Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

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Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 12:09
Ich komme gerade aus dem Kino und bin schwer enttäuscht. War das tatsächlich ein Indiana Jones Film, den ich da gerade gesehen habe? Es sah eher nach "Akte X trifft Tarzan Vs Die Mumie und der Fluch der Karibik" aus. Ein in die Jahre gekommener Ford spielt Professor Henry Jones Jr. (Indiana wird er kaum noch genannt), der Glück hat das anstatt der fiesen Nazis nur müde Russen hinter ihm her sind. Der "Fonz" aus Happy Days ist auch dabei, in Gestalt von Indy's Sohn und Marion aus Teil eins kutschiert den Rest der Familie wie eine gute Soccer-Mum durch den Urwald. Was zur Hölle ist da passiert? 19 Jahre wurde auf DAS Drehbuch gewartet?
Ich bin schockiert.
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Mr.Brain
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 14:16
Willkommen im Club!!!!!!!!!

Ich sags dir, ich habe gestern 4 Stunden lang mit einem Indyfan über ICQ diskutiert und den Film mit ihm zusammen analysiert. Den Murks, den Koepp da abgeliefert hat, hätten wir auch nicht schlechter hingekriegt. Ich frage mich wirklich, was an Frank Darabonts Skrip so schlecht gewesen sein soll. Zumal es Ford und Spielberg damals sehr gefallen hat. Nur Lucas war dagegen und wollt eine Alienstory haben. Das Resultat sehen wir jetzt im Kino.

Wenn ich der Drehbuchschreiber gewesen wäre, hätte ich die Alienstory gestrichen und daraus eine Atlantisstory gemacht.

Grob ausgedrückt hätte ich das dann so gemacht:

Nach dem Untergang von Atlantis konnten sich eine handvoll Menschen mit dem Wissen dieser Zeit retten und nach Südamerika absetzen. Aufgrund des technologischen Forschrittes wurden diese Menschen von den Ureinwohnern als Götter verehrt. Sie brachten der Bevölkerung das Wissen um die Kristallschädel sowie den Tempelbau bei. Die Bewohner von Atlantis sind dann nach einer langen Lebensspanne gestorben und das alte Wissen ging über die Jahrhunderte und begünstigt durch den Einfall der Spanier verloren. Der Schädel wurde von den Spaniern aus dem Tempel geraubt...

Das wäre dann die Überleitung in den jetzigen Film.

Indy findet dann wie im Film gezeigt, den Tempel. Im Tempel wird dann diese Geschichte anhand von Wandreliefs, die Indy entziffert, erklärt. Es wird dann ersichtlich, das die gezeigten Kunstgegenstände, die diverse Völker und Epochen beeinflusst haben, durch Überlebende von Atlantis zustande gekommen sind. Also Menschen aus Fleisch und Blut.

Dieses Szenario ist eines Indiana Jones Filmes würdiger als die Aliengeschichte.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 15:26
Ich selbst bin zum Glück nicht vollkommen enttäuscht, sondern nur mit gemischten Gefühlen aus dem Kino gekommen.
Die normalen Indy-Szenen gingen meiner Ansicht nach völlig in Ordnung und auch Shia LeBeouf (oder wie der sich schreibt) ist mir (außer bei dieser Tarzan-Szene) nicht weiter negativ aufgefallen. Auch die Grundidee mit den Schädeln war ok.

Allerdings gab es doch so einiges, das gestört hat und den Film einfach vollkommen grundlos verschlechtert hat - allen voran dieser vollkommen nutzlose Typ, den Indy aus "alten Agententagen" kennt und der den ganzen Film über mit seinem Jonesy-Geschrei nervt und den man auch wunderbar aus der Handlung hätte streichen können. Außerdem hätte man die Aliens wenn überhaupt nur mystisch andeuten und nicht zeigen (und schon gar nicht das Ufo aus dem Hut bzw. Tempel ziehen) sollen. Andere Dinge (wie z.B. die Atombombenexplosion) waren einfach völlig over the top. Scheinbar hat Lucas mal wieder versucht zu viele Sachen, die einzeln betrachtet ganz ok gewesen wären, zusammenzuklatschen und ist dabei vollkommen übers Ziel hinausgeschossen. Nach fast zwanzig Jahren eigentlich unverständlich, dass gerade dieses Drehbuch besser gewesen sein soll, als die ganzen vorherigen Entwürfe...

