Reviews: Atlantis 5 - Das heilige Vermächtnis:

Atlantis - Das heilige Vermächtnis


1937 macht sich ein Mann auf den Weg, Atlantis zu finden. Wer denkt da nicht sofort an Indiana Jones? Im aktuellen Adventure von Nobilis wartet man jedoch vergeblich auf den Mann mit der Peitsche. Stattdessen macht sich Howard Brooks auf den gefährlichen Weg, den Eingang nach Atlantis zu finden. Natürlich waren wir mit von der Partie und verraten in unserem Test, wer der bessere Archäologe ist.

 


 



Howard Brooks ist Ingenieur und als solcher an der Entwicklung der berühmten Hindenburg beteiligt. Mit eben diesem Luftschiff will Howard nach New York reisen. Doch die eigentlich ruhige Reise entwickelt sich anders als geplant: Howard wird niedergeschlagen und die Hindenburg sabotiert. Zum Glück ist der Ingenieur auch ein Meister im Improvisieren und kann mit wenigen Hilfsmitteln die Hindenburg wieder reparieren. In New York angekommen, wird Howard bereits vom mysteriösen Geschäftsmann Foster erwartet. Nach einem kurzen Gespräch ist auch klar, was die Bösewichte auf der Hindenburg wollten: Ein altes Amulett, das Howard von seinem Vater erben sollte und das angeblich einer von drei Schlüsseln zu Atlantis sein soll. Da Howard ohnehin nichts Besseres zu tun hat, als nach dem versunkenen Kontinent zu suchen, macht er sich auch gleich auf, den versteckten Eingang zu Atlantis zu finden. Doch er muss sich beeilen, denn die Bösewichte wollen ebenfalls Atlantis finden und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Eine Geschichte voller überraschender Wendungen, Bösewichte, die einem ständig einen Schritt voraus sind und ein draufgängerischer Held – das sind die Zutaten, die uns im neuesten Spiel von Atlantis Interactive Entertainment erwarten.

Klick mich an

'Atlantis – das heilige Vermächtnis' ist, wie alle anderen Teile der Serie auch, ein Renderadventure in Ego-Perspektive. Der Spieler sieht die Welt folglich mit Howards Augen und bewegt sich Bildschirmweise vorwärts. Nach kurzer Eingewöhnungszeit geht die Steuerung leicht von der Hand. Kniffelig wird es trotzdem oft, denn viele Gegenstände haben einen sehr kleinen Hotspot. Wer beim Absuchen des Bildschirms also nicht sorgfältig vorgeht, übersieht schnell mal einen wichtigen Gegenstand.

Sudoku und Poker um 1937

Wirklich schlimm ist das aber nicht: In der Geschichte geht es erst dann zum nächsten Ort, wenn wirklich alles erledigt ist. Howard muss dabei Rätsel aus allen möglichen Bereichen lösen. Während die Aufgaben, die er von anderen Charakteren bekommt viel Spaß machen und dem Spiel Tiefe verleihen, baute Entwickler Atlantis Interactive Entertainment auch einige Logikrätsel in das Spiel ein, die nicht so sehr gelungen sind. Das kleinste Ärgernis ist die Sudoku-Variante, auf die Howard in Indien trifft – zumindest für Freunde des Moderätsels. Nerviger ist das obligatorische Schiebepuzzle, bei dem ein Bild nachgestellt werden muss, um eine Tür zu öffnen. Leider stört ein Wächter dabei regelmäßig nach einer Minute, so dass man dauernd aus dem Gedankengang gerissen wird. Negativ übertroffen wird das dann zum Ende des Spiels durch ein Bienenrätsel. Hier müssen gleich dreimal hintereinander Bienen in genau derselben Art und Weise von der einen Seite auf die Andere bewegt werden. Dabei ist die Lösung schon zu Beginn offensichtlich. Die Pokerrunde, bei der eine Art Texas-Hold-Em gespielt wird, ist zwar passend ins Spiel eingebunden, leidet aber wie auch viele andere Logikrätsel darunter, dass auch beim zweiten oder dritten Durchspielen immer dieselben Karten verteilt werden. Man bekommt also schnell heraus, wie das Spiel zu gewinnen ist. Schade, denn dass es auch anders geht, beweisen einige der anderen Zwischenspiele. Hier verläuft jedes Spiel anders und man kann sich keine Taktik zurechtlegen.
Das Inventar blendet sich nach einem Klick auf die rechte Maustaste im unteren Bildschirmbereich ein. Reine Inventarrätsel gibt es eigentlich nicht. Zu den Highlights gehören aber die Dialogrätsel, auch wenn diese meistens recht schnell zu lösen sind.


