Previews: Die drei ??? - Das Gold der Inkas:

Die drei ??? – Das Gold der Inkas


Die drei Detektive Justus, Peter und Bob sind wohl jedem ein Begriff. Viele haben die Hörspiele als Kinder verschlungen und legen auch immer noch gern eine Kassette mit den Abenteuern der 'drei Fragezeichen' ein. Was liegt da näher als der Wunsch, einmal selbst als Detektivtrio die Ermittlungen aufzunehmen? Das ist auch möglich, denn bisher erschienen bereits sechs Adventurespiele mit Geschichten aus Rocky Beach. Der neueste Fall verschlägt die Jungdetektive nun sogar in die dritte Dimension. Wir durften das Spiel antesten und berichten Euch in unserem Preview von dem Treffen mit Justus, Peter und Bob.

 

Auf dem Schrottplatz…
…der Familie Jonas beginnen viele der Geschichten um die drei Fragezeichen. So auch 'Das Gold der Inkas'. Es ist ein heißer Tag in Rocky Beach und die drei Detektive langweilen sich aufgrund einer Auftragsflaute etwas. Während Bob sich mit der neuesten Errungenschaft der drei Detektive, einem Notebook mit W-Lan beschäftigt, würde Peter viel lieber Surfen gehen. Doch daraus wird nichts, denn er muss für den Geschichtsunterricht ein Referat über Golddublonen und ihren Transport nach Spanien halten. Weil sie nichts besseres zu tun haben, fahren die drei Detektive ins historische Forschungsinstitut, wo sie einige Nachforschungen zu dem Thema anstellen wollen. Dort treffen sie nicht nur Kommissar Reynolds sondern finden eine alte Familienchronik, die sie wiederum auf die Spur eines geheimnisvollen Inka-Schatzes führt. Natürlich begeben sich die drei Fragezeichen gleich auf die Suche. Dabei begleiten sie unter anderem auch eine Tauchfahrt zu einer versunkenen Goldgaleone. Als sie dann in die Fänge panamaischer Krimineller geraten, müssen sie feststellen, dass wieder einmal nicht so ist, wie es scheint, denn die Bande verfügt über ein geheimes Wissen um alte Piraten, spanische Goldtransporte und einen mysteriösen Schwur.

Darf ich Ihnen unsere Karte überreichen?
„Die drei Detektive… Drei Fragezeichen… Erster Detektiv Justus Jonas. Zweiter Detektiv Peter Shaw. Recherchen und Archiv Bob Andrews… Soso. Und wofür stehen die drei Fragezeichen?“ Wie oft hat man bereits diesen Satz gehört. Und auch im PC-Spiel darf er natürlich nicht fehlen. Erfreut stellt man beim Spielen fest, dass sich USM und Exozet Games die Lizenz an der ursprünglichen Serie von Kosmos gesichert haben. Dadurch bleibt dem Spiel eine Umbenennung wie die zurzeit von Sony vertriebene Fortsetzungsserie 'Die Dr3i' oder Schlimmeres erspart. Einen weiteren Rechtsstreit um die Namensrechte würde die Serie wohl auch endgültig ruinieren. Da USM aber Zugriff auf die Original-Serie hat, tauchen auch immer wieder Anspielungen auf vorhergegangene Fälle der drei Fragezeichen auf, wie beispielsweise einen Zeitungsbericht über Java-Jim. Das ist es dann aber auch schon mit den Übereinstimmungen zur Hörspielserie. Wer die originalen Sprecher Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich und Oliver Rohrbeck erwartet, wird bereits kurz nach dem Intro enttäuscht die Lautsprecher abschalten und den Text vorziehen. Die Detektive und alle anderen Gesprächspartner werden von unbekannten Sprechern synchronisiert. Leider erreicht die Sprachausgabe dadurch auch nicht die Qualität anderer aktueller Spiele. Die nur selten einsetzende Musik ist ordentlich und vergleichbar mit der der Neuauflage der alten Hörspiele. Wer sich durch die Stimmen gestört fühlt, kann diese aber im Hauptmenü abschalten, genauso wie die übrigen Sounds.