Dennoch konnte ich zumindest im Kino die Dinge, die mich gestört haben, relativ schnell abhaken und mich an den guten Teilen des Filmes erfreuen - auch wenn diese im Vergleich zu den ersten drei Filmen deutlich überschaubarer waren...

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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 16:03
Ich habe ihn ja noch nicht gesehen, aber was Lucas angeht , muss ich sagen das man auf seinen persönlichen Geschmack nach den neuen Star Wars Filmen nicht mehr viel Wert legen kann. Die neuen Star Wars Filme waren total flach, haben ihren Charakteren null Raum zur Entfaltung gegeben ( So dass sogar ein toller Schauspieler wie Liam Neeson total blass war)
, wo die alten Charaktere einfach nur genial und eben RICHTIGE Charaktere waren. Den neuen Filmen hat völlig die Seele gefehlt, die die alten Filme ausgezeichnet hat. Im dritten Teil fand ich schon dass es nicht wenige spannende Momente gab, weil es da interessant war zu sehen wie es zu der "Entstehung" von Darth Vader kam und der Film nicht mehr so kindisch war wie etwa Teil1(furchtbar). Aber dann wieder diese blöden Computeranimierten Mistviecher wie General Grievious , total Seelenlos und einfach nur blöde Effektespielerei.Die alten Sturmtruppen hatten vielleicht billige Kostüme waren aber 10000000 mal besser als irgendwelche ?§$"!§$!§ Computerarmeen.
Ist vielleicht gerade etwas Offtopic, aber ich glaube ich versuche den Umstand wegzuschieben das mir indy4 nicht gefallen könnte - aber wer weiß- und daher stürze ich mich auf ein anderes Lucas Werk. :wink:
Aber eines weiß ich, falls mir Indy4 nicht gefällt, Ich könnte niemals so genervt sein wie nach dem Kinobesuch von Starwars Episode1, da es in Indy4 den hier nicht geben wird. :D

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madDOOMhammer
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 16:23
Dafür hat Indy 4 computeranimierte Ameisen ;)
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Titipoco
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 17:25
Das einzige was mich beim Kinobesuch genervt hat war die schlechte Luft und der stinkende Typ links neben mir :D

Ne im ernst...ich muss sagen, man ist doch übertriebene Handlungen von den Indy-Filmen gewohnt und daher hab ich beim neuen Indy auch nicht nach "unlogischen" Dingen gesucht. Klar hätte man sich einiges schenken können wie bereits angemerkt zB die Tarzan-Passage, den dreifach-Agenten oder diese Kinder die so plötzlich aus den Wänden aufgetaucht sind wie sie auch wieder verschwunden waren...wo man sich nachher gefragt hat...hä?...haben die jetzt jahrelang in den Wänden gewartet bis da einer vorbeikommt und wer ist das überhaupt und was wollen die?
Auch das UFO und die Aliens hätten nicht unbedingt sein müssen.

Aber ich bin nicht dafür immer alles tot zu analysieren...ich hab mich gut unterhalten gefühlt und das zählt für mich. Sicher wars für mich nicht der beste Indy, aber auch nicht der schlechteste.
Ich würde den 4. Teil folgendermaßen einordnen, angefangen mit dem besten Indy Film:

1) Teil 3
2) Teil 1
3) Teil 4
4) Teil 2

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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

23.05.2008, 17:47
madDOOMhammer hat geschrieben:Dafür hat Indy 4 computeranimierte Ameisen ;)
Und diese sowas von blöden Erdmännchen. :wall:

Das erste Drittel vom Film hat mir ja noch ganz gut gefallen und auch das Indy Feeling gekonnt rüber gebracht. Die Lagerhallenszene fand ich super, die College Raserei mit dem Motorad und auch den Besuch der Grabstätte in Peru. Allerdings hätte man die Bergung des Schädels schon etwas dramatischer gestalten können. Keine einzige tödliche Falle im Film und der Schädel liegt lustlos hinter einer alten Mumie. Sorry, was soll der Mist?!

Die an der Grabstätte auftauchenden Capoeira Wächter hatten dann aber schon die ersten Logiklöcher aufgezeigt. Was sind das für Leute, woher sind sie bzw. welche Aufgabe haben sie?

