicht nur Reaktionen. So finden sich sehr viele versteckte Gänge und die vier Waffen zeigen nur bei bestimmten Gegnern Wirkung. Magische Augen, die im Level gefunden werden können, schalten eine Mini-Map des Levels frei. 'Nitemare 3D' kann auf der Homepage von David P. Gray gekauft werden. Der Entwickler hat sich inzwischen auf die Entwicklung von virtuellen Puzzles spezialisiert und verkauft eine Software, mit der man eigene Bilder zu Puzzles verarbeiten kann.


Galerien

Fazit:

Wertung: 2 / 5

'Hugo III - Jungle of Doom' ist das rundeste der 'Hugo'-Adventures. Keine unfairen Fallen, eine nachvollziehbare Geschichte und schicke Grafik machen das Spiel konkurrenzfähig. Leider gingen diese Fortschritte zu Lasten der Spiellänge. So ist das beste 'Hugo'-Adventure auch das kürzeste - wenn man denn die versteckten Gegenstände findet. Wenn man nur ein 'Hugo'-Adventure spielen möchte, dann sollte man dieses wählen.

geschrieben am 09.02.18, Tobias Maack

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