Die dreidimensionalen Fragezeichen
Das Spiel 'Die drei Fragezeichen und das Gold der Inkas' ist insofern etwas besonders, als es das erste Spiel der Serie ist, in dem eine 3D-Engine das Sagen hat. Die Grafik kommt zwar nicht an aktuelle Titel heran, bietet dafür aber gleich drei Auflösungen von 800 x 600 über 1024 x 768 bis zu 1280 x 1024 zur Auswahl. Für leistungsarme PCs können auch Grafikoptionen heruntergeregelt werden. Leider wirken die Räume doch recht kahl. Je nach Ort schwanken die Hintergründe von sehr Detailreich ausgeschmückt bis zu langweilig und kahl. Schwanken ist auch das Stichwort bei den Figuren. Die Charaktere wirken ein wenig alkoholisiert, wenn sie miteinander reden. Eventuell wird das aber noch bis zur Verkaufsversion geändert.

Viel wichtiger als die Grafik ist aber die Steuerung und die funktioniert tadellos. Mit der linken Maustaste bewegt man einen der drei Detektive durch die Landschaft. Findet man einen Gegenstand mit der Maus, erscheint entweder eine Lupe oder eine Greifhand. Entsprechend kann der Gegenstand untersucht oder benutzt werden. Bei Gesprächspartnern erscheint stattdessen eine Sprechblase. Muss einer der Detektive etwas anderes machen als „einfaches“ Gehen oder Nehmen, wird per Maustaste die Bewegung nachgeahmt. Beim Hochklettern auf einer Leiter wird eine Maus im Bild eingeblendet, bei der abwechselnd die linke und die rechte Taste rot aufleuchten. Innerhalb einer gewissen Zeit muss diese Taste dann auch an der realen Maus gedrückt werden. Erst dann klettert der Detektiv auf die Leiter. Diese Funktion kommt öfter vor, wird aber immer der Aufgabe angepasst. Beim Knacken eines Schlosses muss man beispielsweise sechs vorher angezeigte Punkte in der richtigen Reihenfolge anklicken. Diese Minispiele sind allesamt recht leicht gehalten und stören nicht weiter. Doch es gibt auch richtige Minispiele, so muss ein verbranntes Stück Papier zusammengesetzt werden. Bei 'Die drei Fragezeichen und das Gold der Inkas' wird das als Schieberätsel umgesetzt, nicht wie in anderen Spielen als Puzzle.

Jede Menge Teamarbeit
Einige Rätsel müssen im Team gelöst werden, hier kommen die bekannten Eigenschaften der Drei zum Tragen. Im Forschungsinstitut muss ein Buch gefunden werden. Justus macht sich auf die Suche und findet das Buch und die oben schon angesprochene Leiter. Er selbst ist aber zu unsportlich, zwei Stufen auf der Leiter zu erklimmen. Also spricht er die Sportskanone Peter an und schon steuert der Spieler den zweiten Detektiv. Mit diesem nimmt man sich die Leiter, stellt sie ans Regal und holt nach einer kurzen Kletterpartie das Buch. Schade ist, dass die Dialoge automatisch ablaufen, Multiple-Choice hätte das Spiel auflockern können und viel mehr Interaktionsmöglichkeiten gegeben. Insgesamt sind die Rätsel sehr leicht, was wohl an der Zielgruppe des Spiels liegt. USM spricht mit 'Die drei Fragezeichen und das Gold der Inkas' eher die jungen Spieler an. Es gibt allerdings keine Hotspot-Finde-Funktion, was den Schwierigkeitsgrad aber nur unwesentlich erhöht.


Galerien

Fazit:

Wertung: Gut

USM hat mit 'Die drei Fragezeichen und das Gold der Inkas' ein technisch solides Adventure in der Pipeline, das nicht nur jüngeren Fans der Serie gefallen kann. Die Geschichte verspricht Spannung und wenn die versprochenen acht Stunden Spielspaß eingehalten werden, ist der Preis von rund 27 Euro auch nicht zu viel, auch wenn die Grafik einen angestaubten Eindruck macht und auf die original Sprecher verzichtet wurde.

geschrieben am 28.09.07, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Windows XP / 2000
PIII 1,5GHz CPU
256MB RAM
600MB HD
8fach CD- bzw. DVD-ROM-Laufwerk


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Dieses Preview gehört zu  Die drei ???.




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