Ab dem Russencamp ist der Film einfach nur noch platt gewesen. John Hurt wird als seniler, vor sich hin lallender Mensch ohne irgendeine Daseinsberechtigung schlichtweg verheizt. Sorry, aber dann hätte man die Rolle auch gleich ganz weglassen können.

Ray Winstone als Mac hätte so gut in den Film gepasst. Er ist aber wie bereits erwähnt, ebenfalls ein auswechselbarer Charakter, der ständig Joneseyyy schreit und wohl Tripple Agent oder so ist, da er ständig die Seiten wie andere ihre Unterhosen wechselt.

Karren Allen wirkt auch deplaziert. Bei der ersten Begegnung zwischen Indy und Marion läuft sie wie in Raiders auf ihn zu und ich hatte eigentlich erwartet, das sie ihm wieder eine gegen den Kopf haut. Weit gefehlt. Sie plappert nur drauf los und die Rolle bezieht sich dann im weiteren Film aufs streiten, fahren und wegrennen. Wieder eine Chance vertan, den Charakter etwas auszubauen.

Auch Cate Blanchet ist der blasseste Bösewicht der Indy Serie. Was hätte diese Frau für ein Potenzial gehabt. Ihr Abgang ist sowas von billig, das es mir so vorkommt, als wäre das eine miese Kopie des Raiders Schlusses.

Was alle im Kino so gestört hat, war dieses lebendige Alien und das zum Schluß wegfliegende Ufo. Ich habe spontan an Stargate gedacht. Muss so ein Mist wirklich sein? Eine Andeutung hätte doch gereicht. Ich hätte weder das tote Alien im Russencamp, noch das zum Schluß des Filmes gezeigt. Durch diese offene Konfrontation mit den Aliens hat sich der Gesamtkontext der Indy Serie total verschoben. Jetzt kann man alles übernatürliche pauschal auf die Aliens schieben.

Was die CGI Effekte angeht, wurde vor dem Kinostart ja noch groß behauptet, das der Film davon ganz wenig hätte. Der Film ist voll davon und das auch noch in einer total miesen Qualität. ILM ist wirklich total mies geworden. Seit Terminator 2 und Abyss ist die Firma ein Schatten ihrer selbst. Früher noch Abonnenmentsieger bei den Oscarverleihungen für die besten Special Effects, läuft die Schmiede seit SW Episode 1 der Konkurrenz nur noch hinterher.

Der Film hätte wirklich so super werden können, wenn man nur mehr Wert auf das Drehbuch gelegt hätte. Ich frage mich wirklich, was die Schreiber, allen voran dieser Koepp, in dieser langen Zeit gemacht haben. Für jemanden, der hauptberuflich Drehbücher schreibt, ist das ein Armutszeugnis. Offensichtlich vesteht dieser Mensch nicht, worauf es in einem Indiana Jones Film ankommt. Da hätten die Fans vermutlich etwas besseres vorgelegt. Zumal ich mir einbilde, das die Lagerhallenszene aus Frank Darabonts Skript sein muss, da dieser davon mal was in einem Interview angedeutet hat. Ich vermute, das Koepp einfach copy und paste verwendet hat und diverse Drehbuchfassungen vermischt hat. Anders kann ich mir diese Handlungssprünge und -aussetzer nicht erklären.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

24.05.2008, 16:46
Ein Wort: Grütze.
...wie ein Toastbrot im Regen.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

30.06.2008, 15:16
Ichfand ihn auch nicht gut. Vor allem am Ende diese UFO Geschichte hat mich sehr enttäuscht. Bis zur Hälftewurde man einigermaßen unterhalten, aber dann fiel man in ein sehr tiefes Loch. Keine richtigen Rätsel oder ähnliches wo ein aha-Effekt eintritt. Indy guckt sich nur eine Wandan, sagt drei Wörter und weiß sofort wo er als nächstes hin muss...

Sehr sehr schade gelaufen :(
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madDOOMhammer
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

30.06.2008, 18:52
Wenn ich das neueste Interview mit Produzent Frank Marshall richtig deute, sollte man sich auch nicht viel Hoffnung auf einen fünften Film machen. Weder mit Shia noch mit Harrison ind er Hauptrolle.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

03.08.2008, 13:52
Lucas redet über Teil 5: *klick*
Sollte es denn so kommen, hoffe ich das sich Spielberg durchsetzen kann.