Gib' mir Hut und Peitsche...

Die Gespräche tragen viel zu der Atmosphäre im Spiel bei. Howard hat immer einen lockeren Spruch auf der Lippe, macht dabei auch vor Helden von Abenteuerfilmen nicht halt und flirtet mit allen weiblichen Charakteren, die nicht bei drei auf dem Baum sind.
Im Gegensatz zu den Vorgängern wurde der Ablauf der Gespräche verändert: Spricht Howard einen der anderen Charaktere an, wendet sich dieser ihm zu und beginnt das Gespräch. Die möglichen Themen werden in einem Multiple-Choice Menü übersichtlich durch kleine Piktogramme dargestellt. Die Gespräche selbst laufen in einem kleinen Fenster in der Bildschirmmitte als vorgerendertes Video ab und sind meist lippensynchron. Die Synchronsprecher machen größtenteils einen guten Eindruck, speziell bei der Wahl der Sprecher für die Hauptcharaktere wurde eine gute Arbeit gemacht – Die Stimmen passen und verleihen den Figuren Charakter.

Schau dich rund um

Bei der Grafik scheiden sich die Geister: Im Empire State Bulding läuft Regen an den Scheiben herunter und Autos fahren vorbei. In China besucht Howard eine Dschunke – während des gesamten Aufenthalts schwankt das Bild wie auf einem Schiff. Dadurch wirkt die Welt sehr glaubhaft, lebendig und wirklich. Im krassen Gegensatz dazu steht die Grafik in den Bergen Mesopotamiens, wo es über recht langweilige Pfade in ein kleines Dorf geht, die Welt hier wirkt im Vergleich sehr unbelebt und lieblos.
Die in einer maximalen Auflösung von 1024x768 Pixeln vorgerenderten Hintergründe dürfen in per Rundumblick erkundet werden, alle Gegenstände und Figuren fügen sich gut in die Umgebung ein. Licht und Schatten werden gut eingesetzt und immer korrekt dargestellt. Die Zwischensequenzen wirken wie aus einem Indiana-Jones Film, mit Landkartenflug, rotem Balken und Bildern der Hindenburg im Hintergrund.

Hörenswert

Besonders angenehm fällt die Musik auf. Die Entwickler haben 'Atlantis – Das heilige Vermächtnis' einen Kinoreifen Soundtrack spendiert und dabei wirklich gute Arbeit gemacht. Bei der Suche nach Atlantis passt sich die Musik immer der aktuellen Umgebung und der Stimmung im Spiel an. Dadurch bleibt der Soundtrack abwechslungsreich und wird nie langweilig oder nervend. Sollte man dennoch einmal auf die Musik verzichten wollen, ist es möglich, sie in den Optionen abzuschalten, genau wie die Geräusche oder die Sprachausgabe.

Um dem Spiel noch etwas mehr Kinofeeling zu verleihen, kann man das Bild auf 16:9 Format umstellen und so seinen Breitbildmonitor optimal nutzen. Auf anderen Displays muss man mit den bekannten Kinostreifen vorlieb nehmen. Leider gibt es wie bei vielen guten Filmen auch in 'Atlantis – Das heilige Vermächtnis' das Phänomen, dass die Geschichte zu schnell zu Ende ist.


Galerien

Fazit:

Wertung: 71%

'Atlantis – Das heilige Vermächtnis' hat alles, was ein Adventure braucht. Man bekommt eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren in einer glaubhaften Umgebung. Dazu gibt es einen wirklich schönen Soundtrack. Wären da nicht die zum Teil nervenden Logikrätsel und die recht kurze Spielzeit, wäre eine höhere Wertung garantiert gewesen. Wer mit diesen Mängeln leben kann, findet ein solides Spiel vor, das selbst Spieler in seinen Bann ziehen kann, die bisher noch keinen Teil der Serie gespielt haben.

geschrieben am 26.02.07, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Windows® 98/SE/2000/XP
Pentium® III 1GHz oder vergleichbar
256MB RAM
DirectX® 9-kompatible Grafikkarte mit 32MB
4x CD/DVDROM oder schneller
DirectX® 9-kompatibele Soundkarte

Offizielle Homepage


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Dieses Review gehört zu  Atlantis 5.




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