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Atari und Infogrames beantragen Insolvenz

Atari-LogoNachdem am Sonntag die US-Sparte des Publishers Atari Insolvenz angemeldet hatte, folgte gestern auch die französische Konzernmutter Atari SA, vormals auch bekannt als Infogrames. Die Umbenennung zu Atari erfolgte vor zehn Jahren, nachdem Infogrames die Firmen Hasbro Interactive und GT Interactive übernommen und sich so den Namen Atari gesichert hatte. Nach einigen verlustreichen Jahren trat das Unternehmen die Publisher-Tätigkeit in Europa an Namco Bandai ab und konnte seither in den USA sogar wieder bessere Ergebnisse vorweisen. Genützt hat es trotzdem nichts: Nach der Ankündigung des Investors BlueBay, sich aus dem Geschäft zurückziehen zu wollen, konnte auch nach über zweijähriger Suche kein Ersatz gefunden werden. Auch forderte BlueBay die Rückzahlung eines Kredites zum 31. März 2013. Atari sieht sich nicht imstande, die Schulden von 21 Millionen Dollar zu zahlen. Auch steht nicht genug Geld für einen Weiterbetrieb zur Verfügung. Die Insolvenz sei demnach die logische Konsequenz.

Die US-Sparte von Atari soll nach den Vorstellungen der Manager vom Mutterunternehmen getrennt werden und könnte so profitabel weitergeführt werden. Darüberhinaus sollen sämtliche Assets der Firma zum Verkauf angeboten werden. Neben dem Atari-Logo wären das auch die Rechte an diversen Spielemarken, angefangen beim Arcade-Klassiker 'Pong'.

Infogrames war Publisher der Adventures 'Shadow of the Comet' oder 'Prisoner of Ice'. Nach der Umbenennung erschienen u.a. die Adventures 'The Westerner 2 - Fenimore Fillmore's Revenge', 'Fahrenheit' sowie die The Games Company-Entwicklungen 'Everlight', 'Tell' und 'Die wilden Kerle 5 - Hinter dem Horizont' unter dem Label Atari. Die geplante Veröffentlichung der zweiten 'Sam & Max'-Staffel übernahm bereits Namco Bandai.

geschrieben am 23.01.13 um 07:32 von Tobias Maack


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Kommentare 2
Mr.Brain
27.01.2013, 20:12

Eine Schande, wie man die einstige Infogrames nur so runterwirtschaften konnte! Die waren in den 90er Jahren einmal richtig groß im Geschäft. Vor allem über einen Alone in the Dark Nachfolger hätte ich mich tierisch gefreut. Das waren seinerzeit sehr stimmungsvolle Spiele. Genauso wie Knights Chase, von dem leider nie eine Fortsetzung entwickelt wurde. Können wir nur hoffen, dass einige der zugkräftigen Marken ein neues Zuhause finden werden und es ggf. einen Reboot geben wird. :-)

cesspool
08.03.2013, 15:00

Wusste gar nicht, dass es Atari als Unternehmen überhaupt noch gib/ gab... finde es auch sehr schade, dass diese Firmen nicht mehr existieren aber leider haben sie sich zu lange auf Erfolgen ausgeruht und konnten so der Konkurrenz nicht mehr stand halten.


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