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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

05.08.2008, 23:45
kann man alte menschen nicht einfach entmündigen lassen?
damit die solche fledderung nicht mehr anstellen können?
...wie ein Toastbrot im Regen.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

06.08.2008, 00:02
Jede Wette, dass da nichts mehr kommt.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

06.08.2008, 01:41
Angeblich soll Spielberg gar nicht so zufrieden über den Plot von Indy 4 gewesen sein. Lucas scheint da seine Ellbogen ausgefahren zu haben. Ich werde mir die nächsten Tage mal die Drehbuchfassung von Darabont zu Gemüte führen, die ja seit einigen Wochen im Netz kursiert.

http://www.moviepilot.de/content/filmsp ... -oder-fake
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

06.08.2008, 08:14
Genau aus diesem Grund hoffe ich auf einen Indy5 von Spielberg. Das ist ähnlich wie mit Monkey Island 3 von Ron Gilbert.

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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

07.08.2008, 16:34
Mit dem Unterschied, dass Gilbert mit MI3 nichts mehr zu tun hatte, wohingegen der arme Steven ja doch sehr bereitwillig die Regie in Indy 4 übernommen hat. Ich persönlich vermute, dass hier einfach irgendwann die Zeit abgelaufen ist und man sich schließlich mit dem Script begnügen musste, was verfügbar war (nachdem man Darabont in die Wüste geschickt hat). Es gab vor einer Zeit auch Gerüchte, denen zufolge Ford dem Duo Lucas/Spielberg in Sachen Indy 4 ein Ultimatum gesetzt hatte, was ich ebenfalls für durchaus plausibel halte. Ebenso denke ich, dass man aus der Indy 4-Affäre mit einem blauen Auge davon gekommen ist (hohe Erwartungshaltung->erwartungsgemäß hohes Einspielergebnis, wenn auch nicht rekordverdächtig; passable Kritiken und Resonanz aus dem Fanlager). Dass ein eventueller Indy 5 nicht mehr vom enstsprechenden Hype begleitet werden würde steht aber wohl außer Frage, ganz zu Schweigen von der Tatsache, dass es offensichtlich weiterhin an Geistesblitzen mangelt.
Dass George Lucas jetzt mal wieder als der alleinige Buh-Mann dasteht kommt zwar wenig überraschend, ist in meinen Augen allerdings dennoch relativ unfair. Ford, Spielberg und auch Frank Marshall sind schließlich keine willenlosen Marionetten und werden ja wohl, wie sie das in der Vergangenheit schließlich auch getan haben, gehöriges Mitspracherecht in der Produktion geltend gemacht haben.
Ich fand den Film, wie andernorts bereits erwähnt, unterhaltsam, wenn auch nicht überragend. Das Nostalgievehikel wie Indiana Jones oder Star Wars Filmemacher schlicht vor unerfüllbare Aufgaben stellen versteht sich doch ganz von selbst (einhergehend mit einer maßlosen Überhöhung der "Originalfilme"), weiterhin kann man nicht erwarten, dass sich Kreativdenker in 20 Jahren nicht umorientieren. Die Frage ist doch vielmehr, ob solche Projekte überhaupt in die Tat umgesetzt werden sollten.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

07.08.2008, 17:13
Da kann ich Dir in allen Punkten eigentlich nur zustimmen. Wobei ich mich schon gefreut hab, Indy nochmal auf der großen Leinwand sehen zu dürfen. Und ich hätte auch kein Problem damit, einen fünften Teil zu sehen. Dann aber bitte mit der bekannten Atlantis-Story oder etwas von vergleichbarer Qualität, ohne Mutt, ohne Aliens und ohne diesen nervigen Sidekick-Agenten. Von mir aus sogar mit Russen.

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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

07.08.2008, 21:10
Ich wäre mit Indy 4 zufrieden gewesen, wenn das Drehbuch gepasst hätte. Da dieses jedoch total vermurkst wurde und die einzelnen Charaktere gar nicht richtig zur Entfaltung gekommen sind, bin ich mehr als unzufrieden. Da hätte man leichter die Fans ein Drehbuch schreiben lassen sollen. Das hätte ich mir auch noch zugetraut und so einen Reinfall wie die Koepp Vorlage hätte ich mit Sicherheit nicht abgeliefert. Allein schon der Alien Müll hat in diesem Film absolut gar nichts zu suchen. Man hätte das mit ein wenig Phantasie so plausibel erklären können, ohne da ein Ufo und ein lebendiges Alien zu zeigen. Der Schädel hätte ja auch von den Atlantern kommen können, die ihn nach dem Untergang von Atlantis nach Südamerika brachten und dort den Menschen den Pyramidenbau und die Astrologie vermittelten. Mit ein wenig Ausschmückung wäre daraus eine geniale Geschichte geworden. Das aber ein Mann wie Koepp, der Millionen für ein Drehbuch bekommt, offensichtlich in diesem Beruf fehl am Platze ist und keine Phantasie besitzt, hat sich vortrefflich bewarheitet. :wall:
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

07.08.2008, 21:48
Dass David Koepp eher der Mann fürs Grobe ist lässt sich ja schon an der Filmographie erkennen, für die Alien-Story kann er zumindest im Ursprung jedoch nichts. Lucas ist ja bereits seit den 90er Jahren mit seiner Kristallschädel Geschichte hausieren gegangen, was sich eigentlich auch ganz gut in nahezu allen Drehbuchentwürfen nachvollziehen lässt. Koepp kam dann lediglich die undankbare Aufgabe zu, innerhalb weniger Monaten die Entwürfe der letzten 15 Jahre durchzugehen und auf brauchbares Material zu fleddern. Über das Endresultat mag man nun sicherlich streiten (ich sehe das Drehbuch auch als den großen Schwachpunkt des Films an), die grundlegende Story kann man ihm aber wohl nicht ankreiden. Auf mich hat das im Kino einfach einen sehr unausgereiften Eindruck gemacht: Dialoge variieren scheinbar willkürlich von übermäßig geschwätzig bis knurrig-einsilbig, Actionszenen wirken schlecht implementiert, grundsätzlich rennen wohl ein oder zwei Charaktere zuviel im Film rum und ja, das Ende ist etwas dick aufgetragen. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass man aus dem Konzept mit etwas mehr Feingefühl durchaus einen tollen Film hätte machen können und die Aliens passen da meines Erachtens sehr gut dazu. So blieb es halt nur bei unterhaltsamen zwei Stunden. Zumindest für manche von uns.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

07.08.2008, 21:51
Indiana hat geschrieben: Dann aber bitte mit der bekannten Atlantis-Story [...]
Wenn ich mir die Geheimniskrämerei bei Indy 4 anschaue, bin ich mir relativ sicher, dass genau das der Grund ist, warum dies nie passieren wird.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

08.08.2008, 00:05
madDOOMhammer hat geschrieben:Dass David Koepp eher der Mann fürs Grobe ist lässt sich ja schon an der Filmographie erkennen, für die Alien-Story kann er zumindest im Ursprung jedoch nichts. Lucas ist ja bereits seit den 90er Jahren mit seiner Kristallschädel Geschichte hausieren gegangen, was sich eigentlich auch ganz gut in nahezu allen Drehbuchentwürfen nachvollziehen lässt. Koepp kam dann lediglich die undankbare Aufgabe zu, innerhalb weniger Monaten die Entwürfe der letzten 15 Jahre durchzugehen und auf brauchbares Material zu fleddern. Über das Endresultat mag man nun sicherlich streiten (ich sehe das Drehbuch auch als den großen Schwachpunkt des Films an), die grundlegende Story kann man ihm aber wohl nicht ankreiden. Auf mich hat das im Kino einfach einen sehr unausgereiften Eindruck gemacht: Dialoge variieren scheinbar willkürlich von übermäßig geschwätzig bis knurrig-einsilbig, Actionszenen wirken schlecht implementiert, grundsätzlich rennen wohl ein oder zwei Charaktere zuviel im Film rum und ja, das Ende ist etwas dick aufgetragen. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass man aus dem Konzept mit etwas mehr Feingefühl durchaus einen tollen Film hätte machen können und die Aliens passen da meines Erachtens sehr gut dazu. So blieb es halt nur bei unterhaltsamen zwei Stunden. Zumindest für manche von uns.
Da gibt es nichts einzuwenden. Sehe ich genauso. Obwohl ich eine indirekte Andeutung der Aliens besser gefunden hätte, als gleich eine fliegende Untertasse mitsamt Besatzung zu zeigen. Zumal ich den Kristallschädel als Artefakt, als eine sehr gute Idee empfunden habe. Die Thematik wurde halt leider schlecht umgesetzt. Daher bin ich auch so verärgert, wenn ich sehen muss, was für ein großartiges Potenzial schlichtweg verschenkt wurde.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

08.08.2008, 00:36
Naja, also für Subtilität war in Spielberg Filmen ja noch nie Platz ;)
Mir hat in erster Linie der wirklich platte Dialog Bauchschmerzen bereitet. Inhaltlich fand ich's relativ beklagenswert, dass man aus Blanchetts telepathischen Fähigkeiten nicht mehr gemacht hat und dass sich William Hurt die ganze Zeit über als wirres Alterchen durch den Film faseln musste. Was da vom Stapel gelassen wurde war imho nicht nur nervtötend sondern in Form dieser Erklärungssucht schlichtweg überflüssig.
Naja...DVD im Oktober, dann wird das Werk einer Zweitsichtung unterzogen.
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

10.08.2008, 12:14
madDOOMhammer hat geschrieben:Naja, also für Subtilität war in Spielberg Filmen ja noch nie Platz ;)
Mir hat in erster Linie der wirklich platte Dialog Bauchschmerzen bereitet. Inhaltlich fand ich's relativ beklagenswert, dass man aus Blanchetts telepathischen Fähigkeiten nicht mehr gemacht hat und dass sich William Hurt die ganze Zeit über als wirres Alterchen durch den Film faseln musste. Was da vom Stapel gelassen wurde war imho nicht nur nervtötend sondern in Form dieser Erklärungssucht schlichtweg überflüssig.
Naja...DVD im Oktober, dann wird das Werk einer Zweitsichtung unterzogen.
Ja das stimmt. Über John Hurts Exptertise braucht man nicht viel sagen. Er ist ein sehr guter Schauspieler. Aber mit dieser Rolle wurde er schlichtweg verheizt. Was die Dialoge betrifft, so sind diese bis auf ein paar gelungene Ausnahmen auch nicht so der Hit gewesen. Ich werde mich vermutlich auch noch einer DVD Zweitauswertung unterziehen, wobei ich den Film aber vermutlich aus der Videothek ausleihen werde. Der Film ist mir keine 30 Euro wert..

Hier noch ein paar Neuigkeiten zu einem möglichen fünften Teil. Da Indy 4 ja eine Menge Geld verdient hat, sicherlich nicht verwunderlich.

http://www.widescreen-vision.de/?article_id=654849
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lostsoul
Semi-Gefährlicher Pirat
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

29.09.2008, 18:42
Also ich fand den Film schon gut. Klar das Ende ist diskutabel, aber mich hat es nicht so sehr gestört. Sonst fand ich, dass der Film alles von einem typischen Indy hatte: die Atmosphäre, Gags und Action. Harrison Ford hat auch im Alter noch voll überzeugt und Shia LaBeouf fand ich erstaunlich gut. Hoffe trotzdem, dass er jetzt nicht der neue Indy wird. Also für mich ist klar entweder Ford oder keiner. Das hätte für mich nichts mehr mit Indiana Jones zu tun. Ich werde mir auch auf jeden Fall die DVD besorgen und freue mich schon ihn mir zu Hause in Ruhe anzusehen. Denke ich nehme die Single Disc oder die Kristallschädel-Edition. Die Quadrology-Box macht für mich einfach keinen Sinn und wer weiß vllt macht Ford noch einen 5. und dann lohnt sich das mit der Box wieder :D
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Lara_Croft
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Re: Indiana Jones und die verwunschene Gehhilfe

28.10.2008, 15:41
Mir hat der Film auch gefallen. Eine klassische Indy Story. Viel Abenteuer gewürzt mit einer Prise Humor. Ich finde das Alien Ende jetzt nicht so problematisch. Es ist halt immer noch ein Film und zwar für mich ein guter.

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